27. Dezember 2010

Lukas 2,22-40 

Ein Licht, zu erleuchten die Heiden

Leitvers 2,32  ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.

Dem Gesetz entsprechend, wurde Jesus als Erstgeborener nach den Tagen der Reinigung nach Jerusalem in den Tempel gebracht, um ihn Gott darzustellen. Dort befanden sich zwei besondere Leute. Simeon war ein frommer und gottesfürchtiger Mann, der die Verheißung bekommen hatte, er werde noch vor seinem Tod den Christus mit eigenen Augen sehen. Nun wurde sein sehnsüchtiges Warten erfüllt. Er erkannte in Jesus den Heiland, der nicht nur Gottes Volk Israel, sondern auch den Heiden die Erlösung bringen sollte – eine damals revolutionäre Idee. Hanna hatte das Eheglück nur sieben kurze Jahre genießen können und war nun seit vielen Jahrzehnten Witwe. Anstatt ihr schweres Schicksal zu beklagen, verbrachte sie ihre Zeit damit, im Tempel Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht zu dienen. Auch ihre Treue wurde belohnt, sodass sie den Christus mit eigenen Augen sehen konnte. Sie pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

Gebet: Herr, danke für Jesus, das Licht, das die Heiden erleuchtet. Lehre mich wie Simeon und Hanna ein treues Glaubensleben zu führen.

Ein Wort:       Jesus, ein Licht für alle Menschen

25. Dezember 2010

Lukas 2,1-21 

Siehe, ich verkündige euch große Freude

Leitvers: 2,10+11 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Kaiser Augustus herrschte scheinbar mit unbegrenzter Macht. Als er eine Volkszählung anordnete, musste sich sein ganzes Reich ohne Ausnahme in Bewegung setzen. Doch Gott gebrauchte gerade diese Lage, um seine Verheißung über den Geburtsort des Messias in Erfüllung gehen zu lassen. In Bethlehem gab es keinen Raum in der Herberge. Deshalb musste der Erretter der Welt in eine Krippe gelegt werden. Gott wurde nicht nur Mensch, er erniedrigte sich bis auf das Niveau einer Krippe, damit er der Freund und Heiland aller Menschen sein könnte. Die meisten Menschen bemerkten Jesu Geburt nicht, aber Engel verkündigten sie einigen Hirten, die nachts ihre Herde hüteten. Diese einfachen Menschen beeilten sich, das Kind in der Krippe zu suchen und anzubeten. Jesu Geburt ist eine große Freude, nicht nur für einige, sondern für alle Menschen, weil Jesus unsere zerstörte Beziehung zu Gott heilt. Jesu Geburt bringt Gott Ehre und den Menschen Frieden, indem sie mit Gott versöhnt werden.

Gebet: Herr, danke für die große Freude durch die Geburt meines Erretters. Lass mich das Kind in der Krippe lieben und ihm nachfolgen.

Ein Wort: Uns ist heute der Heiland geboren

24. Dezember 2010

Lukas 1,57-80  

Eine Macht des Heils

Leitvers: 1,68+69 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk und hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David

Als Zacharias’ und Elisabeths Sohn geboren wurde, freuten sich alle. Die Tradition verlangte, das Neugeborene nach seinem Vater zu nennen. Doch Elisabeth und Zacharias blieben gegenüber dem Drängen der Familie standhaft und nannten ihren Sohn Johannes. Sie wollten ihn Gottes Mission zur Verfügung stellen. In diesem Moment wurde das Schweigetraining von Zacharias beendet. Als erstes kam aus seinem Mund ein wunderschöner Lobgesang, in dem es aber nicht zuerst um seinen Sohn, sondern um den verheißenen Messias ging. Gott selbst hatte sich erniedrigt, in Menschengestalt sein Volk zu besuchen und es zu erlösen. Er errichtete eine Macht des Heils, die stärker ist als alle Macht der Sünde und des Todes, der wahren Feinde der Menschen. Gott ermöglicht uns, ihm ohne Furcht ein Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu dienen. Jesus ist das aufgehende Licht aus der Höhe, das denen erscheint, die in Finsternis und Schatten des Todes sitzen.

Gebet: Herr, danke für die Macht des Heils Jesus Christus. Lass mich dir ohne Furcht ein Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit dienen.

Ein Wort: Jesus, die Macht des Heils

23. Dezember 2010

Lukas 1,39-56  

Meine Seele erhebt den Herrn

Leitvers 1,46+47 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes;

Maria hatte eine Glaubensentscheidung getroffen. Durch die voreheliche Schwangerschaft war sie jedoch in eine schwierige Situation geraten. Wer könnte sie verstehen und ermutigen? Maria erinnerte sich an die Worte des Engels und machte sich auf zu ihrer Verwandten Elisabeth. Tatsächlich konnte Elisabeth durch das Wirken des Heiligen Geistes Marias Lage richtig erkennen und sie geistlich ermutigen, dass ihre Glaubensentscheidung genau richtig war und dass Gott seinen Plan vollenden würde. Maria wurde zu einem wunderschönen Lobgesang inspiriert. Ein wenig erinnert er an den Lobgesang Hannas im Alten Testament. Sie erkannte Gottes Größe und Heiligkeit und ihre eigene Niedrigkeit. Gott war ihr Heiland und Erretter. Gott drückt seine Macht nicht in Gewalt und Unterdrückung aus, sondern in errettender Liebe und Barmherzigkeit. Gott widersteht den Hochmütigen, aber er nimmt demütige Menschen gerne an. Gott steht vor allem treu zu seinem Wort, das er bis zum Ende erfüllt.

