30. Mai 2012

Der Gott der Ordnung

1. Korinther 14,26-40

(1. Korinther 14,33) Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung,
sondern des Friedens.
Die Gemeinde in Korinth war reich mit Geistesgaben gesegnet. Es
gab viele, die in Zungen redeten oder prophetisch reden konnten.
Weil jeder seine Gabe zu Gehör bringen wollte, ging es laut und
chaotisch zu. Oft redeten mehrere gleichzeitig oder sie redeten in
Zungen, ohne dass die Zungenrede ausgelegt wurde. Offenbar gab
es einige Frauen, die sich besonders in den Vordergrund drängten.
Durch Lärm und Unordnung wurde der Gottesdienst gestört und es
gab keine Umgebung, in der Gott angebetet werden konnte oder
die Gemeindemitglieder geistlich wachsen konnten. Gott ist aber
nicht ein Gott der Unordnung. Gott hat die Schöpfung mit perfekter
Ordnung geschaffen und das Chaos bereits am ersten Schöpfungstag
durch sein Licht vertrieben. Deshalb wird Gott nicht mit Chaos
und Unordnung, sondern mit Ordnung und Frieden geehrt. Zum
Gottesdienst gehören Psalmen, Lehre, Offenbarung, Zungenrede
mit Auslegung und prophetische Rede. Alles soll zur Erbauung geschehen
und ehrbar und ordentlich zugehen.

Gebet: Herr, du bist nicht der Gott der Unordnung, sondern des
Friedens. Lass mich für dich eine Umgebung schaffen, in der du angebetet
werden kannst und Menschen erbaut werden.

Ein Wort: Gott ist der Gott des Friedens

29. Mai 2012

Die Gabe der prophetischen Rede

1. Korinther 14,1-25

(1. Korinther 14,1) Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben
des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen
Rede!
Wir sollen in der Liebe wachsen. Wir sollen auch nach der Gabe der
prophetischen Rede streben. Prophetische Rede bedeutet nicht,
vage Voraussagen für die Zukunft zu treffen, sondern Gottes Wort
so auszulegen und an die Menschen weiterzugeben, dass sie dadurch
geistliche Hilfe erfahren. Wer prophetisch redet, der redet
den Menschen zur Erbauung, zur Ermahnung und zur Tröstung. Im
Gegensatz dazu ist die Zungenrede eine Rede für Gott, da niemand
sie versteht. Sie stärkt unseren persönlichen Glauben und unser
Gebet, aber für die Gemeinde muss sie erst ausgelegt werden. Deshalb
wollte Paulus in der Gemeinde lieber fünf Worte mit seinem
Verstand als zehntausend Worte in Zungen reden. Wenn in einer
Gemeinde prophetisch geredet wird, dann werden die Ungläubigen
ihrer Sünde überführt, sodass sie Buße tun und Gott anbeten können.
Prophetische Rede ist eine Gabe, die wir entwickeln können,
indem wir Gottes Wort von ganzem Herzen studieren und tiefgehend
erforschen.

Gebet: Herr, lass mich nach der Gabe der prophetischen Rede streben,
damit andere dadurch erbaut, ermahnt und getröstet werden
können und Jesus als ihren Herrn annehmen.

Ein Wort: Strebe nach der Gabe der prophetischen Rede!

26. Mai 2012

Die Liebe ist …

1. Korinther 13,1-13

(1. Korinther 13,13) Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese
drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Diese Kapitel gibt die schönste und beste Beschreibung der Liebe.
Die Liebe ist die größte und beste Gabe, weil sie die zentrale Eigenschaft
Gottes ist. Ohne Liebe ist unsere Rede hohl, auch wenn
wir mit Engelszungen reden, ohne Liebe sind auch tiefe Erkenntnis
und aller bergeversetzende Glaube nichts. Ohne Liebe ist unsere
vollkommene Hingabe bedeutungslos. Wie ist die Liebe? Die Liebe
ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt
nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie
rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt
alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf, wo
doch das prophetische Reden, das Zungenreden und die Erkenntnis
aufhören werden. Glaube, Hoffnung und Liebe sind wesentliche
Elemente unseres Christenlebens. Aber die Liebe ist die größte unter
ihnen. Jesus hat uns vorgelebt, was Liebe ist. Lasst uns auf Jesus
schauen, seine Liebe erfahren und in dieser Liebe wachsen.

Gebet: Herr, danke für die vollkommene Liebe, die du uns durch
Jesus erwiesen hast. Lass mich heute einem Menschen praktisch
meine Liebe erweisen.

Ein Wort: Die Liebe ist die größte unter ihnen

25. Mai 2012

Viele Glieder – ein Leib

1. Korinther 12,12-31

(1. Korinther 12,27) Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch
ein Glied.
Die christliche Gemeinde ist der Leib Christi. Die Christen sind Gliedern
an einem Leib gleichzusetzen. Durch den Geist sind sie zu einer
Einheit zusammengefügt. Sie gehören zusammen, auch oder gerade
weil sie sehr verschieden sind. Einheit ist nicht gleichbedeutend
mit Einförmigkeit. In einem Leib sind die einzelnen Glieder aufeinander
angewiesen. Das Auge braucht das Ohr und umgekehrt und
beide brauchen die Füße. Wenn der kleine Zeh schmerzt, leidet der
ganze Körper. Wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder
mit. Gott hat jedem Christen seine besonderen Gaben gegeben. Wir
sollen uns deshalb nicht miteinander vergleichen und miteinander
konkurrieren. Wir sollen nicht auf die Gaben anderer neidisch sein
oder auf sie herabschauen. Stattdessen sollen wir mit unseren Gaben
den anderen dienen. Wir sollen andere mit ihren Gaben hochachten,
auch wenn ihre Aufgabe niedrig aussieht. Wir sollen für das
Werk Gottes mit einem Herzen gut zusammenarbeiten.

