05. September 2010

Psalm 22, 1-32
Mein Gott, warum hast du mich verlassen?
(Ps 22,2) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist fern.
Dieser Schrei war am Kreuz auf den Lippen Jesu. Als David diesen Psalm schrieb, befand er sich in tiefer Qual und Not – vielleicht während der Zeit, als er vor Saul floh. Es schien, dass sein himmlischer Vater fern von ihm war. Er fühlte die Leere und die Gottverlassenheit. Er wurde wie ein Tier aufs äußerste gejagt. Er schrie Tag und Nacht zu Gott, und es schien, als ob Gott ihn nicht erhörte. Aber er wurde nicht verbittert, noch wandte er sich von Gott ab. Er lobte den Gott Israels, der das Schreien seines Volkes, das sein Vertrauen auf ihn setzte, gehört und beantwortet hatte. Er setzte trotz allem seine Hoffnung auf Gott. David war sich sicher, dass Gott antworten würde. Er wollte Gott vor allen Menschen die Ehre geben. Er wollte jeden aufrufen, den Gott zu loben, der die Schreie der Leidenden hört, der die Armen versorgt und diejenigen segnet, die ihn fürchten. Eines Tages werden alle Geschlechter der Heiden Gott anbeten. Menschen, die noch nicht geboren sind, werden von seiner Gerechtigkeit hören. Jesu Leiden am Kreuz und sein Schrei zeigen, wie sehr Gott uns liebt. Er liebt uns mehr als seinen Sohn, der für uns am Kreuz von Gott verlassen wurde.
Gebet: Herr, ich lege all meinen Schmerz vor dir ab, denn du erhörst meinen Hilfeschrei. Vielen Dank für Jesus, der für mich am Kreuz verlassen wurde.
Ein Wort: Jesus ist Gott mit uns