27. April 2010

Offenbarung 22,6-21

Siehe, ich komme bald

(Offb 22,7) Siehe, ich komme bald. Selig ist, der die Worte der Weissagung in diesem Buch bewahrt.

Die Verheißungen der Offenbarung sind absolut zuverlässig. Gottes treuer Zeuge Johannes hat sie selbst gesehen und gehört und verbürgt sich für sein Zeugnis. Anders als die Verheißungen im Buch Daniel soll die Offenbarung nicht versiegelt, sondern der ganzen Gemeinde zugänglich gemacht werden, sodass die Gläubigen daraus Trost und Hoffnung schöpfen und sich auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten können. Wer seine Kleider gewaschen hat durch die Buße und den Glauben an Jesus, der bekommt Anteil am Baum des Lebens und freien Zutritt zum neuen Jerusalem. Wir sollen Gottes Worte bewahren und weder etwas hinzufügen noch wegnehmen. Der Morgenstern ist das Symbol der Herrschaft. Jesus ist der helle Morgenstern, das Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende, die Wurzel und das Geschlecht Davids. Seine Wiederkunft ist nahe und gewiss. Er lädt uns ein zum Wasser des Lebens. Im Blick auf seine Wiederkunft sollen wir leben. Am Ende der heiligen Schrift bleibt uns nur zu sagen: Amen, ja komm, Herr Jesus!

Gebet: Herr, du wirst wiederkommen und dein Reich aufrichten. Ich warte auf dich und bewahre dein Wort.

Ein Wort: Bewahre Gottes Wort!

26. April 2010

Offenbarung 21,9-22,5

Die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie

(Offb 21,23) Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Einer der sieben Engel, die die Schalen des Zornes ausgegossen hatte, führte Johannes auf einen hohen Berg, um ihm das neue Jerusalem zu zeigen. Die Stadt strahlt die Herrlichkeit Gottes aus. Ihre Grundsteine sind Edelsteine, die Tore aus ganzen Perlen, und sie selbst aus reinem Gold. Sie hat die vollkommene Form eines Würfels von kosmischen Ausmaßen. Die Längenangabe von 12000 Stadien (=2400 km) hat symbolische Bedeutung: 12 steht für das Volk Gottes, 1000 für ein riesiges Ausmaß. Die Namen der 12 Stämme Israels und der zwölf Apostel prägen das Aussehen der Stadt. Das neue Jerusalem braucht keinen Tempel mehr, weil Gott selbst in ihr wohnen wird. Sie braucht auch keine Sonne und keinen Mond, weil sie von der Herrlichkeit Gottes und des Lammes erleuchtet wird. Von ihrem Thron geht ein Strom lebendigen Wassers aus, das allen geistlichen Durst der Menschen stillt. Am Ufer des Stromes stehen Bäume des Lebens, zu denen alle Menschen wieder Zugang haben. In dieser herrlichen Stadt werden alle leben, die im Lebensbuch des Lammes verzeichnet sind. Ihre Gemeinschaft wird nicht mehr durch die Sünde getrübt. Sie werden Gottes Angesicht allezeit sehen.

Gebet: Herr, danke für die herrliche Vision des neuen Jerusalem. Lass mich mit dieser Hoffnung heute leben.

Ein Wort: Wir hoffen auf das neue Jerusalem

24. April 2010

Offenbarung 21,1-8

Die Hütte Gottes bei den Menschen

(Offb 21,3) Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.

Wenn Gott sein Gericht vollendet hat, lässt er einen neuen Himmel und eine neue Erde an die Stelle der alten Welt treten. Mittelpunkt dieser neuen Schöpfung ist das neue Jerusalem, das von Gott aus dem Himmel herabkommen wird wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. In der neuen Welt wird es Tränen, Tod, Leid, Geschrei und Schmerz als Merkmale der gefallenen Schöpfung nicht mehr geben. Stattdessen werden die Menschen in der unmittelbaren Gegenwart Gottes leben. Gott selbst wohnt unter ihnen. Damit wird das Paradies wiederhergestellt. Die Hütte Gottes ist ein Hinweis auf die Stiftshütte, wo Gott auch inmitten seines Volkes persönlich anwesend war. Das höchste Glück der Menschen besteht darin, dass ihre Gemeinschaft mit Gott wiederhergestellt wird. Gott stillt allen Durst unserer Seele. Er macht alles neu. Seine Zusage ist gültig, weil er Anfang und Ende, A und O der Schöpfung ist. Sie gilt für alle, die (die Versuchung des Satans) überwinden. Für die anderen, allen voran die Feigen und Ungläubigen, bleibt nur der zweite Tod.

