September 22

Heile du mich, HERR, so werde ich heil

Jeremia 17,1-27 (14)

„Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.“

Die Sünde ist auf unsere Herzenstafeln mit Diamant gegraben. Dies lehrt, dass man die Sünde nicht einfach vergessen oder wegwischen kann, wie Kreide auf einer Tafel. Sünde ist ins Herz gegraben. In den Versen 9 und 10 lehrte Gott sein Volk und auch Jeremia, dass unser Herz ein trotzig und verzagtes Ding ist, das nur Gott allein kennt. Wir selbst kennen also nicht einmal unser eigenes Herz, geschweige denn das der anderen. Paulus beschreibt diese Wahrheit in Römer 7. Nur durch Gottes Hilfe, durch das zehnte Gebot, hatte er seine Sünde erkannt. Aber die Erkenntnis der eigenen Sünde ist nur der erste Schritt, danach muss der zweite Schritt erfolgen, das Vertrauen auf Gottes Heil und dass er allein die Quelle lebendigen Wassers ist. Dieses Vertrauen hatte Jeremia und sprach: „Heile du mich, HERR, so werde ich heil.“ Aber leider hatten die meisten Menschen in Juda nicht solch ein Vertrauen auf Gott, der Quelle des Heils. Sie wichen mit ihrem Herzen vom Herrn und hielten Fleisch für ihren Arm (5), d.h., sie hielten ihr Fleisch (ihr Geld, ihre Weisheit und Macht) für ihre Kraft. Gott ist nicht nur ein Herzenskenner, sondern auch der Richter der Herzen. Gott ermahnte sein Volk erneut, den Sabbat zu heiligen. Diese Ermahnung war Gottes Liebe und eine Chance, neu anzufangen, Vertrauen auf Gott und sein Wort zu lernen.

Gebet: Herr, allein du kennst mein Herz. Heile mein trotziges Herz. Heile mich, so werde ich heil. Hilf mir, so wird mir geholfen.

Ein Wort: Nur Gott kann das Herz ergründen und heilen