Dezember 27

Die Herstellung des Heiligtums

2. Mose 36,8-38 (9)

„Die Länge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen und alle waren von einem Maß.“

Die Herstellung der Stiftshütte war ein Werk der Zusammenarbeit und erforderte genaues Arbeiten. Mose hätte die Stiftshütte nicht allein bauen können, genauso wenig wie Bezalel und Oholiab. Aber Gott hatte ihnen auch die Gabe des Unterweisens gegeben (35,34). So konnten sie die kundigen Männer bei der Arbeit richtig anweisen. Bei der Zusammenarbeit war Genauigkeit entscheidend. Sie mussten mit einem Maß arbeiten. Die zehn Teppiche mussten alle gleich lang und gleich breit sein. Hätten einige ungenau gearbeitet und ein anderes Maß gebraucht, hätte man sie nicht zu einem Stück zusammenfügen können. Dies war für die Israeliten nicht einfach, da sie als Sklaven eine falsche Arbeitshaltung gelernt hatten. Statt ihr Bestes freiwillig zu geben und genau zu arbeiten, waren sie es gewohnt, im Anblick der Peitsche irgendwie zu arbeiten. Das Ergebnis war ihnen egal gewesen. Diese Egal-Haltung sollten sie nun ablegen. Sie mussten keine Ziegel mehr für irgendeinen Götzentempel des Pharaos herstellen (1,11; Pitom geht auf ägyptisch pr-Jtm „Haus des (Gottes) Atum“ zurück), sondern sie durften für ihren Gott eine Wohnung bauen. Bevor Gott uns aus unserem Leben unter der Sünde befreite, haben wir auch an verschiedenen „Götzentempeln“ mitgebaut. Wie gnädig ist es, dass wir nun am Haus Gottes mitbauen dürfen.

Gebet: Herr, danke, dass ich an deinem Haus mitbauen darf. Vergib mir meine Egal-Haltung. Hilf mir, mit Eifer und Genauigkeit dein Haus zu bauen.

Ein Wort: Jedes Teil von einem Maß