März 18

Man muss Gott mehr gehorchen

Apostelgeschichte 5,25-42 (29)

„Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Der Hohe Rat erfuhr, dass die Männer, die sie gerade erst eingesperrt hatten, schon wieder im Tempel auftraten und lehrten. Sie ließen sie von dort holen, wagten aber nicht, dabei Gewalt anzuwenden, weil sie die öffentliche Stimmung fürchteten. Die Apostel wurden mit der Anschuldigung konfrontiert, sie hätten ihr Lehrverbot übertreten. Petrus und die anderen machten jedoch klar, dass sie Gott mehr gehorchen müssten als den Menschen. Jesu Tod sollte auch nicht Rache und Strafe, sondern Buße und Vergebung bringen. Die Mitglieder des Hohen Rates wurden so wütend, dass sie die Apostel umbringen wollten. In dieser Situation stand Gamaliel auf, einer der berühmtesten Lehrer der damaligen Zeit. Er gab einen vernünftigen Rat. Eine Bewegung, die nur auf einen Menschen gebaut ist, wird früher oder später von selbst untergehen. Die anderen stimmten zu, ließen aber trotzdem die Apostel geißeln, bevor sie sie freiließen, und erneuerten das Predigtverbot. Die Apostel waren durch diese ungerechte Behandlung weder wütend noch selbstmitleidig noch eingeschüchtert. Sie waren fröhlich, weil sie würdig gewesen waren, um des Namens Jesu willen Schmach zu leiden. Wir müssen auch manchmal entscheiden, ob wir dem äußeren Druck oder der Wahrheit von Gottes Wort folgen und ob wir bereit sind, eine ungerechte Behandlung zu erfahren.

Gebet: Herr, lass mich heute dir und deinem Wort gehorchen und mache mich dafür auch bereit, ungerecht behandelt zu werden.

Ein Wort: Gehorche Gott auch gegen Widerstand