Dezember 27

Ein unbedachtes Gelübde

Richter 11,34-40 (36)

„Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan vor dem HERRN, so tu mit mir, wie dein Mund geredet hat, nachdem der HERR dich gerächt hat an deinen Feinden, den Ammonitern.“

Vor seinem Sieg über die Ammoniter hatte Jeftah ein Gelübde getan. Das Erste, was ihm bei seiner Rückkehr aus seinem Haus entgegenkommen würde, wollte er als Brandopfer darbringen. Gelübde waren nicht unüblich, doch dieses Gelübde war unbedacht und unvorsichtig. Vielleicht hatte er an ein Tier gedacht. Jedenfalls kam seine einzige Tochter heraus, um ihren Vater zu begrüßen. Jeftah war zu Tode betrübt. Er konnte keinen Rückzieher mehr machen, obwohl er es gerne wollte. Seine Tochter aber hatte eine klare Haltung. Sie war bereit, gemäß dem Gelübde sogar geopfert zu werden. Gott hatte ihm den Sieg gegeben, jetzt sollte er auch sein Gelübde halten. Wir wissen nicht ganz genau, ob Jeftah sie tatsächlich opferte oder sie nach den Vorschriften des Gesetzes ablöste, (3. Mose 27) und sie nur unverheiratet blieb. Auf jeden Fall musste er ein schweres Opfer bringen. Die Tochter Jeftahs wurde seitdem von den Mädchen in Israel beweint. Zugleich wird ihre mutige und den Eltern gehorsame Haltung bewundert.

Gebet: Herr, hilf mir, kein unbedachtes Gelübde zu tun. Bitte gib unseren Kindern ein gehorsames Herz.

Ein Wort: Tu, was dein Mund geredet hat vor dem Herrn