8. September 2010

1. Könige 19,19-21

Elisas Berufung

(1. Kön 19,21) Und er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen. Er sprach zu ihm: Wohlan, kehre um! Bedenke, was ich dir getan habe!
Nachdem Elia vom Berg Horeb zurückgekehrt war, machte er sich zuerst auf, Elisa zu finden, der sein Nach-folger als Prophet sein sollte. Elisa kam offensichtlich aus einer reichen Familie. Denn als Elia ihn fand, pflügte er mit zwölf Jochen Rinder, wobei er selbst das zwölfte Paar antrieb. Vielleicht war er Aufseher über die Arbeit mehrerer Sklaven. Als Elia seinen Mantel über ihn warf, wusste Elisa, dass Gott ihn berief. Das erste, woran er dachte, waren seine Eltern. So fragte er Elia, als er die-sem nachlief, ob er zum Abschied seine Eltern küssen dürfe. Elia sagte ihm, dass er so die Nachfolge vergessen könnte und lieber wieder umkehren solle. Elisa ging zurück, doch nicht um seine Eltern zu küssen. Er ging zurück, um die Joche der Rinder, mit denen er gepflügt hatte, zu verbrennen und das Fleisch der Rinder zu ko-chen. Er hatte sich entschieden, nicht länger als Sohn seiner Eltern, sondern als Knecht Gottes zu leben und Gott zu gehorchen. Er folgte Elia nach und diente ihm.
Gebet: Herr, du hast mich in deiner Gnade berufen. Hilf mir, dies zu bedenken und mit neuer klarer Entscheidung als dein Knecht zu leben, indem ich dir gehorche.

Ein Wort: Bedenke, was Gott dir getan hat!

7. September 2010

1. Könige 19,1-18

Gott will übriglassen siebentausend

(1. Kön 19,18) Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.

Elia hatte auf dem Berg Karmel gegen die Priester des Baal gewonnen. Er war so voller Geist, dass er rennend Ahabs Wagen auf dem Weg zu Isebel überholte. Doch die Königin Isebel war sehr zornig und schwor, Elia zu töten. Elia rannte um sein Leben, bis er nach Beerscheba kam. Völlig niedergeschlagen und erschöpfte betete er zu dem Herrn, dass er sterben möge. Dann schlief er unter einem Baum in der Wüste ein. Gott sandte einen Engel, um ihn zu speisen. Mit der Kraft dieser Speise ging er vierzig Tage und Nächte hindurch, bis zum Berg Horeb, wo Gott seinen Bund mit Israel geschlossen hatte. Elia sagte dem Herrn, dass er ihm mit Eifer gedient hatte, die Israeliten jedoch den Bund abgelehnt und die Propheten getötet hatten. Nur er, Elia, war übriggeblieben. Gott demonstrierte seine Macht, aber er sprach zu Elia mit einem stillen, sanften Sausen. Er sagte: „Geh zurück!“ Elia sollte zwei Männer als Gottes Werkzeuge des Gerichts sowie seinen eigenen Nachfolger, Elisa, salben. Elia war nicht allein, wie er gedacht hatte. Gott wollte siebentausend in Israel übriglassen, die ihre Knie nicht gebeugt hatten vor Baal.
Gebet: Herr, danke, dass du in meinem Volk siebentau-send übriglassen willst; deshalb kann ich zurückgehen.
Ein Wort: Geh zurück!

6. September 2010

1. Könige 18,16b-46

Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten?

(1. Kön 18,21) Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist’s aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.

Ahab bezeichnete Elia als denjenigen, der Israel ins Unglück stürzte. Ahab war jedoch der wahre Grund für Israels Unglück. Die Befehle des Herrn hatte er verlassen und folgte Baal nach, statt dem Herrn. Der Samen der moralischen Verdorbenheit war von ihm gesät worden. Er hatte Israel auf den Weg der Zerstörung geführt. Elia forderte das Volk heraus, eine klare Entscheidung für Gott und die Wahrheit zu treffen, statt länger auf beiden Seiten zu hinken. Wenn der Gott der Bibel wahrhaftig ist, dann müssen wir ihn anbeten und ihm gehorchen. Wir müssen uns zwischen unseren eigenen Wegen und dem Gehorsam gegenüber Gottes Wort entscheiden. Nichts ist elender, als sein Glaubensleben unentschlossen zu führen. Elia forderte die vierhundert Propheten des Baal zu einem Wettkampf heraus. Als Elia zu Abrahams Gott betete, fiel Feuer vom Himmel. Das Volk glaubte, dass der HERR Gott ist. Die Propheten des Baal wurden getötet und Regen kam.

