30. Juni 2012

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen

Jesaja 42,1-9

(Jesaja 42,3) Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den
glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das
Recht hinaus.
Gott spricht von seinem Knecht, an dem seine Seele Wohlgefallen
hat. Dieses Wort hörten die Jünger, als sie mit Jesus auf dem
Berg der Verklärung waren. Gott hat ihm seinen Geist gegeben. Der
Knecht Gottes bringt das Recht unter die Heiden. Er herrscht nicht
mit lauter Stimme, sondern mit Barmherzigkeit. Ein geknicktes Rohr
hat eigentlich keinen Nutzen mehr. Man bricht es ab und widmet
sich den gesunden Rohren. Ein Docht, dessen Flamme erloschen ist
und der nur noch glimmt, löscht man aus, weil er kein Licht mehr
gibt. Er aber bricht das geknickte Rohr nicht ab und löscht den glimmenden
Docht nicht aus. Er ist treu. Er trägt das Recht hinaus bis
zum Sieg. So wird er zum neuen Bund für das Volk Gottes und zum
Licht der Heiden. Die Augen der Blinden gehen auf und die Gefangenen
kommen frei. So wie Gott verheißen hat, ist es gekommen.
Die frohe Botschaft des Neuen Testaments wird überall verkündigt.
Jesus kam als der verheißene Messias in die Welt. Er kümmerte sich
um die Sünder, die wie ein geknicktes Rohr und wie ein glimmender
Docht waren. Er trug ihre Sünde und Last selbst an seinem Leib hinauf
an das Kreuz, so dass sie wieder aufgerichtet und das Feuer des
Geistes wieder entfacht würde.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich geknicktes Rohr nicht zerbricht,
sondern selbst für mich zerbrach.

Ein Wort: … bis er auf Erden das Recht aufrichtet

29. Juni 2012

Fürchte dich nicht! Ich helfe dir!

Jesaja 41,1-29

(Jesaja 41,10) Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn
ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich
durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
Die Worte in diesem Kapitel sind eine Herausforderung für die Götter
der Völker der Welt. Der Herr ist der Erste und der Letzte, der
Anfang und das Ende (4). Die Völker erschrecken vor seinem Namen.
Sein auserwähltes Volk aber muss sich nicht fürchten. Mehrfach
spricht Gott zu ihnen: „Fürchte dich nicht! Ich helfe dir!“ Gott hält
sie in seiner Liebe fest in seiner rechten Hand. Wen Gott erwählt,
den verwirft er nicht. Die Israeliten erfuhren den Hass ihrer Feinde.
Es war verständlich, dass sie eingeschüchtert und furchtsam waren.
Doch der Herr nahm sie an der Hand und sicherte ihnen nochmals
seine Hilfe zu. Menschlich sahen die Israeliten wie ein Würmchen
und wie ein armer Haufen aus, doch gab es keinen Grund zur
Furcht. Ihr Erlöser war der Heilige Israels. Sie konnten fröhlich sein
und sich Gottes rühmen. Gott lenkte nun ihren Blick von sich selbst
auf das Elend und die Armut der Verdurstenden. Gott erhört sie
und verlässt sie nicht. Er öffnet ihnen Wasserquellen in der Wüste.
Gott wünschte sich, dass die Israeliten sein Herz erkannten und mit
ihm zusammen arbeiteten. Die Götter, die die Völker verblendeten,
konnten gar nichts tun. Sie waren nichts als leerer Wind.

Gebet: Herr, du hältst mich in deiner rechten Hand und hilfst mir.
Bitte erquicke die Elenden und Armen.

Ein Wort: Fürchte dich nicht, Gott hilft dir!

28. Juni 2012

Er gibt dem Müden Kraft

Jesaja 40,12-31

(Jesaja 40,31) Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht
matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Die Wassermassen im Meer, die Weite des Himmels, die Menge des
Staubs auf Erden und das Gewicht der Berge kommen uns unermesslich
vor. Für Gott ist all dies nicht einmal eine Handvoll. Dazu
kommt, dass sein Geist unermesslich ist. Er braucht keinen Menschen
um Rat zu fragen. Alle Völker sind vor ihm nur wie ein Tropfen
am Eimer. Unser Gott ist unvergleichlich. Menschen geben sich
Mühe, sich etwas Dauerhaftes zu schaffen. Im Vergleich zur Größe
und Ewigkeit Gottes ist all das aber wie nichts. Macht und Einfluss
der Menschen sind vergänglich. Gott ist heilig und ewig. Er kennt
jeden einzelnen der unzählbaren Sterne. Wir dürfen nicht denken,
dass Gott uns nicht sähe. Wenn wir müde sind, gibt er uns Kraft.
Obwohl wir unvermögend sind, gibt er uns genügend Stärke. Auch
die stärksten Männer werden einmal matt und müde. Die jungen
Menschen, die scheinbar alles tun und erreichen können, fallen
auch und liegen am Boden. Die aber auf Gott vertrauen, empfangen
neue Kraft. Sie fahren auf und fliegen in großer Höhe wie kräftige
Adler. Sie laufen wie ein Marathonläufer und werden doch nicht
müde. Diejenigen, die am Boden liegen, sollen auf den allmächtigen
und ewigen Gott vertrauen.

Gebet: Herr, du bist der allmächtige Gott. Gib mir neue Kraft, damit
ich im Glaubenslauf nie matt werde.

Ein Wort: Fahre auf mit neuer Kraft!

27. Juni 2012

Siehe, da ist Gott der Herr!

Jesaja 40,1-11

(Jesaja 40,10) Siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und
sein Arm wird herrschen. Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und
was er sich erwarb, geht vor ihm her.
In Kapitel 40 beginnt das Trostbuch für Israel. Dieser Teil bezieht sich
auf die Zeit der Gefangenschaft in Babel. Gott forderte seine Knechte
auf, sein Volk zu trösten. Jerusalem war doppelt gestraft wegen
ihrer Sünden. Doch die Knechtschaft ist vorbei und die Schuld ist
vergeben. In der Wüste wird dem Herrn ein Weg bereitet. Die Täler
der Trauer werden angehoben, die Hügel und Berge des Hochmuts
werden erniedrigt. Dann wird die Herrlichkeit des Herrn offenbart
und alle werden ihn sehen. Welche Botschaft wird dann dem Volk
gepredigt? Es ist die Botschaft der Vergänglichkeit alles Irdischen.
Auch die schönsten Blumen verwelken. Nur das Wort Gottes bleibt
ewiglich. Wer diese Botschaft annimmt, empfängt wahren Trost
und neue Kraft und Zuversicht. Jerusalem konnte als Freudenbotin
ohne Furcht mit Macht allen Städten zurufen: „Siehe, das ist euer
Gott; siehe, da ist Gott der HERR!“ Gott kommt mit Vollmacht und
tritt seine Herrschaft an. Seine Schafe sind bei ihm. Er trägt sie sicher
in seinem Arm. Die Sünder brauchen Trost. Wahren Trost bietet
die Vergebung der Sünden. Jesus Christus starb am Kreuz und
stand von den Toten wieder auf. Diejenigen, die sich demütigen und
seine Vergebung und seine Herrschaft annehmen, werden als seine
Freudenboten gebraucht.

Gebet: Herr, hilf mir, dein Freudenbote zu sein.

Ein Wort: Siehe, da ist Gott der HERR!

26. Juni 2012

Die Gesandten aus Babel

Jesaja 39,1-8

(Jesaja 39,5.6) Und Jesaja sprach zu Hiskia: Höre das Wort des
HERRN Zebaoth: Siehe, es kommt die Zeit, dass alles, was in deinem
Hause ist und was deine Väter gesammelt haben bis auf diesen
Tag, nach Babel gebracht werden wird, sodass nichts zurückbleibt,
spricht der HERR.
Merodach-Baladan, der König von Babel, hörte von Hiskias Genesung.
Er sandte Boten mit Geschenken zu ihm. Es war scheinbar
eine Geste der Freundschaft. Wir können uns vorstellen, dass aber
auch politisches Kalkül dahinter stand. Babel war eine aufstrebende
Macht und suchte Raum zur Expansion. Die Gesandten aus Babel
waren auch Kundschafter. Hiskia hätte dies durchschauen sollen,
doch er fühlte sich geschmeichelt und zeigte ihnen alle Schätze
Israels. 2. Chronik 32,31 sagt, dass der Herr Hiskia verließ, damit
offenbar würde, was in seinem Herzen war. Hiskia war anfällig für
menschliche Anerkennung. Gefallsucht macht geistlich töricht. Gott
sandte Jesaja zu Hiskia und kündigte an, dass alle Schätze, die die
Könige Israels angesammelt hatten, nach Babel gebracht werden
würden. Hiskia war zufrieden, dass es zumindest zu seiner Lebzeit
noch Frieden gab. Er verkannte die drohende Gefahr für das Volk
Gottes. Es kommt vor, dass Gott uns prüft, und dass dann unsere
Sünde wie die Gefallsucht offenbar wird. Dann sollen wir auf Gottes
Ermahnung hören und Buße tun. Wir sollen Leiter mit Geschichtsbewusstsein
sein.

Gebet: Herr, vergib meine Gefallsucht. Lehre mich Geschichtsbewusstsein.

Ein Wort: Höre das Wort des Herrn!

25. Juni 2012

Du hast dich meiner Seele angenommen

Jesaja 38,1-22

(Jesaja 38,17) Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast
dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe;
denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück.
Nach der nationalen Krise erfuhr Hiskia eine persönliche Krise. Er
wurde todkrank. Jesaja kündigte ihm seinen nahen Tod an. Hiskia
wollte nicht sterben. Er weinte und betete zu Gott. Obwohl die Lage
hoffnungslos war, gab er nicht auf. Er glaubte, dass Gott Gebete erhört,
und dass er Gottes Herz bewegen könnte. Gott hörte Hiskias
Gebet und sah seine Tränen. Er kündigte an, dass Hiskia noch
nicht sterben würde. Er versprach ihm sogar ein Zeichen und ließ
die Sonnenuhr zehn Striche zurücklaufen. Nachdem Hiskia geheilt
war, sang er dem Herrn ein Danklied. Er hatte mit seinem Leben
schon abgeschlossen. Sein Jammer war es, dass er den Herrn nicht
mehr schauen (11), ihn nicht mehr loben, seine Kinder nicht mehr
die Treue Gottes lehren (19) und nicht mehr hinauf in den Tempel
gehen konnte (22). Als er aber in seiner Not zu Gott flehte, erfuhr er
Gottes Hilfe. Er erkannte, dass Gott sich seiner Seele herzlich angenommen
hatte. Dies war nur möglich, weil Gott seine Sünden vergeben
hatte. Hiskia freute sich über die Hilfe Gottes und wollte Gott
singen und loben. Gott hat uns in Jesus die Sünden vergeben. Wenn
er unser Gebet erhört, ist es seine Gnade. Wie Hiskia sollen wir Gott
danken und die Zeit, die er uns schenkt, gebrauchen, ihn zu loben.

Gebet: Herr, danke, dass du dich meiner Seele herzlich angenommen
hast.

Ein Wort: Gott nimmt sich unser an

23. Juni 2012

Hiskia betete zum Herrn

Jesaja 37,1-38

(Jesaja 37,14) Und als Hiskia den Brief von den Boten empfangen
und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des HERRN und breitete
ihn aus vor dem HERRN.
Als Hiskia von den Drohungen des Rabschakes hörte, sandte er zu
Jesaja und ließ ihn um Gebetsunterstützung bitten. Gott forderte
Hiskia durch Jesaja auf, sich nicht zu fürchten. Er kündigte an, dass
der König von Assyrien abziehen und umkommen würde. Bevor König
Sanherib in seine Heimat zurückkehrte, sandte er einen Brief an
Hiskia. Er forderte Hiskia heraus, sich nicht auf Gott zu verlassen,
und zählte alle Städte auf, die die Assyrer bereits erobert hatten.
Als Hiskia diesen Brief empfing, ging er in den Tempel, breitete ihn
vor dem Herrn aus und betete. In seinem Gebet bekannte er den
Herrn Zebaoth als den einzigen Gott, der Himmel und Erde gemacht
hat. Er bat den Herrn, die Schmähworte Sanheribs zu hören. Zwar
hatte Assyrien alle diese Länder erobert, doch waren deren Götter
nur Menschenwerke aus Holz und Stein. Hiskia flehte Gott an, Jerusalem
zu retten. Sein Gebetsanliegen war es, dass alle Menschen
erfuhren, dass der Herr allein Gott ist. Gott sicherte Hiskia zu, dass
er sein Gebet gehört hatte. Gott sagte zu, den König von Assyrien zu
zähmen. Dem Volk ließ Gott sagen, dass sie wieder Wurzeln schlagen
und Frucht tragen würden. Von Zion würden die Übriggeblieben
ausgehen. Alles geschah so, wie der Herr gesagt hatte.