Gebet: Herr, lass mich alle Glieder an deinem Leib hochachten und
meine Gaben einsetzen, um den Leib Christi aufzubauen.

Ein Wort: Ein Geist, ein Leib, viele Glieder

24. Mai 2012

Viele Gaben – ein Geist

1. Korinther 12,1-11

(1. Korinther 12,4) Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.
Paulus wollte die Korinther über die Gaben des Heiligen Geistes
nicht im Ungewissen lassen. Als sie noch Heiden waren, dienten
sie stummen Götzen. Jetzt redeten sie durch die Kraft des Heiligen
Geistes. Wenn jemand Jesus den Herrn nennt, geschieht das immer
durch das Wirken des Heiligen Geistes. Derselbe Heilige Geist bringt
in verschiedenen Menschen verschiedene Gaben hervor, er rüstet
sie für verschiedene Ämter aus und überträgt ihnen verschiedene
Kräfte. Das Wirken des Geistes ist individuell, deshalb sollen wir
uns nicht miteinander vergleichen. Zu den Geistesgaben gehören
beispielsweise, von der Weisheit oder Erkenntnis zu reden, Glaube,
die Gabe, gesund zu machen, die Kraft, Wunder zu tun, prophetische
Rede, die Gabe, Geister zu unterscheiden, Zungenrede oder
die Gabe, sie auszulegen. Diese Gaben sind uns zum Nutzen aller
gegeben. Deshalb besteht kein Grund, deswegen stolz oder überheblich
zu werden, sondern wir sollen unsere Gaben zum Segen für
andere gebrauchen.

Gebet: Herr, danke für die Gaben deines Geistes. Wirke unter uns
mit deinem Geist und lass mich meine Gaben zum Nutzen aller einsetzen.

Ein Wort: Ein Geist wirkt verschiedene Gaben

23. Mai 2012

Das Abendmahl des Herrn

1. Korinther 11,17-34

(1. Korinther 11,25) Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem
Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut;
das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
Die Korinther feierten bei ihren Zusammenkünften auch das Abendmahl.
Aber es war kein wirkliches Liebesmahl, sondern es gab Gruppenbildungen.
Anstatt aufeinander zu warten, nahm jeder sein eigenes
Essen vorweg, und die Reichen waren teilweise betrunken,
während die Armen hungerten. Paulus musste sie noch einmal die
Bedeutung des Abendmahls lehren. Das Brot ist Jesu Leib, den er
für uns geopfert hat. Der Kelch steht für den neuen Bund im Blut
Jesu. Der alte Bund des Gesetzes war unvollkommen, weil die Menschen
ihn wegen ihrer Sünde nicht halten konnten. Jesus vergoss
sein Blut, um uns von unserer Sünde frei zu machen und einen
neuen Bund mit uns aufzurichten. Bei jedem Abendmahl erinnern
wir uns daran. Unsere Aufgabe ist es, Jesu Tod zu verkündigen, bis
er wiederkommt. Ein Abendmahl ohne Liebe und Rücksichtnahme
untereinander ist bedeutungslos. Deshalb sollen wir uns selbst vor
Gott prüfen.

Gebet: Herr, danke für den neuen Bund in dem Blut Jesu. Gebrauche
mich, seinen Tod zu verkündigen, bis er wiederkommt.

Ein Wort: Ein neuer Bund durch das Blut Jesu

22. Mai 2012

Das Beispiel Christi

1. Korinther 11,1-16

(1. Korinther 11,1) Folgt meinem Beispiel wie ich dem Beispiel
Christi!
Paulus forderte die Korinther auf, seinem Beispiel zu folgen. Er
konnte das tun, weil er selbst dem Beispiel Christi folgte. Wenn
geistliche Leiter sich bemühen, dem Beispiel Christi zu folgen, dann
werden die Mitarbeiter ermutigt, ihrem Beispiel zu folgen. Obwohl
wir in Christus alle Freiheit haben, soll in einer Gemeinde eine geistliche
Ordnung herrschen und Gott geehrt werden. Damals zeigte
ein Mann seine Ehrfurcht vor Gott, indem er seine Kopfbedeckung
in der Gemeinde abnahm, während eine Frau ihren Kopf bedeckt
hielt. Die Kultur hat sich geändert, aber immer noch sollen wir Gott
ehren und unsere Hochachtung vor unseren Glaubensgeschwistern
ausdrücken. Wir sollen prüfen, wie wir in dieser Zeit und Kultur Gott
ehren und andere achten können; wie wir eine gute geistliche Umgebung
für den Gottesdienst schaffen können. Vor allem sollen wir
dem Beispiel Christi folgen und in seinem Bild wachsen, damit wir
gute Vorbilder sein können und andere dadurch ermutigen, dem
Beispiel Christi zu folgen.

Gebet: Herr, danke für das Beispiel Christi. Lass mich diesem Beispiel
folgen und dich und meine Mitchristen hochachten.

Ein Wort: Folge dem Beispiel Christi!

