06. Juni 2011

Die Wolke des HERRN bei der Wanderung

2. Mose 40,34-38

(2. Mose 40,38) Denn die Wolke des HERRN war bei Tage über der
Wohnung, und bei Nacht ward sie voll Feuers vor den Augen des
ganzen Hauses Israel, solange die Wanderung währte.

Nach der Aufrichtung der Stiftshütte, kam die Herrlichkeit
des Herrn in Form einer Wolke in die Stiftshütte. Auch Mose konnte
nicht mehr in die Stifthütte gehen, weil die Herrlichkeit des Herrn
die Wohnung erfüllte. Immer, wenn sich die Wolke von der Stifthüt-
te erhob, war dies ein Zeichen für die Israeliten weiter zu ziehen.
In der Nacht war die Wolke voller Feuer, ganze Volk Israel konnte
dies sehen. Die Stifthütte war ein Zelt, das durch Haken, Riegel und
Stangen zusammen gehalten wurde. Wenn sich nun die Wolke er-
hob, packten die Leviten alles zusammen und zogen weiter. Gottes
Volk war ein Pilgervolk. Aber es war keine ruhelose Wanderschaft,
wie die von Kain nach seinem Brudermord (Gen 4,12). Israel befand
sich auf dem Weg zum verheißenen Land. Auch wir sind himmlische
Pilger auf dieser Erde (Heb 11,16). Unser Ziel ist das Reich Gottes,
das himmlische Jerusalem. Manchmal scheinen wir auf unserer Pil-
gerreise nur langsam voranzukommen. Aber in der Tat sind wir die
seligsten Menschen, weil unser Gott mit uns ist und uns auf den
sicheren Weg in das verheißene Land führt.

Gebet: Herr, danke, dass du mit mir auf meiner Pilgerreise bist. Hilft
mir, mit dir bis zum Ende zu pilgern.

Ein Wort: Solange die Wanderung währte

31. Mai 2011

Weil er mit Gott geredet hatte

2. Mose 34,29-35

(2. Mose 34,29b) Und wusste nicht, dass die Haut seines Angesichts
glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.

Mose hatte vierzig Tage nichts gegessen und getrunken.
Sein Angesicht sollte blass und ausgemergelt sein, seine Haut ver-
trocknet und faltig. Aber die Haut seines Angesichts glänzte. Aaron
und das Volk fürchteten sich, als sie Moses Glanz sahen. Wenn wir
schlecht gelaunt sind und unser Angesicht alles andere als glänzend
ist, schieben wir die Schuld gerne auf die anderen und schlechten
Bedingungen. Doch Mose lehrt uns die Wahrheit, dass ein glänzen-
des Angesicht von der Gemeinschaft mit Gott kommt. Umgekehrt
kommt ein nicht glänzendes Angesicht allein daher, dass wir keine
tiefe Gemeinschaft mit Gott hatten. Aus der tiefen Gemeinschaft
mit Gott heraus war Mose ein Hirte und Bibellehrer für sein Volk.
Nach der Predigt ging er wieder zu Gott ins Gebet. Das Leben ei-
nes Hirten besteht aus Gebet und Predigt. Jesus ging auch vor und
nach der Predigt ins Gebet (Mk 1,32-39;Mk 6,47). Weil Mose Gottes
Wort hörte und mit Gott redete, konnte er auch Gottes Wort zu
dem Volk sprechen. Es kann niemand ein Knecht Gottes und ein
Bibellehrer sein, der nicht betet und selbst Gottes Wort hört (Esra
7,10) und mit Hingabe lehrt.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich dein Wort predigte, ohne selbst
dein Wort zu hören und mit dir zu reden.

Ein Wort: Rede mit Gott und predige sein Wort

30. Mai 2011

Gott schließt einen Bund

2. Mose 34,10-28

(2. Mose 24,27) Und der HERR sprach zu Mose: Schreib dir diese
Worte auf; denn aufgrund dieser Worte habe ich mit dir und mit
Israel einen Bund geschlossen.

Mose blieb erneut vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem
Berg, ohne zu essen und zu trinken. In diesen vierzig Tagen schrieb
diesmal Mose selbst die zehn Gebote auf die Gesetzestafeln. Gott
schloss mit seinem Volk und Mose einen Bund aufgrund des Wor-
tes. Gott band sich mit dem Versprechen an sein Volk, Wunder un-
ter ihnen zu tun und die fremden Völker aus dem verheißenen Land
zu treiben. Auch das Volk sollte sich an Gott binden, indem es den
Worten Gottes gehorchte. Wie im Paradies wollte Gott seinem Volk
durch den Gehorsam gegenüber seinem Wort helfen, in der tiefen
Liebesbeziehung zu ihm zu leben, in Bindung an ihn. Wenn sie sich
an Gott binden wollten, sollten sie sich davor hüten einen Bund mit
den Bewohnern des verheißenen Landes einzugehen, sei es durch
Anbetung ihrer Götter oder indem sie Mischehen eingingen. Gott
ermahnte sie nochmals eigens sich keine gegossenen Götterbilder
zu machen, die Feste zu halten, die Erstgeburt Gott zu opfern und
den Sabbat zu halten. Alles dies sollte ihnen helfen, wie das erste
Gebot sagt, Gott anzubeten.

Gebet: Herr, danke für dein Wort, das mir hilft mein Leben an dich
zu binden und dich allein anzubeten.

Ein Wort: Binde dein Leben an Gott

28. Mai 2011

Vergib uns unsere Sünden

2. Mose 34,1-9

(2. Mose 34,9) und sprach: Hab ich, HERR, Gnade vor deinen Augen
gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte, denn es ist ein hals-
starriges Volk; und vergib uns unsre Missetat und Sünde und lass
uns dein Erbbesitz sein.

Der Herr wies Mose an, zwei Tafeln aus Stein zu hauen und
damit am nächsten Morgen auf den Berg Sinai zu steigen. Mose ge-
horchte, trat in die Wolke Gottes und rief den Namen des Herrn an.
Der Herr ging an Mose vorüber und Mose war von der Herrlichkeit
Gottes überwältigt. Er erkannte, wer Gott ist. Gott ist voller Barm-
herzigkeit und Gnade. Der Herr ist geduldig und treu und vergibt
unsere Missetat, Übertretung und Sünde. Aber er straft auch die
Sünder. Als Mose diesem Herrn persönlich begegnete, änderte sich
sein Gebet. Mose erkannte sich selbst als einen Sünder vor Gott. Bis
jetzt hatte Mose immer für die Buße seines Volkes gebetet (32,32),
aber jetzt betete der, dass Gott ihre Sünden vergeben möge. Mose
hatte seit dem Abfall des Volkes geistlich gekämpft, mit der Verhei-
ßung (32,13) und mit seinem Leben (32,32). Er konnte den Sieg im
geistlichen Kampf erfahren, als er den Namen Gottes und die Sünde
des Volkes auch als seine eigene erkannte. Ein Volk braucht solche
Leiter wie Mose, die im Gebet kämpfen.

Gebet: Herr, du bist barmherzig. Du bist treu, aber du strafst auch
die Sünder. Vergib unsere Sünden.

Ein Wort: Vergib uns unsere Sünden

27. Mai 2011

Lass mich deine Herrlichkeit sehen

2. Mose 33,12-23

(2. Mose 33,18.19a) Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlich-
keit sehen! Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine
Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des
Herrn.