Gebet: Herr, hilf mir, wenn die Furcht mich zu überwältigen droht,
zu dir zu beten.

Ein Wort: Bete zum Herrn!

22. Juni 2012

Sollte allein der Herr errettet?

Jesaja 36,1-22

(Jesaja 36,20) Welcher unter allen Göttern dieser Länder hat sein
Land errettet aus meiner Hand, dass allein der HERR Jerusalem erretten
sollte aus meiner Hand?
Im Jahr 713 v. Chr. – im vierzehnten Jahr der Herrschaft des Königs
Hiskia – nahmen die Assyrer die Städte Judas ein und bedrohten
nun Jerusalem. König Sanherib von Assyrien sandte den General
Rabschake zum König Hiskia. Einige Beamte des Königs traten ihm
entgegen. Der Rabschake begann das Vertrauen des Königs Hiskia
zu hinterfragen. Hiskia vertraute auf den Herrn und auf sein Wort.
Geben aber bloße Worte schon Rat und Macht zum Kämpfen? Äußerlich
hatte Jerusalem keine Chance. Hiskia konnte nicht einmal
die Reiter für 2.000 Pferde stellen. Der Rabschake behauptete, Hiskia
verlasse sich auf Ägypten. Dann behauptete er sogar, der Herr
selbst hätte die Assyrer gesandt. Hiskias Beamte baten den Rabschake,
nicht Hebräisch zu sprechen und so das Volk zu verunsichern.
Doch der sprach noch lauter. Er verglich den Herrn mit den
Göttern der Völker, die die Assyrer schon besiegt hatten. Warum
sollte allein der Herr erretten? Auf diese Frage hin schwiegen die
Israeliten. Auf Lügen und falsche Anschuldigungen ist es manchmal
besser, nichts zu antworten, sondern nur zu beten. Auch wenn die
geistlich blinden Menschen den Namen Gottes lästern, können wir
Frieden haben, weil wir wissen, dass allein der Herr rettet.

Gebet: Herr, du allein rettest. Hilf mir, Lästerungen mit dem Gebet
zu erdulden.

Ein Wort: Der Herr allein rettet!

21. Juni 2012

Ewige Freude

Jesaja 35,1-10

(Jesaja 35,10) Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und
nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem
Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz
und Seufzen wird entfliehen.
Der Herr kündigt an, dass die Wüste blühen und mit großer Lust
und Freude jubeln wird. Worüber jubeln die Bewohner? Sie sehen
die Herrlichkeit und Pracht Gottes. Dadurch werden die müden
Hände der Israeliten gestärkt und ihre wankenden Knie fest. Die frohe
Botschaft an sie lautete: „Seht, das ist euer Gott!“ Darum konnten
sie im Herzen getrost und ohne Furcht sein. Gott kommt, um
zu helfen. Die Blinden werden sehen. Die Tauben werden hören.
Die Lahmen werden springen. Die Stummen werden Gott loben. In
der trockenen Wüste werden Wasserströme fließen und Quellen
zu finden sein. Es gibt dort eine Bahn, die der heilige Weg heißt.
Kein Unreiner kann darauf gehen, sondern nur die Erlösten. Dieser
Weg ist der Weg ins Himmelreich. Die Israeliten waren von Zion
vertrieben. Jetzt kommen sie wieder mit Jauchzen. Die Erlösten des
Herrn haben ewige Freude. Sie sind frei von allen Schmerzen und
allem Seufzen. Der Grund unserer Freude ist, dass unser Gott da ist.
Grund unserer Freude ist, dass wir von den Sünden erlöst sind und
auf dem heiligen Weg gehen dürfen. Diese Freude ist eine ewige
Freude, die uns niemand nehmen kann.

Gebet: Herr, danke für die Erlösung und die ewige Freude. Bitte lass
diese Wüste erblühen.

Ein Wort: Die ewige Freude der Erlösten des Herrn

20. Juni 2012

Keines von ihnen wird fehlen

Jesaja 34,1-17

(Jesaja 34,16) Sucht nun in dem Buch des HERRN und lest! Keines
von ihnen wird fehlen. Denn sein Mund gebietet es, und sein Geist
bringt sie zusammen.
Der Herr lädt die Heiden ein, zu kommen und zu hören. Er offenbart
ihnen seinen Zorn. Das Gericht Gottes war die Vergeltung für
das, was die Heiden seinem Volk angetan hatten. Das Gericht Gottes
verwüstet das ganze Land Edom. Gott schreibt aber auch ein
Buch des Lebens. Im Buch des Lebens stehen alle Namen derer
geschrieben, die zum ewigen Leben gerettet werden. Keines von
ihnen wird fehlen. Sein Wort hat die Macht, sie vor dem Gericht zu
erretten. Der Geist bringt sie zusammen und teilt ihnen das Land
zum ewigen Besitz aus. Beim Weltgericht wird das Buch des Lebens
aufgetan. Wessen Namen darin geschrieben steht, der kommt nicht
in das Gericht. Wessen Name aber nicht im Buch des Lebens gefunden
wird, der wird in den feurigen Pfuhl geworfen (Offb 20,15).
Wie können wir dann sicher sein, dass unser Name in Gottes Buch
steht? Gott selbst spricht uns gerecht. Sein Wort ist die Wahrheit.
Alle, die an Jesus glauben, empfangen den Heiligen Geist und gehören
zu seinem Volk. Den Heiden aber müssen wir das drohende Gericht
Gottes verkündigen und sie zum rettenden Glauben einladen.
Keines von ihnen soll fehlen.

Gebet: Herr, danke, dass mein Name im Buch des Lebens steht. Bitte
bring viele zusammen, die sich jetzt noch unter deinem Gericht
befinden.

Ein Wort: Sein Geist bringt sie zusammen

19. Juni 2012

HERR, sei uns gnädig!

Jesaja 33,1-24

(Jesaja 33,24) Und kein Bewohner wird sagen: »Ich bin schwach«;
denn das Volk, das darin wohnt, wird Vergebung der Sünde haben!
Der Herr kündigte an, dass der Verwüster selbst verwüstet werden
würde. Die Israeliten beteten zu Gott. Sie baten um seine Gnade. Er
sollte ihr starker Arm am Morgen und ihr Trost im Leiden sein. Gott
ist hoch erhaben. Er gab seinem Volk Recht und Gerechtigkeit. Er
gab ihnen Sicherheit, Heil, Weisheit und Klugheit. Ihr wahrer Reichtum
war die Furcht des Herrn. Das Land sah noch traurig aus, aber
Gott machte sich jetzt auf. Vor ihm zittern die Sünder, weil sie im
Gericht nicht bestehen können. Nur diejenigen, die in Gerechtigkeit
leben, bestehen vor dem verzehrenden Feuer. Sie werden den
König sehen in seiner Schönheit (17). Die Verheißungen in diesem
Abschnitt erinnern uns an das himmlische Jerusalem. Gleichzeitig
beschreibt dies das Herz eines Menschen, der Christus als seine Gerechtigkeit
aufgenommen hat. Es wird eine sichere Wohnung sein,
und der Herr wird darin mächtig sein. Der Herr ist unser Richter,
unser Meister und unser König. Er hilft uns, indem er uns rettet.
Niemand, der diese Gnade in Christus aufgenommen hat, wird sich
selbst als schwach bezeichnen. Die Vergebung der Sünden gibt uns
wahre Stärke.

Gebet: Herr, danke für die Vergebung meiner Sünden. Sei mein
Meister und mein König.

Ein Wort: Stark durch die Vergebung der Sünden

18. Juni 2012

Das Werk des Messias

Jesaja 32,1-8

(Jesaja 32,3.4) Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr
blind sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerken. Und
die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und die Zunge der
Stammelnden wird fließend und klar reden.
Dieser Abschnitt kündigt einen besonderen König an. Dieser König
wird Gerechtigkeit aufrichten. Die Fürsten, die er einsetzt, sind wie
eine Zuflucht und wie Wasserbäche. Unter der Herrschaft dieses
Königs werden die Augen der Blinden geöffnet und die Ohren der
Tauben aufgetan, die Toren werden klug und die Stotterer fließend
reden. Was bisher falsch war, wird richtig werden: Narren werden
als Narren und Betrüger als böse entlarvt. Wenn wir diese Verse
lesen, erkennen wir, dass hier das Werk des Messias beschrieben
wird. Jesus kam, um durch seinen Kreuzestod die Gerechtigkeit für
uns aufzurichten. Er heilte die Blinden, Tauben und Stummen. Seine
Herrschaft der Wahrheit offenbart, was verkehrt und was edel
ist. Wir sind diejenigen, die von Jesus, dem König der Gerechtigkeit,
als königliche Priester eingesetzt worden sind. Durch seinen Kreuzestod
hat er uns gerecht gemacht und uns als Hirten für seine Herde
eingesetzt. Wir müssen diesen König regieren lassen und seine
Wahrheit verkündigen, damit seine Herrschaft aufgerichtet wird.

Gebet: Herr, danke für dein Wirken. Bitte hilf mir, deine Herrschaft
anzunehmen und aufzurichten.

Ein Wort: Jesu Werk der Heilung und Wiederherstellung

16. Juni 2012

Der HERR wird Jerusalem erretten

Jesaja 31,1-9

(Jesaja 31,5) Und der HERR Zebaoth wird Jerusalem beschirmen,
wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird schützen, erretten, schonen
und befreien.
In der Bedrängnis verließen sich viele in Israel auf Ägypten, weil die
Ägypter starke und zahlreiche Wagen besaßen. Der HERR und seine
Leute scheinen in der Minderheit zu sein. Seine Armee sieht nicht
stark aus. Nach dem Herrn nicht zu fragen und sich auf Ägypten zu
verlassen, war aber nicht weise. Genau gesagt war es Unglaube an
die Allmacht und Souveränität Gottes. Ägypten war nur ein Mensch
und nicht Gott, und die Kriegspferde mit ihren Wagen waren Fleisch
und nicht Geist. Wie kann etwas geschehen, wenn man den Schöpfer
und Herrscher der Welt ignoriert? Durch sein Wort kündigte der
Herr an, für sein Volk zu kämpfen. Schutz, Rettung, Verschonung
und Befreiung für Jerusalem kamen vom HERRN Zebaoth. Die Israeliten
sollten Buße tun und zu dem umkehren, von dem sie sich so
weit entfernt hatten. Dann hätte es ein Ende mit dem Götzendienst,
und Gott würde ihre Feinde vernichten. Dem Feuer des HERRN
könnte Assyrien nichts entgegensetzen. Worauf verlasse ich mich?
Wo suche ich Schutz, Rettung und Befreiung? Weder Menschen
noch gute Bedingungen noch viele Kenntnisse können helfen. Die
Rettung kommt allein vom HERRN. Er schützt uns und stellt uns als
sein Volk wieder her.

Gebet: Herr, danke für deinen vollkommenen Schutz und deine Rettung.
Hilf mir, mich allein auf dich zu verlassen.

Ein Wort: Der HERR wird retten

31. März 2012

Der Herr harrt darauf, euch gnädig zu sein

Jesaja 30,18-33

(18) Darum harrt der HERR darauf, dass er euch
gnädig sei, und er macht sich auf, dass er sich euer erbarme; denn
der HERR ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!

Die Ankündigung des Gerichts klang bedrohlich. Gottes Tadel war
ernst. Doch sein Herz war anders, wie das eines liebevollen Vaters:
Er wartete auf ihre Umkehr. Er harrte darauf, ihnen wieder gnädig
zu sein und sich über sie zu erbarmen. Das Volk in Jerusalem sollte
zum Herrn rufen. Er hört das Rufen seiner Kinder. Er gibt ihnen
das Brot und das Wasser des Lebens. Sie hören sein Wort, das ihnen
Orientierung für den rechten Weg gibt. Dann werfen sie ihre
Götzen von sich, und der Same, den sie säen, geht auf. Gott verheißt
ihnen Wasserbäche und Ströme seines Segens. Sogar die Sonne
leuchtet sieben Mal so stark, wenn wir Gottes heilende Liebe
erfahren. Gottes Leute singen und freuen sich von Herzen wegen
seiner Gnade. Assyrien, das von Gott als Rute gegenüber seinem
Volk gebraucht wurde, würde erschreckt und geschlagen werden.
Gottes Erbarmen ist mächtig. Es rettet und heilt und stärkt uns und
macht unser Leben siegreich, fruchtbar und einflussreich. Was wir
tun müssen, ist, zu ihm umzukehren und ihn anzurufen. Er wird uns
antworten, sobald er es hört.

Gebet: Herr, danke für dein Erbarmen. Bitte hör mein Rufen und
mache mein Leben zum Segen.