Gebet: Herr, danke für deine Treue, deine Macht und deine errettende Liebe und Barmherzigkeit. Hilf mir heute, dich zu loben und einen Menschen geistlich zu ermutigen.

Ein Wort: Erhebe den Herrn

22. Dezember 2010

Lukas 1,26-38   

Ich bin des Herrn Magd

Leitvers 1,38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

Maria war eine Jungfrau, die mit einem Mann vom Hause David verlobt war. Sie lebte in der Kleinstadt Nazareth in Galiläa. Überraschenderweise bekam sie Besuch. Gott hatte den Engel Gabriel zu ihr gesandt. Er sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Die besondere Gnade für Maria bestand darin, dass sie schwanger werden und einen Sohn gebären sollte. Sie sollte ihm den Namen Jesus geben, was übersetzt bedeutet: Gott rettet. Dieses Kind sollte kein gewöhnliches Kind sein, sondern der Sohn des Höchsten genannt werden. Es war der verheißene Messias, dessen Reich kein Ende haben sollte. Maria fragte, wie das zugehen sollte. Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Gott konnte auch bewirken, dass Marias Verwandte Elisabeth im hohen Alter schwanger wurde. Für Maria bedeutete eine Schwangerschaft in der Verlobungszeit, viele Probleme und Missverständnisse auf sich zu nehmen. Doch sie stellte sich Gott willig zur Verfügung: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade in meinem Leben. Lass mich deine Gnade von Herzen annehmen, dein wunderbares Wirken erfahren und mich dir zur Verfügung stellen.

Ein Wort: Mir geschehe, wie du gesagt hast

21. Dezember 2010

Lukas 1,8-25  

Dein Gebet ist erhört

Leitvers: 1,13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben.

Zacharias erhielt die besondere Gelegenheit, im Tempel das Räucheropfer darzubringen. Der Rauch des Opfers stand symbolisch für das Gebet, das zu Gott nach oben stieg. Aber Zacharias betete nicht nur für die Gemeinde, sondern für ein ganz persönliches Anliegen: einen Sohn. Der Engel Gabriel erschien ihm, um ihm zu verkünden, dass sein Gebet erhört war. Zacharias sollte seinen Sohn Johannes nennen. Nicht nur er und seine Familie sollten wegen dieses Kindes Freude und Wonne haben. Johannes sollte groß sein vor dem Herrn. Er sollte mit dem Geist und der Kraft Elias erfüllt werden, um das Volk Israel zu seinem Herrn zu bekehren und es auf die Ankunft des verheißenen Messias vorzubereiten. Zacharias konnte die plötzliche Gebetserhörung nicht fassen und reagierte mit Unglauben. Der Engel musste ihm daher ein neunmonatiges Schweigetraining auferlegen. Währenddessen lobte Elisabeth im Verborgenen den Gott, der die Schmach der Kinderlosigkeit von ihr genommen hatte.

Gebet: Herr, danke, dass du Gebet erhörst, oft viel großartiger, als wir uns vorstellen können. Lass mich Glauben an deine Gebetserhörung haben.

Ein Wort: Gott erhört Gebet

20. Dezember 2010

Lukas 1,1-7

Fromm vor Gott

Leitvers 1,6 Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig.

Lukas schrieb den ersten Bericht über Jesus, das Lukasevangelium, an Theophilus, was übersetzt bedeutet: „der Gott liebt“. Alles begann zur Zeit des König Herodes. Es war eine finstere Zeit. König Herodes war kein Nachkomme von König David, sondern ein Edomiter. Er erhielt seine Macht durch Intrigen mit den Römern und scheute nicht vor besonderer Grausamkeit zurück. In dieser Zeit, wo niemand mehr nach Gott fragte, lebte ein altes Priesterehepaar namens Zacharias und Elisabeth. Sie waren fromm vor Gott, dass heißt sie hatten eine persönliche Beziehung zu Gott. Im Alten Testament wird das Wort fromm nur für Noah und Hiob verwendet. Sie richteten ihr Leben nach dem Wort Gottes aus. Trotzdem schien Gott ihr Leben nicht zu segnen, denn sie hatten kein Kind. Elisabeth war unfruchtbar und inzwischen waren beide uralt. Obwohl der äußere Segen ausblieb, hörten diese beiden alten Leute nicht auf, vor Gott und nach seinem Wort zu leben. Sie waren Gottes Licht in einer dunklen Zeit.

Gebet: Herr, lass mich von Zacharias und Elisabeth lernen, wie ich in einer dunklen und gottlosen Zeit nach deinem Wort  und vor dir leben kann.

Ein Wort:       Lebe nach dem Wort Gottes