18. Juli 2010

Psalm 16,1-11 

Ich habe den Herrn alle Zeit vor Augen

(Ps 16,8) Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; steht er mir zu Rechten, so werde ich festbleiben.

Gott bewahrt den Weg der Frommen, die recht leben (1; Spr 2,8). Niemand weiß, was in der Zukunft geschehen wird, aber jeder hat den Wunsch nach Sicherheit. David führte ein unsicheres Leben, aber er fand wahre Sicherheit. Er erkannte Gottes Souveränität an und vertraute allein auf ihn. Gott gab ihm viele gute Dinge – aber er konnte bekennen: „Ich weiß von keinem Gut außer dir (2b).“ In bilderreicher Sprache beschreibt David seine Beziehung zu Gott (5.7-11). David fand wahre Freude, als er Gottes Rat annahm, und er lobte ihn sogar bei Nacht. Gott öffnete seine geistlichen Augen, damit er sein Wort sehen, empfinden und schmecken konnte. Der, dem meine ganze Liebe gilt, ist mir jederzeit nah, er ist mir jederzeit „vor Augen“. Wer verliebt ist, der ist es bei Tag und Nacht, im Wachen wie im Schlafen, bei der Arbeit und in Zeiten der Erholung, beim Essen und Trinken, und es gibt keinen Augenblick, in dem er das unverwechselbare Gefühl des Verliebtseins nicht abrufen könnte. Die Liebe muss zu jeder Zeit die Verbindung mit dem Geliebten spüren, sie muss es und sie kann es. David konnte sich freuen, weil er Auferstehungsglauben hatte, der alle Elemente des Todes und der Furcht, die im Herzen jedes Menschen schlummern, zerstört.

Gebet: Herr, danke, dass ich beten darf. Hilf mir, allezeit den Herrn vor meinen Augen zu haben.

Ein Wort: Ich habe den Herrn vor Augen

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