Ein Wort: Der Herr erbarmt sich über Dich

30. März 2012

Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet

Jesaja 30,8-17

(15) Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels:
Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen;
durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr
wollt nicht.

Jesaja schrieb die Worte Gottes in ein Buch. Gottes Wort bleibt ewiglich.
Doch sie waren ungehorsam und verlogen und wollten Gottes
Wort nicht hören. Sie verboten den Propheten, weiter Gottes Wort
zu lehren. Statt der Wahrheit wollten sie nur etwas Angenehmes
hören. Sogar forderten sie ihre Propheten auf, sie in Ruhe zu lassen
und nicht mehr von Gott zu sprechen. Was war die Folge davon,
dass sie Gottes Wort verwarfen? Ihre Sünde würde sich auswachsen.
So wie ein anfangs haarfeiner Riss dazu führen kann, dass eine
ganze Mauer einstürzt, so wäre es mit ihrer Beziehung zu Gott.
Wenn sie umkehrten und stille blieben, würde ihnen geholfen. Im
Stillesein und Hoffen auf Gott liegt das Geheimnis der Stärke. Sie
aber lehnten Gottes Hilfe hartnäckig ab und träumten davon, mit
eigener Kraft dahinzufliegen. Die Folge solcher Verstocktheit ist
Furcht. Wie das Heer Israels im Kampf gegen die Philister vor dem
Drohen eines einzelnen sich fürchtete (1. Samuel 17), so werden sie
alle fliehen. Mut und Stärke kommen nicht aus uns selbst, sondern
von Gott. Demütig Gottes Wort anzunehmen ist der erste Schritt
dazu, Gottes Hilfe zu erfahren und den wahren Sieg zu erlangen.

Gebet: Herr, hilf mir stille zu sein und auf dich zu hoffen und dadurch
stark zu sein.

Ein Wort: Durch Stillesein und Hoffen stark sein

29. März 2012

Nicht ohne Gott

Jesaja 30,1-7

(1) Weh den abtrünnigen Söhnen, spricht der HERR,
die ohne mich Pläne fassen und ohne meinen Geist Bündnisse eingehen,
um eine Sünde auf die andere zu häufen.

Als die assyrische Bedrohung zunahm, wurden die Menschen
furchtsam. Einige setzten ihre Hoffnung auf Ägypten. Sie zogen hinab
nach Ägypten und baten diese scheinbar mächtige Nation um
Hilfe. Doch Gott stimmt ein Wehklagen über sie an. Er nennt sie
abtrünnige Söhne. Sie machten Pläne ohne Gott, ohne seinen Geist
und ohne sein Wort. Nicht auf Gott sondern auf menschliche Hilfe
oder auf materielle Dinge zu vertrauen ist eine ernsthafte geistliche
Sünde. Was ist ein Land oder ein Staatenbund mit seinen politischen,
sozialen und wirtschaftlichen Unsicherheiten gegenüber
dem allmächtigen Schöpfergott? Der Herr sagt es klar: „Ägypten ist
nichts, und sein Helfen ist vergeblich.“ Wahre Hilfe gibt es nur bei
Gott. Darum sollen wir unsere Pläne nicht ohne Gott machen. Wir
sollen nicht unserer Furcht gehorchen, sondern seinem Geist. Und
wir sollen nicht auf die Stimme des Pragmatismus hören und uns
täuschen lassen, sondern auf das Wort Gottes.

Gebet: Herr, vergib mein Handeln aus Furcht und Unglaube. Hilf
mir, Pläne nur mit dir zu machen.

Ein Wort: Nicht ohne Gott und seinen Geist

28. März 2012

Die Elenden werden wieder Freude haben

Jesaja 29,17-24

(19) Und die Elenden werden wieder Freude haben
am HERRN, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich
sein in dem Heiligen Israels.

Jetzt befand sich das Volk in der geistlichen Finsternis, doch Jesaja
kündigte die große Wandlung nach einer kleinen Weile an. Die
vorher taub waren, hören nun die Worte Gottes, und die geistlich
blinden Menschen werden sehen. Die Freude der Elenden am Herrn
wird wiederhergestellt. Sie werden voller Freude in dem Heiligen
Israels sein. Der Grund ihrer Freude ist die Erlösung von der
Tyrannei. Es hat ein Ende mit der Scham wegen der Beschuldigungen
des Feindes. Gottes Volk braucht sich nicht mehr zu fürchten.
Der Herr kündigt sein Wirken an: inmitten des Volkes wird sein
Werk geschehen, die Kinder Gottes werden offenbart, der Name
Gottes wird geheilt und der Heilige Israels wird gefürchtet. Diejenigen,
die jetzt noch irren im Geist, werden Verstand annehmen.
Diejenigen, die murren, werden sich belehren lassen. Die Verkündigung
des Wortes Gottes hat solch eine Wirkung. Wenn wir Gottes
Wort hören, haben wir selber wieder Freude am Herrn. Wenn wir
Gottes Wort verkündigen, wie es ist, können wir sicher sein, dass
ein mächtiges Werk geschieht und viele Menschen zur Buße finden
und den Herrn fürchten und ehren.

Gebet: Herr, schenke mir wieder Freude an dir und lass mich das
Wirken deines Wortes sehen.

Ein Wort: Wieder Freude an dem Herrn

27. März 2012

Wie kehrt ihr alles um!

Jesaja 29,1-16

(16) Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer
gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat
mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner:
Er versteht nichts!

Ariel ist hier ein Synonym für Jerusalem. Der Herr warnte Jerusalem
vor Belagerung, Wetter, Erdbeben, Donner, Wirbelsturm, Ungewitter
und Feuer. All dies wird über die Bewohner kommen, doch
sie werden davon überrascht und können es nicht einordnen. Sie
sind geistlich verblendet und voller Schlafgeist. Vor allem hat Gott
ihre Augen geschlossen, indem er die Propheten verblendete. Gottes
Wort spricht klar vom Gericht Gottes, doch für sie ist dies wie
ein versiegeltes Buch. Was machte Gott zornig über sein Volk? Es
nahte sich ihm nur mit den Lippen, während ihr Herz fern von ihm
blieb. Sie fürchteten ihn menschlich, nicht aber mit Liebe im Herzen.
Unbußfertige Menschen sind geistlich blind. Sie können Gottes
Wort nicht verstehen. Sie sind geistlich so dumm, dass sie denken,
sie könnten ihre finsteren Taten vor Gott verbergen. Sie tun dies,
weil in ihrem Herzen keine Ordnung herrscht. Sie sind wie Ton, der
dem Töpfer verleugnet oder wie ein Bild, das sich über den Bildner
erhebt und glaubt, ihm vorschreiben zu können, wie er etwas zu
machen hätte.

Gebet: Herr, vergib meinen Hochmut und richte die Schöpfungsordnung
in mir auf.

Ein Wort: Diene deinem Schöpfer von Herzen

26. März 2012

Ein kostbarer Eckstein

Jesaja 28,7-29

(16) Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege
in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren
Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.

Die geistliche Lage in Jerusalem war katastrophal. Sogar die Priester
und Propheten waren betrunken, während sie lehrten. Sie
verspotteten den Diener des Herrn: „Wen will der denn Erkenntnis
lehren?“ Gott hatte seinem Volk Ruhe und Erquickung angeboten,
aber sie wollten selber nicht hören und auch das Volk nicht recht
lehren. Gott würde nun in einer unverständlichen Sprache mit ihnen
reden. Sie meinten sogar dem Tod ein Schnippchen schlagen zu
können. Gott aber antwortete, indem er einen neuen Grundstein
legte. Dieser Stein ist ein kostbarer Eckstein, der fest gegründet ist
und auf den Gott sein Volk baut. Jesus gebrauchte dieses Gleichniswort
gegenüber den Pharisäern, die genau so verstockt waren und
sich in trügerischer Sicherheit wiegten, um Gottes große Heilstat
zu beschreiben: Er sandte seinen eingeborenen Sohn in die Welt.
Jesus wurde durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung
selbst zum kostbaren Eckstein. Jede falsche Zuflucht aber wird zerschlagen
und der Schutz weggeschwemmt. Die Spötter sollten diese
Warnung Gottes hören und ihr Spotten lassen, denn Gottes Verderben
ist schon beschlossen. Weise ist es, auf den wunderbaren Rat
Gottes zu hören.

Gebet: Herr, du bist der kostbare Eckstein. Hilf mir, an dich zu
glauben und gerettet zu werden.

Ein Wort: Jesus, der Eckstein

24. März 2012

Krone, Kranz, Geist und Kraft

Jesaja 28,1-6

(5.6) Zu der Zeit wird der HERR Zebaoth eine liebliche
Krone sein und ein herrlicher Kranz für die Übriggebliebenen seines
Volks und ein Geist des Rechts für den, der zu Gericht sitzt, und eine
Kraft denen, die den Kampf zurücktreiben zum Tor.

Die prächtige Krone bezieht sich hier vielleicht auf den König in Samaria
oder auf den Reichtum oder besondere Verdienste der Bewohner
des Nordreichs Israel. Sie sind aber Trunkene, sei es vom
Wein oder geistlich vom Götzendienst. Ihre äußerlich liebliche Herrlichkeit
war nur eine welke Blume. Gott sandte Assyrien gegen das
Nordreich. Wie zerstörerisches Wetter, wie eine Wasserflut kam
das Verderben über sie. Sie waren nicht mehr als eine Feige, die
früh gereift war, die jemand sah, pflückte und einfach so aß. Wenn
die prächtige Krone und die liebliche Herrlichkeit sich als Trug herausstellen,
wird Gott selbst die liebliche Krone von Juda sein. Er ist
ein herrlicher Kranz für seine Übriggebliebenen. Gott gibt denen,
die nach ihm fragen und nach seiner Gerechtigkeit trachten, seinen
Geist. Er gibt denen, die dafür kämpfen, die Ungerechtigkeit zurückzudrängen,
seine Kraft. Inmitten des Gerichts gibt es immer die
Hoffnung. Diese liegt in den Übriggebliebenen. Sogar strahlt Gottes
Herrlichkeit umso heller.

Gebet: Herr, du bist meine Krone. Bitte gib mir deinen Geist und
deine Kraft.

Ein Wort: Der Herr gibt Geist und Kraft

23. März 2012

Dass sie den Erdkreis mit Früchten erfüllen

Jesaja 27,1-13

(6) Es wird einst dazu kommen, dass Jakob wurzeln
und Israel blühen und grünen wird, dass sie den Erdkreis mit Früchten
erfüllen.

Israels Erlösung beginnt mit der Vernichtung des Feindes. Der Leviatan
repräsentiert hier den Feind des Volkes Gottes, den Satan.
Der Herr pflanzt einen neuen Weinberg, weil der alte unfruchtbar
geworden war (Jes 5). Der Herr hütet und begießt seinen Weinberg
und schützt ihn vor Dornen und Disteln. Dann wird Gottes Volk
feste Wurzeln schlagen, blühen und grünen und den Erdkreis mit
Früchten erfüllen. Diese Verheißung wurde in Christus erfüllt, der
den Satan, die alte Schlange, besiegte und ein neues Gottesvolk berief,
erkauft durch sein Blut. Er begießt es mit seinem Heiligen Geist
und lässt es reichlich Frucht hervorbringen, die schließlich die ganze
Erde füllen wird. Doch zunächst musste Gott sein Volk durch Krieg
und Gefangenschaft züchtigen. Die Sünder kommen nicht von selbst
zum Herrn, sondern durchs Gericht, das heißt durch die Buße. Die
Posaune, die die Übriggebliebenen aus der Gefangenschaft ruft, ist
der Ruf zur Buße. Alle, die umkehren, werden den Herrn beten auf
dem heiligen Berg zu Jerusalem.

Gebet: Herr, danke für deinen Sieg über Satan. Schenke mir Buße
und Frucht, die den Erdkreis erfüllt.

Ein Wort: Den Erdkreis mit Früchten erfüllen

22. März 2012

Von Herzen verlangt mich

Jesaja 26,7-21

(9) Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts,
ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine
Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises
Gerechtigkeit.

Gottes Wege sind gerade. Darum sind auch die Wege der Gerechten
gerade, auch wenn alle anderen Wege um uns herum uneben
sind. Jeder Mensch hat ein Sehnen in seinem Herzen. Gottes Volk
sehnt sich nach ihrem Gott. Sie warten auf ihn und begehren danach,
seinen Namen zu loben. Jesaja bekennt, dass er in der Nacht
nicht schlafen kann, weil es ihn nach Gott verlangt. Frühmorgens
sucht er nach ihm. Die meisten Menschen lernen nicht von Gott,
es sei denn, dass sie seine Züchtigung verspüren. Wenn sie Gnade
empfangen, lernen sie doch nicht. Sie sehen auch Gottes erhobene
Hand nicht, bis sie zuschanden werden. Den Seinen aber schafft
Gott Frieden. Sie wissen, dass alles, was sie geleistet und erreicht
haben, von Gott kommt. Er mehrt sie und macht die Grenzen ihres
Landes weit. Wenn sie zu ihm in der Bedrängnis schreien, erhört
er sie und hilft ihnen. Zuletzt blickt Jesaja auf das Ende voraus: Die
Toten werden auferstehen – die Gottlosen zum Gericht und die Gerechten
zum ewigen Leben. Der Herr selbst hat uns erlöst durch das
Blut, das er vergossen hat.

