Oktober 2

Eine besondere Verantwortung

Amos 2,4-3,2 (3,2)

„Aus allen Geschlechtern auf Erden habe ich allein euch erkannt, darum will ich auch an euch heimsuchen all eure Sünde.“

Nicht nur über die umliegenden Völker verkündigte Amos Gottes Gericht, sondern auch – und besonders – für Israel und Juda. Das war Gottes Volk, welches der Herr aus seiner Gnade von allen Völkern erwählt hatte. Die Israeliten sollten ein Segen für alle übrigen Völker sein, wie es Gott bereits ihrem Stammvater Abraham vorausgesagt hatte (1. Mose 12,3). Gott hatte sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit, sie vierzig Jahre lang in der Wüste geführt und unter ihnen immer wieder Menschen Gottes als gute geistliche Leiter erweckt. Er hatte Völker vor ihnen vertrieben und sie ins gelobte Land Kanaan geführt. Doch nun traten die Israeliten diese Gnade Gottes mit Füßen. Sie lebten in der Sünde und trieben es noch schlimmer als die heidnischen Völker um sie her. Sie entweihten Gottes Heiligtum, beuteten die Armen im Volk aus, betrieben Unzucht und Völlerei, betranken sich und – noch schlimmer – verhinderten, dass Gottes Wort weitergegeben wurde. Darum sollte Gottes Gericht über sie kommen, welchem niemand entrinnen konnte. Wir sind auch Gottes erwähltes Volk. Jesus hat uns aus der Sklaverei der Sünde befreit, damit wir Gott dienen und ein Segen für andere Menschen sein können. Wir tragen Verantwortung für Gottes Schafe. Darum bekommen wir jeweils auch die Folgen unserer Sünden zu spüren, damit wir wieder zu Gott und seiner Berufung umkehren.

Gebet: Danke, Herr, für deine Gnade und deine Berufung. Ich will diese niemals verachten.

Ein Wort: Wir sind Gottes Volk und ein Segen