07. Januar 2011

Titus 3,1-15

Der Christ in der Welt

(Titus 3,3) Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, waren mancherlei Begierden und Gelüsten dienstbar und lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten uns untereinander.

Apostel Paulus lehrt Titus, wie er der Herde Gottes dienen und sie lehren soll. Die Gläubigen verachten den Staat nicht. Sie sollen die Gesetze des Staates befolgen. Kein Christ darf gehässig über andere reden oder gar Streit suchen. Er soll vielmehr jedem freundlich und liebevoll begegnen (2). Wir sollen nicht vergessen, dass wir früher nicht besser waren. Wir waren Gott ungehorsam, kannten den richtigen Weg nicht und wurden von allen möglichen Wünschen und Leidenschaften beherrscht (3). Aber durch die einseitige große Gnade Jesu wurden wir errettet. Er wusch uns durch das Blut Jesu von unseren Sünden rein und goss seinen Geist reichlich auf uns aus, um uns neues Leben zu geben. Wir sind befreit worden, um Gutes zu tun. Durch die Hoffnung auf das ewige Leben sind wir die Erben des Reiches Gottes. Aufgrund dieser Gnade sollen wir auch andere mit der Liebe Gottes annehmen. Wir sollen nutzlose Diskussionen über Abstammungslinien und Geschlechtsregister vermeiden. Wer die Wahrheit verfälscht, soll man ein- oder zweimal zurechtweisen. Kommt er trotzdem nicht zur Einsicht, dann soll man sich von ihm trennen (10).

Gebet: Herr, vielen Dank für das neue Leben, das du durch Jesus geschenkt hast. Lass mich nun dir und an-deren dienen.

Ein Wort: Errettet, um Gott und anderen zu dienen

06. Januar 2011

Titus 2,11-15 

Die heilsame Gnade

(Titus 2,11.12) Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, dass wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben

Der Mensch ist todkrank, zum ewigen Tod – das ist die Diagnose Gottes im Blick auf uns Menschen, die hier zum Ausdruck kommt. Das Heilmittel des großen Arztes  ist die heilende Gnade, die  allen Menschen erschienen ist (11). Allen Menschen wird sie angeboten. Der Tod Jesu am Kreuz für unsere Sünden ist Gottes Gnade. Alle, die mit dieser Gnade bekleidet sind, sind errettet. Diese Gnade befreit uns von der Macht und Schuld der Sünde. Den, der die Gnade Gottes annimmt, erzieht Gott als sein Kind mittels dieser Gnade. Durch diese Erziehungsarbeit will uns Gott Negatives nehmen; und er will uns dadurch auch Positives geben – Gottes Erziehungsziel. In dieser Welt gilt es, das neue, durch Gott geheilte Leben zu bewahren. Jesus will, dass wir unsere Hoffnung ganz auf ihn setzen und geduldig auf seine herrliche Wiederkunft waren. Er wünscht, dass wir ehrlich und fromm leben und in einer verdorbenen und gottlosen Welt eifrig das tun, was gut ist.

Gebet: Herr, vielen Dank für deine heilsame Gnade. Lass mich in dieser Welt als einer von deinem eigenen Volk leben.

Ein Wort: Die heilsame Gnade

05. Januar 2011

Titus 2,1-10

Mache dich zum Vorbild

(Titus 2,7b) Dich selbst aber mache zum Vorbild guter Werke mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit,

Man soll sich nach Gottes unverfälschtem Wort richten (1). Unser Herr spricht: „Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben“ (Joh 6,63). So ist sein Wort heilsame Lehre, die die Art und Weise ein-bezieht. Unser Herr hat ja das Ziel, dass er „in uns Gestalt gewinne“ (Gal 4,19), dass er in unserem Leben und Wesen zur Ausgestaltung kommt. In Wort und Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen. Ein alter Mensch kann sich in einem langen Leben auch viel Schlimmes angewöhnt haben (2). Er soll mit Jesus und seinem Wort leben. Die alten Männer sollen geistlich gesund bleiben, indem sie nüchtern, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe und in der Geduld leben. Die alten Frauen sollen nicht verleumderisch sein und sich nicht dem Trunk ergeben. Sie sollen in allen Dingen mit gutem Beispiel vorangehen. Die jungen Frauen sollen ihre Männer und Kinder lieben und die geistliche Ordnung in ihrem Haus bewahren. Die jungen Männer sollen in allen Dingen besonnen sein. Titus, ein junger Mann, soll ein Vorbild guter Werke mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit und mit heilsamem und untadeligem Wort sein.

Gebet: Herr, hilf mir, dein Wort treu zu studieren und durch es zu leben. Mache mich zu einem Vorbild für andere.

Ein Wort: Mache dich zum Vorbild

04. Januar 2011

Titus 1,10-16

Den Reinen ist alles rein

(Titus 1,15) Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und ihr Gewissen.