Gebet: Herr, mich verlangt nach dir. Hilf mir, von dir zu lernen und
mach meine Grenzen weit.

Ein Wort: Mein Geist sucht dich am Morgen

21. März 2012

Darum verlasst euch auf den Herrn

Jesaja 26,1-6

(4) Darum verlasst euch auf den HERRN immerdar;
denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich.

Durch den Glauben an Christus sind wir errettet. Die Macht der
Sünde und des Todes ist besiegt. Gott schenkt uns aber nicht nur
einmalige Rettung, sondern richtet eine feste Stadt auf, die uns mit
ihren Mauern Schutz bietet. Die Tore dieser Stadt sind weit geöffnet
für die, die den Glauben bewahren. Echter Friede kommt nicht von
den äußeren Umständen oder aus dem Gefühl. Er kommt zu denen,
die festen Herzens sind und sich ganz auf den Herrn verlassen.
Sehr viele Menschen verlassen sich auf ihre Fähigkeiten und Erfahrungen
oder auf die Meinung anderer Menschen. Andere verlassen
sich auf Geld. Doch nichts davon kann wahre Sicherheit bieten.
Nichts davon hilft uns in den Stürmen des Lebens. Allein der Herr ist
ein ewiger Fels. Darum ruft uns dieser Text dazu auf, uns immerdar
auf den Herrn zu verlassen. Er allein gibt wahre Sicherheit. Er kann
erniedrigen und erhöhen. Sich auf Gott zu verlassen ist darum wahre
Weisheit. Ein Leben und eine Gemeinde, die auf diesen Felsen
gegründet sind, haben Bestand (Mt 7,25).

Gebet: Herr, du bis der ewige Fels. Bitte hilf mir, mich auf dich zu
verlassen und schenke mir wahren Frieden.

Ein Wort: Verlass dich auf den ewigen Felsen

20. März 2012

Er wird den Tod verschlingen auf ewig

Jesaja 25,6-12

(8) Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott
der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und
wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der
HERR hat’s gesagt.

Auf dem Berg des Herrn findet ein großes Freudenmahl statt. Anlass
ist der große Sieg Gottes über die Feinde des Volkes Gottes.
Diese Verheißung weist auf den größten Sieg Gottes hin: Den Sieg
Jesu über die Macht der Sünde und des Todes. Die Völker sind, solange
sie die Wahrheit des Evangeliums nicht kennen, wie mit einer
Decke verhüllt. Die Predigt des Evangeliums nimmt diese Hülle von
ihnen und öffnet ihre geistlichen Augen. Durch seinen Tod am Kreuz
auf Golgatha und seine Auferstehung hat Jesus den Tod verschlungen
auf ewig. Er wischt die Tränen derer ab, die unter der Macht der
Sünde und des Todes endlos gelitten haben. Er nimmt die Schmach
der Sünde fort. Diese Botschaft des Sieges und des Heils gilt für alle
Menschen aller Länder. Gottes Volk hat auf ihn gehofft, und er hat
seine Verheißung erfüllt. „Lasst uns jubeln und fröhlich sein über
sein Heil.“ Es gibt immer noch diejenigen, die seiner Herrschaft widerstehen,
aber ihre Mühe ist umsonst.

Gebet: Herr, danke, dass Jesus den Tod auf ewig verschlungen und
die Schmach der Sünde aufgehoben hat.

Ein Wort: Jesus hat den Tod verschlungen auf ewig

19. März 2012

Herr, du bist mein Gott

Jesaja 25,1-5

(1) HERR, du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe
deinen Namen. Denn du hast Wunder getan; deine Ratschlüsse von
alters her sind treu und wahrhaftig.

Im Gericht singen die Erlösten dem Herrn einen Lobgesang. Wir
können Gott loben, weil er unser Gott ist. Er hat Wunder getan, Dinge,
die wir nicht für möglich gehalten haben. Gottes Wort ist wahr,
und unser Gott ist treu. Was er zusagt, hält er gewiss (Ps 33,4). Gott
hat seinem Volk seinen Schutz und den Sieg zugesagt. In der Tat
hat er sein Versprechen gehalten. Die Festungen der Gottlosen werden
von ihm zerstört. Die mächtigen Völker, die Gott und sein Volk
verspottet haben, fürchten sich nun vor ihm und ehren ihn. In der
Trübsal hat er uns geschützt und getröstet und war unsere Zuflucht.
Wenn wir dies erkennen und uns immer wieder daran erinnern, sollen
wir Gott preisen und seinen Namen loben. Auch sollen wir, anstatt
uns der gottlosen Welt und ihren falschen Lehren anzupassen,
Gottes Wahrheit und seine Wohltaten verkündigen. Dann werden
auch diejenigen, die jetzt noch so stolz auftreten, lernen, Gott zu
fürchten und ihn zu preisen.

Gebet: Herr, du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe deinen Namen.
Du bist treu, und dein Wort ist wahr.

Ein Wort: Der Herr ist treu und wahrhaftig

17. März 2012

Das künftige Gericht

Jes 24,1-23 (15) So preiset nun den HERRN an den Gestaden, auf den
Inseln des Meeres den Namen des HERRN, des Gottes Israels.

In diesem Abschnitt wird das endgültige Gericht Gottes über die
Welt angekündigt. Im Gericht kann sich niemand auf menschliche
Privilegien berufen. Vor der Macht Gottes müssen sie sich alle beugen.
Sogar die Naturgewalten werden ins Wanken geraten. Der
allmächtige Gott selbst wird dann König sein. Apostel Petrus gebrauchte
diese Worte, um das Endgericht zu beschreiben (2. Petrus
3). Das Gericht kommt über die Menschen, weil sie Gottes Wort
nicht gehorcht haben. Sie haben den Bund Gottes gebrochen und
müssen nun die Konsequenzen ihrer Rebellion erfahren. Nur ein
Rest wird übrig bleiben. Vom Meer her und vom Ende der Erde werden
einige kommen, die Gott lobpreisen: „Herrlichkeit dem Gerechten!“
Wir sollen nicht denken, dass wir privilegiert sind und damit
vor Gott bestehen können. Seine Errettung kommt aus Gnade. Wir
sollen Gottes Ermahnung zur Buße annehmen. Mittlerweile sind
viele Christen aus Afrika, Asien oder Lateinamerika nach Europa
gekommen. Sie preisen Gott und lehren uns, durch die Buße zur
Gnade Gottes zurückzukehren.

Gebet: Herr, hilf mir, durch die Gnade vor dir zu stehen und dich zu
preisen.

Ein Wort: So preiset nun den Herrn

16. März 2012

Der Herr hat’s so beschlossen

Jesaja 23,1-18

(9) Der HERR Zebaoth hat’s so beschlossen, auf dass
er erniedrigte die Pracht und verächtlich machte die stolze Stadt,
alle Herrlichsten auf Erden.

Die Prophezeiung über Tyrus offenbart, dass unser Gott der souveräne
Herr der Weltgeschichte ist. Tyrus war eine herausragende
Hafenstadt und der Marktplatz der Nationen. Durch den Handel
wurde sie reich. Ägypten und viele ferne Länder sandten ihre
Schiffe zum Handel nach Tyrus. Die Stadt war voller Pracht und
äußerer Herrlichkeit. Ihre Kaufleute genossen größeren Wohlstand
als viele Fürsten. Doch jetzt wurde diese Stadt zur Beute der Assyrer.
Von ihrer Herrlichkeit blieb nichts mehr übrig. Dies war Gottes
souveräner Ratschluss. Er hatte es so beschlossen, also geschah es
so. Mit seiner Souveränität führt Gott die Weltgeschichte. Der Herr
erniedrigte die Stolzen und machte sie verächtlich. Weltliche Herrlichkeit
hat vor Gott keinen Bestand. Diejenigen, die bis zum Ende
stolz bleiben, werden niedergerissen. Sein Volk aber, diejenigen,
die vor ihm leben, werden gesegnet. Nach 70 Jahren wurde Tyrus
wiederhergestellt, aber ihr Reichtum kam denen zu, die vor dem
Herrn lebten.

Gebet: Herr, du bis der souveräne Gott. Hilf mir, vor dir zu leben und
auf deinen Segen zu vertrauen.

Ein Wort: Lebe vor dem Herrn der Welt

30. Dezember 2011

Die Schlüssel des Hauses David

Jesaja 22,15-25

(Jes 22,22) Und ich will die Schlüssel des Hauses Davids auf seine
Schulter legen, dass er auftue und niemand zuschließe, dass er zuschließe
und niemand auftue.

Der Herr schickte Jesaja zum Hofmeister Schebna, der sein
Amt für seinen eigenen Vorteil ausnutzte. Der Herr nannte ihn eine
Schmach für das Haus des Herrn. Schebna würde sein Amt verlieren.
Gott selbst würde für einen würdigen Nachfolger sorgen, der
wie ein Vater für Jerusalem sein würde. Gott wollte ihn fest aufstellen,
wie man einen Nagel einschlägt, und er wäre ein Thron der
Ehre für seines Vaters Haus. Gleichzeitig aber warnt Gott Eljakim,
sein Haus nicht auf die Ehre selbst zu bauen. Dann würde auch der
starke Nagel abbrechen. Gott ehrt diejenigen, die ihn ehren. Er erhöht
diejenigen, die sich vor ihm demütigen. Die demütigen Menschen
können Verwalter des Hauses Gottes sein. Ihnen kann Gott
Verantwortung anvertrauen. Sie sind wie geistliche Eltern für viele
Menschen. Wir sollen solche Verwalter in der Gemeinde Gottes
sein. Uns ist die priesterliche Aufgabe anvertraut (1. Petr 2,9). Wir
dürfen das Privileg, das damit verbunden ist, nicht missbrauchen.
Wir werden unserer Verantwortung dann gerecht, wenn wir demütig
bleiben und allein auf Gott vertrauen.

Gebet: Herr, danke für die verantwortliche Aufgabe als Verwalter.
Bitte hilf mir, dich allein zu ehren.

Ein Wort: Sei ein guter Verwalter und gib Gott die Ehre

29. Dezember 2011

Lasst mich bitterlich weinen

Jesaja 22,1-14

(Jes 22,4) Darum sage ich: Schaut weg von mir, lasst mich bitterlich
weinen! Müht euch nicht, mich zu trösten über die Zerstörung der
Tochter meines Volks!

Gottes Wort richtet sich nun gegen Jerusalem selbst. Sie war
eine äußerlich fröhliche Stadt voller Lärmen und Toben. Aber sie
schauten nicht auf Gott. Gott selbst musste bitterlich weinen über
die bevorstehende Zerstörung Jerusalems, so wie Jesus später über
Jerusalem weinte. Es kam der Tag, dass der Schutz Judas weggenommen
wurde. Die Bewohner sahen auf die Risse in der Mauer
und versuchten sie zu befestigen. Aber sie sahen nicht auf Gott
selbst, der alles tut und schafft (11). Eigentlich sollten sie wehklagen
und weinen, aber sie lachten und aßen und tranken und verachteten
das Leben, zu dem Gott sie geschaffen hatte. Wer Gott
und den Heiligen Geist verachtet und nicht Buße tut, der kann keine
Vergebung erlangen. Wir dürfen den geistlichen Zustand, in dem
wir uns und die Menschen unserer Generation in Europa sich befinden,
nicht ignorieren. Wir sollen nicht versuchen, nur die Risse zu
stopfen. Wir sollten vielmehr mit Gott weinen und auf ihn hoffen.
Buße und Vergebung sind der Anfang der Wiederherstellung. Noch
ist Gott voller Erbarmen und bereit, unser flehendes Gebet zu erhören.

Gebet: Herr, erbarme dich über mich und über mein Volk! Sei unser
Schutz und stelle uns wieder her.

Ein Wort: Weine um dein Volk

28. Dezember 2011

Was ich gehört habe, das verkündige ich

Jesaja 21,1-17

(Jes 21,10) Mein zerdroschenes und zertretenes Volk! Was ich gehört
habe vom HERRN Zebaoth, dem Gott Israels, das verkündige
ich euch.

