13. März 2010

Hesekiel 48,1-35

Hier ist der Herr

(Hes 48,35) So soll der ganze Umfang achtzehntausend Ellen sein. Und alsdann soll die Stadt genannt werden »Hier ist der Herr«.

Mit diesem Kapitel endet die Vision des Hesekiel vom neuen Tempel. Alle Stämme hätten ihren Anteil am Land. Dazu käme das als Abgabe abgesonderte Land, das den Priestern gehört. In der Stadtmauer gäbe es an jeder Seite drei Tore, für jeden Stamm eines. Der ganze Umfang betrüge 18.000 Ellen. Der Name dieser Stadt wäre: „Hier ist der Herr“. Die Gegenwart Gottes ist das wichtigste für das Volk Gottes. Wo Gott anwesend ist, da ist wahres Leben. In der babylonischen Gefangenschaft hatten die Israeliten erfahren, wie elend es ist, wenn Gott sich abwendet. In seiner Güte und Barmherzigkeit führte Gott sie wieder zusammen und wohnte bei ihnen. Wenn sie den Wert seiner Gegenwart erkennen würden, würden sie nicht mehr untereinander um Besitz streiten. Sie würden auch niemanden mehr unterdrücken oder ausbeuten. In unserer Familie, in unserer Gemeinde, in unserer Gesellschaft ist es das wichtigste, dass wir sagen können: „Hier ist der Herr.“ Wo der Herr ist, da gibt es wahren Frieden und Gerechtigkeit. Die Quintessenz von Hesekiels Vision ist, dass Gottes Volk aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und die Gegenwart Gottes als das Wertvollste hoch achten soll.

Gebet: Herr, du bist hier. Bitte hilf uns, eine Gemeinschaft zu bauen, in der du anwesend bist.

Ein Wort: Hier ist der Herr

12. März 2010

Hesekiel 47,1-23

Und alles soll gesund werden und leben

(Hes 47,9) Und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt, das soll leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn dieses Wasser dorthin kommt; und alles soll gesund werden und leben, wohin dieser Strom kommt.

Der Herr führte Hesekiel zur Tür des Tempels. Aus dem Tempel floss ein Wasser heraus. Es floss am Altar vorbei und sprang dann aus der Wand hervor. Zuerst war es nur ein knöcheltiefer Bach, dann wurde der Strom immer breiter und tiefer. Am Ufer des Stromes standen viele Bäume zu beiden Seiten. Das Wasser des Stromes floss bis ins Tote Meer. Der Salzgehalt im Toten Meer ist eigentlich so hoch, dass dort kein Leben existieren kann. Doch das Wasser des Stroms, der vom Tempel ausgeht, würde alle Wasser gesund machen. Das Tote Meer würde zum lebendigen Meer mit sehr vielen Fischen darin. An den Ufern würden allerlei fruchtbare Bäume wachsen, deren Blätter nicht verwelken. Der Strom aus dem Heiligtum Gottes erinnert an den Strom lebendigen Wassers, der vom Thron Gottes und des Lammes ausgeht (Offb 22,1). Jesus selbst ist die Quelle lebendigen Wassers. Jesus macht uns gesund und schenkt uns das ewige Leben. Mehr noch, Jesus verspricht: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ (Joh 7,38) Dieser Strom kann durch uns das Leben vieler Menschen gesund machen.

Gebet: Herr, danke für das lebendige Wasser. Lass auch durch mich diesen Strom zu vielen Menschen fließen.

Ein Wort: Alles soll gesund werden und leben

11. März 2010

Hesekiel 46,1-24

Wenn das Volk vor den Herrn kommt

(Hes 46,10) Der Fürst aber soll mit ihnen sein, wenn sie hinein- und wenn sie hinausgehen.

