23. Juli 2011

Liebe ist stark wie der Tod

Hoheslied 8,5-14

(Hld 8,7) so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und
Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer alles Gut in seinem
Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genü-
gen.

Die Liebe zwischen Jesus und seinen Geliebten ist eine voll-
kommene Liebe, die bezeugt werden soll. Die Sulamitherin bezeugt
ihre große Liebe, die sie von ihrem Bräutigam erfahren hat. Diese
Liebe ist unveränderlich (6). Jesus und seine Braut sind untrenn-
bar. Daher sagt Gott: „Du bist mein (Jes 43,1)!“ Die Liebe Jesu für
uns ist ewig (Hebr 13,8). „Denn Liebe ist stark wie der Tod und Lei-
denschaft unwiderstehlich wie das Totenreich (6).“ Jesus Christus
hat durch die Liebe zu uns den Tod besiegt und ist auferstanden.
Die Liebe Salomos ist die Liebe des HERRN, die von ihm kam. Lie-
be kann nicht durch viele Wasser ausgelöscht werden. Nichts kann
uns von der Liebe Jesu scheiden (Röm 8,33-39). Gottes Liebe kann
nicht mit irgendeinem Gut getauscht werden (7). Liebe ist Leben.
Leben ist kostbarer als die ganze Welt (Mk 8,36). Jesus bezahlte sein
Leben am Kreuz und ließ uns leben. Wer sein Geschenk der Liebe
annimmt, hat ewiges Leben (Joh 3,16). Er zieht uns zu sich mit Ban-
den ewiger Liebe. Und keiner kann Liebe kaufen. Aber Liebe kann
großzügig geschenkt werden (12).

Gebet: Herr, danke für deine Liebe zu mir, die stärker als der Tod ist.
Lass mich diese Liebe heute bezeugen!

Ein Wort: Liebe ist stark wie der Tod

22. Juli 2011

Liebe geht noch tiefer

Hoheslied 7,1-8,4

(Hld 7,7) Wie schön und wie lieblich bist du, du Liebe voller Wonne!

Im diesem Text lernen wir die Liebe kennen, die in die Tie-
fe geht. Die Jerusalemer Frauen loben die Sulamitherin (2-6). „Wie
schön ist dein Gang in den Schuhen (1a)!“ Dies deutet auf die Füße
der Freudenboten hin, die das Gute verkündigen (Röm 10,15; Eph
6,15). Hüfte ist ein Symbol der Kraft. Es deutet darauf hin, dass die
Heiligen im Glauben fest stehen (1.Kor 16,13; 2. Kor 4,9). Schoß
zeigt das Bauchbild der Sunamitherin. Das Getränk (Wein) deutet
auf das Blut Jesu hin (1. Kor 11,25). Der Leib wie ein Weizenhaufen
mit Lilien ist ein Symbol des Reichtums, geistlich bedeutet dies der
Leib Jesu. Wir sollen stets voll mit dem Blut und Leib Jesu Christi
geistlich und leiblich wohl und gesund sein (Ps 23,1-6). Das Lob
der Jerusalemer geht weiter (4-6). Das Lob des Bräutigams über
die Braut ist noch tiefer (7-9). „Deine Brüste gleichen Weintrauben
(8b)“ Wir sollen auch zum vollen Maß der Fülle Christi heranwach-
sen (Eph 4,13). 7,11-14 zeigen die Liebe der reifen Braut. Heilige
gehören Jesus und führen ein verbundenes Leben mit Jesus (Röm
14,8; Gal 2,20). In 8,1-4 lädt sie ihren Bräutigam aktiv ein. Sie ver-
langt die freie vollkommene Liebe, die nicht abhängig ist. Jesus ist
Gottes Sohn, aber er ist unser bester Freund.

Gebet: Herr, lass mich in einer reifen Liebe zu dir heranwachsen.

Ein Wort: Reife Liebe

21. Juli 2011

Du bist schön

Hoheslied 6,1-12

(Hld 6,4) Du bist schön, meine Freundin, wie Tirza, lieblich wie Jeru-
salem, gewaltig wie ein Heer.

