17. Mai 2011

Prediger 12,9-14

Fürchte Gott und halte seine Gebote

(Pred 12,13) Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte
Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.

Der Herausgeber der Weisheiten Salomos hielt es für an-
gebracht, noch ein Nachwort anzufügen. Weil der Prediger viele
Gedanken aus menschlicher Sicht äußerte, wollte er wohl den Blick
noch einmal auf Gott lenken. Der Prediger hatte ein Herz für sein
Volk und lehrte es mit vielen Worten. Er wollte dabei nicht nur an-
genehme Worte schreiben, sondern Worte der Wahrheit. Wahrheit
kommt von Gott. Gottes Worte sind scharf wie Stacheln und wie
Nägel. Der eine Hirte, der diese Worte gibt, ist Jesus Christus. Wir
dürfen uns nicht von verschiedenen Lehren beirren lassen. Studie-
ren ist nützlich und gut, doch kann es auch geistlich müde machen,
wenn wir Gott dadurch nicht ehren. Die Hauptsumme aller Lehre –
nicht nur des Buches Prediger – lautet: „Fürchte Gott und halte sei-
ne Gebote.“ Gott ist zu fürchten, denn er wird alles vor sein Gericht
bringen, auch das, was verborgen ist, es sei gut oder böse. Ihn zu
fürchten und seine Gebote zu halten, ist Weisheit. Diese Weisheit
ist größer als alle Weisheiten der Welt, die wir durch viel Studieren
erlernen können.

Gebet: Herr, danke für dein Wort. Hilf mir, dich zu fürchten und dei-
ne Gebote zu halten.

Ein Wort: Fürchte Gott und halte seine Gebote

16. Mai 2011

Prediger 12,1-8

Der Geist muss wieder zu Gott

(Pred 12,7) Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er
gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.

„Denk an den Schöpfer in deiner Jugend.“ Es ist besser,
schon in jungen Jahren an Gott zu denken, sich zu ihm zu bekeh-
ren und sich für ihn zu entscheiden. Die Jugend ist die schönste
Zeit, voller Hoffnungen und Visionen. Gerade in dieser Zeit sollen
wir uns Gott zuwenden, sonst haben wir keinen Maßstab und keine
wahre Hoffnung im Leben. In den Versen 2–6 beschreibt der Predi-
ger in poetischen Worten das Altern und den herannahenden Tod.
Der Staub muss wieder zu Erde werden, und der Geist muss wieder
zu Gott gehen, der ihn gegeben hat. Gott schuf den Menschen aus
Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in die Nase. Al-
les Irdische ist eitel und vergänglich. Unser Körper wird alt, schwach
und zerfällt nach dem Tod schließlich zu Staub. Wir haben aber
auch eine unsterbliche Seele. Unsere Seele geht wieder zu Gott zu-
rück, der sie gegeben hat. Dann werden wir vor dem Gericht Gottes
stehen. Diejenigen, die Gottes Wort hören und annehmen und an
Jesus Christus glauben, kommen nicht in das Gericht, sondern sind
zum ewigen Leben hindurchgedrungen. Diejenigen, die Gott und
sein Wort abgelehnt haben, gehen in die ewige Verdammnis.

Gebet: Herr, hilf mir, in der Jugend an dich zu denken und ein geist-
liches Leben zu führen.

Ein Wort: Führe ein geistliches Leben

14. Mai 2011

Prediger 11,1-10

Am Morgen säe deinen Samen

(Pred 11,6) Am Morgen säe deinen Samen, und lass deine Hand bis
zum Abend nicht ruhen; denn du weißt nicht, was geraten wird, ob
dies oder das oder ob beides miteinander gut gerät.