Dieser Abschnitt gewährt einen Einblick in Jesajas Betroffenheit
und Herzensleid als ein Prophet. Er musste eine weitere harte
Offenbarung verkündigen. Die Schmerzen über Gottes bevorstehendes
Gericht waren für ihn fast körperlich spürbar. Er verglich sie
mit den Schmerzen einer Gebärenden. Sein Herz zitterte, er war
erschrocken und fand auch am Abend keine Ruhe. Jesaja selbst war
wie ein Wächter, der für sein Volk ausschaute, was vor sich geht. Als
er das herannahende Gericht über Babel voraussah, verkündete er
es ihnen. Er gab seinem Volk aufrichtiges Zeugnis von dem, was er
selbst vom Herrn, dem Gott Israels, gehört hatte. Das, was er weitergab,
war Gottes Wort. Oft geben die Menschen nur das weiter,
was niemandem wehtut. Gottes Wort ernsthaft zu hören und weiterzugeben,
kann schmerzhaft sein. Jesaja trug diese Schmerzen. Er
verkündigte auch die Last über Edom und über Arabien. Er konnte
auch ihnen nur eine harte Botschaft weitersagen, weil es der Herr,
der Gott Israel, so geredet hatte. Was bedeutet es, ein Bibellehrer
zu sein? Es bedeutet, Schmerzen zu tragen und Gottes Wort so weiterzugeben,
wie es ist.

Gebet: Herr, du hast mich als Bibellehrer aufgestellt. Lass mich die
Geburtswehen tragen.

Ein Wort: Was ich gehört habe, verkündige ich euch

27. Dezember 2011

Und er tat so

Jesaja 20,1-6

(Jes 20,2) zu der Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn des
Amoz, und sprach: Geh hin und tu den härenen Schurz von deinen
Lenden und zieh die Schuhe von deinen Füßen. Und er tat so und
ging nackt und barfuß.

Jesaja predigte dem Volk das, was Gott ihm sagte. Dies erforderte
schon ein gewisses Maß an Selbstverleugnung. Nun musste
er Gottes Botschaft sogar veranschaulichen. Dazu sollte er drei Jahre
lang nackt und barfuß umher gehen. Es war noch nicht einmal
eine Botschaft direkt an Israel gerichtet. Es ging um eine Weissagung
über Ägypten und Kusch, auf die Gottes Volk sich verließ. Diese
Orientierung war schamvoll und schändlich. Jesaja hätte viel diskutieren
und fragen können: Warum? Er hätte die Anweisung auch
ignorieren können. Doch Vers 2 sagt, dass er tat, was Gott gesagt
hatte. Er gehorchte, egal, was es persönlich für ihn bedeutete. Gott
nannte Jesaja „meinen Knecht“. Ein Knecht Gottes zu sein bedeutet
in erster Linie, die eigenen Gedanken und Pläne und den eigenen
Willen Gott unterzuordnen und seiner Anweisung zu gehorchen.
Auch wenn es in den Augen der Menschen seltsam erscheint und
auch, wenn die Menschen trotzdem nicht auf die Botschaft hören,
wird durch unseren Gehorsam das Reich Gottes aufgerichtet. Wenn
wir unser Leben im Gehorsam einsetzen, werden die Menschen
mindestens betroffen sein.

Gebet: Herr, ich bin dein Knecht / deine Magd. Ich will tun, was du
mir sagst.

Ein Wort: Tu so, wie Gott es sagt

26. Dezember 2011

Der Herr wird sie heilen

Jesaja 19,1-25

(Jes 19,22) Und der HERR wird die Ägypter schlagen und heilen;
und sie werden sich bekehren zum HERRN, und er wird sich erbitten
lassen und sie heilen.

Auch gegen Ägypter richteten sich die Worte des Herrn durch
Jesaja. Die Götzen Ägyptens zitterten vor dem wahren Gott. Wenn
sich die Menschen nicht mehr auf ihre Götzen verlassen können,
werden sie feige. Sie beginnen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen
und sich zu bekriegen. Ihre Götzen können ihnen nicht mehr
helfen, und sie werden in Zucht genommen. Was sie tun, bleibt
unfruchtbar. Ihre Weisheit wird als Torheit offenbart. Nichts wird
ihnen gelingen (15). Gott aber hat einen Plan, wenn er so vorgeht:
Er will, dass die Menschen Buße tun und sich ihm zuwenden. Die
Ägypter begannen, nach Gott zu fragen. Dort, wo vorher nur Götzenbilder
standen, wurde dem Herrn ein Altar aufgerichtet: ein Zeichen
und Zeugnis für den Herrn mitten in Ägyptenland. Sie werden
den Herrn erkennen und zu ihm beten, und er wird sie erhören.
Dann werden sie bereit sein, Gottes Züchtigung anzunehmen. Der
Herr wird sie schlagen, aber es dient ihrer Heilung. Sie werden sich
bekehren, und Gott wird sie heilen. Er wird sie sein Volk nennen. Er
wird sie segnen, und sie werden ein Segen sein. Diese Vision gibt
uns Zuversicht, dass Gott auch in unserer Zeit alle Götzenbilder beseitigen
und die Völker heilen wird.

Gebet: Herr, du schlägst mich, weil du mich heilen willst. Richte
auch in unserem Land deinen Altar auf.

Ein Wort: Der Herr wird sie heilen

24. Dezember 2011

Ein Kind ist uns geboren

Jesaja 9,5.6 Heiligabend

(Jes 9,5) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-
Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;

Gott kam zu uns in der Gestalt eines hilflosen Kindes, um
Licht in die Finsternis unserer Sünde zu bringen. Obwohl ein Kind
machtlos erscheint, ist dieses Kind doch der wahre Herrscher und
König der Welt. Die Weisen aus dem Morgenland behandelten ihn
auch so. Ein Name reicht nicht aus, um Jesus vollständig zu beschreiben.
Jesus ist der wunderbare Ratgeber, bei dem wir jederzeit
Orientierung für unser Leben finden, auch dort, wo Menschen
uns keinen Rat geben können. Er ist der starke Gott, der uns hilft,
alle Arten von Schwierigkeiten zu überwinden und alle Arten von
Anfechtungen zurückzuschlagen. Er ist der ewige Vater, der sich niemals
ändert, und der uns deshalb Schutz, Sicherheit, Geborgenheit,
Trost und Zuflucht bietet. Jesus ist auch der Friedefürst, weil er uns
Frieden mit Gott geschenkt hat und unser Leben mit seinem Frieden
regiert. Jesus ist der verheißene Nachkomme von König David,
von dem vorhergesagt wurde, dass sein Thron ewig besteht. Sein
Königreich ist nicht von dieser Welt. Er ist der König über alle die
Menschen, die ihn als Herrn über ihr Leben angenommen haben.
In ihrem Leben regiert er mit Recht und Gerechtigkeit. Solches hat
der Eifer des Herrn Zebaoth getan, die verlorenen Menschen zu erretten.

Gebet: Jesus, du bist alles, was ich brauche. Lass mich unter deiner
Friedensherrschaft leben.

Ein Wort: Jesus ist der Friedefürst

23. Dezember 2011

Ein großes Licht

Jesaja 8,23-9,4

(Jes 9,1) Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht,
und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Sebulon und Naftali gehörten zum Nordreich Israel, das finsteren
Zeiten entgegensah. 732 v. Chr. wurde es von den Assyrern erobert.
Doch die Verheißung Gottes war größer als nur die Befreiung
von der Besatzungsmacht. Gott wollte dieses Land, das als Galiläa
der Heiden verachtet wurde, zu Ehren bringen. Er verhieß den Menschen,
die in der Finsternis saßen, ein großes Licht. Der Messias
sollte gerade dorthin eines Tages kommen (Mt 4,12-16). Er wuchs
in Nazareth auf und wohnte in Kapernaum. Er zog umher, predigte
Gottes Wort und gab den Menschen Gnade, Heilung und Hoffnung.
Er ist auch heute das große Licht für die Menschen, die in der
Finsternis der Sünde entfernt von Gott sitzen. Dieses Licht weckt
lauten Jubel und große Freude. Jesaja vergleicht diese Freude mit
der Freude, die ein Bauer bei der Ernte oder ein siegreicher Soldat
beim Austeilen der Beute hat. Dies ist die Freude der Errettung, die
alle anderen Arten an Freude übertrifft. Jesus kam, um unser drückendes
Joch, das Joch der Sünde und des Todes, endgültig zu zerbrechen.
Deshalb sagten die Engel bei der Geburt Jesu: „Siehe, ich
verkündige euch große Freude…“. Wer Jesus nachfolgt, wird nicht
in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben (Joh
8,12).

Gebet: Herr, danke für Jesus, der Licht und große Freude in mein
Leben gebracht hat.

Ein Wort: Jesus ist das Licht der Welt

22. Dezember 2011

Immanuel

Jesaja 7,10-14

(Jes 7,14) Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe,
eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den
wird sie nennen Immanuel.

Die Regierungszeit des Ahas begann ca. 735 v. Chr.. Juda wurde
durch den König von Aram und den König von Israel bedroht.
Ahas war in Furcht gefangen. Dabei war Gott bereit, Juda zu erretten,
obwohl Ahas ein gottloser König war. Gott ermutigte ihn
durch Jesaja, ein Zeichen von ihm zu fordern. Aus seinem Unglauben
brachte Ahas eine fromm klingende Ausrede, warum er kein
Zeichen fordern wollte. Da verhieß ihm Gott selbst ein Zeichen, das
vollkommen unmöglich klang: eine Jungfrau sollte schwanger sein
und einen Sohn gebären. Dieser sollte den Namen Immanuel haben,
das heißt „Gott mit uns“. Gott selbst wollte Mensch werden,
um zu den Menschen zu kommen und mit ihnen zu sein. Das Zeichen
des Immanuel wurde in Jesus erfüllt. In Jesus wurde Gott ein
Mensch, um unser Freund und mit uns zu sein und schließlich als
unser Erretter sein Leben für uns zu geben. Der Evangelist Matthäus
hatte diese Gnade des Immanuel persönlich erfahren, als Jesus zu
ihm, einem einsamen Zöllner kam, um ihn zur Nachfolge einzuladen.
Jesus war auch mit einer samaritischen Frau, mit einem Pharisäer
Nikodemus, mit einem Christenverfolger Saulus und sogar mit
einem Verräter Judas. Jesus möchte auch heute und jeden Tag unser
Immanuel sein.

Gebet: Herr danke für Jesus, der in die Welt gekommen ist, um mit
mir zu sein.

Ein Wort: Gott ist mit uns

21. Dezember 2011

Wenn man die Posaune bläst, so höret!

Jesaja 18,1-7

(Jes 18,3) Alle, die ihr auf Erden wohnt und in den Ländern lebt -
wenn man das Banner auf den Bergen aufrichtet, so sehet! Wenn
man die Posaune bläst, so höret!

Hier wird das Land Kusch angesprochen, das viele in Äthiopien
bzw. im heutigen Sudan sehen. Die Kuschiter waren hoch gewachsen
und fuhren in leichten Schiffen über das Meer. Wo sie hinkamen,
befahlen und zertraten sie. Viele Völker fürchteten sich vor
ihnen. Doch sie waren nicht die wahren Herrscher der Erde. Wenn
des Herrn Banner aufgerichtet wird und seine Posaune geblasen
wird, müssen alle Völker auf Erden hinsehen und hinhören. Gott
schaut von seiner Stätte aus und wartet mit Geduld, bis sich alle
Völker vor ihm beugen. Auch die starken, gut ausgerüsteten und
mächtigen Kuschiter werden zu ihm kommen und ihm Geschenke
bringen und ihn anbeten. Diese Verheißung erfüllte sich in der Zeit
Jesu. Wie der äthiopische Kämmerer (Apg 8,27) begegneten viele
in Jesus ihrem wahren Heiland. Sie sind diejenigen, die auf das
Zeichen Gottes achten und auf sein Wort hören. Die jungen Menschen
unserer Zeit sind hochgewachsen und selbstbewusst. Wenn
sie aber inmitten dieser lauten Welt auf die Posaune des Wortes
Gottes hören, werden auch sie dem wahren Herrn der Welt begegnen
und ihm Geschenke bringen.

Gebet: Herr, lass mich sehen und hören! Bitte hilf den jungen Menschen,
auf dich zu hören und dich anzubeten.

Ein Wort: Seht, hört und betet Gott an

20. Dezember 2011

Auf den Heiligen Israels schauen

Jesaja 17,1-14

(Jes 17,7) Zu der Zeit wird der Mensch blicken auf den, der ihn gemacht
hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels schauen.