Mose betete mit zwei klaren Gebetsanliegen zu Gott. Er
kämpfte im Gebet darum, dass er selbst und das Volk Gnade vor
Gott fand, was bedeutet, dass Gott mit seinem Volk gehen würde
(16). Gott erhörte sein Gebet und entschied sich, mit seinem Volk
zu ziehen. Aber Mose war damit noch nicht zufrieden. Er betete
weiter: “Lass mich deine Herrlichkeit sehen!” Mose liebte Gott und
kannte Gott, aber er wünschte sich, Gott noch näher kennen zu ler-
nen und Gottes Herrlichkeit zu sehen. Viele hören auf zu Gott zu
beten, wenn sie von Gott bekommen haben, was sie wollten. Viele
hören auf, geistlich zu kämpfen, nachdem sie einen Sieg errungen
haben. Aber Mose war anders. Er wollte noch tiefere Gemeinschaft
mit Gott haben. Paulus hatte dies gleiche Verlangen (Phil 3,10). Gott
wollte seine Güte an Mose vorübergehen lassen und sich als der
gnädige und erbarmende Gott offenbaren (19). Gott freute sich
über Moses Wunsch, aber niemand würde weiter leben, der das
Angesicht Gottes sieht. Gott wollte deshalb nur an Mose vorüber-
gehen und ihm den Namen des Herrn kundtun.

Gebet: Herr, hilf mir täglich den Wunsch zu haben, deine Herrlich-
keit zu sehen.

Ein Wort: Lass mich deine Herrlichkeit sehen!

26. Mai 2011

Von Angesicht zu Angesicht

2. Mose 33,1-11

(2. Mose 33,11a) Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu
Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.

Die Sünde der Israeliten hatte eine weitere ernsthafte Fol-
ge. Gott verhieß, dass die Israeliten nun in das verheißene Land,
darin Milch und Honig fließt, kommen würden. Ein Engel würde sie
auf diesem Weg begleiten, aber Gott konnte nicht selbst mit ihnen
ziehen. Denn sie waren ein halsstarriges Volk, Gott würde sie unter-
wegs vertilgen, wenn er mit ihnen ziehen würde. Als das Volk diese
harte Rede hörte, wurde es traurig und sie trugen keinen Schmuck
mehr. Der wahre Segen Gottes besteht nicht in Erfolg, Reichtum
oder ähnlichem, sondern dass Gott unser Gott ist, dass wir eine
persönliche Liebesbeziehung zu ihm haben, mit ihm gehen und an
seinem Werk teilnehmen können. Mose wusste dies, darum betete
er. In der Zeit der Krise betete er, statt mit seiner eigenen Kraft die
Probleme zu lösen. Er baute ein Gebetshaus, ein Zelt der Begeg-
nung mit Gott. Gott redete mit Mose in der “Stifthütte”, während
das Volk ehrfurchtsvoll draußen warte. Gott redete mit Mose von
Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet.

Gebet: Herr, der wahre Segen ist, dass du mit uns gehst. Hilf mir, in
der Zeit der Krise ein Gebetszelt zu bauen und im Gebet zu kämp-
fen, bis du mit mir von Angesicht zu Angesicht sprichst.

Ein Wort: Baue ein Gebetszelt

25. Mai 2011

Gottes Strafe für den Abfall

2. Mose 32,15-35

(2. Mose 32,32) Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann
tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.

Mose stieg vom Berg herunter und trug die zwei Tafeln
des Gesetzes in seiner Hand, die Gott selbst beschrieben hatte.
Als Mose mit seinen eigenen Augen die Sünde des Volkes sah, zer-
schmetterte er aus Zorn die Gesetzestafeln. Das goldene Kalb wurde
im Feuer geschmolzen und zu Pulver gemacht. Dieses Pulver wurde
aufs Wasser gestreut und den Israel zu trinken gegeben. Mose war
voll heiligen Zorn, um sein Volk zur Buße zu führen. Mose forderte
zunächst Aaron zur Buße auf, aber dieser war voller Ausreden. Er
schob die Schuld auf das böse Volk und behauptete sogar, dass das
Kalb sich selbstständig geformt hätte. Dann sammelte Mose alle Le-
viten um sich, die dreitausend wegen der Sünde mit dem Schwert
töteten. Am nächsten Morgen ging Mose zu Gott und bat um die
Vergebung der Sünden des Volkes. Sogar war er bereit, selbst aus
dem Buch des Lebens getilgt zu werden, wenn Gott seinem Volk
vergeben würde. Aber Gott lehrte ihn, dass jeder selbst für seine
Sünde vor Gott verantwortlich ist (33). Gott erhörte Moses Gebet
und versprach sein Volk weiter durch einen Engel zu führen. Aber
Gott bestrafte ihre Sünde (35).

Gebet: Hilf mir, wie Mose kompromisslos gegen die Sünde zu kämp-
fen und wie er zu beten.

Ein Wort: Vergib ihnen doch ihre Sünde

24. Mai 2011

2.Mose 32,1-14

Moses Fürbitte

(2. Mose 32,13a) Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und
Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheißen hast: Ich
will eure Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel,

Gott hatte sein Volk mit starker Hand aus Ägypten geführt.
Sie hatten sich alle am Berg Sinai entschieden, diesem Gott und sei-
nen Geboten zu gehorchen (Kap 24,3). Doch als Mose vierzig Tage
und Nächte auf dem Berg blieb, dachten sie vermutlich, dass er ge-
storben sei. Erstaunlicher weise aber baten sie nicht Aaron sie an-
zuführen, sondern verlangten von Aaron einen Gott, der sie weiter
führen sollte. Aaron ging sofort auf ihre Bitte ein, statt dem Volk
zu helfen, an Gott zu glauben. Er goss aus den goldenen Ohrringen
ein goldenes Kalb. Dieser neue Gott gab ihnen keine Gebote. Sie
verrieten Gottes Gnade an ihrem Volk und trieben ihre Lust, wie sie
wollten (6). Gott wollte dieses undankbare, ungehorsame und hals-
starrige Volk richten. Aber Mose flehte vor dem Herrn. In seinem
Gebet erinnerte Mose Gott an alle seine Mühe, mit der er sein Volk
errettet hatte. Mose erinnerte Gott auch an die Verheißung, die er
einst Abraham gegeben hatte. Gott erhörte sein Gebet aufgrund
der Verheißung Gottes und wandte sich von seinem Zorn ab.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Götzendienst, meinen Undank und
Halsstarrigkeit. Danke, dass du mein Gebet erhörst, das auf deine
Verheißung gegründet ist.

Ein Wort: Gedenke an deine Verheißung

23. Mai 2011

2. Mose 31,1-18

Die Künstler und der Sabbat

(2. Mose 31,13) Sage den Israeliten: Haltet meinen Sabbat; denn
er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Ge-
schlecht, damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin, der euch heiligt.

Gott hatte Mose viele verschiedene Anweisung für den Bau
der Stiftshütte und die Herstellung verschiedener Kleidungsstücke
oder Geräte gegeben. Aber Gott ließ Mose nicht mit diesen Anwei-
sungen alleine, sondern berief auch einige hervorragende Künstler
und gab ihnen seinen Geist. Dieser Geist Gottes gab ihnen Weisheit,
Verstand, Erkenntnis und Geschicklichkeit, damit sie alles machen
konnten, was Gott gesagt hatte (3.6). Gott gibt uns nicht nur einen
Auftrag, sondern auch seinen Geist und seine Weisheit. Der Bau der
Stiftshütte war ein Werk des Gehorsams und der Zusammenarbeit
mit dem Geist Gottes. Bei all der praktischen Arbeit für den Bau
der Stiftshütte, sollten sie jedoch nicht den Sabbat vergessen. Der
Sabbat ist nicht einfach ein Ruhetag, sondern ein Zeichen zwischen
Gott und seinem Volk, damit sie erkennen, dass Gott es ist, der sie
heiligt. Wer am Sabbat arbeitete sollte des Todes sterben. Die Sab-
batordnung war der letzte Befehl den Gott auf dem Berg gab. Gott
gab Mose die zwei Tafeln des Gesetzes, die mit dem Finger Gottes
beschrieben waren.

Gebet: Herr, lass mich erkennen, dass du mich heiligst. Hilf mir, dir
täglich mit deinem Geist zu dienen.

Ein Wort: Gott heiligt uns, darum halte den Sabbat!

