Dezember 16

Mose redete mit den Israeliten alles

5. Mose 1,1-5 (3)

„Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monats, da redete Mose mit den Israeliten alles, wie es ihm der HERR für sie geboten hatte,“

Diese Verse beinhalten die Einleitung des 5. Buch Mose. Nach dem Sieg über die zwei Könige der Amoriter, Sihon und Og, lagerte das Volk jenseits des Jordans im Land Moab. Die vierzig Jahre der Wüstenwanderung waren beendet. In dieser Zeit war eine neue Generation gewachsen, die nun das verheißene Land einnehmen sollte. Mose war ein sehr alter Mann, doch mit Kraft (34,7). Mose hatte Gottes Volk nicht nur mit Gottes Kraft aus der Sklaverei in Ägypten geführt, sondern auch mit aller Demut vierzig Jahre in der Wüste geleitet. Doch er durfte sie nicht in das verheißene Land führen. Moses Mission würde nun bald beendet sein. Er ging nicht in Rente, sondern kämpfte, wie Vers 3 ausdrückt, bis zum Ende, dem Volk Gottes Wort weiterzugeben, wie es ihm Gott gesagt hatte. Er bereitete sie so auf dem Einzug ins verheißene Land vor und vollendete seine Mission. Für die Eroberung des verheißenen Landes waren nicht die Waffen von entscheidender Bedeutung, sondern die Liebesbeziehung des Volkes zu Gott. Deshalb kämpfte Mose, vier lange Rede zu halten (siehe Einleitung). Genauso wichtig war es, dass die neue Generation bereit war, die Worte von Mose zu hören. Nur wenn die erste Generation bis zum Ende ihre Mission erfüllt und die neue Generation bereit ist, deren Worte als Gottes Worte zu hören, Geschichtsbewusstsein zu haben, wird auch in unserer Zeit das verheißene Land einnehmbar sein.

Gebet: Herr, hilf mir, zu reden und auch zu hören.

Ein Wort: Geschichtsbewusstsein durch Reden und Hören