Hier ruft der Prediger zunächst zur Großzügigkeit auf. Was
heißt es, das Brot über das Wasser fahren zu lassen? Gemäß Vers
2 heißt es, das, was man selbst empfangen hat, auszuteilen. Wenn
die Wolken voll sind, geben sie Regen. Einem Menschen, dessen
Herz voll ist, geht der Mund über (Lk 6,45). Uns ist der Same des
Wortes Gottes anvertraut. Wenn wir ihn säen, sollen wir nicht
berechnen. Wer immer auf den Wind und die Wolken sieht, der
kommt nie dazu, zu säen, und wird auch nicht ernten können. Wir
können Gottes Wirken nicht vorhersagen. Der Heilige Geist wirkt
wie der Wind. Wir wissen auch nicht, ob und wann dunkle, bedroh-
liche Wolken aufziehen werden. Wir wissen nur, dass Gott wirkt und
dass er versprochen hat, dass sein Wort nicht leer zurück kommen
wird. „Am Morgen säe deinen Samen, und lass deine Hand bis zum
Abend nicht ruhen.“ Lasst uns nicht berechnen, sondern vom Mor-
gen an bis zum Abend im Vertrauen auf Gottes Wirken den Samen
des Wortes Gottes säen.

Gebet: Herr, danke für Samen des Evangeliums. Hilf mir, heute vom
Morgen bis zum Abend zu säen.

Ein Wort: Säe den Samen

13. Mai 2011

Prediger 10,1-20

Durch Faulheit sinken die Balken

(Pred 10,18) Durch Faulheit sinken die Balken, und durch lässige
Hände tropft es im Haus.

Weisheit und Ehre sind gut, aber ein wenig Torheit schon
kann alles verderben. Die Toren erkennen sich meist selbst nicht
als Toren, halten aber alle anderen für töricht. In der Welt geht es
nicht immer gerecht zu. Oft scheinen die Törichten Erfolg zu haben,
während die Weisen leiden müssen. Weisheit bringt auf jeden Fall
Vorteil und Gewinn. Die Toren reden viel, aber können selber nicht
sagen, was kommen wird. Wenn der Tor ein wenig arbeiten soll,
wird er müde. Wenn diejenigen, die das Land leiten sollten, schon
vom frühen Morgen an trinken und essen, statt zu arbeiten, leidet
das ganze Land. Faulheit ist keine Sache, die wir leicht nehmen dür-
fen. Wenn jemand nicht in der Lage ist, etwas zu tun, kann man dies
verstehen. Wenn man aber faul ist und es nicht tun will, so ist das
vor Gott Sünde. Durch Faulheit sinken die Balken, und durch lässige
Hände tropft es im Haus. Dies gilt für ein Gebäude ebenso wie für
die Gemeinde. Wir sind berufen, uns zum geistlichen Haus und zur
heiligen Priesterschaft zu erbauen (1. Petr 2,5). Wir dürfen nicht
faul sein. Auch sollen wir nicht nur viel reden, sondern müssen vom
frühen Morgen an fleißig arbeiten. Dann wird das geistliche Haus,
das wir bauen, stabil sein und Gott gefallen.

Gebet: Herr, vergib meine Faulheit. Hilf mir, fleißig am geistlichen
Haus mitzubauen.

Ein Wort: Vom frühen Morgen an fleißig arbeiten

12. Mai 2011

Prediger 9,1-18

Weise Worte, in Ruhe vernommen

(Pred 9,17) Der Weisen Worte, in Ruhe vernommen, sind besser als
des Herrschers Schreien unter den Törichten.

