März 18

Gott will uns vom Ungehorsam heilen

Jeremia 3,6-25 (22)

„Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. »Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott.“

Gott hatte Jeremia als Prophet oder Hirten berufen. Als solcher musste er Gottes Herz und Hoffnung lernen, vor allem auch sein geduldiges Warten. Gott fragte Jeremia: „Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige, tat?“ Jeremia wusste, dass Gott Israel wegen ihres Götzendienstes durch die Assyrer gerichtet hatte. Aber ihm war vermutlich nicht klar, dass Juda noch schlimmer war, weil sie angesichts des Gerichts vor über 100 Jahren immer noch nicht Buße getan hatten. Ihre angebliche Buße war in den Augen Gottes nichts als Heuchelei. Israel stand vor Gott sogar gerechter da als Juda, dies war schwer zu begreifen. Jeremia sollte sogar Israel Gottes Gnadenworte zurufen: „Der Herr ist gnädig und will nicht ewig zürnen.“ Aber Gottes Gnade wird nur denen zuteil, die ihre Schuld ernsthaft anerkennen. In den Versen 14b-18 lässt Gott Jeremia weit in die Zukunft schauen. Jerusalem wird Gottes Thron werden und Gottes Volk wird dort wohnen. Die Sünde wird besiegt sein (17). Ein Hirte braucht Siegeszuversicht, auch wenn die Realität anders aussieht (19-21). Gott hoffte auf ihre Buße und war bereit, sie von ihrem Ungehorsam zu heilen. Die Verse 22b-25 zeigen Gottes Hoffnung, doch die Worte der Buße seiner Kinder zu hören. Ein Hirte muss solche Hoffnung für seine Kinder haben.

Gebet: Herr, danke, dass du uns von unserem Ungehorsam heilen willst. Lass mich dein Herz verstehen.

Ein Wort: Komm zum Herrn, er will dich heilen!