21. Mai 2012

Tut alles zu Gottes Ehre

1. Korinther 10,14-33

(1. Korinther 10,31) Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch
tut, das tut alles zu Gottes Ehre.
Durch das Abendmahl haben wir Gemeinschaft mit dem Blut und
Leib Christi. Unter den Korinthern gab es aber einige, die sowohl
am Abendmahl teilnahmen als auch Götzenopferfleisch aßen. Das
war so, als ob sie gleichzeitig am Tisch des Herrn und am Tisch der
bösen Geister teilnehmen. Paulus warnte vor solchen Kompromissen.
Christus hat uns von der Macht der Sünde und vom Gesetz frei
gemacht. Deshalb dürfen wir alle Speisen essen. Nicht alles, was
erlaubt ist, dient aber auch zum Guten. Wir sollen unsere Freiheit
zur Ehre Gottes gebrauchen, indem wir unsere Glaubensgeschwister
aufbauen. Manchmal müssen wir dafür aus Liebe zu anderen
und aus Rücksicht gegenüber ihrem Gewissen auf bestimmte Speisen
(oder Kleidungsstücke, Verhaltens-weisen usw.) verzichten. Alles,
was wir denken, sagen und tun, auch scheinbar nebensächliche
Dinge wie essen und trinken, arbeiten und ausruhen, Musik oder
Sport treiben und sogar schlafen sollen wir für die Ehre Gottes tun.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich von der Macht der Sünde
und vom Gesetz frei gemacht hat. Hilf mir heute, meine Freiheit zu
deiner Ehre zu gebrauchen.

Ein Wort: Tue alles zu Gottes Ehre!

19. Mai 2012

Wer meint, er stehe

1. Korinther 10,1-13

(1. Korinther 10,12) Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass
er nicht falle.
Paulus erinnert die Korinther an die Geschichte Israels. Gott hatte
sich über sie erbarmt und sie aus der Sklaverei in Ägypten errettet.
Er hatte sie durch eine Wolkensäule geführt. Der Durchzug durch das
Rote Meer war wie eine Taufe. Gott speiste sie mit Brot vom Himmel,
damit sie von ihm allein abhängig wären. Sie tranken Wasser,
das aus einem Felsen kam, was ein Hinweis auf Jesus Christus war.
Doch trotz dieser großartigen geistlichen Erfahrungen vergaßen die
meisten von ihnen die Gnade Gottes und gerieten in verschiedene
Arten von Sünden wie Götzendienst, Unzucht, Unglauben, Undankbarkeit
und Klagen und gingen darin zugrunde. Wir sollen uns durch
sie warnen lassen. Wir dürfen nicht hochmütig und selbstzufrieden
werden, sondern müssen demütig unsere Schwachheit und Anfälligkeit
für die Sünde erkennen, damit wir nicht fallen. Gott ist treu,
dass er uns nicht über unsere Kraft versuchen lässt. Er lässt die Versuchung
so ein Ende nehmen, dass wir bestehen können.

Gebet: Herr, lass mich meine Anfälligkeit gegenüber der Sünde erkennen
und demütig deine Hilfe und Gnade in Anspruch nehmen.

Ein Wort: Sieh zu, dass du nicht fällst!

18. Mai 2012

Ein unvergänglicher Siegespreis

1. Korinther 9,23-27

(1. Korinther 9,24) Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn
laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft
so, dass ihr ihn erlangt.
Hier vergleicht Paulus das Glaubensleben mit einem Wettrennen.
Bei einem solchen Rennen gibt es viele Läufer, aber nur einer kann
den Siegespreis gewinnen. Wer bei einem Leichtathletikwettkampf
gewinnen will, der muss vorher diszipliniert trainieren und auf viele
Dinge verzichten. Dabei ist selbst eine olympische Goldmedaille
eine vergängliche Sache. In unserem Glaubensleben geht es um
viel mehr. Es geht nicht allein um unsere Errettung und wo wir die
Ewigkeit verbringen werden. Es geht um einen ewigen, unvergänglichen
Preis, den Gott für uns bereithält. Deshalb sollen wir unser
Glaubensleben mit Zielstrebigkeit führen. Wir sollen so laufen, dass
wir unser geistliches Ziel erreichen. Dazu brauchen wir Disziplin und
müssen manchmal auf etwas verzichten. Paulus hat uns dies vorgelebt.
Er führte sein Glaubensleben nicht wie aufs Ungewisse. In
seinem geistlichen Kampf schlug er nicht ins Leere. Er disziplinierte
seinen Leib, damit er nicht anderen etwas predigte, was er selbst
nicht vorleben konnte.

Gebet: Herr, danke für den unvergänglichen Siegespreis, den du für
uns bereit hältst. Lass mich heute den geistlichen Kampf mit Zielstrebigkeit
führen.

Ein Wort: Lauft so, dass ihr ihn erlangt!

17. Mai 2012

Ich bin allen alles geworden

1. Korinther 9,19-22

(1. Korinther 9,22) Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden,
damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden,
damit ich auf alle Weise einige rette.
Paulus war ein freier Mann. Er war auch frei vom Gesetz, unter dem
er früher als Pharisäer gelebt hatte. Er war deshalb nicht gesetzlos,
weil er unter dem Gesetz Christi lebte. Doch Paulus lebte nicht, um
seine Freiheit zu genießen. Ihm ging es darum, dass Menschen errettet
werden. Dafür war er bereit gewesen, sich jedermann zum
Knecht zu machen. Er wollte Menschen für Christus gewinnen.
Dafür wurde er den Juden wie ein Jude, denen unter dem Gesetz
wie einer, der unter dem Gesetz lebt, denen ohne Gesetz wie jemand,
der ohne Gesetz lebt. Er wurde sogar den Schwachen ein
Schwacher. Das erinnert uns an Jesus, der ein sterblicher, schwacher
Mensch wurde, um mit uns zu sein und uns zu erretten. Auf
alle Weise wollte Paulus einige retten. Dafür kam er den Menschen
entgegen und holte sie dort ab, wo sie waren. Dafür verleugnete
er seine Gewohnheiten, seine Bequemlichkeit und seine Freiheit.
Durch einen Pharisäer Paulus konnten so nicht nur viele religiöse
Juden, sondern auch viele Heiden gewonnen werden.

Gebet: Herr, hilf mir, dass ich mich selbst verleugne, um den Menschen,
die ich retten will, entgegenzukommen.

