30. Juni 2012
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen
Jesaja 42,1-9
(Jesaja 42,3) Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den
glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das
Recht hinaus.
Gott spricht von seinem Knecht, an dem seine Seele Wohlgefallen
hat. Dieses Wort hörten die Jünger, als sie mit Jesus auf dem
Berg der Verklärung waren. Gott hat ihm seinen Geist gegeben. Der
Knecht Gottes bringt das Recht unter die Heiden. Er herrscht nicht
mit lauter Stimme, sondern mit Barmherzigkeit. Ein geknicktes Rohr
hat eigentlich keinen Nutzen mehr. Man bricht es ab und widmet
sich den gesunden Rohren. Ein Docht, dessen Flamme erloschen ist
und der nur noch glimmt, löscht man aus, weil er kein Licht mehr
gibt. Er aber bricht das geknickte Rohr nicht ab und löscht den glimmenden
Docht nicht aus. Er ist treu. Er trägt das Recht hinaus bis
zum Sieg. So wird er zum neuen Bund für das Volk Gottes und zum
Licht der Heiden. Die Augen der Blinden gehen auf und die Gefangenen
kommen frei. So wie Gott verheißen hat, ist es gekommen.
Die frohe Botschaft des Neuen Testaments wird überall verkündigt.
Jesus kam als der verheißene Messias in die Welt. Er kümmerte sich
um die Sünder, die wie ein geknicktes Rohr und wie ein glimmender
Docht waren. Er trug ihre Sünde und Last selbst an seinem Leib hinauf
an das Kreuz, so dass sie wieder aufgerichtet und das Feuer des
Geistes wieder entfacht würde.
Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich geknicktes Rohr nicht zerbricht,
sondern selbst für mich zerbrach.
Ein Wort: … bis er auf Erden das Recht aufrichtet