26. August 2011

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens

1. Timotheus 6,11-21

(1. Tim 6,12) Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das
ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Be-
kenntnis vor vielen Zeugen.

Als Kinder Gottes sollen wir fliehen vor dem Wunsch nach
materiellem Reichtum und menschlicher Anerkennung und sichtba-
rem Erfolg. Unsere positive Orientierung besteht darin, der Gerech-
tigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld und
der Sanftmut nachzujagen. Paulus fordert uns auf, den guten Kampf
des Glaubens zu kämpfen. Das Ziel unseres geistlichen Kampfes ist
das ewige Leben. Worin besteht dieser geistliche Kampf? Er besteht
darin, an unserem Bekenntnis, dass Jesus unser Erretter ist, immer
festzuhalten. Er besteht darin, an unserer Berufung als Hirten und
Bibellehrer und an Gottes Gebot, dem Weltmissionsbefehl, festzu-
halten. Er besteht darin, unsere Hoffnung allein auf die Ewigkeit
auszurichten. Dann werden wir frei von unseren weltlichen Bindun-
gen und können materielle Dinge investieren, um einen Schatz im
Himmel zu erwerben. Unser geistlicher Kampf besteht darin, Jesus
in unserem Alltagsleben nachzufolgen, sodass wir zu seinem Bild
wachsen können. Wir können unseren geistlichen Kampf führen, in-
dem wir jeden Tag an einem Wort Gottes festhalten. Dann werden
wir uns durch menschliche Diskussionen nicht verunsichern lassen.

Gebet: Herr, lass mich heute den guten Kampf des Glaubens führen
und mein Glaubensleben auf die Ewigkeit ausrichten.

Ein Wort: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!

25. August 2011

Frömmigkeit ist ein großer Gewinn

1. Timotheus 6,1-10

(1. Tim 6,6) Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn für den, der
sich genügen lässt.

Sklaven befanden sich damals in einer schwierigen Situation.
In Jesus waren sie zu Kindern Gottes geworden, aber ihre Stellung in
der Gesellschaft hatte sich nicht geändert. Sie sollten nicht dagegen
rebellieren, sondern ihre Herren ehren, umso mehr, wenn sie mit
ihnen im Glauben verbunden waren. Die damaligen und heutigen
Irrlehrer zeichnen sich durch Geschwätz und endlose Diskussionen
aus, die letztendlich ihren selbstsüchtigen Interessen dienen. Der
eigentliche Gewinn in unserem Glaubensleben sind jedoch nicht
die Anerkennung der Menschen, der äußere Erfolg oder materielle
Dinge. Der eigentliche Gewinn ist die Frömmigkeit. Frömmigkeit be-
deutet, in einer rechten Beziehung zu Gott zu stehen. Wir können
dies, weil Jesus uns vor Gott gerecht gemacht hat. Die Beziehung
zu Gott ist alles, was wir für ein glückliches Leben brauchen. Dar-
an sollen wir uns genügen lassen. Hinsichtlich der grundlegenden
materiellen Dinge wie Nahrung und Kleidung dürfen wir auf Gottes
Fürsorge vertrauen. Geldgier und das Streben nach materieller Si-
cherheit bringen uns vom Glauben ab und bereiten uns viele unnö-
tige Schmerzen, indem sie unser Vertrauen auf Gott zerstören.

Gebet: Herr, ich will mir an der Beziehung zu dir genügen lassen.
Mache mich frei von meinen weltlichen Wünschen.

Ein Wort: Frömmigkeit ist der wahre Gewinn

24. August 2011

Ehre, die sich mühen im Wort

1. Timotheus 5,17-25

(1. Tim 5,17) Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, die hal-
te man zwiefacher Ehre wert, besonders, die sich mühen im Wort
und in der Lehre.