Ein Wort: Auf alle Weise einige retten

16. Mai 2012

Was ist denn nun mein Lohn?

1. Korinther 9,1-18

(1. Korinther 9,18) Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium
predige ohne Entgelt und von meinem Recht am Evangelium
nicht Gebrauch mache.
Paulus zählte sich auch zu den Aposteln. Der Beweis dafür waren
die Korinther selbst, in denen das Evangelium mächtig gewirkt hatte.
Als Apostel hatte Paulus einige unbestreitbare Rechte. Er hatte
das Recht, für seine Evangeliumsarbeit ein Gehalt zu bekommen;
er hatte das Recht, zu heiraten und eine Familie zu haben. Das entsprach
nicht nur seiner persönlichen Meinung, sondern der Schrift.
Doch Paulus hatte von allen diesen Rechten keinen Gebrauch gemacht.
Er arbeitete als Zeltmacher, um selbst für seinen Lebensunterhalt
aufzukommen. Er verzichtete auf eine Familie und blieb
ledig, um Gottes Werk ganz zur Verfügung zu stehen. Er tat dies,
um dem Evangelium kein Hindernis zu bereiten. Er konnte auf seine
Rechte verzichten, nicht aber darauf, das Evangelium zu verkündigen.
Er fühlte einen inneren Drang dazu. Sein Lohn bestand nicht in
materiellen Dingen, sondern darin, das Evangelium weiterzugeben.

Gebet: Herr, mache mich bereit, auf meine Rechte zu verzichten,
wenn sie dem Evangelium ein Hindernis bereiten.

Ein Wort: Das Evangelium ohne Eigennutz predigen

28. Februar 2012

Die Liebe baut auf

1. Korinther 8,1-13

(1) Was aber das Götzenopfer angeht, so wissen
wir, dass wir alle die Erkenntnis haben. Die Erkenntnis bläht auf;
aber die Liebe baut auf.

In Korinth wurde das Fleisch von den Tieren, die man den Götzen
geopfert hatte, anschließend zum Verzehr angeboten. Durfte man
dieses Fleisch als Christ essen oder nicht? Wir wissen, dass es nur
einen Gott gibt und dass neben ihm keine Götzen existieren. Gott
hat alle Dinge geschaffen und deshalb sind Verbote für bestimmte
Speisen unnötig.
Die Korinther hatten viele Erkenntnisse, aber ohne Liebe zu Gott
und zu ihren Glaubensgeschwistern wurden sie dadurch nur hochmütig.
Einige unserer Glaubensgeschwister kommen aus einem
nichtchristlichen Umfeld. Für sie ist der Glaube an Jesus damit verbunden,
ihre bisherige Lebensweise zu verlassen. Christus ist für
sie gestorben, deshalb sollten sie absolut hochgeachtet werden.
Wir dürfen sie nicht bitten, irgendetwas zu tun, was ihr Gewissen
verletzt. Wer Gott und seine Glaubensgeschwister liebt, der wird
danach trachten, ihren Glauben aufzubauen. Paulus wollte lieber
zum Vegetarier werden, als seinen Bruder zu Fall zu bringen.

Gebet: Herr, hilf mir, nicht durch Erkenntnis aufgebläht zu werden,
sondern meine Glaubensgeschwister in Liebe aufzubauen.

Ein Wort: Baue den anderen in Liebe auf!

27. Februar 2012

Die Zeit ist kurz

1. Korinther 7,25-40

(29.30) Das sage ich aber, liebe Brüder: Die Zeit
ist kurz. Fortan sollen auch die, die Frauen haben, sein, als hätten
sie keine; und die weinen, als weinten sie nicht; und die sich freuen,
als freuten sie sich nicht; und die kaufen, als behielten sie es nicht;

Sollen junge Frauen und Männer heiraten oder ledig bleiben?
Wie können sie Gott am besten dienen? Paulus hatte hierauf keine
dogmatische Antwort. Gott hat selbst die Ehe geschaffen und
wer heiratet, sündigt natürlich nicht. Paulus hatte gerade in Korinth
durch das Ehepaar Priska und Aquila so viel Unterstützung in seinem
Dienst erfahren. Andererseits wird jemand, der ledig ist, sich
um die Sache des Herrn sorgen, während ein Verheirateter dadurch
in Bedrängnis geraten kann, dass er sich mehr damit beschäftigt,
dem Ehepartner zu gefallen. Deshalb ermahnt Paulus Verheiratete
wie Ledige, sich von den Dingen der Welt frei zu machen und mit
Priorität der Sache des Herrn zu dienen. Die Zeit, die wir hier auf
der Erde verbringen, ist kurz. Deshalb brauchen wir uns nicht wie
für die Ewigkeit hier einzurichten. Wir sollen bereit sein, die Dinge
dieser Welt, wie Ehepartner, Trauer, Freude oder materielle Dinge
loszulassen. Das Wesen dieser Welt ist die Vergänglichkeit. Gottes
Reich und Sache aber bleiben ewig.

Gebet: Herr, hilf mit heute, mit den richtigen Prioritäten zu leben
und deiner Sache von ganzem Herzen zu dienen.

Ein Wort: Sorge dich um die Sache des Herrn!

25. Februar 2012

Bleibe in der Berufung

1.Korinther 7,17-24

(20) Jeder bleibe in der Berufung, in der er
berufen wurde.