Gebet: Herr, lass mich ein überwindendes Leben führen und mit der Hoffnung auf deine neue Welt in deiner Gegenwart leben.

Ein Wort: Gott wird bei uns wohnen

23. April 2010

Offenbarung 20,7-15

Das Buch des Lebens

(Offb 20,12) Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens.

Am Ende des tausendjährigen Reiches wird der Satan für eine kurze Zeit wieder aus dem Abgrund losgelassen, um die Völker an den vier Enden der Erde zu verführen. Ein letztes Mal versammelt er sein Heer, um gegen die geliebte Stadt, das heißt gegen die Gemeinde der Gläubigen zu kämpfen. Doch es ist nur ein kurzes Aufbäumen, dann werden seine Anhänger von einem Feuer vom Himmel verzehrt. Dann wird er selbst in den feurigen Pfuhl geworfen, wo schon das Tier und der falsche Prophet sind. Nun ist die Zeit gekommen, wo endgültig alle Menschen vor Gottes Thron erscheinen müssen. Gottes Herrlichkeit konnten sogar Himmel und Erde nicht ertragen. Der Tod und das Meer mussten die Toten herausgeben, die nun nach ihren Werken gerichtet wurden, wie sie in den Büchern aufgezeichnet sind. Entscheidend ist aber, ob ihr Name in einem anderen Buch steht, dem Buch des Lebens. Wer nicht im Buch des Lebens steht, muss den zweiten Tod erleiden und wird in die feurige Hölle geworfen. Letztendlich entscheidet unser Glaube an Jesus darüber, ob wir im Buch des Lebens stehen und wo wir die Ewigkeit verbringen werden.

Gebet: Herr, danke für Jesus, durch den mein Name im Buch des Lebens geschrieben steht.

Ein Wort: Steht dein Name auch im Buch des Lebens?

22. April 2010

Offenbarung 20,1-6

Über diese hat der zweite Tod keine Macht

(Offb 20,6) Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

Johannes sah einen Engel vom Himmel herab fahren, der den Schlüssel zum Abgrund und eine große Kette in der Hand hatte. Seine Aufgabe besteht darin, den Drachen, das heißt den Teufel, für 1000 Jahre zu fesseln und in den Abgrund zu sperren, sodass er in dieser Zeit die Menschen nicht mehr verführen kann. Nun wurde das Gericht gehalten. Diejenigen, die um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen getötet worden waren und das Tier nicht angebetet hatten, wurden lebendig und erhielten das Privileg, mit Christus 1000 Jahre zu herrschen. Sie werden Priester Gottes und Christi sein. Auch der zweite, der endgültige Tod würde über sie keine Macht haben. Dies ist die Erfüllung der Verheißung, dass diejenigen, die mit Christus leiden, auch mit ihm zur Herrlichkeit erhoben werden. Wer sich in dieser Welt als treu bewährt hat, der erhält in Gottes Reich eine größere Aufgabe und Verantwortung, wie dies auch im Gleichnis von den anvertrauten Pfunden (Mt 25; Lk 19) angedeutet wird. Wenn wir in jeder Zeit auf Jesu Seite stehen, hat der Tod keine Macht mehr über uns.

Gebet: Herr, ich will mich vor dir als treu erweisen, sodass ich den Tod überwinden und mit Christus herrschen kann.

Ein Wort: Sie werden lebendig und regieren mit Christus

21. April 2010

Offenbarung 19,11-21

Treu und wahrhaftig

(Offb 19,11) Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Recht und Gerechtigkeit.