Gerechte und Weise und ihr Tun sind in Gottes Hand. Diese
Erkenntnis darf aber nicht dazu führen, dass wir nur passiv alles
erdulden. Es bedeutet vielmehr, dass wir Gott danken und seiner
Führung folgen. Geistlich gesehen gehören wir nicht zu den Toten,
sondern zu den Lebenden. Die Lebenden haben Hoffnung. Sie ha-
ben Liebe und Eifer. Im Herrn ist kein Raum für Fatalismus. Der Pre-
diger erkannte, dass die eigene Kraft der Menschen beschränkt ist.
Auch Erfolg und Reichtum kommen nicht von selbst, sondern hän-
gen von Zeit und Glück ab. Die Menschen können nicht vermeiden,
dass sie sich in Sünde und Abhängigkeiten verstricken. Obwohl es
sinnvoll sein kann, auf die Wort der Weisen zu hören, werden sie
häufig ignoriert. Was für die Worte der Weisen gilt, gilt um so mehr
für Gottes Worte. Wir brauchen nicht auf die lauten Stimmen der
Menschen oder auf die herrschenden Lehren unserer Zeit zu hören.
Wir sollen in Ruhe Gottes Wort vernehmen. Durch sein Wort offen-
bart Gott uns seinen Plan für unser Leben und gibt uns die wahre
Hoffnung. Die Weisheit, die in Gottes Wort verborgen ist, ist besser
als alle Kriegswaffen.

Gebet: Herr, danke für dein Wort der Weisheit. Hilf mir, in Ruhe
darauf zu hören und deiner Führung zu folgen.

Ein Wort: Gottes Wort, in Ruhe vernommen

11. Mai 2011

Prediger 8,2-17

Es wird wohl gehen denen, die Gott fürchten

(Pred 8,12) Wenn ein Sünder auch hundertmal Böses tut und lan-
ge lebt, so weiß ich doch, dass es wohlgehen wird denen, die Gott
fürchten, die sein Angesicht scheuen.

Hier ermahnt der Prediger die Menschen zu Besonnenheit
und Ehrfurcht. Niemand sollte einen König durch Frechheit und Un-
gehorsam reizen, denn er hat die Macht, zu richten. Der Mensch
selbst hat keine Macht, nicht über die Naturgewalten und schon
gar nicht über den Tod. Wenn wir das Leben der gottlosen Men-
schen sehen, so scheint es ihnen oft gut zu gehen. Weil das Urteil
über ihr böses Tun nicht sofort ergeht, wird ihr Herz voller Begier,
weiterhin und noch mehr Böses zu tun (11). Doch wir müssen wis-
sen, dass es dem Sünder, auch wenn er noch so oft sündigt und
lange lebt, am Ende nicht wohl gehen wird. Es wird aber wohlgehen
denen, die Gott fürchten und sein Angesicht scheuen. Was auf die-
ser Welt geschieht, ist nicht von Dauer. Materieller Reichtum und
menschlicher Erfolg sind nicht ausschlaggebend. In der geistlichen
Welt befinden sich die gottlosen Menschen schon jetzt unter dem
Zorn Gottes (Röm 1,18) und werden am Ende das Gericht erfahren.
Wir müssen auch zugeben, dass wir Gottes Tun nie ganz ergründen
können. Entscheidend ist, dass wir Gott fürchten.

Gebet: Herr, hilf mir Gottesfurcht zu haben und für die geistlich ah-
nungslosen Menschen zu beten.

Ein Wort: Fürchte Gott, dann wird es dir wohlgehen

10. Mai 2011

Prediger 7,1-8,1

Die Weisheit erhält das Leben

(Pred 7,12) Denn wie Geld beschirmt, so beschirmt auch Weisheit;
aber die Weisheit erhält das Leben dem, der sie hat.

Salomo hält es für weise, sich die Vergänglichkeit des Le-
bens vor Augen zu führen. Es ist besser, ermahnende und tadelnde
Worte eines Weisen zu hören als den oberflächlichen Lobgesang
eines Toren (5). Selbstsucht, Hochmut und Ungeduld machen aber
selbst einen weisen Menschen zum Toren. Wer schnell ist, sich zu
ärgern, handelt auch nicht weise. Weisheit ist ein Schutz und gibt
Sicherheit, so wie das Geld eine gewisse Sicherheit gibt. Aber mehr
noch erhält die Weisheit das Leben dem, der sie hat. Was ist die
wahre Weisheit, die das Leben erhält? Weisheit ist es, demütig als
ein Sünder zu Gott zu kommen und an seine annehmende Liebe
zu glauben. Weisheit ist es, sein Vertrauen allein auf den Herrn zu
setzen. Diese Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Gewal-
tige. Salomo suchte unter den Menschen solche Weisheit, aber er
konnte kaum jemanden finden. Wir finden die wahre Weisheit un-
ter den demütigen Menschen. Sie sehen in den Augen hochmütiger
Menschen dumm aus, doch sie sind wahrhaft gesegnet. Die wahre
Weisheit erleuchtet des Menschen Angesicht.

