Dezember 27

Ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit!

Jesaja 44,24-45,13 (45,8)

„Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, habe es geschaffen.“

Gott, der allmächtige Schöpfer, macht das Wort seiner Knechte wahr und führt das aus, was er verheißen hat. Dieser Gott hatte sich den Perserkönig Kyrus als sein Werkzeug erwählt und ihm Türen geöffnet und Völker unterworfen. Durch ihn ließ er sein Volk Israel aus der Gefangenschaft befreien, sie in das verheißene Land zurückführen und sie Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen lassen. Dieser Gedanke war für die Israeliten sehr gewöhnungsbedürftig, denn Kyrus war ein Heide, der Gott nicht kannte. Er entsprach nicht ihren Erwartungen eines Retters. Doch Gott erinnert sie daran, dass er der souveräne Schöpfer ist. Wie ein Töpfer den Ton formt, kann auch er Menschen nach seinem Willen formen und gebrauchen. Bei Jesus hatten vor allem die religiösen Menschen Schwierigkeiten, in ihm den Erretter zu sehen, weil er nicht ihren Erwartungen entsprach. Gottes Rettung kommt nicht so, wie wir es menschlich erwarten. Sie entspricht nicht unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit, die wir durch unsere Taten selbst erwerben möchten. Gottes Gerechtigkeit und Erlösung kommen von oben. Sie entspringen seiner einseitigen Gnade und erreichen uns ohne eine Gegenleistung – so wie eine Wolke ohne unser Zutun Regen spendet.

Gebet: Herr, danke für deine einseitige Liebe und Gnade. Hilf mir, dass ich mich von meinen eigenen Vorstellungen löse und mich für deine Gerechtigkeit öffne.

Ein Wort: Gerechtigkeit geht von Gott aus