März 18

Nach dem guten Weg fragen

Jeremia 6,1-30 (16)

„So spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Aber sie sprachen: Wir wollen’s nicht tun!“

Jerusalem, die heilige Stadt, war zu einem Brunnen geworden, aus dem Wasser der Bosheit quillt (7). Jeremia hatte sie zur Umkehr zu Gott aufgefordert, im Wissen des baldigen Gerichtes. Aber sie hatten sein Zeugnis nicht angenommen. Sie waren nach dem Gesetz äußerlich beschnitten und opferten Gott Brandopfer, äußerlich sahen sie wie Kinder Gottes aus. Aber ihre Ohren waren nicht beschnitten. „Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten; sie können nicht darauf achten. Siehe, das Wort des HERRN ist ihnen zum Hohn geworden; sie haben keine Lust daran.“ (10; Schlachter). Ein beschnittenes Ohr kann Gott hören, es gehört einem Menschen, der seine eigene Sünde und Schwachheit anerkennt und Gott vertraut. Wie ein Schaf, das weiß, dass es ohne den Hirten in die Irre geht, hört er Gottes Wort (Joh 10,27; Jes 53,6). Abraham hatte beschnittene Ohren. Er vertraute Gottes Wort und gehorchte ihm. Er ging den guten Weg der Vorzeit (1. Mose 22,16-18), so konnte er Ruhe finden für seine Seele. Juda wollte jedoch nichts von dem Weg der Gottesfurcht und des Glaubensgehorsams hören. Es sagte: „Wir wollen nicht!“. Deshalb würde Gottes Gericht über sie kommen. Keine Lust an der Bibel zu haben ist eine ernste Angelegenheit (Ps 1).

Gebet: Herr, hilf mir, täglich mit einem beschnittenen Ohr dein Wort zu hören und ihm zu gehorchen.

Ein Wort: Ich will den guten Weg gehen und Ruhe finden!