Die Frauen in Jerusalem lachten die Sulamitherin aus, als sie
ihren schönsten Freund suchte (5,9). Aber sie waren von ihrem per-
sönlichen Zeugnis für ihren besten Freund und ihrer suchenden Lie-
be überwältigt. Ihr Zeugnis der Liebe überzeugte sie, weil dies wahr
war. Sie suchte ihren Geliebten und fand ihn. Liebe führte schließ-
lich zur Begegnung, denn sie ist lebendig. Der Ort, wo sie suchte,
war „sein Garten“, der geistlich „den Leib Jesu Christi“ nämlich sei-
ne Gemeinde bedeutet (Eph 1,23; 5,23). Jesus hat die Gemeinde
Gottes durch sein eigenes Blut erworben (Apg 20,28). Die Sulamit-
herin begegnete ihrem Geliebten in „seinem Garten“ (2). Was war
ihr wiederholtes Liebesbekenntnis (3)? „Mein Freund ist mein, und
ich bin sein (3).“ Wir, die Braut Jesu gehören zu Jesus. Wenn wir in
Jesus Christus sind, dann haben wir wahres Leben (Joh 15,5). Der
Bräutigam lobte nun seine geliebte Frau (4-10). Seine Liebe zu ihr
war unveränderlich, wie Gott uns ewig liebt. Die Sulamitherin erin-
nerte sich an die erste Liebe (11-12). Der Hintergrund dieses Tex-
tes ist der Herbstgarten mit den Nüssen. Sie träumte von der Liebe
im Frühlingsgarten (2,10-14), im Sommergarten wuchs diese Liebe
(4,13-16). So wuchs ihr Glaube.

Gebet: Herr, ich bin dein, danke für deine unveränderliche Liebe.
Lass meinen Glauben immer reifer heran wachsen.

Ein Wort: Ich bin schön

20. Juli 2011

Mein Freund ist weiß und rot

Hoheslied 5,2-16

(Hld 5,10) Mein Freund ist weiß und rot, auserkoren unter vielen
Tausenden.

Hier ist es die Geliebte, die spricht. Sie schläft. Wegen der
schläfrigen Unwachsamkeit verlor sie ihren Geliebten (2). Wenn die
Heiligen schlafen, sät der Feind Unkraut (Mt 13,25). Sie hat ihr Kleid
ausgezogen. Kleid zeigt Status, Position, Verantwortung und Etikett.
Sie verlor diese. Sie sollte treu und wachsam sein (1. Petr 4,7; 5,8).
Sie verpasste die rechtzeitige Gelegenheit wie die törichten Jung-
frauen (6; Mt 25,10). Obwohl sie wegen ihrer Unwachsamkeit und
Nachlässigkeit ihren Geliebten verloren hatte, stellt der Bräutigam
die verlorene Liebe wieder her. Er besucht sie wieder (2). Dies zeigt
die suchende Liebe Gottes für uns Sünder (Röm 5,8). Die Wächter
fanden sie und schlugen sie wund (7). Dies war eine Züchtigung der
Liebe (Hebr 12,8-11). Diese Schwierigkeit brachte ihr eine Gelegen-
heit, ihren Bräutigam zu treffen. Sie konnte nun von ihrer Unwach-
samkeit und Nachlässigkeit raus kommen. Sie lässt sich nicht von
ihrer Suche abbringen, obwohl sie von den Wächtern festgenom-
men und geschlagen wird. Sie bittet um Hilfe bei ihrer Suche. Ihre
Beschreibung von ihm in den Versen 10-16 ist von ihrer Liebe zu
ihm durchtränkt. Er ist gänzlich wunderbar. Wir können von ihr ler-
nen, wie wir Jesus suchen sollen, der gänzlich wunderbar ist (Ps 45,
3-9)

Gebet: Herr, hilf mir, wachsam und treu zu sein. Lass mich deine
Liebe in mir wieder herstellen.