Paulus ermutigte die Gläubigen in Korinth, in ihrer Berufung zu bleiben.
Einige waren als Beschnittene, als gläubige Juden berufen worden.
Sie sollten auch bei der Beschneidung bleiben. Andere waren
als Unbeschnittene berufen worden und sollten sich nicht beschneiden
lassen. Gottes Gebote zu halten ist wichtiger als beschnitten
oder unbeschnitten zu sein. Wer als Knecht berufen ist, der ist deshalb
nicht weniger wert. In Jesus ist er bereits ein Freigelassener,
weil er von der Herrschaft der Sünde befreit ist. Wenn ein Knecht
die Möglichkeit hat, frei zu werden, soll er sie natürlich nutzen; aber
Gott dienen kann er auch, wenn er ein Knecht bleibt. Wer als Freier
berufen ist, der ist ein Knecht Christi geworden.
Manchmal denken wir, dass wir wegen unserer Umgebung Gott
nicht dienen können. Doch Gott hat uns gerade in diesen Lebensumständen
berufen. Deshalb sollen wir nicht von der Umgebung
und von den Menschen abhängig sein, sondern Gott unter allen
Umständen dienen.

Gebet: Herr, danke, dass du mich berufen hast. Lass mich dir unter
allen Umständen mit meinem Besten dienen.

Ein Wort: Bleibe bei deiner Berufung!

24. Februar 2012

Ledig oder verheiratet?

1. Korinther 7,1-16

(7) Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären,
wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so,
der andere so.

In der Gemeinde in Korinth war wohl die Frage aufgekommen, ob
es besser sei, ledig oder verheiratet zu sein. Paulus konnte die Frage
nicht pauschal beantworten. Er selbst war ledig und konnte sich so
von ganzem Herzen Gott hingeben. Doch er wusste, dass nicht alle
Menschen so leben konnten. Einige würden von ihrer Begierde verzehrt
werden. Deshalb ist es besser, wenn jeder Mann seine eigene
Frau und jede Frau ihren eigenen Mann hat. In der Ehe gehören beide
nicht sich selbst, sondern dem jeweils anderen, und sollten sich
auch nicht einander entziehen. Wer einmal geheiratet hat, soll sich
nicht voneinander scheiden lassen. Ist es doch zur Scheidung gekommen,
soll man unverheiratet bleiben oder sich miteinander versöhnen.
Was ist nun, wenn mein Ehepartner ungläubig ist? Wenn
er bei mir bleiben will, soll ich mich nicht von ihm trennen, denn
vielleicht kann ich den Ehepartner zum rettenden Glauben führen.
Wenn er sich aber trennen will, bin ich nicht gebunden, und kann in
Jesus Frieden haben.

Gebet: Herr, danke dass du jedem Menschen seine eigene Gabe gegeben
hast. Lass mich, ob ledig oder verheiratet, dich ehren und dir
dienen.

Ein Wort: Diene Gott mit deiner eigenen Gabe!

23. Februar 2012

Ein Tempel des Heiligen Geistes

1. Korinther 6,12-20

(19.20) Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein
Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott
habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer
erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

Den Christen ist alles erlaubt, es gibt keine strengen Regeln und
Verbote. Aber wir sollen wissen, dass nicht alles zum Guten dient.
Sünden und schlechte Gewohnheiten können uns gefangen nehmen
und uns die Freiheit, die wir haben, wieder rauben. Unser
Körper ist nicht unser Eigentum, sondern gehört dem Herrn. Wir
sind Glieder Christi. Die Glieder Christi sollen deshalb rein bewahrt
werden. Im Unterschied zu anderen Sünden betreffen sexuelle Sünden
direkt unseren Körper. Manchmal haben Sünde oder schlechte
Gewohnheiten eine starke Anziehungskraft auf uns. Doch Gott, der
Jesus von den Toten auferweckt hat, stellt uns seine Kraft zur Verfügung,
sodass wir überwinden können. Unser Körper ist nicht nur ein
Glied Christi, sondern auch ein Tempel des Heiligen Geistes, eine
Wohnung für den Heiligen Geist. Deshalb sollen wir mit unserem
Körper Gott ehren. Wir sollen mit unserem Körper so umgehen,
dass er ein Gefäß für den Heiligen Geist bilden kann.

Gebet: Herr, danke, dass du mich teuer erkauft hast. Hilf mir heute,
dass ich mit meinem Körper so umgehen kann, dass ich dich ehre.

Ein Wort: Preist Gott mit eurem Leibe!

22. Februar 2012

Rechtssachen unter Christen

1. Korinther 6,1-11

(2) Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt
richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden
soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten?

In der Gemeinde in Korinth war es offenbar vorgekommen, dass ein
Bruder den anderen vor einem heidnischen Gericht verklagte. Paulus
tadelte sie dafür. Probleme unter Gläubigen sollten auf geistliche
Weise gelöst werden. Die Gläubigen sind Heilige, die am Ende
der Zeiten die Welt und sogar die Engel richten werden. Deshalb
sollten sie in der Lage sein, die Probleme des alltäglichen Lebens zu
lösen, ohne dafür die Hilfe von Ungläubigen heranziehen zu müssen.
Wer seinen Bruder vor Gericht bringt, gleicht jemandem, der
selbst Unrecht tut. Anstatt vor einem weltlichen Gericht ihr Recht zu
erstreiten, sollten sie sich lieber Unrecht tun lassen. Diejenigen, die
Unrecht tun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Dazu gehören
z.B. Unzüchtige, Götzendiener, Ehebrecher, Homosexuelle, Diebe,
Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber. Einige der Korinther
hatten dazu gehört, aber sie waren durch das Blut Jesu davon rein
gewaschen. Deshalb konnten sie jetzt als Heilige vor Gott leben.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich von der Sünde rein gewaschen
hat. Hilf mir, Probleme geistlich zu lösen.

Ein Wort: Lass dich lieber übervorteilen!

21. Februar 2012

Schafft den alten Sauerteig weg

1. Korinther 5,1-13

(7) Darum schafft den alten Sauerteig weg,
damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch
wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist.

