Juni 26

Eine Opfergabe für den Herrn

2. Mose 24,12-25,9 (25,8)

„Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne.“

Gott rief Mose erneut auf den Berg. Mose blieb vierzig Tage und Nächte dort und empfing Gottes Steintafeln und Anweisungen für den Bau der Stiftshütte. Gott hätte sich auch selbst ein Heiligtum bauen können, größer als alle Tempel in Ägypten. Der Herr aber braucht kein Heiligtum, sondern sein Volk. Sie brauchten Gottes Anwesenheit und den Weg der Sündenvergebung. Die Errichtung des Heiligtums sollte mit ihrer freiwilligen Opfergabe beginnen. Niemand sollte gezwungen werden, jeder konnte sich selbst entscheiden, ob, wie viel und was er für das Heiligtum geben wollte. Ihren Reichtum hatten sie Gott zu verdanken (12,35.36), jetzt konnten sie ihm aus Dank davon opfern. Eine Opfergabe ist immer ein Prüfstein des Glaubens. Sie mussten sich entscheiden, ob sie ihren Schmuck selbst tragen oder Gott geben wollten. Damals wie heute kann man kein Heiligtum bauen, indem man Gott nur seine Restzeit oder sein übriges Geld gibt. Gott wünscht sich von uns, dass wir ihm unser Bestes geben (Mt 19,16-26). Das Heiligtum ist ein Bild für Jesu Kommen in diese Welt. Der Evangelist Johannes war von dieser Gnade überwältigt, dass Gott in Jesus unter uns war und bei uns wohnte (Joh 1,14). Dieses „Wohnen“ Jesu geschah nach Gottes Plan. Genauso sollte die Stiftshütte nach dem Bild, das Gott Mose zeigte gebaut werden.

Gebet: Herr, vergib mir meine Selbstsucht. Hilf mir, dir das Beste zu geben. Danke, dass du unter uns wohnst.

Ein Wort: Opfere aus Dank dein Bestes!