Die Fürsten Israels hatten viel gesündigt. Sie hatten das Volk mit Gewalt unterdrückt und es ausgenutzt. Nun wurden die Fürsten verantwortlich in Opferdienst und Anbetung mit eingebunden. Der Fürst hatte Privilegien, aber auch Verpflichtungen. Wenn das Volk an den Feiertagen vor den Herrn kommt, sollte der Fürst mit ihnen sein. Er sollte auch täglich am Morgen ein einjähriges Schaf ohne Fehler als ein Brandopfer darbringen. Diese Ordnung des täglichen Opfers wäre eine ewige Ordnung. Aus Gottes Sicht sind wir alle „Fürsten“. Wir haben viele Privilegien, die wir genießen können. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir auch Pflichten haben. Petrus sagt, dass wir als die königliche Priesterschaft dazu berufen sind, die Wohltaten Gottes zu verkündigen. Wie der Fürst in der Vision des Hesekiel sollen auch wir beim Volk sein. Die Menschen von heute wissen nicht, was Sünde ist. Sie wissen nicht, wen sie anbeten sollen und wie sie anbeten können. Wir sind berufen, ihnen in Jesus Christus den Weg zum lebendigen, heiligen Gott zu weisen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Es genügt nicht, dass sie einmal zum Gottesdienst oder zum Bibelstudium kommen. Wir müssen mit ihnen sein.

Gebet: Herr, danke für Privilegien und für Pflichten. Bitte hilf mir, heute mit einem Menschen zu sein, der meine Hilfe auf dem Weg zu dir braucht.

Ein Wort: Mit ihnen sein

10. März 2010

Hesekiel 45,1-25

Ein heiliges Gebiet

(Hes 45,4) Das soll ein heiliges Gebiet im Lande sein und den Priestern gehören, die im Heiligtum dienen und vor den Herrn treten, um ihm zu dienen, damit sie Raum für ihre Häuser haben, und es soll heilig sein.

Gott würde sein Volk in ihr Land zurückführen. Wenn sie nun das Land austeilten, sollten sie ein Gebiet absondern und heiligen. Auf diesem heiligen Gebiet würde der Tempel stehen. Auch wären dort die Häuser der Priester, die vor den Herrn treten und ihm dienen. Auch wäre dort Raum für die Leviten und die Fürsten. Der Tempel müsste dabei immer wieder durch Opfer entsühnt werden. Auch das neue Gottesvolk hat ein besonderes, heiliges Gebiet, in dem sie sicher wohnen können. Zwar leben wir in normalen Häusern oder Wohnungen, wir sind aber abgesondert aus der Welt. Gott selbst ist unser Zufluchtsort. Gottes weltweite Gemeinde ist unsere Familie. Unsere wahre Heimat ist im Himmel. Jesus sagt: „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ Als Diener Gottes müssen wir täglich entsühnt werden, indem wir durch Jesus zum Gnadenthron Gottes kommen. Nicht nur wir selbst sollen diese Gnade und diesen Segen genießen. In diesem heiligen Gebiet gibt es noch viel Platz. Wir dürfen alle dazu einladen, an Jesus zu glauben und zu den Privilegierten zu gehören, zu denen, die vor den Herrn treten und ihm dienen.

Gebet: Herr, danke für das heilige Gebiet, dass ich in deiner Nähe wohnen darf. Hilf mir, noch viele dazu einzuladen.

Ein Wort: Ein heiliges Gebiet

09. März 2010

Hesekiel 44,1-31

Das Tor bleibt geschlossen

(Hes 44,3) Und der Herr sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen bleiben und nicht aufgetan werden, und niemand soll dort hineingehen. Denn der Herr, der Gott Israels, ist dort eingezogen; darum soll es zugeschlossen bleiben.

Das Osttor ist das Tor des Tempels, durch das die Herrlichkeit des Herrn eingezogen war (43,4). Das Tor blieb darum geschlossen, und niemand sollte dort hineingehen. Nur dem Fürsten war es erlaubt, dort im Tor zu sitzen und das Opfermahl zu halten vor dem Herrn. Für die Juden spielte das Tor im Osten des Tempels und der Stadt Jerusalem eine wichtige Rolle, denn sie erwarteten, dass der Messias von Osten her die Stadt betreten würde. Im 16. Jahrhundert wurde das Osttor darum von den Osmanen zugemauert. Doch Jesus war bereits als der Messias von Osten her in Jerusalem eingezogen (Lukas 19). Sie hatten ihn nicht als den Messias angenommen. Nicht nur das Tor, sondern ihre Herzen waren verschlossen. Die Leviten hatten Kompromisse geschlossen und Fremde mit unbeschnittenen Herzen im Tempel dienen lassen. Daher durften sie keinen Priesterdienst, sondern nur den Hausdienst versehen. Die Priester waren ganz dem Herrn geweiht. Der Herr selbst war ihr Erbbesitz und ihr Eigentum.

