Dezember 27

Ein König mit geteiltem Herzen

2. Chronik 8,1-18 (11)

„Und Salomo führte die Tochter des Pharao herauf aus der Stadt Davids in das Haus, das er für sie gebaut hatte. Denn er sprach: Eine Frau soll mir nicht wohnen im Hause Davids, des Königs von Israel; denn es ist geheiligt, weil die Lade des HERRN hineingekommen ist.“

Der Abschnitt beschreibt einige Regierungsmaßnahmen Salomos. Er dehnte sein Reich nach Norden und Süden aus und legte in den Grenzgebieten befestigte Städte an, in denen er seine Wagen- und Reitertruppen stationierte. Für seine Bauvorhaben setzte er keine Israeliten ein, sondern machte die noch übrige kanaanitische Bevölkerung zu Sklaven. Mit der Unterstützung von Hiram von Tyrus baute er eine Flotte im Roten Meer und stieg in den Goldhandel ein. Er erfüllte seine religiösen Pflichten, indem er Gott im Tempel die vorgeschriebenen Opfer brachte und die drei Hauptfeste einhielt. Auch die Priester und Leviten wurden von ihm zu ihrem Dienst eingeteilt. Doch Salomos Herz war nicht mehr ungeteilt bei seinem Gott. Wohl aus politischen Motiven hatte er die Tochter des Pharao geheiratet. Doch er spürte, dass dies Gott nicht gefiel, und brachte sie deshalb in sicherer Entfernung vom Tempel unter. Die Frage, wen wir heiraten, ist keine nebensächliche oder politische Entscheidung. Sie zeigt unsere Herzenshaltung. 1. Mose 2,24 lehrt, dass wir mit unserem Ehepartner ein Fleisch werden. Gott ist nicht an unserem äußerlichen Gottesdienst oder menschlichen Erfolg interessiert. Er wünscht sich unser ungeteiltes Herz.

Gebet: Herr, vergib mir meine Oberflächlichkeit. Lass mich heute deinem Wort ohne Kompromisse folgen.

Ein Wort: Folge Gottes Wort mit ungeteiltem Herzen!