Dezember 27

Die Herrlichkeit des HERRN

2. Mose 40,1-35 (34)

„Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.“

Am ersten Tag des ersten Monats im zweiten Jahr, fast ein Jahr nach dem ersten Passafest, wurde die Stiftshütte aufgerichtet. Gott wies Mose an, alle Gegenstände und die Priester zu salben. Mose tat alles, wie ihm der Herr geboten hatte. Als Mose das Werk vollendet hatte, bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit erfüllte die Wohnung. Mose konnte nicht in die Stiftshütte gehen, weil die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung füllte. Noch nie war Gott seinem Volk so nahe gekommen. Er wohnte mitten unter seinem Volk. Moses Herz musste bei diesem Anblick vor Freude gesprungen sein. Vor zwei Jahren war das Volk ein elendes Sklavenvolk gewesen. Dann hatte Gott sie durch zehn Plagen mit seiner mächtigen Hand aus Ägypten geführt, die Armee des Pharao besiegt, ihr Murren getragen und sie mit Manna gespeist. Vor ungefähr sechs Monaten waren sie so tief in die Sünde gefallen, dass es keine Hoffnung mehr zu geben schien. Obwohl sein Bruder Aaron die größte Schuld am Abfall des Volkes trug, hatte Mose die Verantwortung nicht auf ihn geschoben. Er liebte Gottes Volk. Mose hatte es nicht aufgegeben, bis Gott die Missetat des halsstarrigen Volkes vergab und sich wieder entschloss, in ihrer Mitte zu gehen. Mose hatte die Freude des Hirten im Gleichnis „Vom verlorenen Schaf“ (Lk 15). In einem halben Jahr kann sich viel ändern, wir dürfen nicht aufgeben.

Gebet: Herr, ich will nicht aufgeben. Hilf mir, wie Mose zu kämpfen, bis du wieder unter meinem Volk wohnst.

Ein Wort: Kämpfen, bis sich Gottes Herrlichkeit offenbart