Gebet: Herr, ich habe lange genug auf beiden Seiten gehinkt und keine klare Entscheidung getroffen, mit meinem Leben dich allein anzubeten. Hilf mir, dir konsequent nachzufolgen, denn du bist der Herr der Welt.

Ein Wort: Ist der HERR Gott, so wandle ihm nach

4. September 2010

1. Könige 18,1-16a

So wahr der Herr lebt

(1. Kön 18,15.16a) Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: Ich will mich ihm heute zeigen.

Im dritten Jahr der Trockenheit und großen Hungersnot, die in Israel herrschte, sprach Gott nach langer Zeit wieder zu Elia. Elia sollte zu Ahab gehen und ihm sagen, dass Gott es regnen lassen wird. Ahab hatte in der vergangen Zeit Elia überall suchen lassen, weil er ihm die Schuld für die Hungersnot gab. Isebel hatte ihre Bemühungen in dieser Zeit auch weiter fortgesetzt, die Propheten Gottes und damit die Anbetung Gottes in Israel völlig zu vernichten. Doch es war ihr nicht gelungen. Obadja, der Hofmeister, fürchtete Gott sehr. Er hatte sein Leben riskiert, um hundert Propheten des Herrn in Sicherheit zu bringen. Diese versorgte er mit Brot und Wasser, was in Zeiten einer Hungersnot auch für einen Hofmeister äußerst schwierig gewesen sein muss. Eines Tages war er unterwegs, um Weideland zu finden, als er Elia begegnete. Obadja befürchtete, wenn er davon berichteten würde, Elia getroffen zu haben, würde Elia verschwinden und er selbst vom König getötet werden. Dennoch gehorchte Obadja dem Knecht Gottes. Elia und Obadja fürchteten Gott mehr als Menschen. Sie glaubten an den lebendigen Gott und gehorchten ihm.

Gebet: Herr, stelle in meinem Volk solche Männer des Glaubens wie Elia und Obadja auf, die dich allein fürchten und dir gehorchen.

Ein Wort: Fürchte Gott, nicht die Menschen

3. September 2010

1. Könige 17,1-24

Des Herr Wort ist Wahrheit

(1. Kön 17,24) Und die Frau sprach zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist, und des HERRN Wort in deinem Munde ist Wahrheit.

Ahab regierte zweiundzwanzig Jahre über Israel. Seine Regierungszeit gehört zu einer der dunkelsten Zeiten in der Geschichte Israels, weil der den Baalskult einführte und alle Priester des Herrn ausrotten wollte (18,4). Aber genau in dieser Zeit berief Gott Elia. Elia verkündigte Gottes Botschaft an Ahab. Der Gott Israels lebt. Diesen lebendigen Gott sollten sie erfahren, indem es nicht mehr regnen würde bis Elia es sagen würde. Elias Leben war in Gefahr, darum sandte Gott ihn an einen geheimen Ort. Raben speisten ihn, und er trank Wasser von einem kleinen Bach. Der Bach vertrocknete, darum sandte Gott Elia zu einer heidnischen Witwe. Sie und ihr Sohn kämpften ums Überleben. Als aber Elia sie darum bat, ihr Brot mit ihm zu teilen, glaubte sie an Gottes Wort und gab zuerst Elia zu essen. Gott segnete ihren Glauben und hielt sein Wort. Ihr Mehltopf und Ölkrug wurde nicht leer, bis die Hungersnot zu Ende war. Später wurde ihr Sohn sehr krank, so dass er starb. Elia betete für ihn und er wurde wieder lebendig. Sie erkannte, dass Elia Gottes Mann und sein Wort Gottes Wort der Wahrheit war.

Gebet: Herr, hilf mir, deinem Wort zu vertrauen und zu gehorchen und dir, dem lebendigen Gott, zu begegnen.

