5. Januar 09
5. Januar 2009 — tbroot
Einführung zur Apostelgeschichte
Die Apostelgeschichte wurde zwischen dem Jahr 80 und 90 n. Chr. vermutlich in Griechenland oder Kleinasien verfasst und wird Lukas zugeschrieben, einem Heidenchristen, der ein Arzt und enger Mitarbeiter des Paulus war. Sie stellt praktisch eine Fortsetzung des Lukasevangeliums dar. Wie das Evangelium widmet Lukas auch diesen zweiten Bericht einem gewissen Theophilus, dessen Name „der Gott liebt“ bedeutet. Wir wissen über ihn nichts näheres, sein griechischer Name deutet auf einen einflussreichen Heiden hin. Die Apostelgeschichte ist die Geschichte der ersten Christen und der ersten Gemeinde. Der Leitvers Kapitel 1,8 gibt zugleich den Rahmen vor: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“ Die Apostelgeschichte ist die Geschichte des Heiligen Geistes, der die ersten Christen befähigte, Jesu Zeugen zu sein. Insofern ist die Apostelgeschichte nicht abgeschlossen, sondern wird bis heute weitergeschrieben. Der erste Abschnitt der Apostelgeschichte (Kapitel 1-5) beschreibt die Anfangszeit der Kirche in Jerusalem. Der zweite Abschnitt (Kapitel 6-9) berichtet über die Ausbreitung des Evangeliums über Jerusalem hinaus in „ganz Judäa und Samarien“. Im dritten Abschnitt geht es um die Verkündigung des Evangeliums auch gegenüber den Heiden (Kapitel 9-15). Der vierte Abschnitt schildert die Missionstätigkeit des Paulus in Griechenland und Kleinasien (Kapitel 15-19), während der fünfte Abschnitt über sein Auftreten in Rom berichtet (Kapitel 19-28).
Apostelgeschichte 1,1-8
Ihr werdet meine Zeugen sein
(Apg 1,8) aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Die Apostelgeschichte beginnt in der Zeit nach Jesu Auferstehung. Jesus erschien seinen Jüngern nicht nur ein oder zwei Mal, sondern 40 Tage lang immer wieder. In dieser Zeit zeigte er ihnen durch viele Beweise, dass er wirklich lebt. Er wollte ihnen helfen, lebendigen Auferstehungsglauben zu haben. Außerdem redete er mit ihnen vom Reich Gottes. Jesus wollte Gottes Reich mit seinen Jüngern bauen. Dazu sollten sie zunächst in Jerusalem bleiben und darauf warten, dass Gott sie mit seinem Heiligen Geist ausrüsten würde. Doch leider hatten die Jünger noch eine sehr weltliche Vorstellung von einem irdischen Reich Gottes. Jesus tadelte sie nicht. Wann Gottes sichtbares Reich hier auf die Erde kommt, können wir nicht wissen. Jesus gibt den Jüngern und uns die Verheißung, uns mit der Kraft des Heiligen Geistes auszustatten und uns zu befähigen, seine Zeugen zu sein, angefangen in unserer nächsten Umgebung und bis an die Enden der Erde.
Gebet: Herr, danke für deine Verheißung, uns mit der Kraft deines Geistes auszustatten. Gebrauche mich heute als deine Zeugin.
Ein Wort: Sei ein Zeuge Jesu