Ein Wort: Jesus ist gänzlich wunderbar

19. Juli 2011

Das Kommen des Bräutigams

Hoheslied 3,6-5,1

(Hld 4,7) Du bist wunderbar schön, meine Freundin, und kein Makel
ist an dir.

Als König Salomo zu seiner Hochzeit kam, kam er in großer
Pracht und Herrlichkeit. Seine Kutsche war der allerbeste Wagen,
mit allem ausgestattet, um ihn bequem und wunderschön zu ma-
chen (3,6-11). Wenn der Bräutigam Jesus kommt, wird er auf den
Wolken seiner Herrlichkeit mit seinen heiligen Engeln kommen. Ei-
nes Tages werden wir als die Braut Jesu mit dem wiederkommenden
Jesus an der Hochzeit des Lammes teilnehmen und eine großartige
Prozession zum Himmelreich haben. Der Bräutigam beschreibt die
Schönheit seiner Braut (4,1-7). „Du bist schön, schön bist du! Deine
Augen sind wie Taubenaugen (1)!“ Die Taube symbolisiert Reinheit
und Friede. Die reinen Augen sind die der veränderten Heiligen
(Röm 12,2). Mit diesen Augen können wir Gott und sein Reich se-
hen (Mt 5,8). Wenn er sie mit den Augen der Liebe sieht, ist sie
makellos (4,7). Dies ist der Ausdruck der Liebe Gottes, mit der er
uns von seiner Seite einseitig sieht (Eph 5,27). In den Versen 4,8-15
freut er sich darauf, mit ihr eine Reise der Liebe zu machen und mit
ihr allein zu sein. Sie ist so weise, dass sie sich rein hält und auf den
Einen wartet, der ihr wahrer Ehemann ist. In 4,16-5,1 lädt sie ihn
ein, hereinzukommen, und er kommt. Ihre Hochzeit wird vollzogen.

Gebet: Herr, erhalte uns rein im Herzen, während wir auf unseren
wahren Bräutigam, Jesus Christus, warten.

Ein Wort: Sei bereit, wenn der Bräutigam kommt

18. Juli 2011

Die Freude des Frühlings

Hoheslied 2,8-3,5

(Hld 3,4) … da fand ich, den meine Seele liebt. Ich hielt ihn und ließ
ihn nicht los,

Salomo besucht seine Geliebte und lädt sie ein (8.10). „Steh
auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm her (10)!“ Die Zeit
der Einladung zur Liebe ist der Frühling, eine wunderschöne Zeit.
Der Winter ist vorüber, und die Blumen gehen auf. Es ist die Zeit,
in der die Liebe wieder erblüht. Wenn Liebe im Herzen aufwacht,
ist es wie der Frühling nach einem langen Winter. Wenn Jesus in
ein kaltes, totes Herz kommt, dann kommt der Lenz herbei. Wenn
die Weinberge Blüten bekommen, dann sind sie verletzbar. Kleine
Füchse, die dort herumrennen und spielen, verderben den Wein-
berg. Eine blühende Liebesbeziehung ist auch verletzbar. Die klei-
nen Füchse der Sünde können sie ruinieren. Gegenseitige Hingabe
ist in einer Liebesbeziehung unerlässlich (2,16). Die Geliebte sucht
die Liebe (3,1-5). Sie konnte ihren Geliebten weder auf ihrem Lager
noch auf den Gassen finden. Sie fragt die Wächter, die in der Stadt
umhergehen (3). Sie waren diejenigen, die zum Schutz der Stadt
wachsam waren. Als sie ein wenig an den Wächtern vorüber war,
fand sie ihren Geliebten. Ihre suchende Liebe führte sie zu ihrem
Geliebten. Sie hielt ihn fest und ließ ihn nicht los (3,4). Suchst du
Jesus von ganzem Herzen?

Gebet: Herr, stelle in mir die Freude des Frühlings der Liebe wieder
her. Lass mich Jesus von ganzem Herzen suchen.