Ein Wort: Nun erkenne ich

2. September 2010

1. Könige 16,8-34

Abgötterei erzürnt Gott

(1. Kön 16,26) Und wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seiner Sünde, durch die dieser Israel sündigen machte, dass sie den HERRN, den Gott Israels, erzürnten durch ihre Abgötterei.

Ela, der Sohn Baschas, regierte nur zwei Jahre über Israel, weil auch er einer Verschwörung zum Opfer fiel. Simri erschlug ihn. In den nur sieben Tagen seiner Herrschaft erschlug Simri das ganze Haus Baschas, wie es Jehu prophezeit hatte. Das Volk nahm Simri nicht als neuen König an und er beging Selbstmord. Die eine Hälfte des Volkes setzte Omri, den Feldhauptmann, zum König über Israel. Die andere Hälfte erwählte Tibni zum König. Schließlich setzte sich Omri durch. Omri tat, was dem Herrn missfiel, und wandelte in den Wegen Jerobeams. Omri erbaute Samaria und machte es zu Israels Hauptstadt. Er sündigte mehr als alle Könige vor ihm, aber seine Sünden waren gering im Vergleich zu seinem Sohn Ahab. Ahab heiratete Isebel, die Tochter des Königs der Sidonier. In Samaria ließ er sogar einen Tempel für Baal bauen und errichtete ein Bild der Aschera. Abgötterei ist Untreue und erzürnt Gott am meisten. Geistlich gesehen trieb Israel Hurerei. Sie hatten den Bund mit Gott verlassen, deshalb herrschte Chaos in Israel.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Götzendienst, der dich erzürnt und nur Chaos verursacht. Hilf mir, dir treu zu sein.

Ein Wort: Ein untreues Herz erzürnt Gott

1. September 2010

1. Könige 15,25-16,7

Weil ich dich aus dem Staub erhoben habe

(1. Kön 16,2a) Weil ich dich aus dem Staub erhoben habe und zum Fürsten gemacht über mein Volk Israel und du doch wandelst in dem Wege Jerobeams und mein Volk Israel sündigen machst, dass sie mich erzürnen durch ihre Sünde,

Nadab wurde König von Israel. Auch er war wie sein Vater ein Götzendiener. Doch regierte er nur zwei Jahre, weil er einer Verschwörung von Bascha zum Opfer fiel. Bascha töte nicht nur Nadab, sondern erschlug das ganze Haus Jerobeams, wie es Gott geredet hatte (Kap. 14,10). Bascha dachte vielleicht, dass er mit seiner eigenen Kraft zur Macht gekommen war. Aber in Wirklichkeit hatte Gott ihn aus dem Staub erhoben und zum König von Israel eingesetzt. Er sollte deshalb Gott dienen. Doch auch er wandelte in den Wegen Jerobeams, deshalb wollte Gott auch ihn und sein Haus ausrotten. Gott hat uns ähnlich wie Bascha aus dem Staub erhoben. Wir gehörten eigentlich nicht zu dem „edlen Ölbaum“, nicht zum Volk Gottes, wie Paulus im Römerbrief erklärt (Röm 11,17-24). Gott hat uns „wilde Ölzweige“ in den edlen Ölbaum eingepfropft. Wenn wir jedoch auch schlechte Früchte bringen wie Bascha, dann kann er uns auch wieder abhauen. Wir dürfen Gottes Gnade, dass er uns aus dem Staub erhoben hat, nicht vergessen und sollen ihn unser Leben lang anbeten und dienen.

Gebet: Herr, du hast mich aus dem Staub erhoben. Lass mich diese Gnade niemals vergessen und dich anbeten.

