Dezember 27

Die Wolke des HERRN bei der Wanderung

2. Mose 40,36-38 (38)

„Denn die Wolke des HERRN war bei Tage über der Wohnung, und bei Nacht ward sie voll Feuers vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange die Wanderung währte.“

Diese drei letzten Verse des Buches Exodus geben nicht nur eine kurze Vorausschau auf die weitere Wüstenwanderung der Israeliten, die im 4. und 5. Buch Mose beschrieben wird. Sie beschreiben vor allem das völlig neue Leben der Israeliten. Zu Beginn des Buches waren die Israeliten ein Sklavenvolk gewesen, das sich unter der Sklaverei quälte und ohne Ziel und Orientierung lebte. Aber jetzt war es Gottes Volk, das von Gott durch die Wolken- und Feuersäule geführt und geleitet wurde. Gottes Volk war ein Pilgervolk. Aber es war keine ruhelose Wanderschaft wie die von Kain nach seinem Brudermord (1. Mose 4,12). Israel befand sich auf dem Weg zum verheißenen Land. Auch wir sind himmlische Pilger auf dieser Erde (Hebr 11,16). Unser Ziel ist das Reich Gottes, das himmlische Jerusalem. Früher waren wir Sklaven unserer Sünden und ohne Orientierung, aber in Gottes Wort haben wir nun eine klare Orientierung. Manchmal scheinen wir auf unserer Pilgerreise nur langsam voranzukommen. Aber in der Tat sind wir die seligsten Menschen, weil unser Gott mit uns ist und uns auf dem sicheren Weg in das verheißene Land führt. Gottes Wort ist unser Licht auf dem Weg (Ps 119,105), vor allem wenn unser Leben uns manchmal „Nacht“ zu sein scheint.

Gebet: Herr, danke, dass du mit mir auf meiner Pilgerreise bist. Hilf mir, mit dir bis zum Ende zu pilgern.

Ein Wort: Solange die Wanderung währte