In der Gemeinde in Korinth lebte ein Bruder in einer offensichtlich
unmoralischen Beziehung. Bislang hatte die Gemeinde dieses Problem
ignoriert. Doch solch eine Sünde unter Gläubigen wirkt wie ein
Sauerteig. Sauerteig ist klein und unsichtbar, doch er kann den Geschmack
eines ganzen Teiges verändern. Deshalb steht Sauerteig
für den unsichtbaren Einfluss der Sünde eines Menschen. Zum Passafest
wurde ungesäuertes Brot gegessen, und vorher wurde aller
alte Sauerteig weggetan. Das war ein Zeichen der Reinigung. Paulus
ermahnte die Gläubigen in Korinth, an das wahre Passalamm Jesus
Christus zu denken, der für unsere Sünde sein Blut vergossen hat,
und den Sauerteig der Sünde wegzutun. Sie sollten den in offensichtlicher
Sünde lebenden Bruder aus der Gemeinde ausschließen,
ihn „dem Satan übergeben“, damit er Gelegenheit hätte, Buße zu
tun und er doch noch gerettet werden könnte. Wir sollen den Sauerteig
der Sünde rechtzeitig aus unserer Mitte und unserem Herzen
wegtun.

Gebet: Herr, schenke mir Mut, anderen zur Buße zu helfen und
selbst für meine Sünde rechtzeitig Buße zu tun.

Ein Wort: Schaffe den Sauerteig der Sünde weg!

20. Februar 2012

Ein Vater der Gemeinde

1. Korinther 4,14-21

(15) Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher
hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe
euch gezeugt in Christus Jesus durchs Evangelium.

Paulus ermahnte die Korinther als seine lieben Kinder. Ein Erzieher
lehrt seine Schüler die Wahrheit, ermahnt sie, weist sie zurecht,
bestraft sie oder belohnt sie und bemüht sich, ihnen den richtigen
Weg zu weisen. Doch sein Interesse an den Kindern ist nur ein
berufliches. Ein Vater dagegen liebt seine Kinder wie sein eigenes
Leben. Er ist bereit, für das Wohlergehen seiner Kinder alles hinzugeben.
Er erzieht seine Kinder nicht so sehr durch Worte, sondern
vor allem durch sein eigenes Leben. In der Gemeinde in Korinth gab
es viele Lehrer oder Erzieher, die wahre und richtige Dinge lehrten,
aber die Korinther hatten nicht viele Väter. Paulus war ihr geistlicher
Vater, der sie durch das Evangelium gezeugt hatte. Er forderte
sie auf, seinem Beispiel zu folgen. Als Unterstützung hatte er Timotheus
zu ihnen gesandt, den er ebenfalls als seinen geistlichen Sohn
betrachtete. Bald wollte er selbst auch zu ihnen kommen. Er wollte
dann einige zurechtweisen, die geistlich aufgeblasen geworden waren.

Gebet: Herr, lass mich von Paulus lernen, wie ich ein geistlicher Vater
für andere Menschen sein kann.

Ein Wort: Nicht nur Erzieher, sondern geistlicher Vater sein

18. Februar 2012

Narren um Christi willen

1. Korinther 4,6-13

(10) Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber
seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir
aber verachtet.

Die Christen in Korinth waren überheblich geworden, so dass sie
sich über ihre geistlichen Lehrer erhoben und sich selbst mit ihrer
Erkenntnis für klüger und besser hielten. Paulus erinnerte sie daran,
dass es keinen Grund zur Überheblichkeit gab. Alles, was sie an
Erkenntnis und geistlichen Gaben hatten, hatten sie nicht selbst erworben,
sondern durch Gottes Gnade empfangen. Obwohl Paulus
wirklich Grund gehabt hätte, stolz auf sein Glaubensleben zu sein,
sah er sich und die Apostel als Allergeringste hingestellt. Um Christi
willen war er bereit gewesen, zum Narren zu werden, schwach zu
werden und verachtet zu sein. Er litt bis zu dieser Stunde Hunger,
Durst und Blöße, wurde geschlagen und hatte keine feste Bleibe,
während er sich mit seiner Hände Arbeit abmühte, um ein finanziell
selbständiges Leben zu führen. Er beantwortete das Böse mit Gutem:
Wenn er geschmäht wurde, segnete er, wenn er verfolgt wurde,
duldete er es, wenn er verlästert wurde, redete er freundlich.
So konnte er Menschen gewinnen.

Gebet: Herr, vergib mir meine Überheblichkeit. Mache mich bereit,
um Christi willen zum Narren zu werden und alles auf mich zu nehmen,
um Menschen für dich zu gewinnen.

Ein Wort: Sei ein Narr um Christi willen!

17. Februar 2012

Haushalter über Gottes Geheimnisse

1.Korinther 4,1-5

(2) Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern,
als dass sie für treu befunden werden.

Paulus war gegen jeden Personenkult. Er hielt sich selbst und andere
Evangeliumsarbeiter für Diener Christi und für Haushalter über
Gottes Geheimnisse. Gottes Geheimnis besteht darin, durch Jesus
einen Weg geschaffen zu haben, wie die Menschen von ihrer Sünde
frei werden und zu ihm zurückkommen können. Jedem Gläubigen
ist dieses Geheimnis anvertraut und er wird damit zum Haushalter
oder Verwalter der Geheimnisse Gottes.
Die entscheidende Eigenschaft eines Verwalters ist die Treue. Treue
Menschen haben unabhängig der Umstände eine absolute Haltung
gegenüber ihrer Aufgabe. Vielleicht sieht ihr Leben nicht so
großartig oder erfolgreich aus oder sie müssen sogar viel Kritik von
anderen hören. Entscheidend ist aber nicht, was Menschen von ihnen
denken, sondern wie Gott sie am Tage des Gerichtes beurteilen
wird. Dann wird Gott unsere geheimen Herzensgedanken ans Licht
bringen und uns nach unseren wahren Motiven und unserer Haltung
gerecht beurteilen.