Ein Wort: Gott hat mich aus dem Staub erhoben

31. August 2010

1. Könige 15,1-24  

Um Davids willen

(1. Kön 15,4) Denn um Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte zu Jerusalem, dass er seinen Sohn nach ihm erweckte und Jerusalem erhielt,

Abija regierte nur drei Jahre. Er wandelte in den Sünden seines Vaters und war ein Götzendiener. Dennoch nahm Gott seiner Familie nicht die Herrschaft über Juda weg.  Gott vergaß nicht, dass Abija ein Urenkel Davids war. Gott vergaß seine Verheißung an David nicht (2. Sam 7,12.13). So ging Abija, obwohl er gottlos lebte, in den Stammbaum Jesu ein (Mt 1,7). Um Davids willen erweckte Gott Abija einen Nachkommen. So blieb die Königsherrschaft unter der Nachkommenschaft Davids. Während das herrschende Geschlecht der Könige von Israel oftmals wechselte, blieben die Könige in Juda aus dem Geschlecht Davids (1. Chr 3,10ff). Gott war seiner Verheißung absolut treu, um Davids willen, bis Jesus in die Welt kam. Der Nachkomme Abijas war Asa. Asa regierte einundvierzig Jahre. Im Kampf gegen die Kuschiter (2. Chr 14,10) zeigte sich Asas Glauben und Gott segnete ihn deshalb. Asa entfernte die Götzenaltäre. Aber am Ende seines Lebens machte er einen Fehler und gab den Schatz aus dem Hause des Herrn Heiden, um sich vor einem Angriff Israels zu retten (2.Chr 16,7ff).

Gebet: Herr, hilf mir wie David zu tun, was dir gefällt und dir zu gehorchen, damit du um meinet willen mein Volk auch segnen kannst.

Ein Wort: Um Davids willen

30. August 2010

1. Könige 14,21-31  

Sie taten alle die Gräuel der Heiden

(1. Kön 14,24) Es waren auch Tempelhurer im Lande; und sie taten alle die Gräuel der Heiden, die der Herr vor Israel vertrieben hatte.

Rehabeam, der Sohn Salomos und einer Ammoniterin, regierte siebzehn Jahre. Unter anderem wegen seinem Stolz und seiner Habgier war es zur Teilung Israels gekommen (Kap. 12), jedoch hatte er dem Herrn gehorcht und nicht gegen Jerobeam gekämpft. In den ersten drei Jahren seiner Herrschaft wurde das Königreich Juda stark und mächtig. Der Grund waren die Priester, Leviten und die Menschen die Gott anbeteten, die vor Jerobeam aus Israel fliehen mussten und nach Juda kamen (2. Chr 11,16.17). Gott stärkte Juda, weil in den Wegen Davids wandelten. Aber als sich Rehabeam Königtum gefestigt hatte und er mächtig war, verließ er das Gesetz des Herrn und ganz Israel mit ihm (2. Chr 12,1ff). Juda fiel wie Israel in den Götzendienst. Sie machten sich auch Höhen, Steinmale und Ascherabilder. Die Juden lebten nicht als heiliges Volk (2. Mose 19,5.6), sondern gleich wie die Heiden. Weil sie den Herrn verlassen hatten, verließ er auch sie und gab sie in die Hände der Ägypter. Diese nahmen viele Schätze aus Jerusalem mit. Jesu Blut hat die „Gräuel der Heiden“ aus unserem Leben vertrieben. Wir dürften nicht in unser altes Leben fallen.

Gebet: Herr, ich war früher ein Götzendiener. Hilf mir, täglich dich anzubeten und dir zu gehorchen.

Ein Wort: Gott hat die „Gräuel der Heiden“ vertrieben

28. August 2010

1. Könige 14,1-20  

Wegen Jerobeams Sünde

(1. Kön 14,16) Und er wird Israel dahingeben um der Sünde Jerobeams willen, der da gesündigt hat und Israel sündigen gemacht hat.

Jerobeam hätte ein König wie David sein können (8), aber er wandte Gott ganz und gar den Rücken zu. Er richtete Götzen auf und gebrauchte die Religion für politische Zwecke. Als jedoch sein Sohn krank wurde, brauchte er Gott. Seine Frau sandte er verkleidet zum Propheten Ahija. Die Augen des Propheten waren blind, aber seine geistliche Sehkraft war scharf. Der Frau wurde der Tod des Sohnes prophezeit sowie der Untergang des ganzen Hauses Jerobeams. Wegen der Sünde Jerobeams wollte Gott auch Israel dahingeben. Gott wollte Israel schlagen, wie das Rohr im Wasser bewegt wird. Weil sie sich Ascherabilder gemacht hatten, wollte Gott  Israel aus dem verheißenen Land ausreißen und zerstreuen. Der Sohn starb wie prophezeit worden war. Jerobeam starb nach zweiundzwanzig Regierungsjahren. Es ist erschreckend, dass ein Mensch ein ganzes Volk zum Abfall von Gott führen kann, aber diese Wahrheit hat sich in der Geschichte immer wieder wiederholt. Aber wie ein Mensch so schlechten Einfluss ausüben kann, kann auch ein Mensch guten Einfluss ausüben, wenn er sein Leben Gott hingibt und ihm gehorcht.