21. Mai 2011

2. Mose 30,11-38

Das Sühnegeld und das kupferne Becken

(2. Mose 30,12) Wenn du die Israeliten zählst, so soll ein jeder dem
HERRN ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen, damit ih-
nen nicht eine Plage widerfahre,…

Eigentlich sollte Gottes Volk nicht gezählt werden. Als David
einmal das Volk zählen ließ, kam eine schwer Plage über das Volk (2.
Sam 24). Wenn das Volk Gottes gezählt wird, sollte jeder der über
zwanzig war ein Sühnegeld von einem halben Taler bezahlen, unab-
hängig davon ob er arm oder reich war. Das Leben der Menschen ist
so kostbar, es kann eigentlich nicht mit Geld ausgelöst werden (Mk
8,37). Aber Gott schuf einen Weg für alle Menschen gleich, indem
er ein bestimmtes Lösegeld festsetzte. Dies ist ein Hinweis auf das
Lösegeld, das schließlich Jesus für alle Menschen gleich durch sein
Blut bezahlt hat (1. Petr 1,18.19). Niemand kann sich mit seinen
Werken oder Geld freikaufen, nur dieses Lösegeld zählt. Obwohl die
Priester von Gott geheiligt wurden, musste sie dennoch jedes Mal,
wenn sie ins Heiligtum hineingingen oder opferten, sich reinigen.
Genauso brauchen auch wir die tägliche Reinigung durch die Buße,
auch wenn wir durch das Blut Jesu reingewaschen wurden. Dies ist
so, weil wir täglich neu sündigen, wie sich die Priester täglich mit
dem Wüstensand beschmutzten. Ungewaschen seinen Dienst zu
tun war tödlich.

Gebet: Herr, danke für das Lösegeld durch Jesu Blut.

Ein Wort: Lösegeld und tägliche Reinigung

20. Mai 2011

2. Mose 30,1-10

Der Räucheraltar

(2. Mose 30,6.7) Und du sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor
der Lade mit dem Gesetz hängt, und vor den Gnadenthron, der auf
der Lade mit dem Gesetz ist, wo ich dir begegnen werde.

Der Räucheraltar war sehr klein nur 50×50 cm und etwa 1
m hoch. Er war aus Akazienholz gefertigt und mit Gold überzogen.
Er wurde direkt vor dem Vorhang aufstellt, also unmittelbar in der
Nähe zum Gnadenthron, wo Gott wohnte. Das Räucherwerk reprä-
sentiert die Gebete der Heiligen, nämlich ihr Lob und ihre Anbetung,
wodurch Gott erfreut wird (Off 5,8). Sowie der Räucheraltar unmit-
telbar vor dem Vorhang zum Allerheiligsten stand, so dürfen wir
im Gebet Gott ganz nahe sein und tiefe Gemeinschaft mit ihm ha-
ben. Im Gebet stehen wir in direkter Verbindung mit Gott und unser
Gebet steigt zu seinem Gnadenthron. Wir erfahren auch durch das
Gebet Gottes Ermutigung, Stärkung, Erneuerung und seinen Frie-
den, weil wir Gott alle Dinge anvertrauen können. Das Räucherwerk
sollte von den Priestern morgens und abends dargebracht werden.
Gott wünscht sich auch ein treues und regelmäßiges Gebet. Es war
verboten ein fremdes Räucherwerk darzubringen, wir müssen auch
gemäß dem Willen Gottes beten.

Gebet: Herr, danke, dass ich zu dir im Gebet kommen darf. Lass
mein Gebet ein dir wohlgefälliges Opfer sein.

Ein Wort: Opfere morgens und abends

19. Mai 2011

2. Mose 29,1-46

Damit ich unter ihnen wohne

(2. Mose 29,44.45) Und ich will die Stiftshütte und den Altar heili-
gen und Aaron und seine Söhne heiligen, dass sie meine Priester
seien. Und ich will unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein,

Bei der Weihe von Aaron und seinen Söhnen als Priester
sollten ein Stier, zwei Widder und einige Brote geopfert werden.
Aaron und seine Söhne mussten sich erst waschen, dann die neue
Priesterkleidung anziehen und schließlich gesalbt werden. Der Stier
war ein Sündopfer. Von ihm wurde nur das Blut und das Fett be-
nutzt. Der erste Widder war ein Brandopfer. Durch das Blut des
zweiten Widders wurde die Priesterkleidung geweiht. Einige Teile
von dem Fleisch wurden verbrannt, der Rest wurde von den Pries-
tern gegessen. Nur die Priester durften dies Fleisch essen, damit
die Sühnung für sie vollzogen würde (33). Auch der Altar musste
entsühnt werden. Gott heiligte Aaron und seine Söhne, sowie den
Altar, damit sie Gottes Priester sind und er unter seinem Volk woh-
nen und ihr Gott sein konnte. Gott will auch unter unserem Volk
wohnen, dafür braucht er geheiligte Priester. Er braucht Priester,
die bereit sind täglich ihren Dienst vor dem Herrn zu verrichten (38-
42).

Gebet: Herr, danke, dass Jesu Blut mich heiligt. Hilf mir täglich mei-
nen Priesterdienst in heiliger Ehrfurcht vor dir zu verrichten, damit
du mitten unter meinem Volk wohnen kannst.

Ein Wort: Gott braucht geweihte Priester des Herrn

18. Mai 2011

2. Mose 28,1-43

Die priesterliche Kleidung

(2. Mose 28,29) So soll Aaron die Namen der Söhne Israels in der
Brusttasche auf seinem Herzen tragen, wenn er in das Heiligtum
geht, zum gnädigen Gedenken vor dem HERRN allezeit.

Alle Gläubigen sind Priester (1. Petr 2,9). Die heiligen Klei-
der lehren uns die Bedeutung der Priesterschaft. Zum einen zeigen
sie, dass auch die Priester Sünder waren. Ohne diese heiligen Klei-
der durften sie ihren Priesterdienst nicht verrichten. Die wunder-
schönen Kleider bedeckten ihre Sündhaftigkeit. Auch wir können
ohne die heiligen Kleider der Gerechtigkeit im Blut Jesu unseren
Priesterdienst nicht versehen. Wir müssen sie täglich neu anziehen.
Der Priesterschurz und die Brusttasche waren miteinander verbun-
den und wurden über der anderen Kleidung getragen. Die Namen
der 12 Stämme Israels wurden in die Schulterstücke des Priester-
schurzes eingewoben und in die zwölf verschiedenen kostbaren
Steine, die auf der Brusttasche befestigst waren, eingraviert. Der
Priester war ein Vermittler zwischen Gott und dem Volk. Jedes Mal,
wenn er das Heiligtum betrat, um zu beten und zu opfern, trug er
das Volk am Herzen. Er suchte auch den Willen Gottes für sein Volk,
die Lose “Licht” und “Recht” haben etwas damit zu tun.

Gebet: Herr, hilf mir, täglich die heiligen Kleider der Gerechtigkeit
anzuziehen und als Mittler zu leben.

Ein Wort: Sei ein Priester!

23. Februar 2011

2.Mose 27,1-21 

Der Brandopferaltar

(2. Mose 27,1) Du sollst einen Altar machen aus Akazienholz, fünf Ellen lang und ebenso breit, dass er viereckig sei, und drei Ellen hoch.

Im heutigen Text kommt die Beschreibung des Brandopferaltars. Man kommt zu Gott auf einem Altar für ihn. Ein Altar ist der Ort, wo ich mich opfere. Ein Mensch, der keinen Altar hat, hat keinen Ort, wo er sich opfern kann. Der Altar wurde kraftvoll gezeichnet mit den Hörnern. Auf dem Altar wird das Fleisch verbrannt und geopfert. Wenn man sich für Gott hingibt, bekommt man die Kraft und die Überwindung seiner fleischlichen Begierde. Apostel Paulus sagt, dass die Gläubigen sich selbst als ein Gott wohl gefälliges Opfer opfern sollen (vgl. Röm 12,1).

Es sollte ein Vorhof für diesen Altar da sein. Der Herr bestimmte die Maße und die Einrichtungen.

