Donnerstag, 26. Mai 2016

Josefs bezwingt sich

1. Mose 43,15-34 (31)

„Und als er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt an sich und sprach: Legt die Speisen auf!“

Die Brüder zogen mit Benjamin erneut nach Ägypten und traten dort vor Josef. Nach den letzten Erlebnissen wollten sich die Brüder sicherlich nicht lange bei Josef aufhalten. Sie wollten schnell ihre Unschuld beweisen und Getreide kaufen. Als sie jedoch von Josefs Haushalter in Josefs Haus zum Essen geführt wurden, kam Furcht über sie. Sie dachten sich sogar, dass sie nun überfallen und versklavt würden. Sie bekamen genau vor dem Frucht, was sie früher Josef angetan hatten. Beim Mittagessen grüßte Josef sie freundlich und erkundigte sich sofort nach seinem Vater. Josef war durch dieses über Monate dauernde Training für seine Brüder das Risiko eingegangen, seinen Vater vielleicht nie wieder zu sehen. Denn Jakob war schon sehr alt und hätte jeden Tag sterben können. Vielleicht war ihm nach der ersten Abreise der Brüder erst klar geworden, welche Schmerzen er auch seinem Vater zufügte, als er Benjamin zu sehen verlangte. Als er Benjamin nun sah, konnte er einen Moment lang seine Gefühle nicht mehr beherrschen. Er eilte hinaus und weinte. In diesem Moment war er versucht, aufzugeben und seine Brüder zu umarmen. Vielleicht würde er seinen Vater nie mehr sehen? Doch Josef wusch sein Gesicht, „bezwang sich“ und ging hinaus. Er machte weiter, um seine Brüder zur Buße zu führen und Gott gab ihm Ideen dafür (33.34).

Gebet: Herr, hilf mir, wieder hinauszugehen, mich zu bezwingen und weiter zu machen.

Ein Wort: Bezwinge dich und geh hinaus!