Dezember 27

Geschichtsbewusstsein

Richter 9,1-21 (16)

„Habt ihr nun recht und redlich getan, dass ihr Abimelech zum König gemacht habt? Und habt ihr wohlgetan an Jerubbaal und an seinem Hause, und habt ihr ihm getan, wie er’s um euch verdient hat?“

Die Generation nach Gideon folgte leider nicht seinem Glauben und seinen Taten. Abimelech, Sohn einer Nebenfrau Gideons aus Sichem, warb lose Männer an und brachte seine Brüder, die Söhne Gideons, um. Nur der jüngste Sohn Gideons namens Jotan entrann. Dann ließ sich Abimelech in Sichem zum König machen. Jotan hätte sich aus Furcht und Resignation verbergen können. Doch er konnte Abimelechs Handeln nicht einfach so hinnehmen. Darum stellte er sich auf den Gipfel des Berges Garizim. Von diesem Berg hatte Mose dem Volk den Segen verlesen lassen. In seiner Rede erinnerte Jotam Israel an die Geschichte. Er warnte mit dem Gleichnis vom Dornbusch und den Bäumen vor der Vermessenheit Abimelechs und vor seinem Fall. Dann klagte er Israel an, die Wohltaten Gottes durch seinen Vater Gideon vergessen zu haben. Nach seiner klaren und mutigen Rede floh Jotam und verbarg sich. Kein Geschichtsbewusstsein zu haben ist keine leichte Sache. Als Hirten und Leiter für unser Volk dürfen wir dies nicht hinnehmen, sondern sollen wie Jotam unsere Brüder und die nachfolgenden Generationen warnen.

Gebet: Herr, danke für deine Wohltaten der Vergangenheit. Gebrauche mich, Geschichtsbewusstsein zu lehren.

Ein Wort: Richte Geschichtsbewusstsein auf