6. Dezember 2011
Stoße laut in die Posaune!
Hosea 8,1-14
(Hos 8,1) Stoße laut in die Posaune! Es kommt über das Haus des
Herrn wie ein Adler, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen
meine Gebote auflehnen.
Eine Posaune ist ein unüberhörbares Signal, zum Beispiel
bei einem Angriff im Krieg. So unüberhörbar sollte Hosea Gottes
Gericht ankündigen. Gottes Volk übertrat seinen Bund und lehnt
sich gegen seine Gebote auf. Die Israeliten hatten kein Sündenbewusstsein.
Sie riefen Gott beim Namen und behaupteten, ihn zu
kennen. Dabei trafen sie ihre Entscheidungen ohne Gott. Um Gott
zu ersetzen, hatten sie zwei goldene Kälber aufgestellt, von denen
zu Hoseas Zeiten das eine bereits in assyrische Hände gefallen war.
Auch das andere wollte Gott nicht mehr lange dulden. Die Menschen
waren störrisch wie ein Wildesel und versuchten, ihre außenpolitischen
Probleme durch Bestechung zu lösen. Sie hatten
sich viele Altäre gemacht und brachten darauf große Mengen an
Opfern. Eigentlich sind Altäre dazu da, Gott anzubeten und Opfer,
um für die Sünden Sühne zu schaffen. Doch für Gottes Volk waren
die Opfer ein Ersatz für Gehorsam geworden. So blieben alle ihre
religiösen Bemühungen nutzlos. Gott kündigte ein neues Exil wie in
Ägypten an, was sich durch die assyrische Gefangenschaft erfüllte.
Gegenüber Menschen, die störrisch an ihrer Sünde festhalten, müssen
wir manchmal wie Hosea in die Posaune blasen, damit sie zur
Besinnung kommen.
Gebet: Herr, lass mich heute deine Wahrheit unüberhörbar verkünden,
damit Menschen zu dir umkehren.
Ein Wort: Blase in die Posaune!