Die Ältesten der Gemeinde, die ihre Aufgabe gut erfüllen,
sollten besonders geehrt werden, vor allem diejenigen, die den
Dienst an Gottes Wort verrichten. Sie sollten auch finanziell un-
terstützt werden. Gemeindemitglieder in leitender Position werden
häufiger kritisiert. Deshalb müssen Anklagen gegen sie besonders
sorgfältig geprüft werden. Trotzdem sollte Timotheus diejenigen,
die sündigen, zurechtweisen. Er durfte hier niemanden begünsti-
gen, sollte sich aber auch nicht durch Vorurteile leiten lassen. Timo-
theus sollte niemandem zu schnell geistliche Verantwortung über-
tragen. Er sollte sich nicht in fremde Sünden hineinziehen lassen,
sondern sich selbst reinhalten. Andererseits sollte er nicht zu streng
mit sich selbst sein, sondern um der Gesundheit willen das Wasser
mit etwas Wein mischen. Letztendlich kennt nur Gott das verborge-
ne Motiv eines Menschen. So wie es offensichtliche und heimliche
Sünder gibt, so gibt es auch offensichtliche und unsichtbare gute
Werke. Gottes Gericht wird letztendlich alles offenbaren. Wir sollen
diejenigen ehren, die ihre Aufgabe als Bibellehrer und Prediger gut
erfüllen.

Gebet: Herr, danke für diejenigen, die sich mühen im Wort und in
der Lehre. Ich möchte sie ehren.

Ein Wort: Achte gute Bibellehrer

23. August 2011

Christen sind eine Familie

1. Timotheus 5,1-16

(1. Tim 5,8) Wenn aber jemand die Seinen, besonders seine Haus-
genossen, nicht versorgt, hat er den Glauben verleugnet und ist
schlimmer als ein Heide.

Die Sünde zerstört nicht nur die Beziehung zu Gott, sondern
auch zu anderen Menschen. Wir leben in einer Gesellschaft der
Gleichgültigkeit und des Individualismus. Doch als Christen sind wir
eine Familie. In einer Familie dürfen wir uns gegenüber der Sünde
des anderen nicht gleichgültig verhalten. Paulus lehrt Timotheus,
wie er Gemeindemitglieder ermahnen kann, ohne sie zu verletzen.
Er sollte sie respektvoll, wie seine Eltern oder Geschwister, behan-
deln. So könnten sie seine Worte annehmen. Witwen standen am
unteren Ende der gesellschaftlichen Rangordnung. Häufig hatten sie
kein eigenes Einkommen. Deshalb hatte es sich eingebürgert, dass
die Gemeinde für die Witwen aufkommen sollte. Diese Praxis war
in einigen Fällen wohl ausgenutzt worden. Paulus empfiehlt den
jüngeren Witwen, lieber eine neue Familie zu gründen. Witwen, die
von der Gemeinde unterstützt werden, sollen bestimmte Kriterien
erfüllen und ihr Leben dem Gebet widmen. Timotheus sollte solche
Witwen nicht verachten, sondern ehren. Glaubensgeschwister sol-
len sich untereinander unterstützen, auch ohne dass es dafür eine
offizielle Regelung gibt. Gleichgültigkeit gegenüber unserer geistli-
chen Familie ist ein sehr ernsthaftes geistliches Problem.

Gebet: Herr, danke für meine geistliche Familie. Lass mich die Glau-
bensgeschwister lieben und ihnen dienen.

Ein Wort: Sorge für deine geistliche Familie

22. August 2011

Sei den Gläubigen ein Vorbild

1. Timotheus 4,12-16

(1. Tim 4,12) Niemand verachte dich wegen deiner Jugend; du aber
sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im
Glauben, in der Reinheit.

Timotheus war noch jung. Deshalb könnte die Gefahr beste-
hen, dass man ihn als Gemeindeleiter nicht richtig ernst nimmt.
Doch letztendlich kommt geistliche Autorität nicht aus unserem Le-
bensalter, sondern aus unserer geistlichen Reife. Timotheus sollte
sich daher nicht darauf konzentrieren, was die anderen Gläubigen
von ihm halten, sondern darauf, zu einem geistlichen Vorbild zu
wachsen. Sowohl seine Worte als auch seine Taten sollten Liebe,
Glauben und Reinheit widerspiegeln. Er sollte fortfahren, Gottes
Wort weiterzugeben, zu ermahnen und zu lehren. Er sollte seine
persönliche Gabe vor Gott entfalten. Anstatt auf die Meinung der
anderen, sollte er seine Sorge auf sein persönliches Glaubens-
wachstum und auf seine Aufgabe als Bibellehrer richten. So könnte
er sich selbst und die anvertrauten Menschen retten. Schließlich
würde sein Glaubenswachstum auch den Gemeindemitgliedern
offenbar werden. Fühlen wir uns wie Timotheus nicht richtig an-
erkannt? Anstatt unsere Aufmerksamkeit auf die Anerkennung der
Menschen zu richten, sollen wir unsere Energie besser auf unser
persönliches Glaubenswachstum und unsere Aufgabe vor Gott len-
ken. Dann können wir zu einem geistlichen Vorbild wachsen und
werden geistliche Autorität gewinnen.