Hier wird das letzte Gericht über die bösen Mächte der Erde beschrieben. Christus, der seiner Gemeinde gegenüber als liebevoller Bräutigam beschrieben wurde, erscheint hier wie ein siegreicher Feldherr als Reiter auf einem weißen Pferd. Er kämpft nicht mit Gewalt, wie die irdischen Herrscher, sondern mit Recht und Gerechtigkeit. Sein Name, das heißt sein Wesen, ist Treu und Wahrhaftig. Seine Augen sind wie Feuerflammen, sodass seinem Gericht nichts entgehen wird. Die vielen Kronen auf seinem Haupt zeigen seine überlegene Herrschaft. Seinen Namen kennt niemand als er selbst, denn er ist unvergleichlich und unbeschreiblich. Außer Treu und Wahrhaftig werden hier aber noch zwei Namen genannt: erstens ist Jesus das Wort Gottes, wie bereits in Johannes 1 beschrieben. Zweitens ist Jesus der König aller Könige und Herr aller Herren, wie wir bereits in Kapitel 17 erfahren haben. Sein Gewand ist mit Blut getränkt und er tritt die Kelter als Zeichen des Gerichtes. Er führt das Heer des Himmels an. Seinem Gericht kann niemand entgehen. Vor allem richtet es sich gegen das Tier und den falschen Propheten, die lebendig in das brennende Höllenfeuer geworfen wurden.

Gebet: Herr, du bist treu und wahrhaftig. Danke, dass Jesus der Sieger über alle dunklen Mächte ist.

Ein Wort: Jesus ist treu, wahrhaftig und gerecht

20. April 2010

Offenbarung 19,1-10

Die Hochzeit des Lammes ist gekommen

(Offb 19,7) Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet.

Johannes hörte ein himmlisches Triumphlied, das Gott dafür preist, die götzendienerische Stadt gerichtet zu haben. Die vierundzwanzig Ältesten und die vier Gestalten, die wir aus Kapitel 4 kennen, stimmen in den Lobpreis mit ein. Das Gericht Gottes hat den Weg freigemacht für die Wiederkunft Christi und die Errichtung des ewigen Reiches Gottes. Dies wird durch das Bild einer Hochzeit dargestellt. Jesus ist der Bräutigam, die Gemeinde die Braut. Damals war es üblich, dass der Bräutigam die Braut in ihrem Elternhaus abholte und mit ihr in einer fröhlichen Prozession zum Festsaal zog. So wird es sein, wenn Jesus wiederkommt und sich mit seiner Gemeinde vereinigt. Die Braut ist hier mit schönem reinem Leinen geschmückt, das für die Gerechtigkeit der Heiligen steht. Diese Gerechtigkeit kommt nicht aus ihnen selbst, sondern aus dem Glauben an Jesus, den sie durch alle Anfechtungen hindurch festgehalten haben. In Kapitel 7 haben wir erfahren, dass die Gerechten ihre Kleider im Blut des Lammes gereinigt haben. Wahrhaft glücklich und selig ist derjenige, der zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen und für immer in die Gemeinschaft mit Jesus eingeladen ist.

Gebet: Herr, durch das Blut Jesu bin ich gereinigt. Ich warte auf seine Wiederkunft.

Ein Wort: Freue dich auf die Hochzeit des Lammes

19. April 2010

Offenbarung 18,1-24

Geht hinaus aus ihr

(Offb 18,4) Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!

