Dezember 27

Siehe, ich habe dich gesandt!

Richter 6,11-24 (14)

„Der HERR aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erretten aus den Händen der Midianiter. Siehe, ich habe dich gesandt!“

Wieder bereitete Gott einen Retter für Israel in ihrer Not vor. Er erwählte Gideon, den jüngsten Sohn Joaschs, vom Stamm Manasse. Gideon drosch gerade Weizen, aber heimlich, damit die Midianiter es nicht mitbekamen. Der Engel des Herrn erschien ihm und grüßte ihn: „Der Herr mit dir, du streitbarer Held!“ Gideon fühlte sich nicht wie ein Held. Vor allem konnte er nicht erkennen, dass Gott mit ihnen war. Hatte Gott sie nicht vielmehr verstoßen? Doch das Gegenteil war der Fall. Gott war mit seinem Volk. Er hatte schon einen Leiter für die Befreiung auserwählt. Der Herr wollte ihn, Gideon, senden, um die Feinde zu vertreiben. Gideon hielt sich für zu unbedeutend, doch Gott sicherte ihm zu, mit ihm zu sein, und verhieß ihm den Sieg. Als Gideon erkannte, dass tatsächlich der Engel Gottes mit ihm sprach, kam Furcht über ihn. Er erkannte sich als Sünder vor dem heiligen Gott. Aber Gott gab ihm seinen Frieden. Gideon bekannte: „Der Herr ist Friede.“ Die Sündenvergebung und die Berufung Gottes gehören zusammen. Gott half Gideon geduldig, sich seiner Berufung sicher zu sein. Einen Menschen, der Gottes Berufung demütig annimmt, kann Gott gebrauchen, ein ganzes Volk zu befreien.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade der Vergebung und der Berufung. Sende mich, dein Volk zu befreien.

Ein Wort: Von Gott gesandt