Gebet: Herr, lass mich zu einem geistlichen Vorbild wachsen und
geistlichen Einfluss ausüben.

Ein Wort: Wachse zu einem Vorbild im Glauben

20. August 2011

Übe dich selbst in der Frömmigkeit!

1. Timotheus 4,1-11

(1. Tim 4,7b) übe dich selbst aber in der Frömmigkeit!

Damals wie heute wird die Gemeinde durch Irrlehren be-
droht. Ihr Kernpunkt besteht darin, dem einfachen Glauben an Je-
sus etwas hinzuzufügen und dadurch die Gläubigen zu verwirren.
Zur Zeit des Paulus geboten sie, nicht zu heiraten und bestimmte
Speisen zu meiden. Es war eine Lüge, denn Gott hat sowohl die Ehe
als auch die Speisen dazu geschaffen, dass wir sie mit Dankbarkeit
aus seiner Hand annehmen. Unser Leben wird nicht durch erfunde-
ne menschliche Regeln, sondern durch Gottes Wort und das Gebet
geheiligt. Paulus ermutigt Timotheus, sich in der Frömmigkeit zu
üben. Ein Sportler braucht regelmäßiges Training, um seine Leis-
tung zu verbessern. Genauso brauchen wir geistliches Training. Un-
ser Ziel ist nicht ein Olympiasieg, sondern Gott selbst. Wie können
wir uns in der Frömmigkeit üben? Wir brauchen täglich Zeit für Got-
tes Wort und das Gebet. So können wir unsere Sünde vor Gott able-
gen, unseren Glauben an Gottes Verheißung erneuern, und Gottes
Wort praktisch folgen. Abraham trainierte sich in der Frömmigkeit,
indem er immer neu sein Vertrauen auf Gottes Verheißung setz-
te. Josef trainierte sich in der Frömmigkeit, indem er seine widrige
Umgebung als Gottes Training annahm und sich als guter Verwalter
erwies. Daniel trainierte sich in der Frömmigkeit, indem er in der
schlimmsten Zeit dreimal täglich im Gebet zu Gott kam.

Gebet: Herr, lehre mich, wie ich mich heute in der Frömmigkeit
üben kann.

Ein Wort: Übe dich in der Frömmigkeit

19. August 2011

Groß ist das Geheimnis des Glaubens

1. Tim 3,14-16

(1. Tim 3, 16) Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Ge-
heimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im
Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in
der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

Die Gemeinde ist Gottes Haus, der Ort, wo der lebendige
Gott persönlich anwesend ist. Gleichzeitig ist sie auch Gottes Fami-
lie, wo die Glaubensgeschwister in Ordnung und Harmonie zusam-
menleben. Die Gemeinde ist ein Pfeiler und eine Grundfeste der
Wahrheit, indem sie das Geheimnis des Glaubens, das Evangelium,
bewahrt und weitergibt. Das Geheimnis des Glaubens wird hier von
Paulus mit einem kurzen sechszeiligen Lied umschrieben. Gott hat
sich den Menschen offenbart, indem er in Jesus menschliche Gestalt
angenommen hat. Jesus wurde wie ein Schwerverbrecher am Kreuz
hingerichtet, doch Gottes Geist hat ihn gerechtfertigt, indem er ihn
von den Toten auferweckt hat. Jesus ist den Engeln erschienen, die
ihm dienten. Als die Juden das Evangelium ablehnten, konnte es un-
ter den Heiden verkündigt werden. So konnten Menschen in aller
Welt an Jesus glauben. Bei seiner Himmelfahrt wurde Jesus in die
Herrlichkeit aufgenommen. Dort werden wir eines Tages bei ihm
sein und dort liegt unsere Hoffnung. Als Gemeinde sollen wir die
grundlegenden Wahrheiten des Glaubens festhalten.

Gebet: Herr, erbaue unsere Gemeinde als dein Haus und als einen
Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.

