20. März 2010

1. Mose 34,1-31
Die Schandtat an Dina
(1. Mo 34,31) Sie antworteten aber: Durfte er denn an unserer Schwester wie an einer Hure handeln?
Jakob wollte in Sichem friedlich wohnen und sein Haus aufbauen. Dina, die einzige Tochter der Familie Jakobs, machte sich auf die Suche nach Freundinnen. Als sie die Töchter des Landes besuchte, fiel sie den Augen Sichems, des Sohnes Hamors, auf. Er nahm sie und tat ihr Gewalt an (1-4). Jakob suchte trotz dieser Schandtat seine Sicherheit. Seine Söhne aber verdross es. Hamor wollte seinem Sohn Sichem den Wunsch erfüllen, Dina zur Frau zu nehmen. Er nahm sogar die Forderung der Söhne Jakobs nach der Beschneidung an und überredete seine Landsmänner dazu (5-24). Aber die Söhne Jakobs, besonders Simeon und Levi, konnten die Schandtat an Dina nicht vergessen. Als die Männer Hamors Schmerzen litten, überfielen sie die Stadt und erschlugen die Männer und Hamor und seinen Sohn. Für Jakob, der in der Welt eine Bleibe und Sicherheit gesucht hatte, war dies eine Notsituation. Er musste sich vor der Rache der Menschen fürchten. Jedoch sagten seine beiden Söhne, dass sie keinen Kompromiss schließen wollten (25-31). Wer hatte Recht? Jakob oder seine beiden Söhne? Sicher und harmonisch wäre es gewesen, wenn Jakob und seine Söhne den Friedensbund geschlossen hätten. Dann aber könnten sie nie heilig leben und müssten sich der Welt anschließen. Was wäre dann mit Dina?
Gebet: Herr, hilf mir, trotz der Schwierigkeiten heilig zu leben.
Ein Wort: Durfte er denn das?