Gebet: Herr, danke, dass du mich zum Verwalter deiner Geheimnisse
eingesetzt hast. Lass mich dir und meiner Aufgabe treu sein.

Ein Wort: Sei ein treuer Haushalter!

16. Februar 2012

Ihr seid Gottes Tempel

1. Korinther 3,16-23

(16) Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid
und der Geist Gottes in euch wohnt?

Die Gemeinde in Korinth war kein Kirchengebäude. Sie war eine
Gemeinschaft von Sündern, die durch Jesus Vergebung erfahren
hatten und verändert worden waren. Gottes Geist wohnte in ihnen
und machte sie zu lebendigen Steinen an Gottes Haus. Somit waren
sie der Tempel Gottes.
Eine solche Gemeinschaft ist heilig und darf nicht verdorben werden.
Was könnte Gottes Tempel verderben? Paulus sieht zum Einen
eine Gefahr in dem Hochmut, weltlich weise sein zu wollen. Weltliche
Weisheit gilt jedoch nichts vor Gott, die Weisheit der Welt ist
sogar Torheit bei Gott. Das zweite Problem sieht Paulus darin, dass
sich die Korinther ihrer menschlichen Vorbilder rühmten. Sie sollten
nicht einem Menschen, sondern Christus angehören. Wer Christus
angehört, der hat alles. Wie können wir den Tempel, das heißt, die
Gemeinde Gottes heilig halten? Wir sollen unser Leben unter die
Herrschaft Gottes stellen, ein Leben führen, das Gottes Geist ehrt
und demütig sein, anstatt uns weltlicher Weisheit zu rühmen.

Gebet: Herr, danke für deinen Geist, der in mir wohnt. Lass mich ein
lebendiger Stein an deinem Haus sein.

Ein Wort: Ihr seid Gottes Tempel.

15. Februar 2012

Jesus Christus, das einzige Fundament

1. Korinther 3,10-15

(11) Einen andern Grund kann niemand legen
als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

Paulus vergleicht hier die Evangeliumsarbeiter mit Baumeistern am
Haus Gottes. Das wichtigste an einem Bauwerk ist das Fundament.
Paulus als ein weiser Baumeister bemühte sich, Jesus Christus als
das Fundament zu legen. Jesus Christus ist das einzige Fundament,
das stabil genug ist, uns durchs Leben zu tragen. Alle anderen Fundamente
wie Philosophie, Macht, Erfolg oder menschliche Weisheit
sind nicht tragfähig in den Stürmen des Lebens.
Neben dem Fundament ist auch das Baumaterial eines Hauses
wichtig. Am Tag des Gerichtes wird unser Lebenshaus mit Feuer
geprüft werden. Baumaterialien wie Holz, Heu oder Stroh werden
vergehen, edle Materialien wie Gold, Silber oder Edelsteine können
bestehen. Jesus Christus ist bereits als Grund unseres Glaubenslebens
gelegt. Es liegt nun an uns, was darauf gebaut wird. Besteht unser
Glaubensleben aus dem Heu und Stroh menschlicher Weisheit
oder religiöser Traditionen oder aus dem Gold von Gottes Wort,
Gebet, Gehorsam und Glauben?

Gebet: Herr, danke für Jesus, das feste Fundament des Glaubens.
Lass mich mein Lebenshaus mit Weisheit darauf bauen.

Ein Wort: Sei ein weiser Baumeister!

14. Februar 2012

Gottes Mitarbeiter

1. Korinther 3,1-9

(9) Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes
Ackerfeld und Gottes Bau.

Die Korinther verhielten sich geistlich wie unmündige Kinder, die
untereinander voller Zank und Eifersucht waren. Paulus musste
ihnen geistliche Milch statt fester Speise geben. Vor allem orientierten
sie sich an menschlichen Führern, anstatt Christus nachzufolgen
und in Christus zu wachsen. Paulus vergleicht seine Arbeit
und die anderer Mitarbeiter mit verschiedenen Tätigkeiten, die zum
Wachstum einer Pflanze notwendig sind. Er hatte gepflanzt, indem
er die Gemeinde in Korinth gegründet hatte. Apollos hatte begossen,
indem er dort über eine längere Zeit das Evangelium gepredigt
hatte und besonders denen geistlich half, die schon gläubig geworden
waren. Gott aber war es, der das geistliche Wachstum gegeben
hatte. Welche Aufgabe wir in Gottes Werk erfüllen, ist nicht
entscheidend. Es ist vielmehr Gottes Gnade, dass er uns zu seinen
Mitarbeitern macht. Dass ein Mensch geistlich wiedergeboren wird
und geistlich wächst, ist allein Gottes Werk. Deshalb können wir uns
nicht dessen rühmen.

Gebet: Herr, danke, dass ich ein Mitarbeiter in deinem Werk sein
kann. Lass mich meine Aufgabe gut erfüllen und gib du das Gedeihen
dazu.

Ein Wort: Gott gibt das Gedeihen.

13. Februar 2012

Allein Jesus Christus, der Gekreuzigte

1. Korinther 2,1-16

(2) Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts
zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten.

