7. Februar 2012

Sei unser König!

Richter 9,1-57

(14) Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch: Komm
du und sei unser König!

Nach Gideons Tod war ein Machtvakuum entstanden. Abimelech
war der Sohn von Gideons sichemitischer Nebenfrau. Er überredete
die kanaanitischen Verwandten seiner Mutter, ihn dabei zu unterstützen,
König zu werden. Er warb Söldner an und tötete alle seine
Halbbrüder außer dem jüngsten Jotam, der entkommen konnte.
Die Sichemiter krönten ihn zum König. Jotam hielt vom Berg Garizim
aus eine gleichnishafte Predigt. Der Ölbaum, der Feigenbaum
und der Weinstock lehnten das Königtum ab, weil sie es vorzogen,
ein fruchtbringendes Leben zu führen. Im Gegensatz dazu stand der
nutzlose Dornbusch, der weder etwas zu geben noch zu verlieren
hatte und seine Macht rücksichtslos ausspielte. Jotam kündigte an,
dass sich Abimelech und die Sichemiter gegenseitig zerstören würden.
Tatsächlich wurden die Sichemiter Abimelech untreu, der daraufhin
die ganze Stadt auslöschte. Er selbst wurde bei der Eroberung
von Temez von einer Frau mit einem Mühlstein zerschmettert.
Jotams Warnung hatte sich erfüllt. Der Text erinnert uns daran, dass
der wahre Segen in einem fruchtbringenden Leben liegt. Menschlicher
Ehrgeiz dagegen führt zur Zerstörung. Niemand sollte ein Amt
aufgrund seines menschlichen Ehrgeizes anvertraut bekommen.

Gebet: Herr, mache mich frei von menschlichem Ehrgeiz und lass
mich stattdessen ein fruchtbringendes Leben als ein Segen führen.

Ein Wort: Bringe Frucht und sei ein Segen!