Johannes sah einen anderen Engel mit großer Macht vom Himmel hernieder fahren, der die Erde mit seinem Glanz erleuchtete. Er verkündete den Fall der götzendienerischen Stadt. Sie war voller Reichtum und Einfluss auf alle Völker, doch ihre Zerstörung sollte so gründlich sein, dass nur noch eine Stätte des Grauens übrigblieb. Das Volk Gottes sollte aus ihr herausgehen, um nicht an ihren Sünden teilzunehmen und mit ihr zusammen gerichtet zu werden. Der Einfluss der Welt mit ihrem Reichtum und ihrer Macht ist verführerisch, doch wir sollen uns rechtzeitig von ihr trennen, um nicht mit ihr dem Gericht zu verfallen. Noch brüstete sich die Stadt, eine Königin zu sein, doch im gleichen Maß, wie sie Herrlichkeit genossen hatte, sollte sie nun Tod, Leid und Hunger erfahren und durch das Feuer des Gerichtes zerstört werden. Alle Fröhlichkeit würde aus ihr weggenommen. Die Könige, Kaufleute und Seefahrer werden die Zerstörung der Stadt beklagen. Sie können nun keinen Handel mehr mit ihr treiben und keinen Gewinn mehr aus ihr ziehen. Mehrfach wird betont, dass der Untergang der Stadt plötzlich kommen werde. Die Gläubigen dürfen sich darüber freuen, denn Gott hat sie um ihretwillen gerichtet.

Gebet: Herr, schenke mir Entschlossenheit, mich von dem Einfluss der Welt zu trennen.

Ein Wort: Geht hinaus aus ihr, mein Volk!

17. April 2010

Offenbarung 17,1-18

Der Herr aller Herren

(Offb 17,14) Die werden gegen das Lamm kämpfen und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind, sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen.

Kapitel 17,1-20,15 zeigen in verschiedenen Bildern Gottes Gericht über die zuvor geschilderten Mächte des Bösen. Einer von den sieben Engeln mit den Schalen offenbarte Johannes das Gericht über die große Hure Babylon, das Sinnbild der weltlichen Macht. Als Gegenbild zu der Frau, die Gottes Volk in Kapitel 12 symbolisierte, wird sie hier als Frau auf einem scharlachroten Tier dargestellt. Es handelt sich um dasselbe Tier, das bereits in Kapitel 13 erwähnt wird. Der Schmuck der Frau zeigt ihre prunkvolle, aber falsche Religion. Sie berauscht sich an dem Blut der Gläubigen. Der Engel ließ Johannes auf die zukünftige Geschichte vorausblicken. Das Tier wird wieder aus dem Abgrund aufsteigen, aber nur, um in die Verdammnis zu fahren. Sieben Könige beschreiben eine Herrscherfolge, deren Abschluss das Tier bildet. Zehn Könige sind mit ihm verbündet und geben ihre Kraft und Macht dem Tier, um gegen das Lamm zu kämpfen. Doch ihre Macht ist auf eine kurze Zeit begrenzt. Das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige. Wir dürfen immer auf den endgültigen Sieg Jesu vertrauen.

Gebet: Herr, lass mich auf deinen Sieg vertrauen und dem Druck der weltlichen Mächte nicht nachgeben.

Ein Wort: Vertraue auf den Sieg des Lammes!

16. April 2010

Offenbarung 15,5-16,21

Selig ist, der da wacht

(Offb 16,15) Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt gehe und man seine Blöße sehe.

Sieben Engel kamen aus dem himmlischen Tempel und erhielten von einer der vier Gestalten sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, die sie nacheinander auf die Erde ausgossen. Die erste Schale brachte den Menschen, die das Tier anbeteten, ein böses und schlimmes Geschwür. Die Schale des zweiten Engels machte das Meer, die des dritten alle Wasserströme zu Blut, als Strafe für die Ermordung der Märtyrer. Trotzdem bekehrten die Menschen sich nicht. Der vierte Engel gab der Sonne Macht, die Menschen zu versengen, die sich aber weiter nicht bekehrten, sondern Gott lästerten. Die Schale des fünften Engels verfinsterte das Reich des Tieres, was die Qual der Tieranbeter vergrößerte, sie aber nicht zur Umkehr führte. Der sechste Engel trocknete den Euphrat aus und bereitete den Weg für die Könige der Welt zur Entscheidungsschlacht bei Harmagedon. Der siebte Engel brachte schließlich ein großes Erdbeben, das Babylon in drei Teile teilte, und einen Hagel aus Zentnergewichten. Jesus wird unerwartet wiederkommen wie ein Dieb. Deshalb sollen wir in der Zeit des Gerichtes ein wachsames Leben führen.

Gebet: Herr, ich möchte mich rechtzeitig zu dir bekehren und ein wachsames Leben führen.

