7. Dezember 2011
Weil sie nicht hören wollen
Hosea 9,1-17
(Hos 9,17) Mein Gott wird sie verwerfen, weil sie nicht hören wollen,
und sie sollen unter den Heiden umherirren.
Hier tritt der Prophet wohl bei einem Erntefest auf. Die Menschen
freuten und rühmten sich. Wegen der reichen Ernte dachten
sie, dass schon alles in Ordnung sei. Doch ihre Herzen waren
geteilt. Dort herrschte nicht Gott allein, sondern sie hatten sich an
verschiedene Götzen verkauft, von denen sie sich Wohlstand und
Sicherheit versprachen. Gott wollte dies nicht übersehen. Tote
Götzen machen unser Leben vor Gott unrein, so wie die Israeliten
durch den Kontakt mit einem Toten kultisch unrein wurden. Wir
können dann nicht mehr zu Gott kommen. Anstatt auf Gottes Wort
durch Hosea zu hören, bezeichneten die Israeliten ihn als einen
Narren und erklärten ihn für wahnsinnig. Sie versuchten, auf ihre
eigene Weise nach Gott auszuspähen, doch es würde ihnen nicht
gelingen. Während der Wüstenwanderung waren die Israeliten für
Gott wie Trauben oder die besonders begehrten ersten Feigen am
Feigenbaum. Damals hatten sie auf Gottes Wort gehört und waren
der Wolken- und Feuersäule jeden Tag gefolgt. Doch schon an der
Grenze zum verheißenen Land hatte der Götzendienst angefangen
und ihre Haltung gegenüber Gott war relativ geworden. Gott wollte
ihr Leben unfruchtbar machen. Die Wurzel unserer geistlichen Probleme
besteht darin, dass wir aufhören, auf Gott und sein Wort zu
hören.
Gebet: Herr, ich möchte auf dein Wort hören und dir ohne Kompromisse
folgen.
Ein Wort: Höre auf Gottes Wort!