In den Versen 20 – 21 spricht der Herr, dass die Israeliten auch Öl für Lampen bringen sollen. Eine Lampe brennt nicht, wenn es kein Öl mehr gibt. Dass das Öl von allem Volk gefordert wird, zeigt, dass jeder für das Brennen der Lampe seinen Teil an Opfer bringen muss. Dafür muss man bereit sein, für das Licht Opfer zu bringen, damit man klar sehen kann.

Gebet: Herr, hilf mir bereit zu sein, mein Fleisch zu op-fern. Danke für den Brandopferaltar, den du für mich eingerichtet hast. Danke für den Vorhof. Danke für den Leuchter.

Ein Wort: Gebe deinen Leib als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer hin

22. Februar 2011

2.Mose 26,1-36  

Die Stiftshütte

(2. Mose 26,1) Die Wohnung sollst du machen aus zehn Teppichen von gezwirnter feiner Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du einweben in kunstreicher Arbeit.

Der Herr ließ Mose die Stiftshütte bauen. Das ist die Wohnung des Herrn. Wir können durch den heutigen Text die Merkmale dieser Stiftshütte kennen lernen.

Erstens: ist die Innenseite der Stiftshütte schön und herrlich. Die Außenseite wurde aus Ziegenhaar gemacht und war solid und widerstandsfähig. Zweitens: Die Stiftshütte bestand aus mehreren Teppichen und Brettern. Gottes Wohnung kann die Zusammenkunft mehrerer Menschen sein. Erst wenn alle Teppiche und Bretter zusammen verbunden sind, können sie die Stiftshütte bilden. Drittens: Ein Riegel hält mehrere Bretter zusammen. Ohne solch einen Riegel würden die Bretter kein Gebilde bilden. Wir brauchen einen Riegel der Liebe und des Geistes, wenn wir zusammen arbeiten.

Viertens: Ein Vorhang trennt die Stifthütte in zwei Räume. Hinter dem Vorhang liegt das Allerheiligste. Dort durfte nur der Priester mit Blut besprengt einmal im Jahr eintreten. Dort lagen auch die Lade des Gesetzes und der Gnadenthron.

Gebet: Herr, danke, dass wir mit dir leben können durch die Stiftshütte. Lass mich auch ein Teil der Stiftshütte sein, indem ich dein Wort festhalte.

Ein Wort: Sei ein Teil der Stiftshütte

21. Februar 2011

2.Mose 25,10-40 

Drei Geräte im Allerheiligsten

(2. Mose 25,40) Und sieh zu, dass du alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.

In den Versen 2.Mose 25,10-40 ließ der Herr Mose drei Geräte bauen, die Bundeslade, den Tisch für die Schaubrote und den Leuchter. Wofür ist die Bundeslade? In die Bundeslade kommt das Gesetz Gottes. Auf dem Deckel der Lade sind zwei Cherubim, nämlich die Engel mit Flügeln. Das Volk Gottes soll das Gesetz des Herrn im Herzen haben. Dort wo das Gesetz Gottes ist, ist der Thron des Herrn, der Gnadenthron heißt. Habe ich des Herrn Wort im Herzen, dann wohnt der Herr mit mir.

Wofür ist der Tisch für die Schaubrote? Der Herr wünschte dort eine lebendige Gemeinschaft mit seinem Volk. Die Essensgemeinschaft ist eine innigliche Gemeinschaft. Dort kann ich dem Herrn alles erzählen, um alles bitten und alles hören. Der Leuchter zuletzt steht für das Erleuchten in der Dunkelheit. Erleuchte ich stets mit Öl die Dunkelheit, kann der Herr in mir wohnen.

Diese Geräte sind tragbar gemacht. Wenn ich wandele, wandelt der Herr mit mir und auch umgekehrt.

Gebet: Herr, danke dafür, dass du so nah bei mir wohnst. Hilf mir, stets die Lade des Bundes, den Tisch und den Leuchter in meinem Herzen zu haben.

Ein Wort: Drei Geräte in meinem Herzen

19. Februar 2011

2.Mose 25,1-9  

Baue mir eine Stiftshütte

(2. Mose 25,8-9) Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne. Genau nach dem Bild, das ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige, sollt ihr’s machen.

Der Herr redete mit Mose und sprach, dass die Israeliten die Opfergabe sammeln sollten. Sie sollten dem Herrn ein Heiligtum machen, damit der Herr unter ihnen wohnen konnte. Hierdurch bekommen wir eine Antwort auf die Frage: Wo ist der Herr? Mit Fernglas kann man heute nun die Galaxien in der Entfernung von Milliarden Lichtjahren beobachten. Ist der Herr dort? Nein, der Herr ist in seinem Heiligtum. Dort im Heiligtum, was von den Gaben seines Volkes gemacht ist, wohnt der Herr. Darum sollen wir unsre Opfergaben zu Gott bringen und ein Heiligtum bauen. Das kann eine Kirche sein, wo zwei Menschen sich in seinem Namen treffen. Vor allem wohnt der Herr in unserem Herzen, wenn wir im Herzen ein Heiligtum weihen. Der Herr kann dann in meinem Herzen wohnen.

Der Herr aber sprach, dass Mose dieses Heiligtum nach dem Bilde machen sollte, das er ihm auf dem Berg zeigte. Lasst uns das Bild des Heiligtums kennenlernen. Die Opfergaben, die Mose benötigte, waren alle für den Bau einer Stiftshütte und für die Herstellung der Priesterkleidung.

Gebet: Herr, danke, dass du unter uns und in mir wohnen willst. Du bist nicht fern von mir. Lass mich die Opfergabe zu dir bringen.

Ein Wort: Baue Gott ein Heiligtum

18. Februar 2011

2.Mose 24,1-18  

Das Blut des Bundes

(2. Mose 24,8) Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.

An diesen Ordnungen des Herrn erkennt das Volk den Weg des Lebens. Diese Ordnungen sind da, nicht um das Volk damit zu beschweren, sondern es zu segnen. Des Herrn Wort ist seinem Volk des Fußes Leuchte. Ein in der Vergangenheit sklavisches Volk wurde am Berg Sinai als ein heiliges Volk wiedergeboren.

Der Herr aber ließ Mose das Volk mit dem Blut des Bundes besprengen. Denn das Volk, das den Bund nicht hält, wird sterben. Nur das Blut, das für das Volk vergossen wird, wird es vor Gott gerecht machen.

Diese Ordnungen müssen gehalten werden, sonst wird das Blut vergossen. Auf gleiche Weise warnte der Herr das Volk, dass es sich nicht ohne Ehrfurcht zu ihm nahte. Der Herr sprach nur mit dem Vertreter Mose. Der Herr offenbarte seine Herrlichkeit auf dem Berg und sprach mit Mose vierzig Tage und Nächte, um durch ihn die Gebote für das Volk zu geben.

Jesus ist durch seine Liebe der Mittler zwischen dem heiligen Gott und uns geworden.

Gebet: Herr, danke für das Blut des Bundes. Deine Ordnungen sind heilig und gerecht. Ich aber bin ein Sünder. Hilf mir jedoch, durch das Blut zu dir zu kommen und deinen Bund zu halten.

Ein Wort: Meine Hoffnung in dem Blut des Bundes

17. Februar 2011

2.Mose 23,1-33 

Dem Herrn sollt ihr dienen

(2. Mose 23,25) Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.

In den Versen 1 bis 9 lehrte der Herr sein Volk die Liebe zur Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit wird leicht verbogen, wenn man dem Druck der Menge nachgibt oder die Begünstigung bei den Machthabern sucht.

Der Herr aber steht für die Gerechtigkeit und für die Rechte der Armen und Fremdlinge, die sich vor Ungerechtigkeit nicht selbständig wehren können. Man kann die Rechte der Armen leicht verletzen. Wer aber kann dann dem Zorn Gottes entgehen, indem er die Gerechtigkeit Gottes ignoriert? Die Geschichte erweist immer wieder die Tatsache des gerechten Gerichts Gottes.