Ein Wort: Bekehre dich und wache!

15. April 2010

Offenbarung 15,1-4

Das Lied der Überwinder

(Offb 15,3) und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker.

Erneut erschien ein großes und wunderbares Zeichen am Himmel. Es waren sieben Engel, die die letzten sieben Plagen in Form von sieben Schalen mit Gottes Zorn austeilen sollten. Diese sieben Plagen erinnern an Gottes Gericht über Ägypten in Exodus 7-11. Das gläserne Meer war nun als Zeichen des Gerichtes mit Feuer vermengt. Bevor die letzten sieben Plagen ausgegossen wurden, versammelten sich an dem gläsernen Meer diejenigen, die in der Zeit des Tieres standhaft geblieben waren. Diese Auserwählten sangen das Lied des Mose, das Mose und die Israeliten gesungen hatten, nachdem sie trockenen Fußes durch das Schilfmeer hindurchgezogen waren, die Ägypter aber alle ertrinken mussten. Damals hatte Gott seine Herrlichkeit und seine Gerechtigkeit erwiesen. Für die Israeliten brachte dies die endgültige Erlösung aus der Sklaverei, für die Ägypter aber den sicheren Untergang. So wird es auch sein, wenn Jesus wiederkommt. Wenn wir standhaft bleiben, dürfen wir in das Lied des Mose einstimmen und Gottes wunderbare Werke preisen. Alle Völker werden dann Gottes Gerechtigkeit erkennen und ihn anbeten.

Gebet: Herr, deine Werke sind groß und wunderbar. Lass mich standhaft bleiben.

Ein Wort: Bleibe standhaft und preise die Werke Gottes

14. April 2010

Offenbarung 14,14-20

Die Zeit zu ernten

(Offb. 14,15) Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit großer Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden.

Johannes sah eine Gestalt auf einer Wolke, die einem Menschensohn gleich war, eine goldene Krone auf dem Kopf und eine scharfe Sichel in der Hand hatte. Sie entspricht Jesus Christus, der als Herr und Richter der Welt wiederkommt. Ein Engel kam aus dem himmlischen Tempel und rief ihm zu, die Sichel anzusetzen und zu ernten, da die Zeit zu ernten gekommen sei. Wie in Mt 13,30 beschrieben, wird zu dieser Zeit das Unkraut vom Weizen getrennt. Während das Unkraut verbrannt wird, wird der Weizen in die Scheune gesammelt. Dieses Gericht Gottes wird noch in einem zweiten Bild dargestellt. Ein weiterer Engel kam mit einem scharfen Winzermesser aus dem Tempel und wurde von einem dritten Engel aufgefordert, die Trauben am Weinstock der Erde zu schneiden. Die Trauben waren reif, aber nicht im positiven Sinne. Deshalb kamen sie in die Kelter des Zornes Gottes. Diese Kelter erzeugte keinen Traubensaft, sondern viel Blut. Als ein Vielfaches der Zahl 4, der symbolischen Zahl der Erde, steht die Zahl 1600 (=4x4x100) für den gesamten Erdkreis.

Gebet: Herr, lass mich im Blick auf die Zeit der Ernte leben, damit ich zu deiner Zeit in dein Reich gesammelt werden kann.

Ein Wort: Sei Ernte für das Reich Gottes!

12. April 2010

Offenbarung 14,1-5

Die folgen dem Lamm nach

(Offb. 14,1) Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm Hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn.

Was würde mit dem Volk Gottes in der Zeit der Bedrängnis geschehen? Johannes sah 144000, die mit dem Lamm im neuen Jerusalem standen und mit seinem Namen versiegelt waren. Es sind die 144000 Israeliten, die bereits in Kapitel 7 erwähnt wurden. Sie wurden erkauft aus den Menschen mit dem Blut Jesu. Sie folgen dem Lamm nach, wohin auch immer es geht, und führen ein reines, unbeflecktes Leben. In der Zeit der Lüge und Täuschung wurde in ihrem Mund kein Falsch gefunden. Sie werden hier als untadelig bezeichnet. Menschen können nicht aus eigener Kraft vor Gott untadelig sein, doch wenn wir durch das Blut Jesu gereinigt sind, werden wir von Gott als untadelig anerkannt. Die 144000 sind die Erstlinge, die stellvertretend für alle stehen, die ihnen noch nachfolgen werden. Sie singen vor Gottes Thron, vor den vier Gestalten und den Ältesten ein neues Lied, das niemand außer ihnen lernen kann. Das Lied wurde durch eine Stimme begleitet, die mächtig war wie Wasserrausche und Donner, aber melodisch wie ein Harfenklang.

