Dezember 27

Gott vergilt das Böse

Richter 9,22-57 (56)

„So vergalt Gott dem Abimelech das Böse, das er seinem Vater angetan hatte, als er seine siebzig Brüder tötete.“

Jotam hatte Abimelech und die Männer von Sichem gewarnt. Offensichtlich vergaßen sie diese Warnung oder lachten über sie. Gott aber vergaß nicht. Nach drei Jahren entstand Zwietracht zwischen Abimelech und den Sichemitern. Unter Führung Gaals revoltierten sie. Der Stadthauptmann aber hielt es mit Abimelech und rief ihn herbei. Abimelech kam, vertrieb den Gaal und schlug die Stadt mit einem Hinterhalt. Als die Leute in den Baalstempel flohen, verbrannte er den Tempel mit allen, die darin waren. Dann zog er nach Tabez und belagerte die Stadt. Er war aber unvorsichtig und ging zu nahe an die Mauer heran. Eine Frau warf einen Mühlstein herab und traf ihn am Kopf. Auch im Angesicht des Todes war er noch stolz und dachte nur daran, nicht durch die Hand eines Weibes zu sterben. Böse Taten haben immer Folgen. Gott vergisst nicht. Für eine kurze Zeit sah Abimelech wie ein Sieger aus. Aber Gott vergalt ihm und den Männern von Sichem ihre lästerlichen Taten. Wir sollen uns nicht irreführen lassen. Gott lässt sich nicht spotten. Was ein Mensch sät, das erntet er (Gal 6,7).

Gebet: Herr, hilf mir, mich nicht irreführen zu lassen. Du vergiltst jede böse Tat.

Ein Wort: Gott vergisst keine böse Tat