Ein Wort: Halte am Geheimnis des Glaubens fest

18. August 2011

Zuversicht im Glauben

1. Timotheus 3,8-13

(1. Tim 3,13) Welche aber ihren Dienst gut versehen, die erwerben
sich selbst ein gutes Ansehen und große Zuversicht im Glauben an
Christus Jesus.

Diakon war zunächst die Bezeichnung für ein Gemeindeamt,
das soziale und karitative Aufgaben beinhaltete (Apostelgeschich-
te 6). Später haben die Diakone vermutlich auch den Gemeinde-
leiter bei seinen geistlichen Aufgaben unterstützt. Obwohl sie dem
Gemeindeleiter nachgeordnet waren, waren die Anforderungen
für dieses Amt doch nicht geringer. Diakone mussten ehrlich und
maßvoll sein und sollten nicht nach materiellem Gewinn suchen.
Das Geheimnis des Glaubens sollten sie mit reinem Gewissen be-
wahren. Ihr Glaubensleben sollte auf seine Wahrhaftigkeit geprüft
werden. Auch ihre Ehefrauen sollten ehrbar, nüchtern, treu und
nicht verleumderisch sein. Wie die Bischöfe sollten auch die Diako-
ne sich dadurch als geeignet erweisen, dass sie ihre eigene Familie
verantwortlich führen können. Die Anforderungen für dieses eher
praktisch orientierte Amt waren also sehr hoch. Warum sollte man
sich dann aber diesem Stress aussetzen und ein solches Amt an-
streben? Wer eine Aufgabe und Verantwortung in der Gemeinde
übernimmt, der wird selbst große Zuversicht im Glauben an Chris-
tus Jesus erwerben. Ferner erwirbt er auch das Vertrauen seiner
Glaubensgeschwister.

Gebet: Herr, lass mich Verantwortung in deinem Werk übernehmen
und dadurch Zuversicht im Glauben erwerben.

Ein Wort: Trage Verantwortung und wachse im Glauben

17. August 2011

Eine hohe Aufgabe

1. Tim 3,1-7

(1. Tim 3,1) Das ist gewisslich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt
begehrt, der begehrt eine hohe Aufgabe.

Ein Bischof oder Aufseher war der Gemeindeleiter der neu-
testamentlichen Zeit. Seine Aufgaben waren in erster Linie die Leh-
re und Verkündigung, also die geistliche Leitung einer Gemeinde.
Wer ein solches Amt anstrebt soll sich im Klaren sein, dass er eine
hohe Aufgabe begehrt. Er übernimmt die geistliche Verantwortung
für die Gemeinde. Welche Qualifikationen benötigt ein Gemeinde-
leiter? Er soll moralisch untadelig sein. Er soll seiner eigenen Fami-
lie als der kleinsten geistlichen Einheit gut vorstehen. Wenn nicht
einmal seine Kinder auf ihn hören, dann wird sein Einfluss in der
Gemeinde schließlich auch nicht groß sein. Er braucht ein würdiges,
maßvolles, gütiges und gastfreundliches Wesen. Er sollte die Gabe
haben, Gottes Wort weiterzugeben, da dies seine Hauptaufgabe
darstellt. Er braucht einige geistliche Reife, um durch sein Amt nicht
stolz und hochmütig zu werden. Auch in der Welt soll er einen gu-
ten Ruf als fleißiger Student oder Arbeitnehmer und guter Staats-
bürger haben, denn die Gemeindeleitung ist auch das sichtbare
Aushängeschild einer Gemeinde für die Ungläubigen. Auch wenn
wir (noch) keine leitende Aufgabe in der Gemeinde haben, sollen
wir doch nach allen diesen Kriterien darin wachsen, ein verantwort-
liches Leben zu führen.

Gebet: Herr, lass mich zu einem verantwortlichen Menschen wach-
sen, dem du eine hohe Aufgabe anvertrauen kannst.

Ein Wort: Wachse zum Verwalter einer hohen Aufgabe

16. August 2011

Heilige Hände und gute Werke

1. Timotheus 2,8-15

(1. Tim 2,8) So will ich nun, dass die Männer beten an allen Orten
und aufheben heilige Hände ohne Zorn und Zweifel.

