Dezember 27

Mein Gott, lass deine Augen offen sein

2. Chronik 6,18-42 (40)

„So lass nun, mein Gott, deine Augen offen sein und deine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.“

Der Tempel war in erster Linie ein Ort des Gebetes. Salomo betete deshalb dafür, dass Gott seine Augen für das Gebet seines Volkes an diesem Ort offenhält. Er bringt sieben Situationen vor Gott, in denen er um Gottes besondere Gebetserhörung bittet. Sie beginnen mit einer gerechten Entscheidung für einen Angeklagten vor Gott und enden mit der größtmöglichen Katastrophe, der Wegführung des ganzen Volkes, aufgrund ihrer Sünde, in die Gefangenschaft. Selbst dann besteht noch die Möglichkeit, aus der Ferne zu Gottes Haus hin zu beten. Daniel hatte diese Verheißung in Anspruch genommen (Dan 6,11). Sogar ein Fremdling, ein Heide, kann Gottes Gebetserhörung erfahren. Dieses Gebetsanliegen sehen wir in Apostelgeschichte 8,26-40 in dem Kämmerer aus Äthiopien erfüllt. In Jesus haben wir heute den Tempel, über dem Gott seine Augen immer offenhält. Auch wenn wir schwach sind und sündigen, können wir zu Jesus kommen und werden Vergebung, Heilung, Wiederherstellung und Veränderung finden. Bei ihm sind alle Menschen willkommen, auf dass alle Völker Gott erkennen. Wichtig ist dabei unser Herz, das genau in der Mitte der sieben Gebetsanliegen erwähnt wird. Gott wünscht sich unsere aufrichtige Buße und Umkehr. Dann können wir unsere Beziehung zu ihm wiederherstellen.

Gebet: Herr, ich komme heute zu Jesus im Gebet mit meiner Schuld. Vergib mir und heile mich. Erhöre mein Gebet und führe auch mein Volk auf deinen Weg.

Ein Wort: Gottes Augen sind offen