Gebet: Herr, danke, dass du als der verheißene Messias in mein Leben eingezogen ist. Bitte hilf mir, den priesterlichen Dienst ohne Kompromiss zu versehen.

Ein Wort: Der Herr ist dort eingezogen

08. März 2010

Hesekiel 43,1-27

Ich will für immer unter ihnen wohnen

(Hes 43,9) Nun aber sollen sie ihren Götzendienst und die Leichen ihrer Könige weit von mir wegtun, und ich will für immer unter ihnen wohnen.

Nach der Beschreibung der Tempelbauten sah Hesekiel nun in seiner Vision, wie die Herrlichkeit des Herrn in den Tempel einzog. Die Herrlichkeit des Herrn zog durch das Osttor ein und erfüllte das Haus. Der Tempel ist der Ort des Thrones Gottes und der Schemel seiner Füße. Eigentlich hatten die Israeliten durch ihre Sünden des Götzendienstes den heiligen Namen Gottes entweiht. Nun aber durften sie ihren Götzendienst weit wegtun. Der Herr wollte immer unter ihnen wohnen. Die Herrlichkeit des Tempels ließ die Israeliten ihre Missetaten erkennen, so dass sie sich schämten. Das Gesetz des Tempels ließ sich ganz einfach zusammenfassen: Das ganze Gebiet sollte hochheilig sein. Damit aber die sündigen, unheiligen Menschen sich ihm überhaupt nahen konnten, richtete der Herr ein Opfersystem ein. Wenn die Priester die Dank- und Brandopfer des Volkes darbrachten, erhörte der Herr sie und war dem Volk gnädig. Der Tempelbau steht schon lange nicht mehr. Wo wohnt Gott nun? Er wohnt auch heute unter seinem Volk. Wer sein Herz durch die Buße und den Glauben an Jesus reinigt, in dessen Herz zieht die Herrlichkeit des Herrn bleibend ein. Dann wird unser Leben geheiligt.

Gebet: Herr, bitte lass deine Herrlichkeit in mein Herz einziehen und heilige mein Leben.

Ein Wort: Die Herrlichkeit des Herrn zieht ein

06. März 2010

Hesekiel 42,1-20

Denn sie sind heilig

(Hes 42,14) Und wenn die Priester in das Heiligtum hineingehen, dürfen sie von dort nicht wieder in den äußeren Vorhof gehen, sondern sollen zuvor in den Kammern ihre Kleider ablegen, in denen sie Dienst getan haben, denn die sind heilig; und sie sollen ihre andern Kleider anlegen und dann hinausgehen unter das Volk.

In den Ordnungen für die Priester spiegelt sich die Heiligkeit Gottes wider. Im Norden und im Süden des Tempels befanden sich Kammern, in denen die Priester die hochheiligen Opfer aßen. Nur dort durften sie die Speis-, Sünd- und Schuldopfer hinbringen. Nachdem die Priester in das Heiligtum gegangen waren, durften sie nicht wieder einfach in den Vorhof gehen. Sie mussten vielmehr zuvor die heiligen Kleider ablegen und andere Kleider anlegen. Dann konnten sie zum Volk hinausgehen. Auch gab es eine Mauer ringsum den Tempelbezirk, der das Heilige vom Unheiligen schied. Die Opfer waren die einzige Verbindung zwischen dem Heiligen und dem unreinen Volk. Genau so ist Jesus Christus, der sich selbst als Opfer ohne Fehl und Tadel dem heiligen Gott dargebracht hat, der Mittler zwischen uns, den Sündern, und dem heiligen Gott geworden. Um zu uns zu kommen, hat er die Kleider seiner himmlischen Gerechtigkeit abgelegt und nahm Knechtsgestalt an und ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt und ward gehorsam bis zum Tod am Kreuz.

Gebet: Herr, danke für dein Opfer, das mich und den heiligen Gott versöhnt hat.

Ein Wort: Ein Mittler zwischen Gott und Menschen

05. März 2010

Hesekiel 41,1-26

Der Tisch, der vor dem Herrn steht

(Hes 41,22) Wie ein Altar aus Holz; der war drei Ellen hoch und zwei Ellen lang und breit und hatte Ecken, und sein Fuß und seine Wände waren aus Holz. Und er sprach zu mir: Das ist der Tisch, der vor dem Herrn steht.