Wie können Männer und Frauen gemeinsam Gottes Werk
dienen? Paulus nennt als erste Aufgabe der Männer das Gebet.
Hände, die zum Gebet erhoben werden, sollen heilig sein, das heißt
für Gott ausgesondert. Sowohl Zorn als auch Zweifel können hier
zum Hindernis werden. Deshalb ist es wichtig, zuerst zornige Ge-
danken durch Vergebung abzulegen und Zweifel durch den Glauben
zu überwinden. Frauen möchten gerne schön sein und sich schmü-
cken. Der beste Schmuck ist aber nicht äußerlich sichtbar. Echte
Schönheit zeigt sich in einem reinen Herzen, einer bescheidenen
Haltung und in guten Werken. Sie zeigt sich in einer stillen, lernbe-
reiten Haltung gegenüber dem Wort Gottes. Eine Familie braucht
eine geistliche Ordnung. Der Mann ist für die Familie vor Gott ver-
antwortlich. Dazu braucht er die Unterstützung seiner Frau. Dafür
sind die Frauen in einer Familie für die Erziehung der Kinder verant-
wortlich. Sie tragen die wichtige Aufgabe, den Glauben, die Liebe
und die Heiligung, das heißt die Hingabe an Gott, an die nächste
Generation weiterzugeben. Wenn Männer und Frauen ihre Aufgabe
vor Gott ausfüllen, dann kann Gottes Werk der Weltmission ausge-
richtet werden.

Gebet: Herr, lass uns als Männer und Frauen deinem Werk einmütig
dienen und unsere jeweilige Aufgabe gut erfüllen.

Ein Wort: Heilige Hände und gute Werke dienen Gott

15. August 2011

Alle sollen die Wahrheit erkennen

1. Timotheus 2,4-7

(1. Tim 2,4) welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und
sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Jesus Christus hat sich selbst für alle Menschen zur Erlösung
gegeben, indem er sein Leben am Kreuz geopfert hat. Dadurch ist er
zum einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen geworden.
Nur Jesus allein kann uns von unserer Schuld befreien und unsere
zerstörte Beziehung zu Gott wiederherstellen. Um diese Wahrheit
zu predigen, war Paulus als Apostel und Lehrer der Heiden einge-
setzt. Auch heute noch soll die Wahrheit des Evangeliums nach dem
Willen Gottes gepredigt werden. Gott wünscht, dass alle Menschen
zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, dass alle Menschen die Gele-
genheit haben, das Evangelium zu hören und zu Gott zurückzukeh-
ren. Das schließt die Menschen an unserer Schule oder Hochschule,
unserem Arbeitsplatz und in unserer Nachbarschaft ein, aber auch
z.B. die Menschen in China und Nordkorea oder in den moslemi-
schen Ländern. Wie können alle diese Menschen zur Erkenntnis der
Wahrheit kommen? Dazu braucht es Evangeliumsarbeiter wie Pau-
lus, die hingehen und ihnen die Wahrheit verkünden. Es braucht
aber auch treue Beter, die diese Aufgabe im Hintergrund im Gebet
tragen. Lasst uns an Gottes Willen der Weltmission teilnehmen.

Gebet: Herr, du möchtest, dass alle Menschen zur Erkenntnis der
Wahrheit kommen. Lass mich an diesem Werk mitwirken.

Ein Wort: Gott wünscht die Errettung aller Menschen

13. August 2011

Vor allen Dingen Gebet

1. Timotheus 2,1-3

(1. Tim 2,1) So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bit-
te, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen.

Paulus nennt hier ein Geheimnis in unserem geistlichen
Kampf: das Gebet. Das Gebet soll unsere erste Priorität sein. Das ist
nicht ganz leicht, denn wir stürzen uns lieber in menschliche Aktivi-
täten. Das Gebet erscheint auf den ersten Blick nicht so produktiv
und wirksam. Doch tatsächlich ist Gebet das erste, was wir tun sol-
len, denn durch Gebet setzen wir den Arm des lebendigen Gottes in
Bewegung. Für Politiker und Regierende sollen wir beten, damit wir
unser Glaubensleben ungehindert führen können. Darüber hinaus
sollen wir für alle Menschen beten, dass sie Jesus persönlich begeg-
nen und ihm nachfolgen können. Es gibt viele Beispiele für wirksa-
mes Gebet. David stärkte sich in dem Herrn. Elia rief Gottes Feuer
der Gebetserhörung vom Himmel. Daniel hielt zur Zeit der Verfol-
gung an dreimal täglichem Gebet fest. Als die Gemeinde einmütig
betete, fielen die Fesseln von Petrus ab und er ging ungehindert
aus dem Gefängnis. Die deutsche Wiedervereinigung und der Fall
des eisernen Vorhangs sind die Antwort auf das jahrelange Gebet
vieler Gläubigen. Wir wollen deshalb mit Zuversicht weiter für die
moslemischen Länder beten, die sich im Umbruch befinden, sowie
für China und Nordkorea, dass dort eine Tür für das Evangelium ge-
öffnet wird.