Gott ließ sein Volk die Jahresfeste einhalten, an denen sie sich an den Herrn und an seine guten Taten erinnern könnten. Der Herr führte ein sklavisches und hoffnungsloses Volk aus Ägyptenland heraus und verhieß ihm, Erde zu besitzen. Der größte Segen aber ist nicht das Material oder das Erbe, sondern ihr Privileg, den wahren Gott anzubeten und für ihn leben zu dürfen. Darum sollen sie die Gebote des Herrn halten und die falschen Götter der Heiden nicht anbeten. Wer den Segen Gottes kennt, kann automatisch gerecht leben.

Gebet: Herr, ich danke dir für den Segen, den wahren Gott anbeten zu dürfen. Lass mich die Gerechtigkeit lieben und in deinem Segen leben.

Ein Wort: Liebe die Gerechtigkeit und erlange den wahren Segen

16. Februar 2011

2.Mose 22,17-30 

Todeswürdige Vergehen

(2. Mo 22,17) Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.

Bis jetzt haben wir die Rechte und Ordnungen zwischen gleichberechtigten Menschen betrachtet. Wie verhält sich die Ordnung zu Gott oder zu Bedürftigen?

Die Zauberinnen und diejenigen, die einem Vieh beiwohnen überschreiten die geistliche Ordnung, nämlich die Schöpfungsordnung. Der Herr warnt sein Volk vor solch einem Einfluss. Nicht um der Autorität des Herrn willen, sondern um des geistlichen Lebens des Volkes willen kümmerte sich der Herr um sein Volk mit dieser Ordnung. Das geistliche Leben solcher Verbrecher ist bereits tot.

Bei den Bedürftigen soll das Volk Gottes nicht auf sein Recht pochen. Für Gott soll das Volk Gottes auch seine Erstgeburt weihen. Der Herr kümmert sich um das geistliche Leben seines Volkes.

Gebet: Herr, hilf mir ein geistlich gesinntes Leben zu führen. Wenn ich einen Überfluss habe, lass mich diesen dir und Mitmenschen zurückgeben.

Ein Wort: Führe ein geistlich gesinntes Leben

15. Februar 2011

2.Mose 21,33-22.16 

Ersatzleistungen

(2. Mo 21,33-34) Wenn jemand eine Zisterne aufdeckt oder gräbt eine Zisterne und deckt sie nicht zu und es fällt ein Rind oder Esel hinein, so soll der Besitzer der Zisterne mit Geld dem andern Ersatz leisten, das tote Tier aber soll ihm gehören.

Wenn jemand eine Zisterne aufdeckt oder gräbt, weiß er doch, dass die Gefahr besteht, dass ein Rind oder Esel dort hineinfallen kann. Darum muss er sich verantwortlich verhalten und sogar für einen Unfall Ersatz leisten. Ein Dieb ist für sein Vergehen schuldig und muss es zweifach erstatten. Meine Verantwortungslosigkeit und mein sündhaftes Begehren schadet den Nächsten, den Beziehungen und der Gerechtigkeit.

Im Gegenteil baut mein aktives und verantwortliches Leben das Zusammensein auf. Und wir können nur gemeinsam glücklich werden. Der Herr will unser Glück. Darum ordnete er die Ersatzleistungen an. Denn ohne solch eine Ordnung werden die Menschen immer unverantwortlicher.

Gebet: Herr, früher lebte ich nur für mich. Hilf mir, nun als dein auserwähltes Volk in Liebe und Verantwortung zu leben.

Ein Wort: Lerne Verantwortung

14. Februar 2011

2.Mose 21,12-32 

Vergehen gegen Leib und Leben

(2. Mo 21,23) Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben,

Nachdem der Herr sein Volk das Wesentliche des Lebens, nämlich die Arbeit, mit Recht und Verantwortung regeln lassen hat, spricht er über die Achtung des Wohlergehens der Nächsten. In Prinzip soll man die Nächsten wie sich selbst lieben (12).

Der beste Weg, dies zu lernen, ist, dass man für sein Vergehen mit demselben Leiden bzw. mit demselben Verlust bestraft wird. Wenn wir gesegnet sein wollen, sollen wir empfindlich sein gegenüber dem, was wir Nächsten antun (12-27).

Wenn jemand gegen die grundlegende Gnade verstößt, ist dies auch ein großes Vergehen gegen das Gesetz. Man soll auch für die Gnade der Eltern danken und die Gnade Gottes in seinem Leben nicht vergessen (15.17).

Die Verse 20 bis 27 zeigen, dass manches Vergehen unabsichtlich geschieht. Zwei Männer können streiten und dabei zu einem Unfall kommen. Ein Herr kann wütend über seine Knechte werden. Er muss bedenken, was er tut. Er wird durch seine Wut sich selbst schaden. Die Fahrlässigkeit soll keine Entschuldigung für das grobe Vergehen sein. Man soll Nächsten achten wie sich selbst (23).

Gebet: Herr, hilf mir, so wie ich mich liebe, andere zu lieben und nicht zu schaden.

Ein Wort: Liebe deine Nächsten wie dich selbst

12. Februar 2011

2.Mose 21,1-11 

Rechtsordnungen

(2. Mo 21,1) Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen sollst:

Während sich die Zehn Gebote um die Orientierung des einzelnen Menschen kümmern, wollte der Herr mit den Rechtsordnungen für das Zusammenleben sorgen. Zuerst kümmerte sich der Herr um die Rechtsordnung der Arbeit. Das Leben besteht aus Arbeit. Und die Arbeit nimmt die wesentliche Zeit in Anspruch und ist der Inhalt des Lebens. Manche Regelungen scheinen heute nicht mehr zeitgemäß zu sein. Das wesentliche Prinzip aber gilt heute noch. Der Arbeitgeber gibt die Arbeit. Und die Arbeitnehmer arbeiten für den Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer arbeiten nicht allein für den Arbeitgeber, sondern auch für den Herrn, der diese Ordnung gewährt.

Der Arbeitgeber darf jedoch seine Knechte nicht über sechs Jahre hinaus an sich binden. Er muss bereit sein, seine Knechte frei ziehen zu lassen. Ein Arbeitnehmer andererseits soll auch eine klare Entscheidung für seine Freiheit oder für die Arbeit von seinem jetzigen Arbeitgeber treffen. Es gibt keinen Mittelweg(1-6). Trägt jedoch ein Arbeitgeber seine Verantwortung und Pflicht nicht, darf er nicht aus der Willkür seine Arbeiter halten. Der Herr im Himmel kennt die Last des Herrn und die Rechte und die Verantwortung der Sklaven zugleich. Er ist gerecht.

Gebet: Herr, du bist gerecht. Hilf mir die Rechte der anderen zu achten und meine Verantwortung zu tragen.

Ein Wort: Recht und Verantwortung in aller Arbeit

11. Februar 2011

2.Mose 20,1-26

Die Zehn Gebote

(2. Mo 20,2-3) Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

Israel ist nun frei von der Sklaverei Ägyptens. Wie sollten sie nun ihre neu gewonnene Freiheit gebrauchen? Sie sollten die Gebote Gottes halten. Die 10 Gebote des Herrn kamen aus einem einzigen Prinzip, dass ein Mensch den Herrn und seine Nächsten lieben sollte. Erstens, sollten sie ihre Freiheit dazu gebrauchen, Gott den Herrn zu lieben. Gott ist der einzige Herr. Es gibt nicht zwei oder drei Herren, denen sich ein Mensch unterordnen kann(3-11). Zweitens, zeigen die Gebote, dass der Glaube an Gott eine praktische Konsequenz hat, nämlich dass jeder seine Nächsten wie sich selbst lieben soll, weil meine Nächsten ebenso wie ich von Gott geliebt sind. Liebe zu Gott und zu den Nächsten sind unzertrennlich. Solch ein Leben mit Nächstenliebe ist möglich, wenn ich Gottes Liebe und seine Souveränität für mich aufnehme(12-17). Über den rechten Gottesdienst sprach der Herr, dass man ihn mit Brandopfer und Dankopfer auf einem Altar ehren soll. Ein neues Glaubensleben besteht aus Hingabe und Danken(24). Es gibt keinen Weg, dass ein Mensch durch sein Werk vor Gott gerecht werden kann. Der Herr will von seinem Volk eine richtige Haltung, die es zur Gerechtigkeit führt (25-26).