Der innerste Raum der Tempelhalle ist das Allerheiligste. Daneben gab es Seitenräume und Kammern für den Dienst der Priester und für die Gerätschaften. Sowohl die Länge als auch die Breite des Tempels betrug jeweils hundert Ellen. Die Tempelhalle und das Allerheiligste waren außen getäfelt, und an den Täfelungen waren Schnitzereien, die Palmwedel und Cherubim darstellten. Die Cherubim erinnern an die Heiligkeit Gottes, dem wir hier im Tempel begegnen. Die Palmwedel erinnern an Jesu Einzug in Jerusalem als der verheißene König. Vor dem Allerheiligsten stand ein Holztisch, drei Ellen hoch, zwei Ellen lang und breit. Dies war der Tisch, auf dem nach der Ordnung des Gesetzes die Schaubrote lagen. Der Tisch stand vor dem Herrn. Nicht nur der Tisch, sondern auch die Priester selbst stehen vor dem Herrn und versehen ihren Dienst im Tempel. Das Allerheiligste war von der Tempelhalle durch zweiflügelige Türen abgetrennt. Dort durfte nur der Hohepriester nach einer bestimmen Reinigung hineingehen. Der Tempel der Gnade Jesu sieht etwas anders aus. Durch sein vollbrachtes Opfer am Kreuz darf nun jeder frei zum Gnadenthron hinzutreten und vor dem Herrn stehen.

Gebet: Herr, aus Gnade stehe ich vor dir. Lass mich täglich zu deinem Gnadenthron kommen.

Ein Wort: Vor dem Herrn

04. März 2010

Hesekiel 40,1-49

Sieh her und höre fleißig zu

(Hes 40,4) Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, sieh her und höre fleißig zu und merke auf alles, was ich dir zeigen will; denn dazu bist du hierher gebracht, dass ich dir dies zeige, damit du alles, was du hier siehst, verkündigst dem Hause Israel.

Ab Kapitel 40 beginnt die Vision Hesekiels vom neuen Tempel. Diese Kapitel enthalten viele Maßangaben, doch lernen wir auch viel über das Wesen Gottes. Zu Beginn der Vision führte Gott Hesekiel auf einen hohen Berg. Dort sah Hesekiel einen Mann wie Erz, der eine Messrute in der Hand hatte. Gott forderte Hesekiel auf, genau hinzuschauen, fleißig zuzuhören und sich alles zu merken, was er ihm zeigen würde. Hesekiels Aufgabe war es, sich alles, was ihm offenbart wurde, einzuprägen, weil er es dem Haus Israel verkündigen sollte. Hesekiel tat, was Gott ihm gebot. Er hörte genau zu und sah genau hin und notierte sich alle Maße der Bauten und Gerätschaften des Tempels. Wir sollen auch, wenn Gott uns etwas offenbart, genau hinschauen, fleißig hinhören und es uns exakt merken. Wann offenbart sich Gott uns und wie können wir eine geistliche Vision empfangen? Gott spricht zu uns durch sein Wort. Der erste Mensch, Adam, sündigte gegen Gott, weil er nicht genau auf Gottes Wort gehört hatte. Wer beim Bibelstudium aufpasst, genau beobachtet, fleißig zuhört und es so verkündigt, der kann von Gott gebraucht werden.

Gebet: Herr, hilf mir, genau hinzusehen, fleißig zuzuhören und mir das zu merken, was du mir offenbarst.

Ein Wort: Höre fleißig auf Gottes Wort

03. März 2010

Hesekiel 38,1–39,28

Weggeführt und wieder gesammelt

(Hes 39,28) Dann werden sie erkennen, dass ich, der Herr, ihr Gott bin, der ich sie unter die Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle und nicht “einen” von ihnen dort zurücklasse.