Ein Wort: Suchende Liebe

16. Juli 2011

Einführung in das Hoheslied Salomos

Der Verfasser Salomo hat ungefähr 980-70 v. Chr. dieses Buch ver-
fasst. Der Name des Buches ist das Hoheslied Salomos, das schöns-
te Lied des Friedens. Die Hauptperson in diesem Buch ist Jesus
Christus und die von ihm geliebte Braut. Das Hoheslied ist die Lie-
be zwischen Jesus und seiner Braut, seinen Heiligen. Wie ist aber
der Charakter dieses Liedes? Erstens, das Hoheslied bedeutet das
Lied der Lieder bzw. das schönste Lied. Diese Lieder wurden von
1005 Liedern ausgewählt. Jesus ist gekommen, um uns Frieden zu
geben (Lk 2,14). Zweitens, geht es um die Liebe zwischen Mann und
Frau. Salomo besingt die Liebe zwischen Bräutigam und Braut. Sa-
lomo ist ein Schatten Jesu Christi, und seine geliebte Frau sind die
Heiligen. Drittens, lobt es die Ewigkeit. Das Hoheslied ist anders im
Vergleich zu den weltlichen Liedern, die sich je nach der Situation
ändern können. Das Hoheslied ist das neue Lied, das von der un-
veränderlichen Liebe singt, denn die Hauptperson dieses Lieds ist
unveränderlich (Hebr 13,8).

Gliederung:
I. Die Einleitung (1,1).
II. Die Verlobung (1,2-3,5):
A. Gegenseitige Bewunderung (1,2-2,7).
B. Die gegenseitige Liebe wächst (2,8-3,5).
III. Die Vermählung (3,6-5,1):
A. Die Hochzeitsfeier (3,6-11).
B. Die Hochzeitsnacht (4,1-5,1)
IV. Das Wachsen in der Ehe (5,2-8,4)
V. Der Abschluss (8,5-7):
A. Ein Bild der Liebe (8,5).
B. Die Erklärung der Liebe (8,6-7).
VI. Das Nachspiel (8,8-14)

Jesus, die Blume in Scharon

Hoheslied 1,1-2,7

(Hld 2,1) Ich bin eine Blume in Scharon und eine Lilie im Tal.

Dies ist ein Liebeslied von König Salomo. In ihm wird die
menschliche Liebe gepriesen, welches Gottes wunderschönes Ge-
schenk für die Menschen ist. Es ist ein Gleichnis für die Liebesbezie-
hung zwischen Gott und Israel, Christus und seiner Gemeinde. Die
Verse 1-8 spiegeln die Freude wider, die Liebende darüber empfin-
den, dass sie zusammen sind. Die Verse 1,9-2,2 zeigen, wie Liebe
den Geliebten schön macht. Jesus ist die Blume in Scharon und die
Lilie im Tal. Seine Schönheit und Liebe übertrifft alle menschliche
Liebe und Schönheit. Jesus hat nichts gehabt, wo er sein Haupt
hinlegen könnte (Mt 8,20). Aber sein Leben war wie eine Blume in
Scharon frisch und ein Trost und eine Freude für verzweifelte Men-
schen. Salomo sagt, dass seine Geliebte wie „eine Blume unter den
Dornen“ sei (2,2). Dies zeigt das Leben der Heiligen, die unter den
Dornen leben (Mt 5, 10-12; 2. Tim 3,12). Als Salomo seine Gelieb-
te lobte, antwortete sie (2,3-7), dass sein Geliebter „wie ein Apfel-
baum unter den wilden Bäumen“ sei. Dies zeigt die Persönlichkeit
Jesu Christi (2,2). Wir müssen eine Liebesbeziehung zu Christus ha-
ben und uns Zeit nehmen, mit ihm zusammen zu sein und uns an
seiner Liebe zu erfreuen. Wir sollen für die Liebe Jesu danken und
von seiner Liebe geführt werden. Wir sollen mit unserem wahren
Bräutigam Jesus zufrieden sein.

Gebet: Herr, hilf mir, in meiner Liebesbeziehung zu dir zu wachsen.

Ein Wort: Jesus, die Blume in Scharon