Gebet: Herr, danke dir für deine klare Orientierung durch die Zehn Gebote.

Ein Wort: Die Zehn Gebote, die Orientierung für mein neues Leben

10. Februar 2011

2.Mose 19,1-25 

Die neue Identität der Israeliten

(2. Mo 19,5.6) Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.

Nach drei Monaten kamen Mose und das ganze Volk, Israel, an dem Berg Sinai an, wie der Herr Mose vor seiner Mission verheißen hatte(3,12). Da sich Mose an die Worte des Herrn erinnerte, stieg er hinauf zu Gott, um ihn zu hören.

Was sagte der Herr zu Mose, als dieser ihm für die Befreiung Israels dankte? Der Herr sagte zu Mose, dass das Volk eine neue Identität anziehen sollte. Das Volk Israel soll die Berufung des Herrn erkennen, dass sie Gottes Eigentum, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk vor Gott geworden sind. Das ist das neue Lebensziel des Volkes Israel. Mit ihrer neuen Identität sollten sie darauf achten, dass sie der Stimme Gottes gehorchten. Das unterschied sie von anderen Völkern. Der Herr ließ Mose das Volk für den neuen Bund heiligen. Ihre Entscheidung, in den Bund mit Gott einzutreten, sollte ihnen eine hoch heilige Angelegenheit sein. Gibt es auch für dich eine hoch heilige Sache?

Gebet: Herr, danke dafür, dass du mich von der Finsternis in dein wunderbares Licht geführt hast. Hilf mir, nun deiner Stimme zu gehorchen und in einer neuen Identität zu wandeln. Lass mich deinen Willen für mich aufnehmen.

Ein Wort: Meine neue Identität

21. Oktober 2010

2. Mose 18,13-27

Einsetzung von Helfern für Mose

(2. Mo 18,21) Sieh dich aber unter dem ganzen Volk um nach redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig sind und dem unrechten Gewinn feind. Die setze über sie als Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn,

Am andern Morgen sah Jitro, wie Mose das Anliegen des Volkes regelte. Mose saß allein da, und alles Volk musste vom Morgen bis zum Abend um ihn stehen (13-16). Da sagte Jitro zu Mose, dass das, was dieser tat, nicht gut sei. Das Geschäft sei zu schwer für Mose und mache dazu auch das Volk müde. Darum schlug Jitro vor, Vertreter über tausende des Volkes, über hunderte usw. zu setzen. Mose, der sich in allen Angelegenheiten mit dem Herrn besprach, war sicher weise. Jedoch spricht Gott auch durch die Vernunft einfacher Menschen (17-23). Wenn es Mose nur um seine Macht gegangen wäre, hätte er diese sicher ungern mit anderen geteilt. Aber Mose war demütig und gehorchte seinem Schwiegervater. Nun konnte das Volk ihre Anliegen schnell geregelt bekommen und nur die schwerwiegenderen Anliegen zu Mose bringen (24-27). Der Herr half Mose durch viele Menschen und gebrauchte auch die Vernunft einfacher Mitmenschen, die sein Werk sehen. Gottes Hilfe bekommt man, wenn man wie Mose demütig ist und allein nach Gott und seinem Werk trachtet.

Gebet: Herr, manchmal ist die Aufgabe, die du mir gibst, zu schwer. Hilf mir, die Hilfe der Mitmenschen zu empfangen. Denn dein großes Werk hat nun angefangen.

Ein Wort: Sieh dich um nach redlichen Helfern

20. Oktober 2010

2. Mose 18,1-12

Jitros Besuch bei Mose

(2. Mo 18,11) Nun weiß ich, dass der Herr größer ist als alle Götter; denn er hat das Volk aus der Ägypter Hand errettet, weil sie vermessen an Israel gehandelt haben.

Jitro, der Schwiegervater Moses, war im Lande Midian mit Moses Frau Zippora und seinen beiden Söhnen. Mose konnte sich wegen des großen Auftrag des Herrn nicht um seine Familie kümmern. Jitro war für Mose eine große indirekte Hilfe gewesen. Jitro zweifelte an dem Vorhaben Moses, unterstützte ihn jedoch. Nun erfuhr er, welch große Tat der Herr vollbracht hatte (1-4). Als Mose der Besuch seines Schwiegervaters angekündigt wurde, empfing er ihn und seine Frau und seine Söhne mit großer Dankbarkeit. Mose erzählte Jitro alles, was der Herr für sein Volk getan hatte. Obwohl Jitro den Herrn nicht genau gekannt hatte, bekam er durch die Geschichte Moses den lebendigen Glauben an den Herrn. Er sprach: „Nun weiß ich, dass der Herr größer ist als alle Götter“. Wir lernen, dass wir von Familienangehörigen eine große Unterstützung bekommen, wenn wir gemäß dem Willen Gottes seinem Auftrag dienen. Wir können ihnen dienen durch das Weitergeben der Wirksamkeit des Herrn. Aaron und alle Ältesten hielten eine Mahlzeit mit Jitro, dem Schwiegervater Moses.

Gebet: Herr, danke für die Familienangehörigen, die mich in meinem Glaubens- und Missionsleben unterstützen. Lass mich dir dafür danken und deine große Tat weiter erzählen.

Ein Wort: Nun weiß ich, dass der Herr größer ist als alle Götter

07. Oktober 2010

2. Mose 12,29-51

Das Sterben der Erstgeburt Ägyptens
Der Auszug Israels

(2. Mo 12,29) Und zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs.

Wenn der Pharao wirklich an die Worte Moses geglaubt hätte, hätte er das Volk Israel früher ausziehen lassen. Nun aber schlug der Herr tatsächlich alle Erstgeburt in Ägyptenland zu Mitternacht. Da standen der Pharao und alle Großen in derselben Nacht auf und drängten das Volk Israel, aus dem Lande zu ziehen. Die Israeliten mussten sich – den rohen Teig in ihre Mäntel gewickelt – aufmachen. Sie hatten wegen des plötzlichen Auszugs keine Zeit gehabt. Sie hatten bis dahin vierhundertdreißig Jahren in Ägyptenland gewohnt. Nun zogen sie an einem Tag aus. Der Herr musste in jener Nacht über die Israeliten wachen. Daher schliefen die Israeliten nicht an diesem ersten Tag des Passafestes, um Gott für seine Wache zu ehren. Der Herr gab Mose eine Ordnung, dass nur die Beschnittenen das Passa essen durften. Bevor man das Passa isst, soll man eine Entscheidung treffen, für Gott zu leben. Und die Israeliten taten, wie der Herr es Mose und Aaron geboten hatte. Es war eine Nacht, in der das Volk Gottes geboren wurde.

Gebet: Herr, ich habe allzu lange als ein Sklave der Sünde gelebt. Danke, dass du mich durch das Blut Jesu erkauft hast. Hilf mir, als Volk Gottes zu leben.

Ein Wort: Eine Nacht der Geburt des Volkes Gottes

06. Oktober 2010

2. Mose 12,21-28

Der Gehorsam der Israeliten

(2. Mo 12,28) Und die Israeliten gingen hin und taten, wie der Herr es Mose und Aaron geboten hatte.

