26. Januar 2012
Sie befragten den Herrn
Richter 1,1-20
(1) Nach dem Tod Josuas befragten die Israeliten den
Herrn und sprachen: Wer soll zuerst hinaufziehen, Krieg zu führen
gegen die Kanaaniter?
Josua hatte das Land Kanaan vollständig an die zwölf Stämme verteilt.
Trotzdem waren viele Gebiete noch nicht von den Israeliten
erobert worden und befanden sich weiter in kanaanitischer Hand.
Nach Josuas Tod halfen die Ältesten dem Volk, diese Aufgabe in
Angriff zu nehmen. Sie befragten Gott darüber, wer im Kampf voranziehen
sollte. Juda machte den Anfang und nahm den Stamm
Simeon als Verstärkung mit. Sie besiegten im Norden den König von
Besek und verstümmelten ihn so, wie er es zuvor mit siebzig unterlegenen
Königen getan hatte. Er erkannte darin Gottes Gerechtigkeit.
Im Süden wurden Hebron, Debir und Horma erobert. Hebron
wurde Kaleb zugesprochen. Otniel eroberte Debir und gewann dadurch
die Hand von Kalebs Tochter Achsa. Die Nachkommen von
Moses Schwager Hobab siedelten sich weit im Süden an. Doch diese
Erfolgsstory hatte auch ihre dunkle Seite. Juda konnte die Küstenebene
mit den Philisterstädten Gaza, Aschkelon und Ekron nicht
erobern. Auf dem Gebirge fühlten sie sich überlegen, doch als sie
die eisernen Wagen ihrer Gegner in der Ebene sahen, wurden sie
entmutigt. Sie schauten auf die äußere Situation und begrenzten
Gottes Macht, anstatt auf Gottes Verheißung zu vertrauen.
Gebet: Herr, lass mich in allem dich befragen und im Vertrauen auf
deine Verheißung mutig vorangehen.
Ein Wort: Befrage in allem den Herrn!