25. November 2011

Der Herr stand mir bei

2. Timotheus 4,9-22

(2. Tim 4,17) Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich, damit
durch mich die Botschaft ausgebreitet würde und alle Heiden sie
hörten, so wurde ich erlöst aus dem Rachen des Löwen.

Am Ende seines Briefes spricht Paulus über seine Mitarbeiter.
Einige hatten ihn wie Demas verlassen, weil sie die Welt liebgewonnen
hatten. Andere waren aus anderen Gründen fortgezogen.
Ein Mitarbeiter war so böse geworden, dass er Timotheus vor
ihm warnen musste. Trotzdem hegte Paulus keine Rachegedanken,
sondern vertraute ihn Gottes gerechtem Urteil an. Lukas war sein
treuer Freund, der bei ihm geblieben war. Trotzdem war Paulus bei
seinem ersten Verhör allein. Alle Entlastungszeugen hatten ihre
Aussage aus Furcht zurückgezogen. Paulus hatte ihnen vergeben.
Er war niemals allein, weil Gott auf seiner Seite stand und ihn stärkte,
sodass er aus der Gefahr errettet wurde und das Evangelium
unter den Heiden verkündigt wurde. Seine wahre Hoffnung aber
war nicht, dass Gott ihn aus allen irdischen Gefahren immer erretten
würde, sondern dass Gott ihn in sein himmlisches Reich retten
wird, wo er von allen irdischen Übeln erlöst sein wird. Vorher aber
wollte er Timotheus noch einmal sehen und drängte ihn, ihn eilig zu
besuchen. Er sollte auch Pergamente und Bücher, vermutlich seine
Bibel, mitbringen.

Gebet: Herr, danke, dass du mir immer beistehst und mich erlöst.
Danke auch für die Menschen, die auf meiner Seite stehen.

Ein Wort: Jesus steht mir immer bei

24. November 2011

Predige das Wort

2. Timotheus 4,1-8

(2. Tim 4,2) Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur
Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre.

Paulus erinnerte Timotheus an Christus Jesus, der wiederkommen
wird, um die Lebenden und die Toten zu richten. Vor diesem
Jesus ermahnte er ihn inständig, Gottes Wort zu predigen. Es
gibt gute und weniger gut geeignete Zeiten, um Gottes Wort weiterzugeben.
Doch wir sollen nicht auf die guten Zeiten warten,
sondern diese Aufgabe zur Zeit und zur Unzeit erfüllen. Wir wissen
nicht, wann die Zeit kommen wird, in der die Menschen ihre Ohren
und Herzen vor der Wahrheit verschließen und sich Lehrer suchen,
die ihnen das sagen, was sie hören wollen. Deshalb brauchte Timotheus
Entschlossenheit, Nüchternheit und Bereitschaft zum Leiden,
um seine Aufgabe als Prediger des Evangeliums redlich auszurichten.
Für Paulus war die Zeit gekommen, diese Aufgabe an ihn als
Vertreter der nächsten Generation weiterzureichen. Paulus selbst
war seinen Glaubenslauf bis zum Ende gelaufen. Nun war für ihn
die Zeit gekommen, dass er sein Leben für seinen Glauben opfern
sollte. Doch er hatte deshalb kein Verlustgefühl. Er schaute voraus
auf die Krone der Gerechtigkeit, die schon für ihn bereit liegt, und
die Gott allen denen geben wird, die ihn lieben und den geistlichen
Kampf bis zum Ende geführt haben.

Gebet: Herr, ich möchte heute dein Wort predigen, zur Zeit und zur
Unzeit.

Ein Wort: Predige das Wort zu jeder Zeit

23. November 2011

Die Bedeutung des Wortes Gottes

2. Timotheus 3,14-17

(2. Tim 3,16.17) Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze
zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der
Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem
guten Werk geschickt.