Mose rief die Ältesten Israels zu sich und befahl ihnen, das Passa zu halten. Sie sollten das Blut des Lammes an ihre Türposten streichen, damit der Herr aufgrund dieses Zeichens ihren Gehorsam aus dem Glauben gnädig annehmen würde. Nicht nur sie, sondern auch ihre Kinder sollten sich daran erinnern, dass der Herr aufgrund des Blutes an ihren Türposten und an ihren Häusern vorübergegangen war. Darum befahl Mose ihnen, dass sie auch in dem verheißenen Lande diesen Brauch halten sollen. Der gerechte Gott hätte die Sünden der Menschen gleich behandeln müssen und hätte zwischen Israeliten und Ägyptern keinen Unterschied machen dürfen. Gott aber nahm den Gehorsam der Israeliten als das Zeichen ihres Glaubens an ihn an. Die Israeliten hätten das Gericht Gottes für unwahrscheinlich halten können. Sie hätten auch ihre eigene Gerechtigkeit für ausreichend halten können. Sie aber gehorchten der Weisung Moses als Zeichen ihres Sündenbekenntnisses und des Glaubens an die Barmherzigkeit Gottes. Der Herr nahm ihren Gehorsam gnädig an.

Gebet: Herr, Hilf mir, an das Blut des Lammes zu glauben und dir in allem zu gehorchen, anstatt dir durch meine eigene Gerechtigkeit ungehorsam zu sein.

Ein Wort: Der Gehorsam allein rettet; tu alles, wie geschrieben steht

05. Oktober 2010

2. Mose 12,14-20

Einsetzung des Festes der ungesäuerten Brote

(2. Mo 12,15a) Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.

Der Tag des Passa war für die Israeliten der Tag der Befreiung und des Neubeginns. Die Israeliten begannen zwar ihr neues Leben jedoch nahmen sie alle sündhafte Einflüsse von den Ägyptern mit. Der Herr befahl den Israeliten, den Tag ihrer Befreiung zu feiern, weil sie an diesem Tag von der Sklaverei befreit worden waren. Sie sollten aber den bösen Einfluss des Ägyptenlands ablegen. Darum gebot der Herr, dass sie sieben Tage lang kein gesäuertes Brot essen sollten. Sie sollten am ersten Tag des Festes den Sauerteig aus dem Hause schaffen. Wir lernen hier, dass wir für unser neues Leben die Genusssucht und die falschen Gewohnheiten ablegen müssen. So können wir ein neues Leben beginnen. Jeweils am ersten und siebenten Tag soll es eine heilige Versammlung geben. Sie sollten diesen Tag feiern, weil Gott sein Volk, das in der Welt als Sklaverei lebte, als seine Kriegsschar herausgeführt hatte.

Gebet: Herr, hilf mir, mich jedes Jahr daran zu erinnern, dass ich die falschen weltlichen Gewohnheiten ablegen soll. Wie kann ich den Einfluss dieser Welt ablegen, wenn ich nicht einmal dein Gebot der ungesäuerten Brote jährlich einhalte? Lass mich das Gebot der ungesäuerten Brote halten.

Ein Wort: Lege jährlich die weltlichen Gewohnheiten ab

04. Oktober 2010

2. Mose 12,7-13

Einsetzung des Passafestes 2:
Haltet das Passa als die, die hinwegeilen

(2. Mo 12,11) So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt essen als die, die hinwegeilen; es ist des Herrn Passa.

Nachdem man das Lamm für das Passa geschlachtet hatte, sollte man mit dem Blut des Lammes die Türposten und die Schwellen bestreichen. Denn der Herr würde an den Häusern, an die das Blut gestrichen ist, vorübergehen, wenn er die Erstgeburten aus jedem Haus in Ägyptenland töten würde. Die Israeliten sollten das geschlachtete Lamm am Feuer braten und restlos am Abend verzehren. Sie sollen dabei ungesäuerte Brote und bittere Kräuter zu sich nehmen. Das Leben scheint voll von Genuss zu sein. Der Herr aber richtet an dem Tag des Passa. Wenn wir an das gerechte Gericht Gottes denken und mit der richtigen Haltung vor Gott stehen, werden wir von dem Zorngericht Gottes verschont (7-11). Man soll das Passamahl so halten, als ob man nach dem Essen sofort aufbricht. Denn Ägyptenland steht unter dem Gericht Gottes. Die Israeliten sollten das Land verlassen. Wenn wir mit dieser Welt vereint sind, werden wir vernichtet, wenn Gott diese Welt richtet. Darum soll man das Passafest so halten, als ob man von dieser Welt hinwegeilt.

Gebet: Herr, Hilf mir, jedes Jahr mich daran zu erinnern, dass die Welt unter deinem Gericht steht. Lass mich hinwegeilen von dieser Welt, denn sie bleibt nicht ewig.

Ein Wort: Fliehe von dieser Welt

02. Oktober 2010

2. Mose 12,1-6

Einsetzung des Passafestes 1:
Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts

(2. Mo 12,1-2) Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.

Während der Herr die Erstgeburt der Ägypter töten wollte, ließ er die Israeliten Vorbereitungen treffen, sodass sie das Zorngericht des Herrn vermeiden und ein neues Leben anfangen könnten. Der Beginn des neuen Lebens und der Auszug aus Ägyptenland sollten damit anfangen, dass ein Hausvater am zehnten Tag des Monats ein Passalamm bestimmte. Dieses Lamm sollte die Schuld aller aus dem Haus tragen und geschlachtet werden. Hierdurch lernen wir kennen, dass uns unser neues Leben durch das Opferlamm ermöglicht wird, das unsere Schuld trägt. Bis zum vierzehnten Tag des Monats sollte das Lamm mit ihnen wohnen. Am Abend des vierzehnten Tages sollte das Lamm, das männlich und ohne Fehl sein sollte, geschlachtet werden. Wenn jemand allein war, konnte er mit einem anderen Haus zusammentun. Wenn wir daran denken, dass dieses Passafestes jährlich wiederholt und der Monat des Passa immer der erste Monat des Jahres wird, erkennen wir, dass wir jedes Jahr wiederholt unser Leben neu beginnen sollen durch das Passalamm, das für uns geschlachtet wird.

Gebet: Herr, Hilf mir, jedes Jahr mich daran zu erinnern, dass das kostbare Lamm für mich gestorben ist. Lass mich neues Lebensjahr mit dem Passalamm beginnen.

Ein Wort: Mein erster Monat des Jahres durch das Passalamm.

01. Oktober 2010

2. Mose 11,1-10

Ankündigung der zehnten Plage:
Tötung der Erstgeburt

(2. Mo 11,1a)Und der Herr sprach zu Mose: Eine Plage noch will ich über den Pharao und Ägypten kommen lassen. Dann…

Wenn man eine Sache neunmal vergeblich versucht hat, wird man es normalerweise aufgeben wollen. Der Herr kannte das Herz von Mose gut. Aber er sprach, dass der Pharao beim nächsten Versuch die Israeliten von sich aus vertreiben würde. Warum hatte der Herr nicht sofort diesen Schritt getan? Die wiederholten Versuche von Mose hatten den Sinn, dass die Ägypter auf Gott achten sollten. Hierdurch wurden das Ansehen Moses und das des Volkes Gottes bei den Ägyptern erhöht. Wir sollen nicht davon ablassen, den Willen Gottes zu verkünden, auch wenn dies von den Menschen nicht sofort angenommen wird (1-3). Mose kündigte dem Pharao die Tötung der Erstgeburt an. Dann würde der Pharao von selbst darum bitten, dass die Israeliten ausziehen (4-8a). Mose war zornig, weil der Pharao ihn durch seinen Ungehorsam zu diesem extremen Schritt gezwungen hatte. Das aber war der Wille des Herrn. Der Herr half Mose, diesen Ungehorsam des Pharao als seinen Willen zu erkennen. Denn der Herr will offenbaren, dass die Rettung nicht durch den Willen eines Mannes möglich ist (8b-10).

Gebet: Herr, ich erkenne, dass ich mich nicht selbst retten kann. Deine starke Hand kann mich jedoch retten.

Ein Wort: Eine Plage noch

21. Juli 2010

2. Mose 3,1-5

Moses Berufung 1 (Ein heiliges Land)

(2. Mo 3,5) Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!