Gebet: Herr, ich bin nur eine Person, aber ich glaube, dass eine Person ein Volk zu Gott führen kann.

Ein Wort: Sei diese Person!

10. Juni 2010

1. König 10,1-13 

Salomos Reichtum und Weisheit

(1. Kön 10,9b) Weil der HERR Israel lieb hat ewiglich, hat er dich zum König gesetzt, dass du Recht und Gerechtigkeit übst.

Die Königin von Saba hatte von Salomos Weisheit gehört und sich viele Rätselfragen ausgedacht, um seine Weisheit zu prüfen. Als sie Salomos Weisheit und Reichtum mit ihren eigenen Augen sah, geriet sie vor Staunen außer sich und pries den Gott Salomos, der Salomo auf den Thron gesetzt hatte. Sie erkannte, dass der Herr Israel liebte und in seiner Liebe Salomo zum König gesetzt hatte, um Recht und Gerechtigkeit zu üben (9). Salomo war größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf der Welt. Alle Welt begehrte, Salomos Weisheit zu hören und er bekam jährlich sehr viele Geschenke. Sein Reichtum zeigt sich an den 500 goldenen Schilden, die er in seinem Haus aufstellte und auch an seinem Thron, der gleichen nie gemacht worden war. Aber er gehorchte dem Königsgesetz (5. Mose 17,16) nicht, indem er viele Rosse aus Ägypten einführte. Gott hatte Salomo, wie die Königin von Saba erkannt hatte, zum König gesetzt, um Recht und Gerechtigkeit zu üben. Salomo sollte demütig seinem Volk dienen, wie ein Hirte, wie es David getan hatte, aber er genoss nur Gottes Segen, den Reichtum und die Weisheit, und wurde ungehorsam.

Gebet: Herr, weil du mein Volk liebst, hast du mich berufen. Hilf mir, meinem Volk zu dienen, statt deine Gnade nur für mich zu genießen und ungehorsam zu werden.

Ein Wort: Gott hat mich berufen, meinem Volk zu dienen

09. Juni 2010

1. König 9,1-28

Gott ermahnt Salomo

(1. Kön 9,4) …, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, dass du alles tust, was ich dir geboten habe…

Nach der Einweihung des Tempels, erschien der Herr Salomo zum zweiten Mal. Gott hatte Salomo so übereich gesegnet. Er hatte ihm Weisheit, Reichtum, Ehre und Macht gegeben. In Salomos Reich herrschte Frieden. Gott hatte ihn den Tempel bauen lassen und sein Gebet erhört. Die Zeit des Segens ist auch immer die Zeit der Versuchung. Gott weiß, was im Herzen des Menschen ist. Deshalb erschien Gott Salomo und warnte ihn, mit einem rechtschaffenen und aufrichtigen Herzen vor ihm zu leben und Gottes Gebote zu halten. Der Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes, vor allem in der Zeit des Segens, zeigt mit welchem Herzen man vor Gott lebt und ob man für seine Gnade dankt. Gott warnte Salomo klar. Wenn er Gottes Geboten gehorsam sein würde, würde Gott den Thron seines Königtums für ewig bestätigen. Wenn aber Gottes Volk und die Nachkommen Gottes Gebote nicht halten und andere Götter anbeten würden, so würde er sie aus  dem verheißenen Land stoßen und zum Hohn und Spott machen. In der Zeit des Segens müssen wir kämpfen, mit rechtschaffenem Herzen vor Gott zu leben, indem wir seinem Wort gehorchen.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Ungehorsam gegenüber deinem Wort und mein nicht rechtschaffenes Herz.