Gebet: Herr, lass mich in allen Anliegen dem Gebet die Priorität ge-
ben.

Ein Wort: Zuerst beten

12. August 2011

Einen guten Kampf kämpfen

1. Timotheus 1,18-20

(1. Tim 1,18) Diese Botschaft vertraue ich dir an, mein Sohn Timot-
heus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind,
damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst.

Timotheus war noch jung, als er in Ephesus als Gemeinde-
leiter eingesetzt worden war. Er hatte ein großes Potential an geis-
tigen Gaben, die zum Teil noch erweckt werden mussten. Paulus
erinnert ihn hier an die Prophetenworte, mit denen er in seinen
Dienst berufen wurde. Vielleicht war dies Gottes Wort aus Gene-
sis 12,2 oder Jesaja 6,8. Paulus ermutigt jedenfalls Timotheus dazu,
einen geistlichen Kampf zu führen. Dieser Kampf richtet sich nicht
gegen Menschen. Er besteht darin, an Gottes Wort durch den Glau-
ben festzuhalten und dadurch unsere äußere Situation zu überwin-
den. Der geistliche Kampf besteht auch darin, ein gutes Gewissen
zu haben, indem wir unsere Sünde zu Jesus bringen und seine Ver-
gebung erneuern und verändert werden. Leider gab es sogar in der
Gemeinde einige, die an diesem Punkt Schiffbruch erlitten hatten.
Paulus hatte sich entschieden, die geistlichen Probleme von Hy-
menäus und Alexander nicht zu ignorieren, sondern sie aus der Ge-
meinde auszuschließen, damit sie eine Gelegenheit bekämen, um-
zukehren und zurückzukehren. Auch wir brauchen einen geistlichen
Kampf, um an Gottes Wort festzuhalten und unser Gewissen durch
die Sündenvergebung rein zu halten.

Gebet: Herr, lass mich heute keinen menschlichen, sondern einen
guten geistlichen Kampf führen.

Ein Wort: Kämpfe einen guten Kampf

11. August 2011

Sünder Nr. 1

1. Timotheus 1,12-17

(1. Tim 1,15) Dies ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens
wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig
zu machen, unter denen ich der erste bin.

Paulus erinnerte sich an Gottes Gnade in seinem eigenen
Leben. Er war früher ein Lästerer und Verfolger und Frevler gewe-
sen. Seine Selbstgerechtigkeit machte ihn zum Verfolger der ersten
Christen. Er dachte sogar, mit der Christenverfolgung Gott einen
Dienst zu erweisen. Rückblickend sieht er sich als die Nr. 1 unter
den Sündern. Obwohl er der größte aller Sünder war, hatte doch Je-
sus seine Barmherzigkeit, Geduld, Gnade und Liebe an ihm gezeigt.
In Jesus wurde nicht nur seine Schuld vergeben, sondern Paulus
wurde sogar als Apostel für die Heiden eingesetzt. Jesus hatte ihn
stark gemacht und für treu erachtet und in sein Amt eingesetzt. Die
Motivation des Paulus kam aus seiner Dankbarkeit für Jesu Gnade
an ihm. Er war das beste Beispiel dafür, dass es in Jesus für jeden
Menschen Hoffnung gibt, verändert zu werden. So wollte er ein
Vorbild sein, indem er aus Dankbarkeit und Gnade lebt und andere
dazu ermutigt, zu Jesus zu kommen. Jesus hat auch uns geliebt und
angenommen, als wir mit unserer Sünde zu ihm gekommen sind. Er
war es, der uns vergeben und verändert hat und uns eine Aufgabe
in seinem Werk anvertraut hat. Wenn wir an dieser Gnade festhal-
ten, können wir Gott bis zum Ende mit Dankbarkeit dienen.

