Dezember 27

Maria salbt Jesu Füße

Johannes 12,1-11 (3)

„Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls.“

Sechs Tage vor dem Passafest besuchte Jesus nochmals Lazarus, den er von den Toten auferweckt hatte, und dessen Schwestern Marta und Maria. Sie machten ihm ein Mahl. Marta zeigte ihre Liebe zu Jesus, indem sie ihm fleißig diente. Dagegen hatte Maria eine andere, ganz besondere Art, Jesus zu zeigen, wie sehr sie ihn liebte. Sie nahm ein ganzes Pfund reines Salböl aus Narde, salbte damit Jesu Füße und trocknete diese mit ihrem Haar. Nardenöl war damals so kostbar, dass man es tropfenweise sammelte. Besonders als Brautgabe war es beliebt. Für junge Frauen war es demnach eine Investition für die Zukunft. Maria gab ihres für Jesus hin. Für sie war er ihr Herr und ihre Zukunft. Jesus freute sich sehr über ihre Tat. Durch sie wurde er getröstet, denn sein Leiden und sein Tod am Kreuz standen kurz bevor. Darum sagte er auch, dass die Salbung für den Tag seines Begräbnisses gelte. Einige Anwesende konnten Marias Tat nicht verstehen. Judas Iskariot hielt es für reine Verschwendung. Gerne hätte er das Salböl verkauft und den Erlös den Armen gegeben – oder zumindest das, was er nicht für sich selbst beiseiteschaffen konnte. Seine Habgier sollte ihm später zum Verhängnis werden, als er Jesus verriet.

Gebet: Herr, hilf mir, dich und deinen Sohn innig und mit Hingabe zu lieben, wie es Maria getan hat.

Ein Wort: Jesus ist mein Herr und meine Zukunft