September 22

Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt

Apostelgeschichte 18,1-22 (9.10)

„Es sprach aber der Herr durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.“

Von Athen aus kam Paulus nach Korinth, der Provinzhauptstadt Achajas. Es war eine internationale Hafenstadt wie heute etwa Hamburg oder New York. Es gab krasse soziale Gegensätze und moralische Verdorbenheit. Paulus lernte hier das Ehepaar Aquila und Priszilla kennen, mit denen er als Zeltmacher arbeitete. Anfangs verkündigte er nur am Sabbat in der Synagoge das Evangelium. Als Silas und Timotheus kamen, konzentrierte er sich ganz auf seine Missionsarbeit. Erneut erfuhr er von den Juden viel Widerstand. Gott spürte wohl, dass Paulus langsam innerlich müde wurde und das geistliche Burnout drohte. Er ermutigte ihn daher durch eine Erscheinung, dass er trotz der Widerstände in Korinth bleiben und das Evangelium unerschrocken verkündigen sollte. Er sollte Zuversicht haben, dass Gott gerade in dieser feindseligen Stadt ein großes Volk hat. Paulus gehorchte und konnte Gottes mächtiges Wirken erfahren. Der Synagogenvorsteher kam zum Glauben, und ein Mann namens Titius Justus stellte sein Haus direkt neben der Synagoge für die neu entstandene Gemeinde zur Verfügung. Paulus blieb anderthalb Jahre in Korinth und lehrte dort das Wort Gottes, bevor er über Ephesus und Jerusalem nach Antiochia zurückkehrte.

Gebet: Herr, du hast auch in dieser Stadt ein großes Volk. Lass mich dein Wort mutig verkündigen.

Ein Wort: Fürchte dich nicht, rede und schweige nicht!