Gebet: Herr, danke für deine unverdiente Gnade gegenüber einem
Sünder wie mir.

Ein Wort: Aus Dankbarkeit diene ich Gott

10. August 2011

Einleitung zum 1. und 2. Timotheusbrief

Die Briefe des Paulus an Timotheus und Titus werden als Hir-
tenbriefe (=Pastoralbriefe) zusammengefasst. Timotheus war der
Sohn eines griechischen Vaters und einer jüdischen Mutter, die sich
zum christlichen Glauben bekehrt hatte. Er wurde von Paulus auf
seiner zweiten Missionsreise zum Glauben an Jesus geführt und
für die Nachfolge gewonnen und wurde zu einem seiner engsten
Mitarbeiter. Während seiner dritten Missionsreise wirkte Paulus
mehr als zwei Jahre in Ephesus. Durch das tägliche Bibelstudium in
der Schule des Tyrannus wurde Ephesus zum geistlichen Zentrum
für ganz Kleinasien. Später wurde Timotheus als Gemeindeleiter in
Ephesus eingesetzt. Dort hatte er mit verschiedenen Schwierigkei-
ten zu kämpfen. Er selbst war noch jung und deshalb wurde seine
Autorität in Frage gestellt. Außerdem gab es verschiedenen Irrleh-
rer, die die Gemeinde mit scheinbar besonders geistlichen Lehren
verwirrten. Paulus berät ihn in dieser schwierigen Lage sehr per-
sönlich. Den ersten Timotheusbrief schrieb Paulus wohl von Maze-
donien aus; zur Zeit der Abfassung des zweiten Timotheusbriefes
befand er sich in Gefangenschaft in Rom. Der erste Timotheusbrief
beschäftigt sich vor allem mit Fragen der Gemeindeleitung. Wie
sollte sich Timotheus als Gemeindeleiter verhalten und mit an-
deren, vor allem leitenden Gemeindemitgliedern, umgehen? Im
zweiten Timotheusbrief ermahnt Paulus seinen geistlichen Sohn
sehr eindringlich, das Evangelium unter allen Umständen, auch im
Leiden, weiterzugeben. Dieser Brief ist das Vermächtnis des Paulus
nicht allein an Timotheus, sondern auch an uns, Gottes Werk bis
zum Ende treu zu sein.

Die Hauptsumme aller Unterweisung

1. Timotheus 1,1-11

(1. Tim 1,5) Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist die Liebe
aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem
Glauben.

Paulus wendet sich an Timotheus, den er seinen rechten
Sohn im Glauben nennt, da er durch Paulus zum Glauben an Jesus
gefunden hat. Timotheus diente der Gemeinde in Ephesus. Dort
waren Irrlehrer aufgetreten, die die Gläubigen durch falsche Leh-
ren verwirrten. Deshalb war es wichtig, dass Timotheus sich auf die
Grundlage des christlichen Glaubens stützt. Was war und ist das
Ziel von Bibelstudium, Predigt, Lehre und Seelsorge? Es ist die Liebe
aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem
Glauben. Die Quelle unserer Liebe ist die Liebe, die wir selbst durch
Jesus erfahren haben. Wir haben ein gutes Gewissen, weil Gott in
Jesus die Last der Schuld von uns genommen hat. Ungefärbt ist un-
ser Glaube, wenn er auf Gottes Wort baut anstatt der Meinung der
Gesellschaft zu folgen. Reine Liebe, ein gutes Gewissen und unge-
färbter Glaube sind die Ziele, die wir nicht aus den Augen verlieren
dürfen. Das Gesetz, das heißt die Gebote des Alten Testamentes
dienten den Menschen dazu, ihre Sünde vor Gott zu erkennen. Wer
auf der Grundlage des Evangeliums lebt, braucht jedoch keinen
starren Katalog an Regeln und Vorschriften, weil Liebe, Glauben
und sein Gewissen ihm den rechten Weg weisen.

Gebet: Herr, lass mich selbst an der Hauptsache festhalten und an-
dere so unterweisen.

Ein Wort: Liebe und Glauben sind die Hauptsache