Ein Wort: Höre die Ermahnung in der Zeit des Segens 

 

08. Juni 2010

1. König 8,55-66 

Sie gingen fröhlich heim

(1. Kön 8,66b) Und sie (…) gingen heim fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der HERR an David, seinem Knecht, und an seinem Volk Israel getan hatte.

Nach dem Gebet segnete Salomo die ganze Gemeinde Israel. Er lobte Gott, der seinem Volk Ruhe gegeben hat und dass nicht ein Wort Gottes dahingefallen ist (56). Er bat darum, dass Gott mit seinem Volk sei, und dass er ihre Herzen ihm zuneige, damit sie gemäß seinem Wort wandeln. Durch ihr Leben für Gott und nach den Geboten Gottes, sollten alle Völker auf Erden Gott als allmächtigen Gott erkennen. Nach dem Gebet opferten Salomo und sein Volk 22.000 Rinder und 120.000 Schafe aus Dank für die Gnade Gottes. Es folgte ein großes Fest, nicht nur in Jerusalem, sondern im ganzen Land. Als das Volk nach Hause ging, waren sie fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der Herr an David und seinem Volk getan hatte. Gott hat auch soviel Gutes an uns und unserem Volk getan, indem er seinen einzigen Sohn für uns am Kreuz hingab. Wenn wir Gott wie Israel mit aller Hingabe anbeten und ihm von Herzen Dankopfer bringen, können wir auch fröhlich und guten Mutes sein.

Gebet: Herr, danke für all das Gute, das du an mir und meinem Volk getan hast. Hilf mir, täglich fröhlich und guten Mutes heimzugehen, indem ich dich anbete und dir Dankopfer bringe.

Ein Wort: Gehe fröhlich heim!

07. Juni 2010

1. König 8,22-54 

Salomos Gebet

(1. Kön 8,52b.53a) Du (…) hörst, sooft sie dich anrufen; denn du hast sie ausgesondert zum Erbe aus allen Völkern…

Salomo kniete vor dem Altar des Herrn und erhob seine Hände zum Gebet vor der ganzen Gemeinde Israels. Salomo hatte einen herrlichen Tempel gebaut, aber er erkannte an, dass Gott viel größer ist als irgendein Tempel. Dennoch bat er Gott, dass Gott sein Gebet erhört. Er bat darum, dass Gott Tag und Nacht seine Gebete und die seines Volkes, die in diesem Tempel gesprochen würden, erhören möge (29.30). Weiter bat er Gott um Gerechtigkeit vor seinem Altar, sowie um Vergebung für sein Volk, wenn es sich zu seinem Namen bekehren würde. Auch bei Naturkatastrophen, verschuldet durch die Sünde oder nicht verschuldet, und bei Krieg, flehte Salomo um Gebetserhörung. Sogar betete Salomo dafür, dass Gott das Gebet der Fremden erhören möge (41ff.), wenn diese zum Tempel kämen, um des Namens Gottes willens. Salomo war sich bewusst, dass es keinen Menschen ohne Sünde gibt (46) und dass Gott sein Volk ausgesondert hat unter allen Völkern (53; 2. Mose 19,5.6). In diesem Bewusstsein betete er zu Gott und bat um Gebetserhörung. In diesem Bewusstsein dürfen wir auch zum allmächtigen und vergebenden Gott beten.

Gebet: Herr, ich bin ein Sünder, aber du hast mir vergeben und hast mich ausgesondert. Hilf mir, als dein Kind, mit der Macht des Gebets zu leben und dich anzurufen.

Ein Wort: Du erhörst, sooft ich dich anrufe

05. Juni 2010

1. König 8,1-21 

Die Bundeslade kommt in den Tempel

(1. Kön 8,20a) Und der HERR hat sein Wort wahr gemacht, das er gegeben hat;