Paulus ermahnt Timotheus, bei dem zu bleiben, was er von
Kind auf gelernt hat und was ihm anvertraut ist: die Heilige Schrift,
das Wort Gottes. Warum ist Gottes Wort so wichtig für uns? Die
Bibel ist von Gott eingegeben. Es ist die Stimme des lebendigen
und allmächtigen Gottes, der zu uns ganz persönlich spricht. Gottes
Wort lehrt uns die Wahrheit des Evangeliums. Durch sein Wort
weist Gott uns zurecht, indem wir unsere Sünde vor ihm erkennen
und zu ihm umkehren können. Wir erkennen durch Gottes Wort
Gottes Gerechtigkeit, die ganz anders ist als unsere menschliche
(Selbst-)Gerechtigkeit. Gottes Gerechtigkeit besteht darin, dass Jesus
an unserer Stelle den Tod auf sich genommen und uns dadurch
vor Gott gerecht gemacht hat. Durch Gottes Gerechtigkeit werden
wir frei von der Sünde und zu einer neuen Kreatur verändert. Durch
sein Wort erzieht uns Gott in dieser Gerechtigkeit. Sein Ziel ist es,
dass wir sein vollkommenes Bild widerspiegeln können. Gottes
Wort befähigt uns auch zu allem guten Werk, indem es uns selbst
verändert und auch in den uns anvertrauten Menschen wirkt, wenn
wir es weitergeben.

Gebet: Herr, danke für dein lebendiges Wort. Lass mich dein Wort
täglich aufnehmen und dadurch verändert werden.

Ein Wort: Gottes Wort ist lebendig und mächtig

22. November 2011

Echte Frömmigkeit

2. Timotheus 3,1-13

(2. Tim 3,12) Und alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus,
müssen Verfolgung leiden.

Paulus beschreibt die Menschen in der Endzeit: hochmütig,
materialistisch, verleumderisch, rebellisch, undankbar, lieblos und
zügellos. Sie lieben die Sünde und ihr eigenes Vergnügen mehr als
Gott. Sie halten noch den Schein eines Glaubenslebens aufrecht,
aber es ist nur Fassade. Sie kennen die Kraft des Glaubens nicht.
Einige sind auf immer neue Lehren aus, können aber die Wahrheit
nicht erkennen, weil sie ihr Widerstand leisten. Sie sind wie die
ägyptischen Zauberer, die eine Zeitlang Mose überlegen schienen,
aber zum Schluss wurde ihre Torheit offenbar. In einer solchen Umgebung
ein Glaubensleben vor Gott zu führen ist nicht leicht. Wie
Paulus war auch Timotheus Gottes Lehre in seinem Wort gefolgt
und hatte seinen Bibellehrer in seinem praktischen Leben, im Glauben,
in der Langmut, in der Liebe und in der Geduld nachgeahmt.
Auch Verfolgung gehörte zu den Glaubenserfahrungen des Paulus
dazu. In Antiochia, Ikonion und Lystra war er vertrieben und sogar
gesteinigt worden. Doch Gott hatte ihn aus allen diesen Verfolgungen
erlöst. Verfolgung war für ihn kein Hindernis für ein Glaubensleben,
sondern ein notwendiger Bestandteil. Wie Mose wollte er
lieber mit Gottes Volk zusammen leiden, als eine Zeitlang den Genuss
der Sünde haben.

Gebet: Herr, ich möchte ein echtes Glaubensleben führen statt nur
den Schein der Frömmigkeit zu besitzen.

Ein Wort: Lebe in Christus und trage Verfolgung

21. November 2011

Ein Arbeiter des Wortes Gottes

2. Timotheus 2,14-26

(2. Tim 2,15) Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als
einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der
Wahrheit recht austeilt.