Jesaja verkündigte weitere Gerichtsworte. Damaskus wird
zerfallen und verlassen sein. Auch die Herrlichkeit im Nordreich Israels
war gering und mager geworden. Was tun die Menschen in
einer solchen Lage? Die Verse 7 und 8 sagen, dass sie nicht mehr
auf die selbstgemachten Altäre blicken, sondern auf den, der sie
gemacht hat. Anders gesagt, vertrauen sie nicht mehr auf stumme,
selbstgemachte Götzen, sondern auf den allmächtigen und lebendigen
Schöpfergott, auf den Heiligen Israels. Das Dilemma der
Menschheit besteht darin, dass sie von ihrem Schöpfer getrennt
sind. Sie vergessen den, von dem sie sehr gut und mit absoluter
Daseinsbedeutung geschaffen worden sind. Sie denken nicht mehr
an ihn, obwohl er der Gott ihres Heils und der Fels ihrer Stärke ist
(10). Was sie pflanzen, kann nicht gedeihen, wenn Gott nicht seinen
Segen dazu gibt. Genau so gleicht ein Leben ohne den Schöpfer
einer abgeschnittenen Blume, die noch eine Zeitlang gut aussieht,
aber dann verwelkt. Wir dürfen Gott nicht aus unserem Leben ausklammern.
Vielmehr müssen wir geistliche Einsicht gewinnen und
uns von den toten Dingen und Menschen abwenden und auf den
schauen, der uns gemacht hat. Er gibt uns Heil.

Gebet: Herr, du hast mich gemacht. Lehre mich, auf dich zu schauen
und mit dir zu leben.

Ein Wort: Schaue auf deinen Schöpfer

19. Dezember 2011

Ein Thron aus Gnaden

Jesaja 15,1-16,13

(Jes 16,5) Dann wird ein Thron bereitet werden aus Gnaden, dass
einer in Treue darauf sitze in der Hütte Davids und richte und trachte
nach Recht und fördere Gerechtigkeit.

Gott kündigte für die Moabiter eine Last an. Sie waren die
Gegner des Volkes Gottes. Sie werden geschlagen werden und werden
verzagen. Dann suchen sie sogar Zuflucht Rat und Recht bei
Gottes auserwähltem Volk. Juda sollte eine Zuflucht für sie sein. In
Juda gab es einen Gnadenthron. Der Gott Israels ist der König der
Gnade. Er ist treu und gerecht und richtet recht. Er ist die Hoffnung
Israels. Er ist aber auch die Hoffnung für alle, die vom Götzendienst
und vom Leben nach dem eigenen Willen matt geworden sind und
geistliche Hilfe suchen. Gott selbst hat für sie diesen Thron aus Gnaden
bereitet, indem er seinen eigenen Sohn dafür hingab. Wir sollen
unser Herz vor der geistlichen Not derer nicht verschließen, die
jetzt noch gegen Gott und sein Volk lästern. Wir sollen unser Herz
für sie öffnen und ihnen eine Zuflucht sein und ihnen den Weg zum
Thron der Gnade zeigen. Dann werden wir erleben, dass sie mit ihrer
geistlichen Not und ihrer Sünde zum Herrn kommen und sich
unter seine Herrschaft beugen. Der Herr lehrt uns beten, dass sein
Reich komme. Wie das Herz Jesajas über Moab klagte, soll unser
Herz klagen um die jungen Menschen dieser postmodernen Generation,
die noch so weit entfernt sind vom Thron der Gnade.

Gebet: Herr, ich habe Zuflucht bei deinem Gnadenthron. Bitte führe
alle herzu, die noch weit entfernt sind.

Ein Wort: Kommt zum Thron der Gnade

17. Dezember 2011

Der Herr wird sich über Jakob erbarmen

Jesaja 14,1-32

(Jes 14,1) Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel
noch einmal erwählen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge
werden sich zu ihnen gesellen und dem Hause Jakob anhangen.

Als sein Volk in Ägypten versklavt war, hatte Gott sich über
sie erbarmt und sie mit mächtiger Hand herausgeführt. Er hatte sie
auserwählt als heiliges Volk und Königreich von Priestern und hatte
sie in das verheißene Land geführt. Dort waren sie ungehorsam
und genossen Milch und Honig und fragten nicht mehr nach Gott.
Gott musste sie in die Gefangenschaft wegführen lassen. Doch Gott
wird sich noch einmal über sein Volk erbarmen und sie noch einmal
erwählen und sie wieder in ihr Land setzen. Sie wurden gedemütigt,
doch jetzt werden sie erhöht und werden über diejenigen herrschen,
die sie bedrängt haben. Dann werden sie über Gottes Wirken
staunen, der die Unterdrücker zu Fall gebracht hat, und geben Gott
die Ehre. Das Gericht kommt nicht nur über Babel, sondern auch
über Assyrien und über die Philister. Unser Gott ist souverän. Wenn
er etwas beschließt, kann niemand etwas dagegen sagen. Wenn er
seine Hand ausstreckt, kann niemand sie abwenden. Wenn Gott
uns demütigt, sollen wir wissen, dass er sich auch wieder über uns
erbarmt, uns noch einmal erwählt und uns wieder einsetzt. Wenn
er sein Volk wieder einpflanzt, wird es eine Zuflucht für die Elenden
sein (32).

Gebet: Herr, danke für dein Erbarmen. Erwähle mich noch einmal
als dein Volk.

Ein Wort: Der Herr erbarmt sich, erwählt und setzt ein

16. Dezember 2011

Um ihrer Missetat willen

Jesaja 13,1-22

(Jes 13,11) Ich will den Erdkreis heimsuchen um seiner Bosheit willen
und die Gottlosen um ihrer Missetat willen und will dem Hochmut
der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen
demütigen.

Als Jesaja diese Vision des Gerichts über Babel empfing, war
Israel noch nicht in die Gefangenschaft geführt worden. Doch Gott
ließ ihn schon jetzt sehen, dass die Feinde des Volkes Gottes gerichtet
werden, auch wenn er sie gebrauchen würde, um sein Volk
zu züchtigen. Die Babylonier rühmten sich ihrer Stärke, doch vor
dem Zorn des Herrn werden auch sie sich fürchten und feige und
voller Schrecken und Angst sein. Gott kommt in seinem Zorn, um
die Erde zu verwüsten und die Sünder zu vernichten. Wenn Gott
kommt, wird er dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen, und
die Hoffart der Gewaltigen demütigen. Wenn es nötig ist, bewegt er
dazu den Himmel und die Erde. Alle irdische Schönheit und Pracht
wird zerstört werden. Der Stolz der Menschen gründet sich auf ihre
Fähigkeiten, ihre Leistungen und Erfolge, ihre äußere Schönheit, ihren
Reichtum und Besitztümer. Vor Gott ist aller Stolz nur Dummheit.
Stolz war Satans Angriffspunkt im Paradies (1. Mose 3,5). Wir
sollen nicht geistlich dumm sein. Wenn uns Fähigkeiten gegeben
sind, sollen wir sie für Gott einsetzen. Wenn wir eine Leistung erbracht
haben, sollen wir Gott danken. Und wenn Gott spricht sollen
wir demütig zuhören. Dann werden wir nicht Gottes Zorn, sondern
Barmherzigkeit erfahren.

Gebet: Herr, bewahre mich vor dem Stolz.

Ein Wort: Gott wird dem Hochmut ein Ende machen

15. Dezember 2011

Gott ist mein Heil

Jesaja 12,1-6

(Jes 12,2) Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich
nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist
mein Heil.

Nach der Ankündigung des Friedensreiches Jesu folgt nun
ein Danklied der Erlösten. Sie danken dafür, dass sich Gottes Zorn
gewendet und er sich über sie erbarmt hat. Gott ist unser Heil. Wir
müssen uns nicht mehr fürchten. Gott selbst ist unsere Stärke und
unser Lobgesang. In ihm haben wir einen nie versiegenden Heilsbrunnen,
aus dem wir mit Freuden schöpfen können. Wir können
jetzt alle, die seine Güte erfahren haben, einladen, dem Herrn zu
danken und seinen Namen anzurufen. Im Loblied fordern die Gläubigen
einander auf: „Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget,
wie sein Name so hoch ist!“ Alle Lande sollen wissen und
erfahren, wie herrlich der Herr ist und was er getan hat. Jerusalem
konnte wieder jauchzen, weil der Heilige Israels bei ihnen war.
Wenn wir Gottes Gnade der Vergebung durch Christus erfahren haben,
sollen wir Gott danken und ihm lobsingen. Wir sollen auch unsere
Haltung gegenüber Anfechtung und Leiden ändern. Weil Gott
selbst unser Heil ist, weicht alle Furcht aus unserem Herzen und wir
erfahren wahre Sicherheit. Wir dürfen diese Gnade nicht für uns
selbst behalten, sondern müssen sie allen Menschen aller Nationen
verkündigen. Lasst uns Gott danken und seinen Namen in allen Landen
bezeugen.

Gebet: Herr, du bist mein Heil. Ich danke dir und verkündige deinen
Namen.

Ein Wort: Verkündiget, wie sein Name so hoch ist!

14. Dezember 2011

Ein Zeichen für die Völker

Jesaja 11,1-16

(Jes 11,10) Und es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der
Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die
Heiden fragen, und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.

Dieser Text beschreibt das Friedensreich des Messias. Gottes
Volk sehnte sich nach dem Kommen des Messias. Gott versprach ihnen
einen Spross (ein Reis) aus dem Stamm Isais, das heißt aus dem
Hause Davids. Der Messias kommt nicht mit äußerer Pracht, sondern
armselig wie ein dürres Reis oder ein schwacher Zweig aus einer
Wurzel. Doch Gottes Geist der Weisheit, Stärke und Erkenntnis
ruht auf ihm. Er richtet mit Gerechtigkeit und rettet die Armen und
Elenden. Sein Wort ist gewaltig (4). Sein Atem tötet die Gottlosen.
Wie sieht sein Reich aus? Es ist ein Friedensreich. Wölfe wohnen bei
Lämmern und Panther bei Böcken. Kälber und Löwen lassen sich
miteinander treiben. Die Kinder spielen ohne Angst sogar mit den
Schlangen. Im Friedensreich des Messias gibt es keine Sünde mehr.
Das ganze Land wird voll Erkenntnis des Herrn sein. So sieht es im
Herzen eines Menschen aus, der Jesus als seinen Heiland annimmt.
Jetzt steht das Kreuz Jesu da als ein Zeichen für die Völker. Seine
Herrlichkeit wird im Leben derjenigen offenbar, die an ihn glauben,
und viele werden losgekauft werden und zu seinem Volk gehören.

Gebet: Herr, danke für dein Friedensreich. Lass viele zum Kreuz Jesu
kommen und gerettet werden.

Ein Wort: Nach ihm werden die Heiden fragen

14. September 2011

Ein Rest wird sich bekehren

Jesaja 10,5-34

(Jes 10,21) Ein Rest wird sich bekehren, ja, der Rest Jakobs, zu Gott, dem Starken.

Assyrien war ein Stock, den Gott in seinem Zorn gegenüber seinem Volk gebrauchte. Doch Assyrien erkannte dies nicht und hielt den Gott Israels nur für einen der vielen Götzen der umliegenden Völker. Gott ging gegen diesen Hochmut vor. Die Herrlichkeit Gottes ist wie ein Feuer. Dieses Feuer verbrennt allen Hochmut und alles, was gegen Gottes Namen lästert. So wird Gott seine Rute von Israel abziehen und seinem Volk Gerechtigkeit schaffen. Dann werden sich die Übriggebliebenen zum HERRN, den Heiligen Israels, bekehren und sich auf ihn verlassen. Es ist hier nicht von großen Zahlen die Rede. Nur ein kleiner Rest bekehrt sich. Aber Gottes Gerechtigkeit wird wie eine Flut sein. So tröstet Gott sein Volk. Wenn wir uns in einer schwierigen Lage befinden, verlieren wir manchmal den Mut. Wir fragen uns dann, warum es uns trifft und wo Gottes Gerechtigkeit bleibt. Einsamkeit kann auch ein Problem sein. Doch wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Gottes Herrlichkeit ist wie ein Feuer. Seine Gerechtigkeit ist wie eine Flut. Es gibt immer Übriggebliebene, die sich bekehrt haben und auf Gott, den Starken, vertrauen.

Gebet: Herr, danke, dass du an mich denkst. Hilf mir, auf deine Stärke und deine Gerechtigkeit zu vertrauen.

Ein Wort: Bekehre dich zu Gott, dem Starken

13. September 2011

Gottes Hand ist noch ausgereckt

Jesaja 9,7 – 10,4

(Jes 9,11b) Bei all dem lässt sein Zorn noch nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.