Die Lade stellt das Herz von Gottes Bund mit seinem Volk dar, denn in der Lade war Gottes Wort, die zwei Steintafeln, die Mose am Berg Sinai von Gott erhalten hatte. Sie wurde von den Priestern getragen und an ihren Platz gebracht, unterhalb der Flügel der Cherubim im Allerheiligsten. Auf dem Weg wurden unzählbar viele Tiere geopfert. Als die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Herrlichkeit des Herrn das Haus. Salomo segnete das Volk und gab die Fertigstellung des Tempels bekannt. Die Fertigstellung war die Erfüllung von Gottes Verheißung an sein Volk. Gott hatte David verheißen, dass sein Sohn ihm auf dem Thron nachfolgen und einen Tempel um Gottes Namens willen bauen würde. Er wusste nicht, dass ein anderer Nachkomme Davids diese Verheißung auf eine viel größere Art und Weise erfüllen würde. Jesus wurde der lebendige Stein, der verworfene Eckstein der Erlösung. Wer an ihn glaubt, der wird errettet werden. Auch wir sollen uns zum geistlichen Haus erbauen, zur heiligen Priesterschaft, um viele zur Errettung in Jesus zu führen (1. Petr 2,4-6).

Gebet: Herr, dein Wort ist wahr, du erfüllst deine Verheißungen. Danke für Jesus, den lebendigen Stein der Erlösung. Hilf mir weiter, das geistliche Haus zu bauen.

Ein Wort: Dein Wort ist wahr

04. Juni 2010

1. König 7,1-51  

Der Tempelbau wird vollendet

(1. Kön 7,21a) So wurde das ganze Werk vollendet, das der König Salomo gemacht hatte am Hause des HERRN.

Außer dem Tempel ließ Salomo noch einige Königshäuser bauen. Das Libanon-Waldhaus, einige Hallen, davon eine Thronhalle, in der Salomo Gericht hielt, eine Gerichtshalle, ein Wohnhaus, indem Salomo wohnte und ein Haus für die Tochter des Pharao, die Salomo zur Frau genommen hatte. Während diese Bauprojekte liefen, kümmerte sich Salomo weiter um die Vollendung des Tempels. Dazu wurde eigens Hiram von Tyrus nach Jerusalem geholt, ein Halbjude. Er war ein Kupferschmied voll Weisheit und Verstand in allerlei Kupferarbeiten. Er goss zwei riesige Säulen, jede achtzehn Ellen hoch, die vor der Vorhalle des Tempels errichtet wurden. Die eine nannte er Jachin („Er richtet auf“) und die andere Boas („In ihm ist Stärke“). Auch das Meer, ein riesiges Kupferbecken, das auf zwölf Rindern stand und zehn Becken, auf verzierten beweglichen Gestellen, fertigte Hiram. Dabei wurde soviel Kupfer gebraucht, dass man es nicht mehr wiegen konnte. Die Gerätschaften, die zum Hause des Herrn gehörten, so der Altar, der Tisch für die Schaubrote, die Leuchter und kleinere Gegenstände, wurden aus Gold gefertigt. So wurde das ganze Werk vollendet. Es ist sehr wichtig sein Werk zu vollenden!

Gebet: Herr, du hast mich berufen, den geistlichen Tempel zu bauen. Hilf mir, dieses ganze Werk zu vollenden!

Ein Wort: Vollende das ganze Werk

03. Juni 2010

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1. König 6,1-38  

Der Tempelbau

(1. Kön 6,13 ) Und will wohnen unter Israel und will mein Volk Israel nicht verlassen.

Salomo begann mit dem Tempelbau im vierten Jahr seiner Herrschaft (957 v. Chr.). Der Tempelbau dauerte sieben Jahre. Das steinerne Gebäude wurde mit Hilfe von Hiram, dem König von Tyrus, auf dem Berg Moria in Jerusalem errichtet und hatte die Maße von 60 Ellen Länge, 20 Ellen Breite und 30 Ellen Höhe. Auf einer Baustelle ist es normalerweise sehr laut, aber auf dieser war es ganz leise (7). Voll heiliger Furcht baute man das Haus Gottes. Die Innenräume waren unbeschreiblich herrlich, voller Verzierungen und Gold, so dass man keine Steine sah, sogar der Boden war mit Goldblech abgedeckt. Unser Gott ist der allmächtige Schöpfergott. Wie kann er in einem Gebäude wohnen? Aber Gott hatte sich entschieden, mitten unter seinem Volk zu wohnen und sie nicht zu verlassen. Doch es gab eine Bedingung. Salomo sollte nach Gottes Satzungen wandeln und Gottes Gebote halten. Gott will auch gerne in unserem Herzen, unseren Familien, unserem Land und Kontinent wohnen. Aber wo Gottes Volk seine Gebote missachtet, kann er nicht wohnen. Wo die geistlichen Leiter Gottes Wort relativieren, kann er nicht wohnen.