Paulus ermahnte Timotheus, sich vor Gott als einen rechtschaffenen
und untadeligen Arbeiter zu erweisen, der das Wort der
Wahrheit recht austeilt (wörtlich: „in gerader Richtung schneidet“).
Unsere Qualität als Bibellehrer ist an unserer Haltung dem Wort
Gottes gegenüber erkennbar. Während Timotheus Gottes Wort
liebhaben sollte, sollte er ungeistliches Geschwätz vermeiden. Irrlehren
sind wie Krebs, der unkontrolliert wächst. Doch unser Glaube
hat eine feste Grundlage: Gott kennt die Seinen, und wer den
Namen des Herrn nennt, soll sich von Ungerechtigkeit trennen. In
einer Gemeinde ist es wie in einem großen Haus, wo es nicht nur
ehrenvolle Gefäße gibt. Um ein für Gott brauchbares Gefäß zu sein,
sollen wir uns von schlechten Einflüssen reinigen. Timotheus sollte
die Begierden der Jugend fliehen und stattdessen aktiv der Gerechtigkeit,
dem Glauben, der Liebe und dem Frieden nachjagen. Als
Knecht des Herrn musste er Böses ertragen können, anstatt streitsüchtig
dagegen zu kämpfen. Er brauchte neben Geschick im Lehren
auch Freundlichkeit, Sanftmut und Geduld, um widerspenstige
Menschen zurechtzuweisen und ihnen zur Buße zu helfen.

Gebet: Herr, ich möchte mich vor dir als ein rechtschaffener und
untadeliger Arbeiter erweisen, der das Wort der Wahrheit recht
austeilt.

Ein Wort: Teile das Wort der Wahrheit recht aus

19. November 2011

Halt im Gedächtnis Jesus Christus

2. Timotheus 2,8-13

(2. Tim 2,8) Halt im Gedächtnis Jesus Christus, der auferstanden ist
von den Toten, nach meinem Evangelium,

Das Leben als ein guter Streiter Christi Jesu und die Erziehung
von Bibellehrern ist mit Leiden und Verfolgung verbunden. Paulus
selbst wurde gefangen genommen und wie ein Schwerverbrecher
behandelt. Die Todesstrafe stand ihm vor Augen. In dieser Lage erinnerte
er Timotheus daran, Jesus Christus im Gedächtnis zu halten.
Jesus ist von den Toten auferstanden. Deshalb gibt es in ihm Kraft
und Hoffnung über den Tod hinaus. Obwohl Paulus gebunden war,
war Gottes Wort nicht gebunden. Obwohl wir in verschiedener Hinsicht
durch Studium, Berufstätigkeit, Familie und eigene Probleme
gebunden sind, ist Gottes Wort nicht gebunden, sondern lebendig
und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert (Hebr
4,12). In den Versen 11-13 fasst Paulus seinen Auferstehungsglauben
in einem Lied zusammen. Es lohnt sich, mit Jesus zu sterben,
weil wir mit ihm leben werden. Es lohnt sich, viele Dinge um Jesu
willen zu erdulden, weil wir mit ihm herrschen werden. Und selbst
wenn wir untreu sind und versagen, bleibt Jesus doch immer treu
und kann uns in seiner Gnade der Vergebung wiederherstellen.

Gebet: Herr, danke für dein Wort, das nicht gebunden ist. Lass mich
heute Jesus Christus im Gedächtnis halten, der von den Toten auferstanden
ist.

Ein Wort: Halte Jesus im Gedächtnis

18. November 2011

Ein guter Streiter Christi Jesu

2. Timotheus 2,1-7

(2. Tim 2,3) Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu.

Nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Gnade in Christus
Jesus sollte Timotheus stark sein. Seine zentrale Aufgabe bestand
darin, Gottes Wort an solche Menschen weiterzugeben, die in der
Lage sind, auch andere die Bibel zu lehren. Nicht Intelligenz oder Redegewandtheit,
sondern Treue ist dabei die wichtigste Eigenschaft
für zukünftige Bibellehrer. Paulus vergleicht den Glaubenskampf
mit drei verschiedenen Bildern. Ein Soldat darf sich nicht durch die
Geschäfte des täglichen Lebens von seinem Kampf ablenken lassen,
um demjenigen zu gefallen, der ihn angeworben hat. Ebenso sollen
wir Jesus und seinem Auftrag mit Priorität folgen, anstatt uns
in alltäglichen Beschäftigungen zu verlieren. Ein Sportler kann die
Goldmedaille nur gewinnen, wenn er fair bleibt und sich an die Regeln
hält. Auch im geistlichen Kampf gibt es keinen Abkürzungsweg
zum Ziel und kein Doping, das zulässig wäre. Ein Bauer muss fleißig
arbeiten, um gute Bedingungen für das Wachstum der Pflanzen zu
schaffen, dafür darf er die Früchte als erster genießen. Gottes Wort
zu säen erfordert viel fleißige Arbeit. Dafür werden wir die Früchte
als erste genießen, indem wir Gottes Wirken an uns selbst erfahren.

