März 18

Redet alle Worte dieses Lebens

Apostelgeschichte 5,12-24 (20)

„Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte dieses Lebens.“

Nachdem die Gemeinde von dem gefährlichen Einfluss der Heuchelei gereinigt worden war, geschahen noch mehr Zeichen und Wunder durch die Apostel. Die Gemeinde wuchs zahlenmäßig weiter. Sie waren lebendige Zeugen der Auferstehung durch ihr verändertes Leben, in dem andere Menschen Gottes Wesen erkennen konnten. Das störte vor allem die Sadduzäer unter den religiösen Leitern, da sie die Auferstehung leugneten. Sie ließen daher alle Apostel in das öffentliche Gefängnis werfen. Doch dort erschien ihnen in der Nacht der Engel des Herrn und führte sie in die Freiheit. Er beauftragte sie, im Tempel aufzutreten und alle Worte dieses Lebens zu reden. Mit „diesem Leben“ ist das Leben des auferstandenen Jesus gemeint. Nachdem sie befreit waren, hätten sich die Apostel zuerst um ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Familien kümmern müssen oder sich zumindest erst einmal ausschlafen können. Doch sie gehorchten Gott und gingen bereits frühmorgens in den Tempel, um Gottes Wort zu lehren. Sie waren bereit, ihre gerade gewonnene Freiheit direkt wieder zu verlieren, weil sie ihr Leben vollständig in die Hand Gottes gelegt hatten. Sie folgten nicht dem äußeren Druck, sondern Gottes Willen. Der Hohe Rat fand nur ein verschlossenes und gut bewachtes, aber leeres Gefängnis und wurde betreten.

Gebet: Herr, danke für die Worte dieses Lebens, die du mir anvertraut hast. Hilf mir, heute ungeachtet meiner eigenen Lage diese Worte weiterzugeben.

Ein Wort: Rede alle Worte dieses Lebens!