Gebet: Herr, danke, dass du mich von der Sünde freigekauft hast. Lass mich ein reines Leben führen und Jesus jederzeit nachfolgen.

Ein Wort: Folge Jesus nach, wohin er geht!

08. April 2010

Offenbarung 11,15-19

Christus regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit

(Offb. 11,15)Und der siebente Engel blies in seine Posaune; und es erhoben sich große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Auf den siebten und letzten Posaunenstoß hin verkündet ein großer himmlischer Chor den endgültigen Sieg Gottes und den Anbruch seines Reiches. Gott, der von Anbeginn der Schöpfung an regierte, hat jetzt die Macht offiziell an sich genommen. Die vierundzwanzig Ältesten fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott als den allmächtigen Gott an. Jetzt war die Zeit des Gerichtes gekommen, wo die Toten gerichtet werden und die Knechte Gottes, Propheten, Heiligen und Gottesfürchtigen ihren gerechten Lohn erhalten werden. Gleichzeitig wurde der Tempel Gottes im Himmel aufgetan, sodass die Bundeslade dort sichtbar wurde. Mose hatte die Stiftshütte als Abbild dieses himmlischen Originals errichtet. Die Bundeslade ist das Zeichen für Gottes Gegenwart. Normalerweise war die Bundeslade im Allerheiligsten verborgen. Für die Gläubigen war es ein großer Trost, die Bundeslade zu sehen und damit die unmittelbare Gegenwart Gottes zu erfahren. Die Ereignisse wurden begleitet von Blitzen, Stimmen, Donner, Erdbeben und einem großen Hagel, im Alten Testament Begleitzeichen für das Erscheinen Gottes.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der von Ewigkeit zu Ewigkeit regiert. Lass mich heute auf ihn vertrauen.

Ein Wort: Christus regiert

07. April 2010

Offenbarung 11,1-14

Der Geist des Lebens von Gott

(Offb 11,11) Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen.

Johannes wurde beauftragt, mit einem Messstab den endzeitlichen Tempel, den Altar und die dort anbetenden Menschen auszumessen. Den Heiden würde zu dieser Zeit die Macht gegeben, die heilige Stadt einen begrenzten Zeitraum zu zertreten und damit zu entweihen. Zwei Zeugen werden in Jerusalem auftreten. Ihre Trauerkleider weisen sie als Bußprediger aus. Ihre Bezeichnung als Ölbäume und Leuchter verweist auf Sacharja 4. Sie haben Macht, zu weissagen. Wenn jemand ihnen schaden will, kommt Feuer aus ihrem Mund, das ihn vernichtet. Ähnlich wie Elia können sie den Himmel verschließen, sodass es nicht regnet, und ähnlich wie Mose können sie Wasser in Blut verwandeln und verschiedene Plagen über die Erde bringen. Das Gewissen der Menschen wird durch sie gequält. Wenn sie ihre Aufgabe erfüllt haben, werden sie durch das Tier aus dem Abgrund getötet und ihre Leichname unbestattet liegen gelassen. Die Menschen freuen sich über ihren Tod. Doch nach dreieinhalb Tagen werden die Zeugen durch den Geist des Lebens von Gott wieder lebendig gemacht und steigen in den Himmel auf. Anders als früher geben alle, die es sehen, Gott die Ehre.

Gebet: Herr, schenke mir den Geist des Lebens, dass ich in dieser Zeit als dein mutiger Zeuge gebraucht werde.

Ein Wort: Sei Gottes Zeuge