Mose konnte die Welt nicht mehr verstehen, weil die Ungerechtigkeit der Sklaverei der Ägypter über sein Volk herrschte. Noch enttäuschender war die Tatsache, dass sein eigenes Volk die Ungerechtigkeit lieber hatte, als sich der Gerechtigkeit zu unterordnen. An diesem Chaos war sein guter Wille gescheitert. Er sah keine Perspektive für sein Leben. Mose hütete die Schafe Jitros. Er lebte, um eine Tages zu sterben. Er konnte mit seinem eigenen Engagement nichts ausrichten. Gott erschien ihm jedoch in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Was wollte Gott Mose mit dieser Erscheinung sagen? Als Mose voller Neugier zu dem brennenden Dornbusch hinging, rief Gott ihn aus dem Dornbusch. Gottes rufende Stimme „Mose, Mose!“ erweckte in ihm das Bewusstsein der Existenz Gottes. Er erkannte sein Wesen vor Gott, als er antwortete „Hier bin ich.“ Lies den Vers 5. Gott wollte Mose sagen, dass die für ihn unverständliche Welt Gott gehört und ein heiliges Land war. Mose sollte seine Schuhe ausziehen und die heilige Gesinnung anziehen. Nur wenn wir die Welt als heiliges Land aufnehmen und unsere Schuhe ausziehen, können wir seine Knechte sein und dem Willen Gottes folgen.

Gebet: Herr, hilf mir, die Welt als dein heiliges Land zu betrachten und meine Schuhe auszuziehen.

Ein Wort: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen

20. Juli 2010

2. Mose 2,11-22

Moses Flucht nach Midian

(2. Mo 2,22) Die gebar einen Sohn, und er nannte ihn Gerschom; denn, sprach er, ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.

Als Mose groß geworden war, erkannte er seine Herkunft. Er hätte seine Herkunft ignorieren und das Privileg als ein Ägypter genießen können. Er aber wollte seinen Brüdern helfen. In seinem Eifer tötete er sogar einen Ägypter. Aber seine Brüder wollten ihn nicht als Aufseher oder Richter über sich haben. Der Pharao trachtete Mose nach dem Leben, als er von der Tat Moses erfuhr. So musste er vor dem Pharao fliehen und hielt sich im Lande Midian auf. Gott half Mose, Zippora zu heiraten, eine Tochter des Priesters Reguël in Midian. Sein Leben verlief nicht so, wie er es haben wollte. Als er in jener ungerechten Welt die Gerechtigkeit suchte, wurde er ein Fremdling in einem fremden Lande. Sowohl der Pharao als auch die ablehnenden Brüder offenbaren die Macht der Sünde, die allein Gott überwinden kann. Es ging dem Volk Gottes nicht gut. Gott nahm sich seines Volkes an. Es gibt viele Bemühungen, die Welt zu verbessern. Aber Gott allein kennt den Weg.

Gebet: Herr, hilf mir, auch dann an dich zu glauben, wenn etwas nicht nach meiner Vorstellung gelingt. Denn du hast den Eifer Moses gesehen und ihn doch gebraucht.

Ein Wort: Ein Fremdling wegen des Eifers um Gott und sein Volk

19. Juli 2010

2. Mose 2,1-10

Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen

(2. Mo 2,10) Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

Der Pharao gebot seinem Volk, alle neugeborenen Jungen des Volkes Israel in den Nil zu werfen. In dieser Zeit wurde Mose als ein Junge aus dem Stamm Levi geboren. Seine Mutter verbarg ihn trotz des Gebots des Pharao drei Monate lang. Danach versuchte sie ihr Kind in einem Kästlein von Rohr zu retten, bevor es in den Nil geworfen wurde. Gott erhörte ihren Glauben und ihr Gebet. Die Tochter des Pharao barg das Kästlein aus dem Nil. Sie hatte Mitleid mit dem Kind. Durch die Vermittlung der Schwester, die dem Kästlein ihres kleinen Bruders gefolgt war, konnte das Kind weiter von der leiblichen Mutter gestillt werden. Die Tochter des Pharao nannte das Kind Mose. Mose bedeutet „herausgezogen“. Die Tochter des Pharao kannte den Befehl des Pharao. Ihr Mitleid aber war großer als die Furcht vor dem König. Die böse Strategie des Pharao, den Widerstand Israels von Geburt an zu tilgen, konnte durch den Glauben einer Mutter überwunden werden. Gott erwies sich als lebendig, als er die gläubige Aktion der Mutter Moses gnädig annahm.

Gebet: Herr, hilf mir, trotz der Gefahr durch den Glauben mein Bestes zu tun, damit dein Wille geschehe. Denn du hast Mose durch die Glaubenstat seiner Mutter errettet.

Ein Wort: Mose, das Zeichen der rettenden Macht Gottes

17. Juli 2010

Einführung zum 2. Buch Mose

Die Juden fassten die ersten fünf Bücher des Alten Testaments unter der Bezeichnung „das Gesetz (Tora)“ zusammen. Die Ansicht, dass alle fünf Bücher von Mose verfasst seien, wird angezweifelt. Vom Sinn her kann man aber diese Bücher als vom Geist Moses stammend betrachten.

Das zweite Buch beginnt damit, dass ein Volk, das von einem gläubigen Stammvater abstammte, unter der Sklaverei in Ägyptenland lebte und von dort auszog. Das 2. Buch Mose („Exodus”) enthält:

1. Die Rettung aus Ägypten (2. Mo 1-15),

2. Die Bewahrung in der Wüste (2. Mo 16-18),

3. Die Gesetzesoffenbarung und den Bundesschluss am Sinai (2. Mo 19-24),

4. Die Gesetze zum Bau des Heiligtums (2. Mo 25-31),

5. Krise und Erneuerung des Bundes (2. Mo 32-34),

6. Den Bauplan des Heiligtums (2. Mo 25-31) und dessen Ausführung (2. Mo 35-40).

In allen diesen Ereignissen offenbart sich Gott als der Herr. „Ich werde sein, der ich sein werde.“ (2. Mo 3,14)

Der Herr hatte großes Erbarmen mit Israel und hatte ein Ziel, es für die Erlösung aller Welt zu gebrauchen. Und er sprach (2. Mo 19,5-6):

„Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.“

2. Mose 1,1-22

Israels Unterdrückung in Ägypten

(2. Mo 1,13) Da zwangen die Ägypter die Israeliten unbarm­herzig zum Dienst.

Gott der Herr gab den Nachkommen Israels eine gute Umgebung in Ägyptenland, in der sie sich mehren konnten. Ein neuer ägyptischer König aber fürchtete sich davor, die Arbeitskraft der Israeliten bei einem möglichen Krieg zu verlieren. Sein Misstrauen kam aus seiner Furcht vor dem Verlust und trieb ihn dazu, das Volk Israel zu misshandeln und zu versklaven. Wir müssen uns vor Gier schützen, da die Begierde uns furchtsam macht und uns zur Sünde verleitet. Wir sind in die Welt gekommen, nicht um viel zu besitzen sondern um zu dienen. Als Gott das Volk Israel trotz der Unterdrückung weiter vermehrte, ergriff der König ein grausames Mittel. Die Hebammen sollten die israelitischen Jungen bei der Geburt töten. Die Hebammen aber fürchteten Gott mehr als den König. Gott schützte Israel durch ihre Gottesfurcht. Der König Pharao aber fürchtete sich so sehr vor dem möglichen Widerstand Israels, dass er alle neugeborene Söhne Israels in den Nil werfen ließ. Gott aber hatte sein Volk Israel aus einer ungläubigen Welt auserkoren, damit es ihm diente.

Gebet: Herr, hüte mich davor, in falsche Furcht vor Verlust zu geraten und dadurch Böses zu tun. Lass mich wie die Hebammen dich mehr fürchten als jede sündige Macht.

Ein Wort: Die Sündenmacht unterdrückt das Volk Gottes