Dezember 27

Bitte, was Gott dir geben soll

2. Chronik 1,1-17 (10)

„So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, dass ich vor diesem Volk aus- und eingehe; denn wer kann dies dein großes Volk richten?“

Das zweite Buch Chronik beginnt mit der Herrschaft von König Salomo. Als er sein Amt antrat, war er noch sehr jung, vielleicht im Alter eines heutigen Abiturienten. Er war sich bewusst, dass er nicht aufgrund seiner Intelligenz, seinen Fähigkeiten, seinem Mut oder seinen Leistungen König geworden war, sondern einfach, weil Gott auf seiner Seite stand. Deshalb suchte er zu Beginn seiner Herrschaft Gottes Gegenwart, indem er seine Hingabe durch ein großes Brandopfer demonstrierte. Gott beantwortete das Opfer, indem er ihm noch in derselben Nacht erschien. Er stellte ihm einen Wunsch frei. Was könnte ein junger König sich von dem allmächtigen Gott wünschen? Reichtum, Ehre, Sieg über seine Feinde, ein langes Leben oder eine schöne Königin? Salomo wünschte nichts von alledem, sondern Weisheit, um Gottes Volk gut zu regieren. Er wollte Gottes Aufgabe erfüllen und ein guter Hirte für die anvertrauten Menschen sein. Gott gefiel Salomos Wunsch und er erfüllte ihn und gab ihm dazu Reichtum und Ehre, um die er nicht gebeten hatte. Unser größter Wunsch zeigt unsere Prioritäten, unser Lebensziel und unseren Wertmaßstab. Wie Salomo hat Gott auch uns als seine Verwalter eingesetzt. Was ist unser größter Wunsch?

Gebet: Herr, mein Leben soll sich nicht nur um mich selbst drehen. Schenke mir Weisheit, um die Aufgabe, die du mir gestellt hast, zu erfüllen.

Ein Wort: Was ist dein Wunsch an Gott?