Israel war selbstsicher, sich mit eigener Kraft aus ihren Problemen befreien zu können. Doch Gott sprach warnende Worte gegen sie. Die Bedrängnis durch die Aramäer und die Philister wurde noch stärker. Gottes Zorn ließ nicht ab. Seine strafende Hand war noch ausgereckt. Sie hatten ihre Chance: Sie sollten sich zu dem umkehren, der sie schlug. Doch sie taten es nicht. Gott konnte sich über die Jungen, Waisen und Witwen nicht erbarmen, weil die Leiter verdorben waren. Die Leiter verführten das Volk, und die Propheten lehrten falsch. Die Bilder, die Jesaja hier gebraucht, sind erschreckend, in der Tat aber beschreiben sie nur die geistliche Realität in einer von Gott abgekehrten Gesellschaft: Jeder frisst den anderen und alle miteinander werden vom Feuer verzehrt. Wo gab es noch Hoffnung? Gott selbst fragte sie durch Jesaja, was sie tun und zu wem sie um Hilfe flehen wollten. Wir müssen uns daran erinnern, dass Gott gerecht, aber in seinem tiefsten Wesen auch barmherzig ist. Seine Hand ist zum Zorn ausgereckt, aber gleichzeitig ist seine Hand der Barmherzigkeit in Sehnsucht nach seinen verlorenen Kindern ausgestreckt. Diejenigen, die umkehren und seine Hand im Glauben an Jesus Christus ergreifen, erfahren Heilung und Wiederherstellung.

Gebet: Herr, ich habe deine Strafe verdient. Ich will zu dir umkehren und deine Hand der Liebe ergreifen.

Ein Wort: Kehre um zu dem, der dich schlägt

12. September 2011

Denn uns ist ein Kind geboren

Jesaja 9,1-6

(Jes 9,5) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.

Die Gnade, die dieser Abschnitt beschreibt, wird uns oft in der Weihnachtszeit am meisten bewusst. Es ist die Botschaft, die die Engel gegenüber den Hirten von Bethlehem als große Freude bezeichnet haben. Das Volk, das im Finsteren wandelte, sieht ein großes Licht. Die Ankunft des Messias weckt lauten Jubel und schenkt große Freude. Der Same der Hoffnung war durch die Verheißung gesät, jetzt kommt die fröhliche Erntezeit. Was genau ist die frohe Botschaft? Es ist die Botschaft, dass das drückende Joch, nämlich die Macht der Sünde, zerbrochen ist. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Hier finden wir vier Namen, die das Wesen des Messias mit am besten beschreiben: Er ist der Wunder-Rat, ein Gott-Held, der Ewig-Vater und der Friede-Fürst. Obwohl er so demütig als ein Kind kam, erstreckt sich seine Herrschaft doch über die ganze Welt. Sein Friede hat kein Ende. Sein Reich bleibt in Ewigkeit. Diese Erlösung kam zu uns durch Gottes Eifer. Hier bedeutet Eifer Gottes absolute Liebe zu den Sündern. Lasst uns diese frohe Botschaft weitergeben.

Gebet: Herr, danke für Jesus. Lass mich diese frohe Botschaft des Trostes und der Erlösung verkündigen.

Ein Wort: Uns ist ein Kind geboren

10. September 2011

Der Prophet und seine Jünger

Jesaja 8,1-23

(Jes 8,16) Ich soll verschließen die Offenbarung, versiegeln die Weisung
in meinen Jüngern.

Gott sprach zu Jesaja und gab ihm für seinen Sohn, der geboren
werden würde, einen ungewöhnlichen Namen: Raubebald-
Eilebeute. Der Name steht dafür, dass die Feinde Judas bald besiegt
werden würden. Das Volk aber verachtete den Frieden, den Gott
ihnen anbot und blieb in ihrer Angst und in ihrem Unglauben. Die
Bedrängnis kam über sie durch die Assyrer. Obwohl ihnen aber das
Wasser bis zum Hals reicht, werden sie doch nicht untergehen. Die
Feinde können nicht siegen, denn Gott ist mit ihnen: Hier ist Immanuel!
Als Gott Jesaja berief und aussonderte, ermahnte er ihn,
nicht in die Litanei der Ungläubigen mit einzustimmen, sondern fest
an den Herrn zu glauben. Der allmächtige Gott ist seine Furcht und
sein Schrecken, für die Feinde Gottes ein Fallstrick, und für ihn die
Garantie des Sieges. Was sollte Jesaja dann in dieser Zeit tun, die
blind für die geistliche Realität war? Er sollte Jünger erziehen und
das, was er von Gott empfangen hatte, an sie weitergeben. Er nannte
seine Jünger seine Kinder, die Gott ihm gegeben hatte. Die Jünger
sollten das Volk klar lehren, ihren Gott zu befragen und Weisung
und Offenbarung bei ihm zu suchen. Dann würden Finsternis und
Schmach nicht lange anhalten.

Gebet: Herr, lass mich Jünger finden und deine Weisung an sie weitergeben.

Ein Wort: Versiegele die Weisung in deinen Jüngern

09. September 2011

Immanuel

Jesaja 7,13-25

(Jes 7,14) Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe,
eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den
wird sie nennen Immanuel.

Der König Ahas hatte ein Zeichen abgelehnt, aber Gott verhieß
trotzdem ein Zeichen. Eine Jungfrau würde schwanger werden
und einen Sohn gebären. Dieses Zeichen bezog sich nicht auf den
Sohn des Königs Ahas, Hiskia, der zu diesem Zeitpunkt schon geboren
war. Es kündigt auch keine andere normale Geburt im Königshaus
an. Der Originaltext spricht von einer Jungfrau, einer Frau, die
noch kein Mann erkannt hatte. Das Zeichen kam von Gott und war
eine klare Ankündigung des Messias. Der Messias heißt Immanuel
(Gott mit uns). Er ist sowohl Gott als auch Mensch und damit der
Mittler zwischen dem heiligen Gott und den in Sünde gefallenen
Menschen. Gott verkündigte hier seinem Volk seinen ewigen Rettungsplan,
den er durch Jesus Christus erfüllt hat. Jesus kam als der
verheißene Sohn, durch den Gott mit uns war. Dem hochmütigen
König Ahas aber kündigte Jesaja die schwere Zeit an, die durch den
König von Assyrien über Juda kommen würde. Welch eine Gnade
ist es, dass der heilige Gott sich entschied, mit den halsstarrigen
Sündern, die nicht nach ihm fragten, zu sein!

Gebet: Herr, danke, dass du mit uns bist. Bitte lehre mich, mit den
Sündern zu sein, bis sie dich erkennen.

Ein Wort: Immanuel – Gott mit uns

08. September 2011

Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht

Jesaja 7,1-12

(Jes 7,9) Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.

In der Zeit der Regentschaft von König Ahas zogen die Könige
von Aram und von Israel gemeinsam gegen Jerusalem und
belagerten es, sie konnten es aber nicht erobern. Dennoch zitterte
der König vor Angst. Jesaja wurde mit einer Botschaft zum König
gesandt, um ihm Mut zuzusprechen. Er sollte still bleiben und sich
nicht fürchten. Sein Herz sollte unverzagt sein, weil Gott die bösen
Pläne der Könige von Damaskus und Samaria zunichte machte. Rezin
bliebe König nur in Syrien und Pekach nur in Israel. Keiner von
ihnen würde Jerusalem gefährlich werden. Weil Gott es so gesagt
hatte, sollten der König und sein Volk daran glauben. Gott bot ihm
sogar noch ein Zeichen an. Doch Ahas weigerte sich, um ein Zeichen
zu bitten. Äußerlich wollte er Gott nicht versuchen, innerlich
aber wollte er nicht glauben. Das Fazit lautet: „Glaubt ihr nicht, so
bleibt ihr nicht“. Gottes Worte sind nicht leeres Gerede. Auf Gottes
Wort können wir absolut vertrauen. Auch wenn die Feinde des
Volkes Gottes übermächtig erscheinen, können sie ihre Pläne nicht
ausrichten, wenn Gott es nicht zulässt. Wer glaubt, der wird Gottes
Sieg erfahren. Wer nicht glaubt, der wird gerade in die Niederlage
geraten, die er fürchtet. Glaube oder Nichtglaube haben viel mit
Demut und Hochmut zu tun.

Gebet: Herr, wir sind dein Volk, und du gibst uns den Sieg. Hilf mir,
zu glauben und zu bleiben.

Ein Wort: Glaube und bleibe

07. September 2011

Wen soll ich senden?

Jesaja 6,8-13

(Jes 6,8) Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen
soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin
ich, sende mich!

Als seine Sünde vergeben war, war Jesaja bereit, die Stimme
des Herrn zu hören. Der Herr fragte: „Wen soll ich senden? Wer will
unser Bote sein?“ Jesaja erkannte die Dringlichkeit, mit der Gott rief
und mit der er einen Boten zu seinem Volk senden wollte. Er meldete
sich sofort: „Hier bin ich, sende mich!“ Wahrscheinlich ahnte er,
dass die Aufgabe, ein Bote Gottes zu sein, nicht leicht sein würde.
Doch er war bereit. Der Ruf Gottes hatte ein Feuer in seinem Herzen
angezündet. Was war sein Auftrag? Er sollte zum Volk Gottes gehen
und ihnen predigen. Das Resultat wäre ernüchternd: Die Menschen
würden nicht hören. Ihre Ohren würden noch tauber, ihre Augen
noch blinder und ihre Herzen noch verstockter werden. Jesaja fragte
denn auch, wie lange er so scheinbar vergebens predigen sollte.
Gottes Antwort war, dass er predigen sollte, bis das Land ganz wüst
daliegt. Ein Stumpf aber würde übrig bleiben. Wenn ein verfaulter
Baum gefällt wird, bleibt ein Stumpf übrig, aus dem neues Leben
sprießen kann. Diejenigen, die sich demütigen und Gottes Wort hören,
sind wie ein heiliger Same, aus denen Gott sich ein heiliges Volk
und eine königliche Priesterschaft aufstellt. Als Boten Gottes sollen
wir daran glauben.

Gebet: Herr, sende mich als deinen Boten aus und lass den heiligen
Samen in diesem Volk wachsen.

Ein Wort: Hier bin ich, sende mich!

06. September 2011

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth

Jesaja 6,1-7

(Jes 6,3) Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig
ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!

Jesajas Berufung zum Propheten geschah 736 v.Chr., als König
Usija von Juda starb. Usija war aussätzig, seitdem er entgegen
der Warnung Gottes selber Räucherwerk dargebracht hatte, und
lebte abgesondert in einem eigenen Haus. Sein Sohn Jotam führte
die Amtsgeschäfte. Vom König angefangen wurde Gottes Weisung
verachtet. Es war eine Zeit, über die man nur jammern und klagen
konnte. Man hätte meinen können, Gott habe sein Volk verlassen.
Gerade in diese Zeit sah Jesaja eine Vision, als er im Tempel betete.
Der Herr saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines
Königsmantels füllte den Tempel. Mächtige Engel standen ihm
zur Seite. Die Engel bedeckten voller Ehrfurcht ihr Antlitz und riefen
einander zu: „Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande
sind seiner Ehre voll!“ Ihr Rufen war so mächtig, dass die Schwellen
des Hauses bebten. Jesaja erschrak. Er erkannte seine Sünde
der unreinen Lippen: Er war voller ungläubiger, klagender Worte
gewesen. Er hatte sich einfach dem unreinen Gerede der Menschen
angeschlossen. Jetzt begegnete er dem heiligen Gott. Er erkannte,
dass alle Lande der Ehre Gottes voll sind. Ein Engel rührte mit einer
glühenden Kohle seine Lippen an, so wurde seine Sünde gesühnt.
Er war nun bereit, den heiligen Gott aller Welt zu verkündigen.

Gebet: Herr, vergib meine ungläubigen Worte aus meinem unreinen
Herzen. Dies Land ist deiner Ehre voll!

Ein Wort: Alle Lande sind seiner Ehre voll

05.September 2011

Weh denen, die aus Finsternis Licht machen

Jesaja 5,8-30

(Jes 5,20) Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die
aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer
süß und aus süß sauer machen!

In diesem Abschnitt finden wir mehrere Wehe-Rufe: über die
Gierigen, die Prasser, die Übermütigen und Hoffärtigen, die, die sich
selbst für klug halten, die Weinsäufer und diejenigen, die das Recht
beugen. Ganz besonders klagt der HERR diejenigen an, die Böses
gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht
Finsternis machen. Das Volk befand sich geistlich gesehen in der
Finsternis, weil sie fern von Gott waren. Schlimm jedoch war es,
dass es Leiter und Lehrer gab, die die Finsternis nicht beim Namen
nannten. Sogar verdrehten sie die Wahrheit und stellten die Finsternis
als Licht dar. Das, was Gott hasst, nannten sie gut. Obwohl die
Sünde sauer ist, stellten sie ein Leben in Sünde als süß dar. Wegen
ihrer Verantwortungslosigkeit und Lüge musste das Volk leiden. Die
Häuser verödeten. Das Volk wurde weggeführt, die lärmende Menge
litt unerträglichen Durst. Alle, die da prangten und lärmten, waren
des Todes. Ihre Wurzel verfault und ihre Blüte wird wie Staub,
weil Gottes Wort verachtet wird (24). Wo Leiter den Lügen folgen,
bleibt das Volk unter dem Zorn Gottes.

