11. September 2010

1. Könige 22,1-28
Ich will die Wahrheit reden
(1. Kön 22,14) Micha sprach: So wahr der HERR lebt: Ich will reden, was der HERR mir sagen wird.
Als der König von Juda, Joschafat, Ahab besuchte, lud Ahab ihn dazu ein, sein Verbündeter zu werden und mit ihm gegen Aram in den Krieg zu ziehen. Joschafat willigte ein, aber schlug vor, dass sie zuerst Gottes Willen und Führung suchen sollten. Ahab rief vierhundert Propheten des Baal und fragte nach ihrer Meinung. Sie sagten ihm, was er hören wollte, nämlich, dass er den Sieg erlangen würde. Joschafat war nicht zufrieden. Er bat Ahab, einen Propheten des Herrn zu finden. Laut Ahab gab es nur noch einen Propheten Gottes im Lande, Micha. Doch diesen wollte Ahab nicht fragen, weil Micha ihm immer etwas Böses weissagte. Micha glaubte an den lebendigen Gott, deshalb konnte er selbst dem bösen König die Wahrheit sagen. Micha sagte, dass alle Propheten Ahabs einen Lügengeist hätten und dass Unheil über Ahab kommen würde. Micha wurde für diese Prophezeiung geschlagen und in den Kerker bei Wasser und Brot geworfen. Es ist ganz normal, dass die Menschen, die nicht zu Gott umkehren wollen, ärgerlich werden, wenn sie die Wahrheit Gottes hören (Apg 9,51.58). Alle die auf der Seite Gottes und der Wahrheit stehen wollen, müssen Verfolgungen erleiden (2. Tim 3,12; Joh 15,20).
Gebet: Herr, du bist der lebendige Gott. Ich will auch die Wahrheit verkündigen, auch wenn dies Leiden bedeutet.
Ein Wort: Ich will die Wahrheit sagen