22. August 08

Ein misslungener Putschversuch

Jeremia 40,13-41
Leitvers 41,17+18

Die Ammoniter und Israeliten waren gegen die Babylonier Verbündete gewesen. Nun wollten die Ammoniter verhindern, dass sich die übriggebliebenen Israeliten unter Gedalja der babylonischen Herrschaft unterordneten. Deshalb planten sie, Gedalja durch Jischmael, einen der jüdischen Generäle, umbringen zu lassen. Jischmael hasste Gedalja, weil er für die babylonische Fremdherrschaft stand. Gedalja hatte sein Bestes getan, die Verantwortung zu übernehmen und den Menschen ein einigermaßen normales Leben zu ermöglichen. Johanan, ein anderer jüdischer General,  versuchte, ihn vor dem geplanten Attentat zu warnen, doch Gedalja glaubte ihm nicht. Nicht nur er, sondern auch einige Chaldäer und viele unschuldige Juden fielen dem Attentat zum Opfer. Jischmael wollte die Überlebenden als Gefangene zu den Ammonitern führen. Johanan nahm die Verfolgung auf. Es gelang ihm, die Gefangenen zu befreien. Er muss auf sie wie ein Erretter gewirkt haben. Doch Johanan war selbst orientierungslos, was er nun tun sollte. Weil er die Rache der Chaldäer fürchtete, plante er, mit dem Volk nach Ägypten zu ziehen. Anstatt auf Gott zu vertrauen, wollte er vor den Problemen davonlaufen.
Gebet: Herr, lass mich heute auf dich und deinen Hilfe vertrauen und die Probleme aktiv in Angriff nehmen, anstatt vor ihnen wegzulaufen.

Ein Wort: Lass dich nicht von Furcht regieren!
 

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