26. Mai 2010

Einführung in die Bücher Könige

 Die Königsbücher behandeln etwa 400 Jahre der Geschichte Israels. Sie beginnen mit Davids Tod (ca. 965 v. Chr.) und der Thronbesteigung Salomos, dessen Name „Friedensmann“ bedeutet. Tatsächlich konnte Israel unter seiner Regentschaft in Frieden leben. Sogar dehnte sich das Land durch Heiratspolitik noch weiter aus. In diese Zeit fällt auch der Bau des prächtigen ersten Tempels, der noch von David geplant worden war. Er ist die goldene Zeit Israels. Doch inmitten des Glanzes deutet sich schon der Untergang an. Gott hatte in seinen Königsgesetzen (5. Mose 17) geboten, dass die Könige keine heidnischen Frauen heiraten sollten. Salomo aber tat genau dies. Durch diese heidnischen Frauen kam der Götzendienst nach Israel. Salomo stirbt noch in der Friedenszeit, doch bald darauf kommt es zur Spaltung Israels in Nordisrael und Juda und zum Bürgerkrieg. In beiden Ländern wenden sich die Menschen immer mehr dem Götzendienst zu. Gott gibt deshalb sein Volk den heidnischen Völkern preis. Nordisrael wird 722 v. Chr. von den Assyrern erobert. Juda fällt 578 v. Chr. und wird in die babylonische Gefangenschaft verschleppt. Dennoch ist Gott mit seinem Volk durch seine Propheten, vor allem durch Elia und Elisa. 

Ein Schlüsselvers der Bücher Könige ist 1. König 19,18: „Und ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat.“

1. Könige  1,1-31  

Der Herr lebt, der mich erlöst hat

(1.Kön 1,31) Schwor der König und sprach: So wahr der Herr lebt, der mich erlöst hat aus aller Not.

David war sehr alt, so dass sein Körper nicht  mehr warm wurde. Er war nur noch in seinem Gemach, und die Großen regierten für ihn. Sein Sohn, Adonija, wollte endlich selbst König werden. Schließlich scharte er einige Männer um sich, opferte und ließ sich als neuer König feiern. Auch der Pragmatiker Joab und der Priester Abjatar hielten zu Adonija. David war zwar alt, aber er war nicht dumm. Er vertraute, was das Problem der Nachfolge betraf, ganz auf Gottes Verheißung, dass Gott vor seinem Tod einen Nachkommen auf seinen Thron setzen wird (2. Sam 7,11-13; Ps 89,5; 2: Chr 28,5-7). Dieser Nachkomme sollte Salomo sein. Am Ende seines Lebens bemühte David sich deshalb nicht darum, die Nachfolge mit seiner menschlichen Kraft zu regeln. Er hatte nach den Entwürfen Gottes (2. Chr 28,19) alle Materialen gesammelt, damit sein Nachkomme Gott ein Haus bauen konnte (2. Chr 29,2.19). Gott half David durch Nathan und Batseba, im entscheidenden Moment richtig zu handeln. Im Glauben an den lebendigen Gott, der ihn erlöst hat, konnte David das Problem der Nachfolge lösen.

Gebet: Herr, hilf mir, wie David auf dich, den lebendigen Gott und Erlöser zu vertrauen, der seine Verheißung sicher erfüllen wird, statt mit meiner eigenen Kraft die Probleme lösen zu wollen.

Ein Wort: Der Herr lebt, der mich erlöst hat

 

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