16. Dezember 2011
Um ihrer Missetat willen
Jesaja 13,1-22
(Jes 13,11) Ich will den Erdkreis heimsuchen um seiner Bosheit willen
und die Gottlosen um ihrer Missetat willen und will dem Hochmut
der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen
demütigen.
Als Jesaja diese Vision des Gerichts über Babel empfing, war
Israel noch nicht in die Gefangenschaft geführt worden. Doch Gott
ließ ihn schon jetzt sehen, dass die Feinde des Volkes Gottes gerichtet
werden, auch wenn er sie gebrauchen würde, um sein Volk
zu züchtigen. Die Babylonier rühmten sich ihrer Stärke, doch vor
dem Zorn des Herrn werden auch sie sich fürchten und feige und
voller Schrecken und Angst sein. Gott kommt in seinem Zorn, um
die Erde zu verwüsten und die Sünder zu vernichten. Wenn Gott
kommt, wird er dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen, und
die Hoffart der Gewaltigen demütigen. Wenn es nötig ist, bewegt er
dazu den Himmel und die Erde. Alle irdische Schönheit und Pracht
wird zerstört werden. Der Stolz der Menschen gründet sich auf ihre
Fähigkeiten, ihre Leistungen und Erfolge, ihre äußere Schönheit, ihren
Reichtum und Besitztümer. Vor Gott ist aller Stolz nur Dummheit.
Stolz war Satans Angriffspunkt im Paradies (1. Mose 3,5). Wir
sollen nicht geistlich dumm sein. Wenn uns Fähigkeiten gegeben
sind, sollen wir sie für Gott einsetzen. Wenn wir eine Leistung erbracht
haben, sollen wir Gott danken. Und wenn Gott spricht sollen
wir demütig zuhören. Dann werden wir nicht Gottes Zorn, sondern
Barmherzigkeit erfahren.
Gebet: Herr, bewahre mich vor dem Stolz.
Ein Wort: Gott wird dem Hochmut ein Ende machen