Dezember 16

Mein Gott wird mich demütigen bei euch

2. Korinther 12,11-21 (21)

„Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muss Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.“

Wovor fürchtet sich Paulus? Er hatte zuvor mit den Christen in Korinth eine bittere Erfahrung gemacht, da sie ihm gegenüber undankbar und misstrauisch gehandelt hatten. Das empfand Paulus als seine Demütigung. Er hätte eigentlich auf die von ihm gegründete Gemeinde stolz sein können, aber er wurde tief gedemütigt. Paulus fürchtet, dass er nochmals solch eine Demütigung bei ihnen erfahren werde, wenn er zu ihm komme. Diese besteht darin, dass viele Brüder für ihre begangenen Sünden nicht Buße getan haben. Welche Sünden haben diese Menschen zuvor begangen? Es waren die Unreinheit, Unzucht und Ausschweifung. Alle diese Sünden haben mit der sexuellen Ausschweifung und der Unmäßigkeit zu jeder Beziehung zu tun. Zu jener Zeit galt bei den Griechen sogar Ehebruch nicht als Sünde. Unsere Gesellschaft ist inzwischen auch nicht besser geworden. Wenn unsere Brüder sich Brüder nennen und für ihre Sünden nicht Buße tun wollen, was sollen wir tun? Sollen wir sie schonen, weil die Zeit sowieso böse ist? Paulus aber will solche Männer nicht schonen. Denn man muss wissen, was die Gemeinde baut und was sie zerstört.

Gebet: Lieber Vater, hilf uns, mit Entschlossenheit die Gemeinde zu bauen.

Ein Wort: Demütigung in Kauf nehmen