Oktober 2

Weidet die Herde Gottes

1. Petrus 5,1-14 (2)

„Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist, und achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt, nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund,“

Im letzten Kapitel dieses Briefes wendet sich Petrus an die Ältesten, die die Verantwortung tragen in den Gemeinden. Sie sind als Hirten berufen. Petrus ermahnte sie als Mitältester und Zeuge der Leiden Christi, die Herde Gottes zu weiden. Er selber hatte vom auferstandenen Christus diesen Befehl empfangen (Joh 21,15-17). Sie sollten sich freiwillig um die Schafe kümmern und auf sie achten, nicht gezwungenermaßen. Das Hirtenamt verspricht keinen Gewinn. Ein Hirte zu sein heißt auch nicht, über andere zu herrschen, sondern ihnen ein Vorbild zu sein. Solche liebevollen Hirten gefallen Gott. Sie erhalten von Jesus, dem Erzhirten, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit. Wovon wird die Ordnung in der Gemeinde bestimmt? Das Wichtigste ist die Demut. Auch sollen wir uns nicht sorgen, sondern alle Sorge auf den Herrn werfen. Hochmut und Sorge sind die Waffen des Satans, der umhergeht wie ein Löwe und sieht, wen er verschlingen kann. Wer aber fest steht im Glauben, kann ihm widerstehen. Gott selbst ist es, der uns inmitten der kurzzeitigen Leiden aufrichtet, stärkt, kräftigt und fest gründet. Zum Abschluss des Briefes grüßen Petrus und die, die bei ihm sind, die Gläubigen und wünschen ihnen den Frieden Gottes.

Gebet: Herr, hilf mir, im Glauben fest zu stehen, demütig zu sein und deine Herde zu weiden.

Ein Wort: Weide die Herde Gottes