Gebet: Herr, lehre mich, weise zu sein. Demut vor dir ist Weisheit
und erhält das Leben.

Ein Wort: Sei weise vor Gott

14. Januar 2011

Prediger 5,9-6,12

Wer weiß, was dem Menschen nützlich ist?

(Pred 6,12) Denn wer weiß, was dem Menschen nützlich ist im Leben, in seinen kurzen, eitlen Tagen, die er verbringt wie einen Schatten? Oder wer will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne?

Das Sprichwort sagt: „Geld allein macht nicht glücklich.“ Vom Geld wird niemand satt, und wer Reichtum liebt, wird keinen Nutzen davon haben. Die meisten reichen Menschen können wegen der ständigen Sorge um ihren Reichtum nicht gut schlafen. Im Tod nutzt auch der größte Reichtum nichts. Wir sind nackt in die Welt gekommen, genau so verlassen wir die Welt auch wieder. Salomo, der selber so reich war, geriet wieder in Verzagtheit, als er darüber nachdachte: Ein Mensch hat so viel Mühe, etwas in dieser Welt zu erreichen. Wenn er aber stirbt, hat er nichts mehr davon. Jeder Mensch müht sich, um zu essen und zu überleben, aber dennoch bleibt sein geistliches Verlangen ungestillt. Salomo hatte viele ungelöste Fragen. Wer weiß, was dem Menschen nützlich ist? Wer will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird? Die Antwort darauf hat Gott in Jesus Christus gegeben. Er lässt uns den himmlischen Reichtum erwerben.

Gebet: Herr, du allein weißt, was dem Menschen nützlich ist. Lass mich himmlischen Reichtum ererben.

Ein Wort: Was dem Menschen nützlich ist

13. Januar 2011

Prediger 4,17-5,8

Komm, dass du hörst

(Pred 4,17a) Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst.

Vers 17 ermahnt uns, mit der rechten Haltung zum Haus Gottes zu kommen. Es gibt diejenigen, die mit einer leichtfertigen Haltung kommen. Sie gehen zum Haus Gottes wie sie zum Einkaufen oder zum Sportplatz gehen. Unsere Haltung soll anders sein. Wir sollen kommen, um zu hören. Gott gibt uns sein Wort. Geistlich dumme Menschen sind diejenigen, die Opfer bringen, aber keine Einsicht haben. Viele sind mit ihren Worten genau so leichtfertig wie mit ihren Füßen. Sie reden viel von dem, was sie für Gott tun wollen. Dabei vergessen sie, dass sie auf der Erde sind, aber Gott im Himmel ist. Ihre Worte sind nichts mehr als Träume. Je mehr sie reden, desto mehr wird ihre Torheit offenbar. Wenn wir ein Gelübde ablegen, dann sollen wir es vor dem heiligen Gott tun und es auch halten, so wie Hanna (1. Samuel 1). Gott hört unser Gelübde und nimmt uns beim Wort. Wir sollen Gott darum fürchten.

Gebet: Herr, vergib meine Leichtfertigkeit. Hilf mir, dich zu fürchten, und zu dir zu kommen, um zu hören.

Ein Wort: Komm zum Haus Gottes, um zu hören

12. Januar 2011

Prediger 4,1-16  

Es ist besser zu zweien

(Pred 4,12) Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.

