12. Juli 2010

2. Korinther 11,16-33 

Paulus’ Leiden als ein Diener Christi

(2. Kor 11,23) Sie sind Diener Christi – ich rede töricht: ich bin’s weit mehr! Ich habe mehr gearbeitet, ich bin öfter gefangen gewesen, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen.

Die Männer, die Paulus’ Wirken kritisierten und sich selbst als Leiter darstellten, waren menschlich fähig und von tadelloser jüdischer Herkunft. Paulus hätte sich auch seiner Herkunft, Ausbildung und Kenntnisse rühmen können. Doch er nannte solches Rühmen töricht. Diejenigen, die sich auf Fähigkeiten, Kenntnisse oder Herkunft verlassen, sind Narren. Um dies noch zu unterstreichen, zählte Paulus auf, wie viel er bereits um Christi willen gelitten hatte. Um seinen Kritikern zu begegnen, rühmte er sich seiner Leiden als ein Diener Christi: wie oft er gefangen war, wie oft er geschlagen und sogar gesteinigt wurde, welchen Gefahren er begegnete, welchen inneren und äußeren Mühen er ausgesetzt war: Wachen, Hunger, Durst, Fasten, Frost und Blöße, dazu noch all das, was täglich auf ihn einstürmte und die Sorge für alle Gemeinden. Doch diese Gefahren und Leiden hatten ihn nicht geschwächt, sondern stark gemacht. Ein Leben der Mission schließt das Leiden mit ein. In seinen Briefen spricht Paulus aber nicht viel von seinem Leiden, sondern von der Gnade und vom Wirken Gottes. Sich selbst einer Leistung zu rühmen, ist dumm. Wenn wir uns rühmen, dann unserer Schwachheit, durch die Gottes Macht offenbar wird.

Gebet: Herr, lehre mich, als ein Diener Christi fröhlich zu leiden.

Ein Wort: Leide mit als ein Diener Christi

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