Geistliche Leiter sind die Bibellehrer, die andere Gottes Wort lehren. Es ist wichtig, dass diese Lehrer neben ihrer theoretischen Lehre ein gehorsames Leben gegenüber dem Wort Gottes auch vorleben. Auf Kreta aber gab es viele falsche Lehrer, besonders unter den Juden, die beschnitten waren. Die Kreter waren als Lügner, faule und unersättliche Menschen bekannt, deshalb sollte der Knecht Gottes sie zu ihrer eigenen Gunst tadeln und sie den reinen Glauben lehren. Paulus ermutigt Titus, solche Menschen scharf zurechtzuweisen, damit sie geistlich gesund werden (13). Worauf soll man nicht achten (14)? Lies bitte Vers 14. Einige, die Gott nicht fürchten, lauern den aufrichten Gläubigen auf. Wenn jemand, der ein reines Herz hat, gemäß dem Wort Gottes zurechtgewiesen wird, wird er es annehmen und Buße tun und wachsen. Jemand mit einem krummen, unbußfertigen Herzen hingegen wird auf den Tadel eines Hirtens verärgert und selbstgerecht reagieren. Ein reines Herz entsteht, wenn man für seine Sünden Buße getan und Gottes Vergebung angenommen hat und durch Jesu Blut gereinigt worden ist.

Gebet: Herr, reinige mein Herz, entferne alle Spuren eines rebellischen Geistes. Hilf mir, dich mehr zu lieben und deinem Wort zu gehorchen.

Ein Wort: Ein reines Herz

03. Januar 2011

Einführung in den Brief an Titus

 Der Brief des Paulus an Titus ist einer seiner Hirtenbriefe. Er wurde vermutlich ca. 65 n. Chr. geschrieben, nach der Freilassung des Paulus aus seiner ersten Gefangenschaft in Rom (ca. 60-62 n. Chr.). Paulus schrieb diesen Brief vielleicht in Mazedonien. Auf einer seiner letzten Reisen hatte er seinen Mitarbeiter Titus auf der Insel Kreta zurückgelassen, um die Gemeinden dort zu betreuen. Dies war keine leichte Aufgabe: Mit harten Worten tadelte Paulus das Verhalten der Kreter. Er wusste, wie schnell das Evangelium von Jesus Christus dort zerredet und verfälscht wurde. In den Gemeinden herrschte Unordnung, und einige benutzten jede Gelegenheit, um Verwirrung zu stiften. Diese Zustände bewegten Paulus Titus zu schreiben, um ihm klare Anweisungen für die Organisation der Gemeinden auf Kreta zu geben. Zugleich enthält der Brief viele Anregungen für ein glaubhaftes Leben jedes einzelnen Christen, das mehr sagt, als viele Worte es tun können. Titus wurde durch Paulus bekehrt und war einer der jungen Männer, die er mit sich auf Reisen aussandte. Titus war ein Heide, aber Paulus beschnitt ihn nicht (Gal 2,3). Dies stellte klar, dass allein der Glaube an Jesus für die Errettung notwendig ist. Titus wirkte unter anderem auch in Korinth (2. Kor 7,6.7). Später missionierte er in Dalmatien (2. Tim 4,10). Zurzeit dieses Briefes kümmerte er sich als Hirte um die Gläubigen auf Kreta, einer Insel im Mittelmeer. Die Leute waren berühmt dafür, Lügner und faule Bäuche zu sein. Hauptthema sind Apostolische Ratschläge, Ermahnungen und Belohnung guter Werke. Schlüsselverse sind die Verse 1,5 und 3,8.

Titus 1,1-9 

Älteste für die Herde Gottes

(Titus 1,9) er halte sich an das Wort der Lehre, das gewiss ist, damit er die Kraft habe, zu ermahnen mit der heilsamen Lehre und zurechtzuweisen, die widersprechen.

Paulus hat eine klare Identität als ein Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi. Er schreibt an Titus, seinen Sohn im Glauben. Das Evangelium ist keine vage Theorie. Es ist in der Geschichte verwurzelt, nicht in erfundenen Geschichten. Gott gibt Verheißungen, und er hält sie. Er verhieß, den Messias zu senden, und er sandte zur rechten Zeit Jesus. Er sendet zur rechten Zeit sein Wort zu jedem von uns. Er verhieß allen, die Jesus aufnehmen, ewiges Leben. Seine Verheißung ist unsere Hoffnung. Unser Glaube und unsere Erkenntnis ruhen in dieser sicheren Hoffnung. Diese Hoffnung auf Gott gibt unserem Leben die Orientierung. Titus sollte überall Älteste und geistliche Leiter einsetzen. Welchen guten Einfluss sollte er ausüben? Er sollte seiner Frau treu sein und seine Kinder disziplinieren (vgl. 1. Sam 3,13). Er sollte nicht dem Zorn nachgeben oder Gewalt gebrauchen. Er sollte nicht seine Stellung benutzen, um über andere zu herrschen oder persönlichen Gewinn zu erhalten. Er sollte sein Herz und sein Haus allen Menschen öffnen. Vor allem aber musste er sich bemühen Gottes Wort zu studieren und zu gehorchen und andere ermutigen, indem er sie die Bibel lehrt, wie sie ist.

Gebet: Herr, ich glaube an deine Verheißungen stelle überall Hirten und Bibellehrer auf.

Ein Wort: Hirten für die Herde Gottes