Salomo sah die Leiden derer, die von den Mächtigen bedrückt wurden. Sie haben keinen Tröster. Er sah auch, dass zwischen denen, die fleißig arbeiten, die Eifersucht herrscht. Er sah selbstsüchtige Menschen, die Reichtum anhäuften und nie genug bekamen. Er erkannte, welche Probleme die Selbstsucht mit sich bringt. Zu zweit zu leben und zu arbeiten ist immer besser als alleine. Wenn einer fällt, kann ihm der andere aufhelfen. Auch können sich zwei aneinander wärmen. Einen Einzelnen kann der Feind leicht überwältigen, aber zwei oder noch besser drei können widerstehen. In unserer Gesellschaft herrscht der Individualismus vor. Doch finden wir genau diese Anliegen bei den jungen Menschen: Bedrückung, Eifersucht, Selbstsucht. Jeder strebt nach Erfolg, aber keiner gönnt dem anderen etwas. Gottes Kinder sind anders. Uns eint das Band der Liebe. Wo zwei oder drei versammelt sind, ist der auferstandene Jesus mitten unter ihnen. Eine solche Einheit wird nicht nur schwer besiegt, sie ist eine Kraft- und Segensquelle für die Welt.

Gebet: Herr, danke für viele Freunde in dir. Mache uns zur schlagkräftigen Einheit für die Weltmission.

Ein Wort: Eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei

11. Januar 2011

Prediger 3,1-22  

Er hat die Ewigkeit in ihr Herz gelegt

(Pred 3,11) Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit, in der wir geboren werden, und eine Zeit, in der wir sterben. Wir können nicht immer lachen und fröhlich sein, es gibt auch eine Zeit zum Weinen und zur Trauer. Streit hat seine Zeit, und Friede hat seine Zeit. Was ist ohne Zeit? Was ist ewig? Gott selbst hat uns Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt. All unsere Mühe und Arbeit wären nur eine Plage, wenn es die Ewigkeit nicht gäbe. Gottes Werk ist auf die Ewigkeit ausgerichtet. Obwohl wir es nie vollkommen ergründen können, können wir uns daran erfreuen. Wir sollen uns angesichts der Ewigkeit nicht zu viel mit den vergänglichen Dingen beschäftigen. Als der Prediger das Leben der Menschen im Licht der Vergänglichkeit betrachtete, fand er keinen Unterschied zwischen ihnen und dem Vieh. Wer so denkt, lebt ohne Hoffnung und ohne Vision (22). In Jesus hat Gott uns das ewige Leben und die lebendige Hoffnung und eine Vision für sein ewiges Heilswerk gegeben.

Gebet: Herr, danke für das ewige Leben. Bitte hilf mir, im Blick auf die ewigen Dinge zu leben.

Ein Wort: Alles, was Gott tut, besteht für ewig

10. Januar 2011

Prediger 2,1-26 

Wer kann genießen ohne ihn?

(Pred 2,24b.25) Doch dies sah ich auch, dass es von Gottes Hand kommt. Denn wer kann fröhlich essen und genießen ohne ihn?

Weil die Weisheit ihm keinen Lebenssinn gab, entschloss sich Salomo, sein Leben zu genießen. Die Verse 4-10 beschreiben, wie er sich sein eigenes Paradies schuf mit großen Bauten, prächtigen Gärten, vielen Dienern, Silber, Gold, schöner Musik und vielen Frauen. Doch auch das alles entpuppte sich als eitel und als Haschen nach Wind (11). Er erschrak, als er erkannte, dass es dem Weisen eigentlich genau so ergeht wie dem Toren. Salomos innere Qual ging so weit, dass er kaum mehr leben wollte. Alles, was er angehäuft hatte, würde ein anderer erben, von dem man nicht wüsste, wie er damit umgehen würde. Sein Fazit war, dass man sein Leben einfach genießen sollte. Doch er wusste auch, dass die wahre Zufriedenheit von Gott kommt. Ohne Gott können wir weder das Gute genießen noch das Leiden erdulden. Ohne Gott ist unser Leben sinnlos, selbst inmitten des größten Wohlstands und der tollsten Vergnügungen. Wie gesegnet sind wir, dass wir Gott durch Jesus Christus erkennen dürfen! Wir dürfen die verzweifelten Menschen in dieser Wohlstandsgesellschaft nicht allein lassen.