Die Kapitel 38 und 39 enthalten Weissagungen gegen Gog aus Magog. Gott wollte über Israel seinen Zorn kommen lassen. Doch die Feinde Israels würden davon nicht profitieren. Vielmehr würde Gott sich an ihnen heilig erweisen und sie vernichten. Dann würde offenbar werden, dass die Gefangenschaft in Babylon Gottes erziehende Liebe für sein Volk war. Weil sie sich versündigt hatten, hatte Gott sie dahin gegeben. Doch jetzt würde er das Geschick Israels wieder wenden und sich über sein Volk erbarmen (39,25). Aufgrund seiner vergebenden Liebe könnten sie ihre Schmach und Sünde hinter sich lassen und sicher wohnen. Gott wollte sie sammeln und nicht einen zurücklassen. Statt sich vor ihnen zu verbergen, würde er seinen heiligen Geist über sie ausgießen. Unser Gott ist heilig. Wenn er uns straft, sollen wir demütig in Buße zu ihm kommen. Er nimmt uns immer wieder an, weil er uns liebt. Er vergibt unsere Schuld bedingungslos. Er schlägt unsere Feinde vor uns her und erfüllt uns mit seinem heiligen Geist. Dabei ist er der gute Hirte, der auch nicht einen zurücklässt. Auch wir sollen lernen, andere wahrhaft zu lieben, mit Vaterliebe, Erbarmen und dem Gebet, dass nicht einer verloren geht.

Gebet: Herr, danke für deine erziehende Liebe. Lehre mich, ein guter Hirte für die Verlorenen zu sein.

Ein Wort: Lass auch nicht einen zurück

02. März 2010

Hesekiel 37,15-28

Der einzige Hirte für sie alle

(Hes 37,24) Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun.

Hesekiel sollte nun zwei Hölzer nehmen und zusammen führen und so die Wiedervereinigung Israels und Judas darstellen. Die Trennung und die Wegführung in die Gefangenschaft waren Folgen der Sünde gewesen. Doch Gott verhieß ihnen nun, wieder ein Volk aus ihnen zu machen. Dann werden sie sich nicht mehr unrein machen an Götzen und Gräuelbildern. Gott wird sie retten von ihren Abwegen und sie reinigen und wird ihr Gott sein. Der Hinweis auf David als den einzigen Hirten für sie alle deutet auf den Messias hin. Jesus kam als der Sohn Josefs aus dem Geschlecht Davids in die Welt. Wo Jesus als der König regiert, da halten die Menschen Gottes Rechte und Gebote und tun danach. Unter seiner Herrschaft ist unser Leben eine Pilgerreise zur verheißenen himmlischen Heimat. Dazu hat Jesus, unser guter Hirte, mit uns einen ewigen Bund des Friedens geschlossen. Gott verheißt seinem Volk, dass sie sich mehren werden. Die Verheißung gilt nicht nur ihnen, sondern auch ihren Kindern und Kindeskindern. Sie gilt auch nicht nur Israel, sondern auch den Heiden. Auch sie sollen diese frohe Botschaft hören und den heiligen Gott erkennen und anbeten.

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du mein gute Hirte und König bist. Bitte hilf mir, in deinen Rechten und Geboten zu wandeln und danach zu tun.

Ein Wort: Jesus, der einzige Hirte für sie alle

01. März 2010

Hesekiel 37,1-14

Ein überaus großes Heer Gottes

(Hes 37,10) Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.

In einer Vision führte der Herr Hesekiel auf ein großes und weites Feld, das lag voller Totengebeine. Einen hoffnungsloseren Anblick kann man sich kaum vorstel-len. Auf Gottes Frage, ob diese Gebeine wieder lebendig werden könnten, konnte Hesekiel nicht direkt antworten. Doch er vertraute auf Gottes Souveränität. Der Herr be-fahl ihm, den Totengebeinen zu predigen: „Ihr verdorrten Gebeine, höret des Herrn Wort!“ Als Hesekiel gehorchte, rauschte es, und die Gebeine rückten wieder zusammen. Sie hatten aber noch keinen Odem in sich. Hesekiel soll-te nun auch dem Odem befehlen, die Getöteten anzubla-sen und sie wieder lebendig zu machen. Heskiel weis-sagte, wie ihm befohlen war. Da kam der Odem in sie und sie wurden wieder lebendig. Sogar stellten sie sich als ein großes Heer auf, das bereit ist, in den Kampf zu ziehen. Diese Vision erinnerte an die geistliche Lage Israels. Es gab für sie keine Hoffnung mehr, doch Gottes Geist würde sie wieder als ein Königreich von Priestern aufstellen. Geistlich gesehen sind die Hochschulen in Europa wie ein Feld voller Totengebeine. Wenn wir aber durch den Gehorsam Gottes Wort predigen, wird es rau-schen, und schließlich wird ein großes Heer Gottes auf-stehen.

Gebet: Herr, mache die Totengebeine wieder lebendig und stelle sie als ein großes Heer Gottes auf.

Ein Wort: Ein überaus großes Heer