5. Juli 09

Einleitung zu Sprüche
Das Buch Sprüche ist von mehreren Autoren verfasst worden: Salomo, Agur (Kap. 30) und Lemuel (Kap. 31). Gemäß Kap.25 Vers 1 sammelten die Männer von Hiskia die Sprüche Salomos. Man kann vermuten, dass während dieser Zeit die Sammlung fertig gestellt wurde (727-687 v. Chr.). Hauptthema der Sprüche ist die Furcht des Herrn (1,7; 9,10 und 31,30). In 1,2-7 finden wir für dieses Buch fünf Ziele: 1. Weisheit und Zucht zu lernen. 2. die Worte zu verstehen. 3. Zucht zu erlangen, damit man in seinem Leben Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit widerspiegelt. 4. denen mit Weisheit auszuhelfen, die Weisheit brauchen. 5. die Sprüche, Gleichnisse und die Worte der Weisen und ihre Rätsel zu verstehen.
Ein Spruch spiegelt die Wahrheit wieder. Das hebräische Wort „Spruch“ bedeutet “Gleichnis” und hilft dem Leser sich alles bildlich vorzustellen. Man unterscheidet zwei Hauptformen: die kürzere Form, die etwas über das generelle Verhalten aussagen, und die längeren Reden, die etwas über Gott und Menschen beinhalten. Sprüche sollen uns Weisheit für unser Leben geben und uns über Redlichkeit und rechtes Benehmen unterrichten.
Sprüche 1,1-7
Der Anfang der Erkenntnis
(Spr 1,7) Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht.
Salomo war ein Sohn Davids. Er wollte seinem Volk gut dienen und verstehen, was gut und böse ist. Er bat den Herrn um ein gehorsames Herz (1. Kön 3,9). Seine Bitte gefiel dem HERRN gut. Er gab ihm nicht nur Weisheit, sondern auch Reichtum und Ehre. Gott gab ihm geistliches Urteilsvermögen. Seine Worte aus seinem Herzen machten viele Menschen auch verständig und weise. Wie können die Unverständigen klug und die Jünglinge vernünftig und besonnen werden? In diesem Text wird von Lernwilligkeit, Lernbereitschaft, Aufnahmebereitschaft und Zuhören geredet. Man muss bereit sein, Weisheit und Zucht zu lernen. Lernbereitschaft macht weise und klug. Und auch das Zuhören ist zum Wachstum an Weisheit und zum Fruchtbringen wichtig (Mt 13,23). Die Thessalonicher nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift (Apg 17,11). So konnten viele zum Glauben kommen. Die moderne Zeit ist die Zeit voll von Informationen und Erkenntnissen. Aber was ist der Anfang der Erkenntnis? Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis (7). Alle Erkenntnisse fangen damit an, dass man Gott anerkennt und ihm dient. Alle Erkenntnisse sollen auf der Furcht Gottes basieren. Gott segnet solche Menschen reich (Lk 1,50).
Gebet: Herr, hilf mir, dich zu fürchten und dadurch die wahre Erkenntnis zu erlangen.
Ein Wort: Der Anfang der wahren Erkenntnis