26. März 2010

1. Mose 38,1-30 

Juda und Tamar

(1. Mo 38,26) Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn ich habe sie meinem Sohn Schela nicht gegeben. Doch wohnte er ihr nicht mehr bei.

Der Stamm Juda ist gesegnet und hat im Volk Israel eine besondere Bedeutung. Juda nahm sich eine Tochter der Kanaaniter namens Schua zur Frau. Sie gabar ihm drei Söhne, Er, Onan und Schela (1-3). Er war böse vor dem Herrn, darum ließ ihn der Herr sterben. Onan weigerte sich, seinem älteren Bruder Nachkommen zu schaffen. Darum schlug der Herr ihn. Juda versprach zwar Tamar, der Witwe seines Sohnes Er, ihr um des Gesetzes willen seinen jüngsten Sohn zu geben, jedoch löste er sein Versprechen nicht ein aus Furcht, auch Schela zu verlieren (4-11). Tamar hätte es aufgeben können, ihrem verstorbenen Mann die Nachkommen zu schaffen. Sie aber hielt es für ihre Pflicht vor Gott. Darum riskierte sie es, als Hure gesteinigt zu werden, und wurde von Juda schwanger. Sie achtete ihre Aufgabe höher als ihre Ehre (12-23). Juda, der später von der Tat seiner Schwiegertochter erfuhr, erkannte, dass Tamar gerechter war als er selbst. Juda war ein einsichtiger Mensch (24-26). Gott segnete Tamar, so dass der Messias durch sie in die Welt kommen konnte (27-30, vgl. Mt 1,3). Gott segnete Juda durch Jakob (vgl. 1. Mose 49,8-12).

Gebet: Herr, hilf mir, wie Tamar treu zu sein und wie Juda einsichtig zu werden.

Ein Wort: Sei treu hinsichtlich deiner Mission und einsichtig hinsichtlich deiner Schwäche.

  • Share/Bookmark