10. Dezember 2011

Hoffe stets auf deinen Gott

Hosea 12,1-15

(Hos 12,7) So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit
und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!

In diesem Kapitel vergleicht der Prophet das Verhalten des
Volkes Israel mit dem seines Stammvaters Jakob. Jakob hatte einen
betrügerischen, hinterlistigen und unzuverlässigen Charakter. Er
kämpfte mit allen menschlichen Mitteln, seine Ziele zu erreichen:
Ehre, Liebe und Reichtum. Bereits im Mutterleib begann seine
Konkurrenz mit seinem Bruder Esau, den er schließlich übervorteilte
und betrog, um das Erstgeburtsrecht und den Segen seines
Vaters zu bekommen. Er kämpfte weiter um die Liebe einer Frau
und für Reichtum. Wie Jakob war auch das Volk Israel voller Lüge
und Falschheit. Anstatt an Gott festzuhalten, suchten sie ihre Ziele
durch Bündnisse mit Assyrien oder Ägypten mit menschlichen
Mitteln zu erreichen. Jakob kämpfte am Jabbok mit Gott im Gebet
unter Tränen. Er siegte, als Gott seine menschliche Stärke zerbrach
und er seine Hoffnung nur noch auf Gott setzen konnte. Dadurch
konnte er Gott persönlich finden und zu Israel, zum Streiter Gottes,
verändert werden. Ebenso sollte auch Gottes Volk nicht menschlich,
sondern geistlich kämpfen, um zu Gott umzukehren und seine
Hoffnung allein auf ihn zu setzen. Doch sie hielten an ihrer Sünde
fest und betrogen sich selbst. Gott musste sie durch eine neue Zeit
des Exils geistlich erziehen.

Gebet: Herr, ich möchte wie Jakob geistlich kämpfen, um die Dinge
dieser Welt loszulassen und allein auf dich zu hoffen.

Ein Wort: Hoffe allein auf Gott!