Gebet: Herr, hilf mir, Gutes gut und Böses böse, Finsternis Finsternis
und Licht Licht zu nennen.

Ein Wort: Verkündige die Wahrheit

03. September 2011

Vom unfruchtbaren Weinberg

Jesaja 5,1-7

(Jes 5,3) Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin
edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter
und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte
schlechte.

Jesaja sang ein Klagelied über den unfruchtbaren Weinberg
Israel. Der Weinberg lag auf einer fetten Höhe und hatte damit
beste Bedingungen, Frucht zu bringen. Auch tat der Weinbergbe-
sitzer alles, um gute Früchte zu ermöglichen. Er konnte mit Recht
gute Trauben erwarten, doch der Weinberg brachte schlechte. Er
fragte: Was sollte man noch mehr tun, damit der Weinberg gute
Frucht bringt? Es gab keine Rechtfertigung für schlechte Früchte.
Der Weinbergbesitzer musste den Zaun wegnehmen und die Mau-
er einreißen und den Weinberg wüst liegen lassen. Er war nutzlos
geworden. Mit welchem Herzen tat er das? Das Gleichnis spiegelt
Gottes Herz für sein unfruchtbar gewordenes Volk wider. Sein Herz
hing an ihnen, doch er wurde immer wieder enttäuscht. Wir sind
Gottes Pflanzung, an der sein Herz hängt. Er schuf uns und bereite-
te die beste Umgebung, in der wir fruchtbar sein können. Wenn wir
keine gute Frucht bringen, liegt es weder an den Umständen noch
an Gott. Gute Frucht zu bringen ist unsere Daseinsbedeutung und
eine natürliche Sache, wenn wir uns als Arbeiter in seinem Wein-
berg identifizieren und unsere Kraft und unser Leben zur Verfügung
stellen.

Gebet: Herr, danke, dass ich in deinem Weinberg arbeiten darf. Hilf
mir, gute Frucht zu bringen.

Ein Wort: Bringe gute Frucht für Gott

02. September 2011

Der Geist, der ein Feuer anzündet

Jesaja 4,2-6

(Jes 4,4) Wenn der Herr den Unflat der Töchter Zions abwaschen
wird und die Blutschuld Jerusalems wegnehmen durch den Geist,
der richten und ein Feuer anzünden wird.

Gottes Gericht wird nicht ganz Israel auslöschen. Einige
werden erhalten bleiben. Die Pflänzchen ihres Glaubens werden
lieb und wert sein, und ihre Frucht herrlich und schön. Die Übrig-
gebliebenen sind die Heiligen, deren Namen im Buch des Lebens
geschrieben stehen. Gott wird alles Unreine abwaschen und die
Blutschuld wegnehmen. Der Geist Gottes wird ein Feuer anzünden.
Durch seinen Geist wird Gott bei seinem Volk sein, wie er in Wol-
ken- und Feuersäule bei ihnen während ihrer Wüstenwanderschaft
gewesen war. Er wird ihr Schutz, ihre Zuflucht und ihr Obdach sein.
Hier finden wir bereits bei Jesaja eine Verheißung der Ausgießung
des Heiligen Geistes, wie es an Pfingsten geschah. Allein das Lamm
Gottes, Jesus Christus, konnte die Blutschuld wegnehmen. Gott
gießt seinen Heiligen Geist auf alle, die das Opfer Jesu im Glauben
annehmen. Der Geist Gottes ist wie ein Feuer. Er zündet ein Feuer
der Liebe in unserem Herzen an. Wenn unser Herz nicht für die Ret-
tung der Sünder brennt, sollen wir neu allen Unflat abwaschen las-
sen und Gottes Geist empfangen. Möge der Geist Gottes ein Feuer
in diesem Land anzünden.

Gebet: Herr, zünde an dein Feuer, Herr, im Herzen mir.

Ein Wort: Gottes Geist zündet ein Feuer an

01. September 2011

Heil den Gerechten!

Jesaja 3,1-4,1

(Jes 3,10) Heil den Gerechten, sie haben es gut! Denn sie werden
die Frucht ihrer Werke genießen.

Wo Gott nicht mehr regiert, gibt es gar keine Ordnung mehr.
Die Jüngeren sollten Respekt vor den Älteren haben, in einer gott-
losen Gesellschaft geht dieser Respekt verloren. Niemand möchte
mehr Verantwortung übernehmen. Die Israeliten rebellierten gegen
Gottes Herrschaft. Sogar rühmten sie sich ihrer Sünden. So bringen
sie sich selbst ins Unglück. Gesegnet sind dagegen die Gerechten.
Sie können die Früchte ihrer Werke genießen. Gott steht da zum
Gericht. Wer kann in seinem Gericht bestehen? Die Ältesten des
Volkes mussten sich vorhalten lassen, dass sie die Armen und Elen-
den ausgenutzt haben, statt sie zu weiden. Die stolzen Frauen er-
freuten sich an Schmuck, Kleidung und Accessoires. Sie hatten lüs-
terne Augen für solche Dinge, aber keine Augen für das Elend der
geknechteten Menschen. Doch sie würden alles, was sie besaßen,
verlieren. Auch ihre Männer würden fallen. Die Schönheit einer
Frau kommt nicht vom äußeren Schmuck, sondern aus der Reinheit
und der Gottesfurcht (1. Petr 3). Der Wohlgeruch einer Frau kommt
nicht vom Parfüm, sondern von der Hingabe (Joh 12). Wir sollen die
Herrschaft Gottes anerkennen und in der rechten Ordnung leben,
als Kinder, als Frauen, als Hirten der Herde Gottes.

Gebet: Herr, vergib meine Rebellion und lehre mich, in der rechten
Ordnung zu leben.

Ein Wort: Heil den Gerechten, sie haben es gut!

31. August 2011

Allein der HERR wird hoch sein

Jesaja 2,6-22

(Jes 2,17) Denn alle hoffärtigen Augen werden erniedrigt werden,
und, die stolze Männer sind, werden sich beugen müssen; der HERR
aber wird allein hoch sein an jenem Tage.

Gottes Vision für Juda war herrlich, doch zunächst musste er
sein Volk erniedrigen. Ihr Land war voller Reichtümer und gleichzei-
tig voller Götzen. Ein Mensch, der materiell gesegnet ist, vergisst
leicht, dass er eigentlich auf Gott angewiesen ist. Der wahre Grund
ist der Hochmut im Herzen der Menschen. Den Hochmut hat der
Satan mit der Begierde eingepflanzt (1. Mose 3). Hochmütige Men-
schen können Gott nicht erkennen, weil sie voller Begierde sind.
Darum müssen sie gedemütigt werden. Alle, die stolz sind, werden
sich beugen müssen. Der Herr allein wird hoch sein. Die Götzen
werden ganz vergehen. Wenn Gott sich aufmacht, erschrecken die
Menschen über seine herrliche Majestät. Das Fazit in Vers 22 lau-
tet: „So lasst nun ab von dem Menschen, der nur ein Hauch ist;
denn für was ist er zu achten?“ Dass der Mensch zum Maß aller
Dinge gemacht wird, ist nicht nur ein Phänomen unserer Zeit oder
unserer Gesellschaft. Es ist ein Zeichen für die Herrschaft der Sünde
und des Mangels an Demut. Wir dürfen nicht hochmütig bleiben
und in Menschenzentriertheit und Götzendienst verharren. Lasst
uns beugen und den Herrn anbeten, der allein hoch ist.

Gebet: Herr, du allein bist hoch. Hilf mir, mich zu beugen und dich
allein anzubeten.

Ein Wort: Der Herr allein ist hoch

30. August 2011

Von Zion wird Weisung ausgehen

Jesaja 2,1-5

(Jes 2,3) Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst
uns auf den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs,
dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen!
Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von
Jerusalem.

Gott gab Jesaja eine wunderbare Vision für Juda und Jerusa-
lem. „Zur letzten Zeit“ wird der Berg, da des Herrn Haus ist, höher
stehen als alle Berge und über alle Hügel erhaben sein. Alle Heiden
werden hinzulaufen, um das Wort Gottes zu hören. Von Zion wird
Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Wann ist
diese letzte Zeit? Die letzte Zeit bezieht sich hier auf die Zeit Christi.
Durch Jesu Kreuzestod und seine Auferstehung richtete Gott den
wahren Tempel auf. Der Berg Zion ist nicht nur ein bestimmter Berg
in einer bestimmten Stadt. Wenn in unserer Gemeinde Gottes Wort
im Mittelpunkt steht, ist sie ein solcher Berg Zion. Zu diesem Berg
werden Menschen aus allen Völkern kommen, um den rechten Weg
zu lernen. Von diesem Berg wird Weisung ausgehen an alle Völker.
Des Herrn Wort ist dabei Einladung zum Heil, heilsame Lehre, Wort
des Gerichts und Zurechtweisung. Die Völker, die Gottes Wort hö-
ren und annehmen, machen ihre Schwerter zu Pflugscharen. Statt
gegeneinander zu kämpfen, werden sie für das Reich Gottes zusam-
men arbeiten. Statt zu lernen, Krieg zu führen, lernen sie, einander
zu lieben.

Gebet: Herr, lass von uns dein Wort zu allen Völkern ausgehen.

Ein Wort: Von Zion wird Weisung ausgehen

29. August 2011

Zion muss durch Gericht erlöst werden

Jesaja 1,21-31

(Jes 1,27) Zion muss durch Gericht erlöst werden und, die zu ihr
zurückkehren, durch Gerechtigkeit.

Jerusalem war eine treue Stadt voller Recht und Gerechtig-
keit gewesen, doch nun war sie voller Mord und Hurerei. Wie konn-
te es dazu kommen? Gott kündigte sein Gericht zur Läuterung an.
Wie ein Topf zur Reinigung mit Lauge ausgeschmolzen wird, so woll-
te er mit seinem Volk umgehen. Zion musste durch Gericht erlöst
werden. Nur diejenigen, die von Gott gerecht gesprochen worden
waren, durften zurückkehren. Im Gericht Gottes kann kein Sünder
bestehen. Die Sünder müssen vernichtet werden. Aber Gott schuf
einen Weg für die Sünder: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des
sündigen Fleisches und verdammte die Sünde im Fleisch, damit
die Gerechtigkeit, vom Gesetz gefordert, in uns erfüllt würde (Röm
8,3.4). Nur die Sünder, die sich nicht läutern lassen wollen und un-
bußfertig bleiben, werden gerichtet und verdammt. Mit ihnen wer-
den auch alle Werke der Menschen und alle Dinge, an denen sie
Lust haben, vernichtet werden. Die scheinbar starken Menschen
und ihre Leistungen werden zunichte. Was allein zählt ist die Erlö-
sung durch den Glauben an Jesus Christus und das neue Leben in
ihm.

Gebet: Herr, lass mich zu dir zurückkehren, läutere und erlöse mich.

Ein Wort: Kehre zurück zu Gott

27. August 2011

Lasst uns miteinander rechten

Jesaja 1,1-20

(Jes 1,18) So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht
der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schnee-
weiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie
Wolle werden.

Gott der Herr offenbarte sich seinem Knecht Jesaja und ver-
kündigte durch ihn sein Wort seinem Volk Israel. Zuerst offenbart
Gott sein jammerndes Herz für sein Volk. Wegen ihrer Abtrünnigkeit
war Gottes Herz so schmerzhaft wie das eines Vaters, dessen Kinder
nichts mehr von ihm wissen wollen. Ein Kind kann man durch Züch-
tigung zur Einsicht bringen, aber bei ihnen waren Körper und Herz
so schwach und krank, dass sie nichts mehr spürten. Ihr Zustand
erinnert an Sodom und Gomorra. Nur ein geringer Rest war übrig
geblieben. Zwar hielten sie noch Gottesdienste ab, aber nur noch
formal und ohne Herz. Sie brachten viele Opfer dar und veranstal-
teten religiöse Feste, doch für Gott und für den Nächsten hatten
sie nichts übrig. Obwohl sie viel beteten, hörte Gott sie nicht, weil
Blut an ihren Händen war. Statt Gott durch formalen Gottesdienst
müde zu machen, sollen wir unsere Sünde im Blut Jesu waschen,
vom Bösen lassen und Gutes tun. Wenn wir aufrichtig zu Gott kom-
men, vergibt er uns. Unsere blutrote Sünde wird abgewaschen. Wir
werden schneeweiß werden, wie Wolle. Der Weg zum Segen liegt
in der Entscheidung für den Gehorsam und gegen den Ungehorsam
(19.20).

Gebet: Herr, meine Sünde ist blutrot. Wasche mich rein. Ich will dir
gehorchen.

Ein Wort: Wasche dich rein im Blut Jesu