Gebet: Herr, danke, dass du mich berufen und angenommen hast.
Lass mich heute als ein Streiter Christi Jesu leben und gebrauche
mich, Bibellehrer zu erziehen.

Ein Wort: Lebe als guter Streiter Christi Jesu

17. November 2011

Leide mit mir für das Evangelium

2. Timotheus 1,8-18

(2. Tim 1,8) Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem
Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit
mir für das Evangelium in der Kraft Gottes.

Paulus war um des Evangeliums willen verfolgt und sogar
ins Gefängnis geworfen worden. In dieser Bedrängnis hatten sich
die Brüder in der Provinz Asien, der heutigen Türkei, von ihm abgewandt.
Doch Paulus schämte sich weder des Evangeliums noch
seiner Aufgabe als Apostel noch seiner Gefangenschaft. Er wusste,
an wen er glaubte: an Jesus Christus, der ihn durch seine Gnade
errettet und berufen hatte. Jesus hat dem Tod die Macht genommen,
indem er für unsere Sünden am Kreuz gestorben und von den
Toten auferstanden ist. Dadurch hat er das unvergängliche Leben
ans Licht gebracht. Er hatte Paulus nicht aufgrund seiner Werke,
sondern allein aufgrund seiner Gnade auserwählt und berufen.
Menschen konnten Paulus verfolgen, einsperren oder sogar töten,
aber ihm weder das ewige Leben noch seine Berufung wegnehmen.
Paulus ermutigt auch Timotheus, sich seines Glaubens nicht
zu schämen, sondern mit ihm gemeinsam für das Evangelium zu
leiden. Außer Timotheus gab es noch weitere treue Menschen wie
Onesiphorus, die Paulus ermutigten, indem sie unverändert auf der
Seite des Evangeliums standen.

Gebet: Herr, in der Zeit der Verfolgung will ich mich nicht für meinen
Glauben schämen, sondern mutig für das Evangelium leiden.

Ein Wort: Schäme dich nicht, leide für das Evangelium

16. November 2011

Der Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit

2. Timotheus 1,1-7

(2. Tim 1,7) Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Paulus schrieb diesen Brief aus dem Gefängnis. Er dachte in
dieser Zeit aber nicht an seine eigenen Probleme oder das Schicksal,
das ihn erwartete, sondern er dachte voller Dankbarkeit an
seinen geistlichen Sohn Timotheus und betete Tag und Nacht für
ihn. Timotheus hatte eine gläubige Mutter und Großmutter, die ihren
Glauben an ihn weitergegeben und ihn schon früh Gottes Wort
gelehrt hatten. Er selbst hatte einen aufrichtigen, reinen Glauben.
Doch sein Schwachpunkt war seine Furcht, die ihn hinderte, Gottes
Werk mutig auszurichten. Paulus erinnerte ihn an Gottes Gabe, die
er bei seiner Berufung empfangen hatte. Diese Gabe ist sein Heiliger
Geist, der unserer Schwachheit aufhelfen kann. Der Geist der
Furcht, der uns lähmt, ist nicht von Gott. Gottes Geist ist vielmehr
ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Gottes Geist
schenkt uns die Kraft, unsere Furcht, unsere negativen Gedanken
und unseren Fatalismus zu überwinden. Gottes Geist erfüllt uns mit
der Liebe Gottes zu den verlorenen Menschen, die uns antreibt, ihnen
das Evangelium weiterzusagen. Gottes Geist schenkt uns Besonnenheit
und Selbstbeherrschung, mit denen wir verschiedenen
Versuchungen und Anfechtungen begegnen können.

Gebet: Herr, lass deinen Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit
heute über mein Leben herrschen.

Ein Wort: Lass Gottes Geist herrschen