Gebet: Herr, danke, dass du unter uns wohnen willst. Ich bin ein geistlicher Leiter meines Volkes. Hilf mir, deinem Wort zu gehorchen, damit du unter uns wohnen kannst.

Ein Wort: Gott will! Willst du auch?

02. Juni 2010

1. König 5,15-32  

Die Vorbereitung des Tempelbaus

(1. Kön 5,32b) So bereiteten sie Holz und Steine zu, um das Haus zu bauen.

David hatte Gott ein Haus bauen wollen. Aber Gott hatte David durch Nathan gesagt, dass nicht er, sondern sein Nachkomme, ihm ein Haus bauen soll (1.Chr 17,11.12). Vor seinem Tod hatte deshalb David Salomo angewiesen, Gottes Haus zu bauen und ihm auch die Entwürfe dafür gegeben, die Gott ihm gegeben hatte (1.Chr 28,19). Gott hatte Salomo Reichtum, Berühmtheit und Weisheit gegeben. In dieser Zeit des Segens, vergaß Salomo nicht die Worte seines Vater, sondern fing an den Tempelbau vorzubereiten. David und das Volk hatten dafür freiwillig ein großes Opfer gesammelt (2. Chr 29). Mit diesem Opfer und der Hilfe von Hiram, dem König von Tyrus, bereite Salomo das nötige Holz und die nötigen Steine vor. Annähernd 200.000 Fronarbeiter waren damit beschäftigt, die nötigen Hölzer und Stein herbeizuschaffen und zu bearbeiten. Dabei wurden große und kostbare Steine ganz genau behauen, so dass man später beim Bauen weder Hammer noch Beil hören konnte (Kap 6,7). Der „Tempelbau“ in unserer Zeit kann auch nur mit viel Hingabe, Zeit, Material und Sorgfalt geschehen.

Gebet: Herr, ich will den „Tempelbau“ in meinem Volk mit Hingabe, all meiner Zeit und Sorgfalt vorbereiten.

Ein Wort: Bereite „Holz“ und „Steine“ zu

01. Juni 2010

1. König 4,1-5,14

Gott erfüllt seine Verheißung

(1. Kön 4,20) Juda aber und Israel waren zahlreich wie Sand am Meer und sie aßen und tranken und waren fröhlich.

Die Regierungszeit Salomos war menschlich gesehen die Blütezeit Israels. Er setzte mit der Weisheit Gottes gute Leiter ein. Israel, vormals ein Sklavenvolk, wuchs zu einer Großmacht unter Salomo. Salomo war Herr über alle Königreiche vom Euphratstrom bis zum Philisterland. Viele kamen nach Jerusalem, um die Weisheit Salomos zu hören. Denn Salomos Weisheit war größer als die Weisheit aller Gelehrten und der Weisen anderer Völker. Salomo war berühmt unter allen Völkern. Während David zu seiner Lebzeit stets kämpfen musste, herrschte zu Salomos Zeit Frieden und Wohlstand. Salomo hatte genügend Zeit, über viertausendfünfhundert Lieder und Gedichte zu schreiben. Er war so reich und hatte mehrere tausend Kriegsgespanne und Pferde, was eine klare Missachtung von Gottes Gebot war (5. Mose 17,14-20). Gott hatte Juda und Israel so zahlreich gemacht wie den Sand am Meer. Dies war die Erfüllung der Verheißung Gottes an Abraham und seinen Nachkommen (1. Mose 13,16; 28,14). Gott wird zu seiner Zeit seine Verheißung an uns erfüllen, aber ohne Gehorsam wird aller Segen wieder zunichte.

Gebet: Herr, danke, dass du sicher deine Verheißung erfüllst. Lehre mich in der Zeit des Segens Gehorsam.

Ein Wort: Gott erfüllt seine Verheißung