Paulus war ein gebildeter Pharisäer. Doch er hatte gar nicht erst
versucht, die Korinther mit überredenden Worten menschlicher
Weisheit vom Evangelium zu überzeugen. Stattdessen predigte
er nur Jesus Christus, den Gekreuzigten. Menschlich gesehen
war sein Auftritt gar nicht beeindruckend, sondern er predigte in
Schwachheit, Furcht und mit großem Zittern. Aber er wollte, dass
der Glaube der Korinther nicht auf Menschenweisheit, sondern auf
Gottes Kraft gegründet wird. Die Weisheit Gottes ist etwas, was mit
menschlicher Weisheit nicht ergründet werden kann. Sie ist im Geheimnis
verborgen. Diese Weisheit offenbart Gott den Menschen,
die ihn lieben, durch seinen Geist. Ohne Gottes Geist empfangen zu
haben, kann niemand geistliche Dinge erkennen oder beurteilen.
Der natürliche Mensch, der Gottes Geist nicht hat, kann die geistliche
Welt nicht verstehen. Ein geistlicher Mensch ist jemand, der
Gottes Geist empfangen hat und Christi Sinn hat. Er kann alles vom
Standpunkt Gottes aus beurteilen.

Gebet: Herr, danke, dass du deinen Geist denen gibst, die dich lieben.
Lass mich nicht menschliche Weisheit, sondern allein Christus,
den Gekreuzigten, weitergeben.

Ein Wort: Nichts wissen als allein Jesus Christus

11. Februar 2012

Das Wort vom Kreuz ist eine Gotteskraft

1. Korinther 1,18-31

(18) Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit
denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist’s
eine Gotteskraft.

Das Wort vom Kreuz trennt die Menschen in zwei Gruppen: Die
einen halten es für eine Torheit und gehen für immer verloren. Die
anderen nehmen das Wort vom Kreuz einfach an und werden errettet.
Für sie ist das Wort vom Kreuz eine Gotteskraft. Weil Jesus
für ihre Sünde gestorben und von den Toten auferstanden ist, sind
sie frei geworden von der Macht der Sünde und des Todes und können
ein erneuertes Leben in Christus führen.
Das Wort vom Kreuz anzunehmen hat nichts zu tun mit menschlicher
Klugheit oder Intelligenz. Gott erwählte gerade törichte
Menschen, um die Weisen der Welt zu beschämen. Menschliche
Weisheit hatte vergeblich versucht, auf verschiedene Weise zu Gott
zu kommen. Aber weder die Griechen mit ihrer Philosophie noch
die Juden mit ihrer Suche nach Zeichen konnten Gott erkennen. Der
gekreuzigte Christus war den einen ein Ärgernis, den anderen eine
Torheit, aber denen, die ihn annehmen, ist er auch heute Gottes
Kraft und Gottes Weisheit.

Gebet: Herr, danke für das Wort vom Kreuz, das mich errettet hat
und mir jeden Tag deine Kraft gibt.

Ein Wort: Christus ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

10. Februar 2012

Ist Christus etwa zerteilt?

1. Korinther 1,10-17

(17) Denn Christus hat mich nicht gesandt zu
taufen, sondern das Evangelium zu predigen – nicht mit klugen Worten,
damit nicht das Kreuz Christi zunichte werde.

Durch einen Brief von Chloë hatte Paulus erfahren, dass es Spaltungen
in der Gemeinde in Korinth gab. Es hatten sich verschiedene
menschenzentrierte Parteien gebildet, die sich um ihre jeweiligen
Anführer oder Vorbilder gruppierten. Einige sagten, sie gehörten
zu Paulus, vielleicht weil sie meinten, sie seien besonders missionarisch
ausgerichtet. Einige sagten, sie gehörten zu Apollos, weil sie
sich für besonders intellektuell hielten. Andere sagten, sie gehörten
zu Kephas, weil sie sich als traditionsbewusste Juden fühlten. Wieder
andere sagten, sie gehörten zu Christus, so als ob alle anderen
nicht zu Christus gehörten. Angesichts dieses Durcheinanders war
Paulus froh, dass er nur wenige Menschen in Korinth selbst getauft
hatte, sodass diese Art Spaltung nicht noch dadurch gefördert würde.
Er war gekommen, das einfache Evangelium zu predigen, nicht
Menschen an seine Person zu binden. Er ermahnte die Korinther
zur Einigkeit. Sie sollten eines Herzens und eines Sinnes zusammenarbeiten
und einander hochachten und lieben.

Gebet: Herr, danke für das einfache Evangelium, das mich errettet
hat. Lass mich eines Herzens und Sinnes mit den Glaubensgeschwistern
zusammenarbeiten.

Ein Wort: In einem Sinn und in einer Meinung

9. Februar 2012

Gott, der uns berufen hat, ist treu

1.Korinther 1,1-9

(9) Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid
zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

In der Gemeinde in Korinth gab es viele Probleme. Trotzdem beginnt
Paulus seinen Brief nicht kritisch, sondern mit Dankbarkeit. Er
nennt die Gemeinde in Korinth „die Geheiligten in Christus Jesus,
die berufenen Heiligen“. Sie waren Heilige, nicht wegen ihrer menschlichen
guten Eigenschaften, sondern weil Gott sie berufen hatte.
Paulus dankte dafür, dass die Predigt von Jesus Christus ihn ihnen
kräftig gewirkt hatte, sodass sie keinen Mangel an irgendeiner Gabe
hatten, und außerdem reich waren in aller Lehre und aller Erkenntnis.
Tatsächlich wurden die Geistesgaben in der Gemeinde in
Korinth ebenso gepflegt wie heute in charismatischen Gemeinden.
Geistlich war die Gemeinde also in jeder Hinsicht gut ausgerüstet,
so dass sie nur auf die Wiederkunft Jesu warteten.
Paulus hatte auch die feste Zuversicht, dass Gott sie bis zu diesem
Tag im Glauben fest erhalten würde. Denn auch wenn Menschen
schwach und untreu sind, ist Gott doch treu, der uns berufen hat.

Gebet: Herr, danke, dass du mir treu bist, auch wenn ich selbst
schwach bin. Erhalte mich in deiner Berufung.

Ein Wort: Gott ist treu.