Gebet: Herr, nur du schenkst Zufriedenheit. Mache mich zum Segen in dieser postmodernen Zeit.

Ein Wort: Mit Gott das Leben genießen

08. Januar 2011

Einführung in das Buch Prediger

 (Pred 12,13) Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.

Das Buch Prediger ist in ein ungewöhnliches Buch der Bibel, denn es enthält weniger Gottes Offenbarung als vielmehr menschliche Einsichten und Weisheiten. Der Verfasser ist Salomo, der Sohn Davids und König von Israel (1,1). Nachdem er König geworden war, war ihm Gott erschienen und hatte ihn gefragt, was er sich wünschte. Er hatte um Weisheit gebeten (1. Könige 3). Gott hatte ihm große Weisheit gegeben, mehr als allen Menschen, dazu auch Reichtum und langes Leben. Salomos Verstand und Weisheit wurden berühmt. Er dichtete unzählige Sprüche und Lieder. Aus allen Ländern kamen die Mächtigen, um seine Weisheit zu hören. Als die Königin von Saba ihn besuchte und mit Fragen prüfte, konnte er alles beantworten, so dass sie außer sich geriet vor Staunen (1. Könige 10). Das Buch Prediger gibt nun einen Einblick, dass Salomo trotz aller seiner Weisheit, seiner Macht und seines Reichtums nicht glücklich wurde. Je mehr Gedanken er sich machte, desto klarer wurde ihm, dass das Leben der Menschen, wenn es sich nur um Weisheit oder Reichtum dreht, sinnlos ist. Insofern hilft uns das Buch Prediger, zu verstehen, wie sinnlos ein Leben ohne Gott und ohne seinen souveränen Plan für unser Leben wäre. Der Herausgeber der Weisheiten Salomos hielt es für angebracht, ein Nachwort beizufügen, in dem er die Hauptsumme aller Lehren zieht (12,13): „Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.“ Gott segne dieses Studium des Buches Prediger, dass wir erkennen, wie gesegnet wir in unserem Leben mit der lebendigen Hoffnung und der Mission sind!

Prediger 1,1-18

Haschen nach Wind

(Pred 1,17) Und ich richtete mein Herz darauf, dass ich lernte Weisheit und erkennte Tollheit und Torheit. Ich ward aber gewahr, dass auch dies ein Haschen nach Wind ist.

Salomos Predigten beginnen mit einer deprimierenden Aussage: „Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.“ Dies war der Schluss, den Salomo zog, nachdem er den Lauf der Welt beobachtet hatte. Aufstieg und Niedergang von Menschengeschlechtern, der Tagesablauf, das Blasen der Winde, der stete Lauf der Wasser – alles erschien ihm als ein endloser und sinnloser Kreislauf. Mit dem Reden hat es kein Ende. Auge und Ohr sind nie zufrieden. Was die Menschen vielleicht noch motivieren könnte, wäre etwas Neues, Interessantes. Doch es geschieht auch nichts Neues unter der Sonne. Als Salomo das erkannte, trachtete er nach Weisheit. Doch die große Weisheit, um die ihn viele beneideten, brachte ihm nur Kopfschmerzen ein. „Wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, und wer viel lernt, der muss viel leiden.“ Menschliche Weisheit kann nützlich sein, wenn sie uns dazu führt, nach Gott zu fragen, wie Nikodemus, der in der Nacht zu Jesus kam (Joh 3,1.2).

Gebet: Herr, menschliche Weisheit ist auch nur Haschen nach Wind. Hilf mir, nach dir zu fragen.

Ein Wort: Richte dein Herz darauf, Gott zu erkennen