Dezember 27

Ein Opfer des Schicksals wird zum Leiter

Richter 11,1-11 (11)

„So ging Jeftah mit den Ältesten von Gilead, und das Volk setzte ihn zum Haupt und Obersten über sich. Und Jeftah redete alles, was er zu sagen hatte, vor dem HERRN in Mizpa.“

Jeftah war ein Sohn Gileads, des Stammesfürsten der Gileaditer. Aber er war unehelich als Sohn einer Hure geboren. Seine Halbbrüder, die ehelichen Söhne Gileads, verachteten ihn. Sogar stießen sie ihn aus, weil er nicht mit ihnen zusammen erben sollte. Jeftah floh. Obwohl er aber verstoßen war, wurde er ein Hirte für lose, verbitterte Männer, die sich bei ihm sammelten. Als nun die Ammoniter einfielen, suchten die Gileaditer einen geeigneten Anführer. Sie erinnerten sich an Jeftah und baten ihn um Hilfe. Jeftah erinnerte sie an ihr früheres Verhalten. Weil er sie kannte, forderte er von ihnen eine klare Aussage, ob sie seine Leiterschaft anerkennen würden. Sie stimmten zu. Doch Jeftah vertraute nicht auf sich selbst. Er vertraute darauf, dass der Herr ihm die Feinde in die Hand geben würde. Und er redetet alles, was er zu sagen hatte, vor dem Herrn. Zu Beginn sah Jeftah wie ein Opfer eines unglücklichen Schicksals aus und nicht wie ein Leiter. Doch Gott konnte diesen Mann gebrauchen, um seinem Volk zu helfen.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade der Berufung als ein Leiter. Lehre mich, alle Dinge vor dir zu reden.

Ein Wort: Ein Leiter vor dem Herrn